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16. August 2013

Bahnhofsviertelnacht Frankfurt: Bahnhofsviertelnacht mit Oberbürgermeister

 Von 
Oberbürgermeister mit Geleitschutz.  Foto: Peter Juelich

Bei der Frankfurter Bahnhofsviertelnacht lässt sich auch Oberbürgermeister Peter Feldmann blicken. Er mischt sich unter die 35.000 Besucher.

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FRANKFURT –  

Eine milde Augustnacht, bunt erleuchtete Straßen voller Menschen, Gruppenführungen ziehen von Ort zu Ort, alle paar Meter spielt eine andere Musik – ein Chaos, doch ein harmonisches. Die sechste Bahnhofsviertelnacht wird ihrem Motto „Die Welt in einem Viertel“ gerecht. Mittendrin im Getümmel ist Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD), der sich mit einigen Kollegen auf eine persönliche Tour begeben hat. Seine fünf Stationen bilden gerade einmal ein Zehntel des Gesamtprogramms.

Es beginnt im Stadtteilbüro Moselstraße. Dort wird eine Zwischenbilanz gezogen, wie sich das Bahnhofsviertel in den letzten Jahren gewandelt hat. Dank des städtischen Förderprogramms für Wohnungsbau wächst der Stadtteil am stärksten. Ein Forschungsprojekt an der Goethe-Universität widmet sich einem vernachlässigten Thema: Den Kindern im Viertel. Die Erkenntis: Es gibt sie, und für sie bilden die Straßen des Quartiers „Urbane Lernräume“.

Im Grunde funktioniert die ganze Bahnhofsviertelnacht wie ein urbaner Lernraum: Die Besucher, nach einer Schätzung von Polizei und Stadt etwa 35.000 Menschen, erfahren die Vielfalt des Stadtteils. Deutlich wird diese besonders in der Internationalität der Münchener Straße. Feldmann besucht den Tanzclub Chango. Hier tanzen die Menschen zu südländischen Rhythmen, trinken Cocktails und essen Emapanadas, frittierte Maisteigtaschen. Der OB langt zu, doch bekennt er, dass er im Lateintanz „nicht gut“ sei.

Eine kühle Erfrischung gibt es beim Internationalen Familienzentrum (IFZ). Dort haben Jugendliche, die auf eine Ausbildung vorbereitet werden, einen nichtalkoholischen Cocktail gemixt und reichen dazu Häppchen. Die 19-jährige Amal Zraibi hat keinen Abschluss, aber gerade eine Ausbildung im Einzelhandel angefangen. „Eigentlich wollte ich Friseurin werden“, sagt sie. „Aber die theoretischen Prüfungen waren zu schwer.“ Am IFZ habe sie vieles gelernt; die Ausbildung soll ihr auch einen Hauptschulabschluss bringen.

Eine andere Art von Hilfe gibt es bei der Bahnhofsmission. Am Abend machen die Helfer historische Führungen. Der OB bekommt einen exklusiven Blick vorab in die Kinder Lounge, einer neuen Einrichtung, in der Eltern ihre Kleinen betreuen lassen können. Damit sollen die Eltern entlastet werden, während sie sich mit dem Reisestress plagen.

Feldmann hat ebenfalls viel zu tun – mit Händeschütteln. Immer wieder kommen Passanten auf ihn zu, grüßen und fotografieren. Letzte Station: Niddastraße 64. Neben Pelzfirmen gibt es dort einige Kreativagenturen. Die entwerfen Marken wie Crystal Mett, ein gegrilltes Mettbrötchen mit Kristallsalz. Oder eine Limo aus Yuzufrucht. Ihr Geschmack soll lange Genuss bereiten. Das gilt auch für das Fest im Bahnhofsviertel.

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