Wer hat sich nicht schon einmal damit herumgeschlagen, dass er zu Unzeiten dringend einen Barren Gold brauchte? Eben. Deshalb hat die Firma Ex Oriente Lux AG dafür gesorgt, dass auch in Frankfurt ständig echtes Gold zu haben ist: „Gold to go“. Aus dem Automaten. Wie bereits in Abu Dhabi, London, Mailand, an 30 Orten auf der Welt.
Die Frankfurter Rundschau darf sich geehrt fühlen, bereits im Vorfeld per E-Mail um Rat gefragt worden zu sein: Was soll in die Goldbarren hineingelasert werden – Rathaus, Römerberg, Paulskirche oder die Skyline? Tja, puh... „Was würden Sie sagen?“, hakt Ex-Oriente-Lux-Mitarbeiterin Ekaterina Hecht ein paar Tage später am Telefon nach: „Rathaus oder Paulskirche?“
So geht es natürlich nicht. Römer oder Paulskirche, das ist für einen Frankfurter ja dasselbe wie: Mama oder Papa? Man kann keins von beiden weglassen. Am ehesten würden wir auf die Skyline verzichten, ergab eine Blitzumfrage in der Redaktionsküche. Die Skyline jedoch ist bei Ex Oriente gesetzt. Pfft. Die müssen es ja wissen. Die sitzen in Reutlingen.
Römer aus dem Rennen
Dafür ist der Römerberg aus dem Rennen. Diagnose von Ekaterina Hecht: „Kommt schlecht auf der kleinen Barrenfläche.“ Für Frankfurt plane die Firma nämlich nur die kleine Goldstück-Variante mit 2,5 Gramm. Wie bitte? In Bremen zum Beispiel gibt es alle Größen bis hin zur Unze (28,35 Gramm) – und für die „City of the Euro“ so ein zahngoldhaftes Miniding? Sogar Reutlingen hat ja zehn Gramm! „In Reutlingen ist es aber auch ein Hit“, sagt Ekaterina Hecht: „Die Marienkirche kommt sehr gut an.“ Marienkirche?
Jetzt aber Butter bei die Goldfische: Was kostet so ein regionaltypisch graviertes Edelmetallchen? Da kommt Joe Dreixler ins Spiel, Direktor PR und Marketing bei Ex Oriente Lux. Live im Gespräch mit der FR ermittelt er topaktuell: „Zum Beispiel Berlin, Brandenburger Tor, 2,5-Gramm-Barren, inklusive Geschenkbox: 151 Euro. Um 11.50 Uhr.“ Der Goldpreis wird im Minutentakt aktualisiert, immer analog zum Börsenkurs: „Wir haben Echtzeitpreise.“
Die können auch höher ausfallen: wenn Lizenzgebühren hinzukommen wie etwa in Essen. Dort bietet das Unternehmen eine Prägung mit Borussia-Dortmund-Motiv an; 179,50 Euro (11.57 Uhr). Aha! Und wo bleibt die Eintracht bei der Frankfurter Ausgabe? „Da muss ich um Verständnis bitten“, sagt Dreixler: „Die Lizenzen sind nicht gerade billig. Wir testen die Nachfrage erst einmal mit der Borussia.“ Aber auch ohne Fußball-Motiv seien die Barren ja schließlich „schön gelasert und verpackt“, wirbt der PR-Mann unverdrossen, „ein Präsent, das seinen Wert nie verliert, gern von Großeltern an Enkel verschenkt – und man gibt es hinterher nicht so schnell aus wie Bargeld“.
Na denn. Im Restaurant „Ivory Club“ im Westend ist am Dienstagmittag solch ein Goldautomat aufgestellt worden. Allerdings, schränkt ein weiterer PR-Mann ein, zunächst nun doch ohne Frankfurt-Motiv. Och, Leute! Fällt euch nichts ein? Dann nehmt halt den Hammering Man. Oder – wie wär’s mit dem „A“ von „Agentur für Arbeit“?

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