Die CDU verabschiedet sich von der Idee, den Archäologischen Garten zu überbauen. Angesichts der allgemeinen Unzufriedenheit in der Römer-Fraktion über die bislang diskutierten Entwürfe für eine Überbauung hat sich Stadtkämmerer Uwe Becker am Freitag vorgewagt: Er schlug vor, „noch einmal grundsätzlich den Verzicht auf eine Überbauung des Archäologischen Gartens in Betracht zu ziehen“. Lieber solle in dem neu entstehenden Altstadt-Areal ein zusätzliches historisches Gebäude rekonstruiert und der Archäologische Garten selbst ansprechender gestaltet werden, sagte der Stadtrat.
Becker würdigte den weit fortgeschrittenen Abriss des Technischen Rathauses, um „eine Bausünde früherer Jahrzehnte im Herzen der Altstadt zu beseitigen und Frankfurt ein Stück seiner Geschichte zurückzugeben“. Dieses Projekt sei „die finanziellen Anstrengungen der Stadt wert“, unterstrich der CDU-Politiker.
In den kommenden Jahren würden die Frankfurter bestimmt die dann teilweise rekonstruierte Altstadt als selbstverständlich erachten. Nicht anders wie es heute bereits mit der Ostzeile sei. Dann aber würde ein üppig dimensioniertes Gebäude nicht mehr zu einer eher kleinteilig angelegten Rekonstruktion passen. Nach den bislang diskutierten Varianten für eine Überbauung des Archäologischen Gartens komme er zu der Überzeugung, dass sich „eine solche Bebauung städtebaulich nicht zufriedenstellend zwischen der kleinteiligen Neubebauung des Altstadtkerns realisieren lässt“.
Aus diesem Grund plädiere er dafür, sich von diesen Plänen zu verabschieden. Becker gilt in diesem Zusammenhang als Vorreiter, der in der CDU-Fraktion mit viel Resonanz rechnen kann. ( ing)

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