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01. Juni 2012

Berger Straßenfest 2012: Ein Fest für alle Generationen

 Von Markus Bulgrin
Das Berger Straßenfest ist für die Besucher ein Spaß, für die Anwohner manchmal eine Last. 

Spaß egal bei welchem Wetter verspricht das Berger Straßenfest auch in diesem Jahr. Zehntausende Gäste werden am Wochenende erwartet, was nicht allen Anwohnern und Geschäftsleuten gefällt.

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Gerade vorhin, erzählt Ingrid Bien, die den Laden „Tee & K“ auf der Berger Straße führt, habe schon wieder eine Kundin zum Abschied gesagt: „Tschüss, wir kommen erst am Montag wieder!“ Einige der Anwohner der unteren Bergerstraße und rund um den Merianplatz fahren über das Wochenende weg. Das tun sie bewusst, um dem Spektakel zu entfliehen. Zehntausende Menschen werden am Samstag und Sonntag ins Nordend kommen, um zu feiern, um bei einem Äppler zusammenzusitzen oder einfach zu flanieren. Am Wochenende ist Berger Straßenfest.

Für Kinderbetreuung ist gesorgt

Nicht nur Traditionelles und Modernes sollen dabei verbunden, sondern auch die Generationen zusammengebracht werden. An beiden Tagen stehen Fahrgeschäfte für Kinder und eine Betreuung von jeweils 14 bis 19 Uhr bereit. Für Unterhaltung bei den älteren Besuchern sollen Frau Rauscher und Mundart-Dichter Thorsten Schollek sorgen.

Das Straßenfest im Überblick

Das Berger Straßenfest ist am Samstag, den 2. Juni, von 12 bis 1 Uhr, und am Sonntag, den 3. Juni, von 12 bis 23 Uhr, zwischen Bethmannpark und Höhenstraße.

Gesperrt für Kraftfahrzeuge ist die untere Berger Straße von Samstag, 7 Uhr, bis Montag, 14 Uhr. In dieser Zeit besteht absolutes Halteverbot.

Mit dem Auto: Am besten im Parkhaus Künstlerhaus Mousonturm, Waldschmidtstraße 8, oder im Parkhaus Saalbau Bürgerhaus Bornheim, Arnsburger Straße 24, abstellen.

Mit Bus und Bahn: Die U-Bahn-Linie 4 bis zur Station Merianplatz oder die Bus-Linie 32 bis zur Station Höhenstraße nehmen.

Auf der FR-Bühne am Bethmannpark tritt am Samstag, um 17 Uhr, Kenneth Minor auf, gefolgt von Soul-Sängerin Kaye-Ree um 19.30 Uhr und Liedermacher Gastone um 22 Uhr. Am Sonntag spielt das Roman Kuperschmidt Quartett um 12 Uhr, ab 15 Uhr stehen Volto Royal auf der Bühne, um 17 Uhr Pfund und um 19 Uhr The KISS-Tribute-Band – die Gewinner des diesjährigen Wettbewerbs „Hessen rockt“.

Ein „besonderer Gag“, so Schwarz, ist für Sonntag geplant, wenn Bäppi La Belle zwischen 14 und 15 Uhr als Petra Roth über die untere Bergerstraße flanieren wird – als Hommage an das baldige Ende der Amtszeit der Oberbürgermeisterin. „Wir wollen uns bemühen, ein schönes Fest im Sinne der Anwohner und Geschäftsleute auszurichten“, sagt Schwarz.

Denn außer bei denen, die wegfahren, gibt es auch bei denen, die dableiben, durchaus Kritik am Fest. Ute Benjelloun zum Beispiel hat ein „ambivalentes Verhältnis“ zum Berger Straßenfest. Einerseits sei es schön, dass so viele Menschen unterwegs seien, die Straße an zwei Tagen voller Leben sei. Andererseits sähen viele Kunden das Schaufenster ihres Ladens „Die Wolke“, in dem sie Kindermoden verkauft, erst gar nicht – weil ein Stand auf der Straße vor dem Geschäft stehen wird. „Hoffentlich nicht der große Popcorn-Wagen“, sagt Benjelloun und lacht. Einen eigenen Stand hatte „Die Wolke“ zuletzt vor zwei Jahren. „Uns wäre es lieber, wenn man das Fest wieder in kleinerem Rahmen feiern würde.“

Zahl der DJs ist reduziert

„Uns“, damit meint sie die Geschäftsleute auf der unteren Bergerstraße. Auch Ingrid Bien vom „Tee & K“ nebenan kann sich an die Anfänge erinnern. „Wir haben es als Fest gesehen, um unsere Geschäfte zu zeigen.“ Etwas nachbarschaftlicher. Dennoch betont Bien – und das ist ihr überaus wichtig –, dass es ein schönes Fest sei. „Ich bin dafür, dass die Geschäfte sich präsentieren, aber so wie es derzeit läuft, gehen sie dabei ein wenig unter.“

Schwarz kennt die Probleme, die Kritik an dem Fest, das sich großer Beliebtheit und deshalb hoher Besucherzahlen erfreut. Die Veranstalter reagieren darauf. Inzwischen gibt es nur noch 15 Beschallungspunkte, damit „nicht überall auf der Straße Musik läuft“. Auch die Zahl der DJs wurde reduziert – zugunsten von Live-Musik. Um „mehr Ordnung und Klarheit“ zu schaffen, markieren blaue Linien auf der Straße den genauen Stellplatz für die Stände.

Bleiben noch jene, die mit ihren Autos wildparken. Karin Poltzin, die in der Rothschildallee wohnt, beobachtet das seit zwei Jahren. Bis in die vierte Reihe auf dem Grünstreifen. „Man muss doch ein bisschen nachdenken“, sagt sie. Der Verkehr rund um das Bergerstraßenfest sei als normal einzuschätzen, heißt es aus dem Ordnungsamt. Man gehe davon aus, dass die meisten Besucher mit öffentlichen Verkehrsmitteln kämen.

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