Zwei Tage nach dem Brand in der Pizzeria „Da Trevi“ in Oberrad sind die Menschen aus der Nachbarschaft noch immer schockiert über den Tod der zwei Männer, die durch Brandstiftung ums Leben kamen. Vor dem Eingang stehen rote Grablichter; es wurden Blumen dazugelegt. Es gibt sogar einen Brief, der an den 24-jährigen Besitzer gerichtet ist, der zusammen mit seinem 41-jährigen Mitarbeiter in dem Restaurant umkam. „Für Tajinder“ steht auf dem Umschlag, neben den Namen hat der Absender ein rotes Herz gemalt.
In dieser Frankfurter Pizzeria kommen am frühen Mittwochmorgen zwei Männer bei einem Brand ums Leben.
Auf dem Bürgersteig an der Offenbacher Landstraße, ein Stück vom „Da Trevi“ entfernt, steht das Ehepaar Kärgel und erzählt einer Anwohnerin von den Vorkommnissen am Mittwochmorgen. Adelaide Kärgel hat die Polizei verständigt, als sie die Hilferufe des 26- jährigen Bruders von Tajinder K. hörte. Der junge Mann hatte den Brand in dem Restaurant bemerkt, war aus der benachbarten Wohnung ins Restaurant gerannt und hatte die beiden Männer mit starken Rauchvergiftungen in den Hinterhof der Pizzeria gezogen. Die Wiederbelebungsversuche der Rettungskräfte, die nach Kärgels Notruf wenig später eintrafen, blieben jedoch erfolglos.
Wie ein Polizeisprecher bestätigte, wurden in der Pizzeria, die aus einer offenen Küche und einem Gastraum bestand, Brandbeschleuniger gefunden. Die Polizei kann über mögliche Hintergründe der Tat aus ermittlungstechnischen Gründen keine näheren Angaben machen.
Angeblich soll der 24-Jährige mit seinem Restaurantbetrieb Schulden gemacht haben. Laut einiger Anwohner war der 24-Jährige ein freundlicher und ruhiger Mensch; sie vermuten nicht, dass er einen kriminellen Hintergrund hatte.
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