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10. August 2014

Demo gegen IS-Terror: "Isis raus aus Kurdistan"

 Von 
Demonstranten huldigen Kurdenführer Abdullah Öcalan.  Foto: Rolf Oeser

Knapp 1000 Menschen demonstrieren in Frankfurt friedlich für ein Ende des IS-Terrors in Kurdistan. Vor allem Anhänger des inhaftierten Kurdenführers Abdullah Öcalan prägen das Bild.

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Knapp 1000 Menschen haben am Samstag für ein Ende des IS-Terrors in Kurdistan demonstriert. Der Protestzug setzte sich gegen 14 Uhr vom Hauptbahnhof in Bewegung Richtung Hauptwache, wo er knapp zwei Stunden später ankam.

Es war eine von Beginn bis Ende friedliche Demonstration. Für die Polizisten, die den Protestzug in großer Anzahl flankierten, war es vermutlich eine neue Erfahrung, einmal nicht das Ziel von Hass- und Schmähgesängen zu sein – obwohl im Vorfeld Organisationen zu der Demo aufgerufen hatten, die mit der Antifa zumindest nicht fremdeln, etwa die Ciwanên Azad, die „Freie Jugend Kurdistans“.

Neben einer Handvoll Jungs und Mädels von der Antifa und einigen Bannerträgern der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands prägten aber vor allem Anhänger des inhaftierten Kurdenführers Abdullah Öcalan das Bild der Demonstration. Öcalan-Fahnen, Öcalan-Bilder, Öcalan-Tücher, immer wieder unter den Ohren der Polizei „PKK“-Rufe, was die Polizei gelassen nahm. Was vielleicht auch daran lag, dass die Beamten diesmal wirklich ungeschoren davonkamen. „Salafisten – Mörder und Faschisten“, skandierte die Menge manchmal zur Melodie eines alten Demo-Gassenhauers, der normalerweise „deutsche Polizisten“ zum Thema hat.

Auch Kinder demonstrieren in der Innenstadt.  Foto: Rolf Oeser

Den Großteil des Demonstrationszugs machten Teilnehmer aus, die sich gar nicht uniformierten oder sich mit Schildern als Jesiden, Aleviten oder zumindest Sympathisanten zu erkennen gaben. Teilweise sorgte die Parole „Amis raus aus Nahost“, die eine junge Frau als Einpeitscherin vor dem Zug vortrug, für Irritationen, weil diese Haltung von einigen Mitmarschierenden nicht hundertprozentig geteilt wurde.

Kurz vor 18 Uhr hatte die Demo dann an der Hauptwache ihren Gänsehautmoment. Die Teilnehmer setzten sich, während aus den Lautsprechern Geräusche eines Luftangriffs liefen. Als die vorbei waren und die Menge sich jubelnd und klatschend erhob, setzten zur gleichen Zeit die Glocken der benachbarten Katharinenkirche ein.

Für nochmalige Irritationen sorgte dann nur noch die Verteilung von proisraelischen Flyern. Möglicherweise hatte sich jemand in der Veranstaltung geirrt, denn der Krieg in Gaza wurde am Samstag an der Konstablerwache thematisiert.

Die Frankfurter reagierten auf die Demonstration mit dem gelassenen Desinteresse der Aufmarsch-Gewöhnten. Spätestens als sie mitbekamen, worum es bei dieser Demonstranten ging, stimmten auch einige Passanten in den Ruf „Isis raus aus Kurdistan“ ein.

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