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23. Januar 2016

Demo in Frankfurt: Massaker an Kurden nicht dulden

 Von 
Kurden und Angehörige anderer Minderheiten in der Türkei demonstrieren in Frankfurt am Main gegen die Politik der türkischen Regierung.  Foto: Monika Müller

Mehr als 1000 Menschen demonstrieren am Samstag in Frankfurt am Main für die Rechte der Kurden. Sie fordern ein Ende der militärischen Unterstützung Deutschlands für die Türkei.

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Für ein Ende der militärischen  Unterstützung Deutschlands für die Türkei haben mehr als 1000 Menschen am Samstagnachmittag in der Frankfurter Innenstadt demonstriert. Der türkischen Regierung unter Präsident Recep Tayyip Erdogan warfen Redner Staatsterror und Massaker vor. Dessen Partei AKP plane einen Genozid am kurdischen Volk. Zahlreiche Zivilisten, darunter Kinder und Jugendliche seien in den vergangenen Wochen von den Sicherheitskräften ermordet worden, hieß es. 200.000 Menschen aus der Region seien auf der Flucht.

Der deutschen Regierung und der Europäischen Union warfen die Redner nicht nur vor, das Vorgehen der türkischen Sicherheitskräfte zu dulden. Sie bezichtigten diese sogar der Mittäterschaft bei der „Vernichtung des kurdischen Volkes“. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) habe mit der Unterstützung Erdogans Tausende Zivilisten verraten, ja „die Kurden verkauft“, behauptete eine Rednerin. Ein anderer Redner sprach von „schmutzigen Deals auf Kosten der Menschenrechte“.

Die Bundesregierung müsse die Entsendung von Waffen in die Türkei sofort einstellen und die Unterstützung der AKP-Regierung beenden, hieß es.  

„Merkel finanziert, Türkei bombardiert“, „Kindermörder Erdogan“ und „Terrorist Türkei“ riefen Demonstranten, während sie vom Kaisersack am Hauptbahnhof aus über die Kaiserstraße und die Hauptwache zur Abschlusskundgebung auf dem Römerplatz liefen. Zur Demonstration aufgerufen hatte ein Bündnis aus kurdischen, alevitischen und linken Gruppen. Unter diesen waren Mitglieder einer alevitischen Gemeinde, die aus Solidarität mit den Menschen im Südosten der Türkei in den Hungerstreik getreten sind.

"Solidarität jetzt"

„Stoppt die Massaker, Solidarität jetzt“  und „Solidarität mit dem kurdischen Befreiungskampf , keine Unterstützung für den türkischen Staatsterror“, war auf Bannern zu lesen. Bilder des seit Jahren inhaftierten Führers der auch in Deutschland verbotenen kurdischen Arbeiterpartei Abdullah Öcalan waren zu sehen. „Weg mit dem Verbot der PKK“ forderten Redner und verlangten die Freilassung Öcalans und anderer aus politischen Gründen Inhaftierter. „Wir sind Cizre, wir sind PKK“, wurde skandiert. Cizre ist eine der umkämpften Städte in der kurdisch dominierten Region in der Südosttürkei.

Auf dem Römerberg war in einer Live-Schaltung ein HDP-Abgeordneter aus Cizre zu hören, der einer Demonstrantin zufolge unter anderem berichtete, dass dort Tausende von Häusern zerstört worden seien und Tausende Menschen nun auf der Flucht. Ein deutscher Journalist, der ebenfalls per Telefon zugeschaltet war, sprach von einer türkischen Kriegsführung ohne Rücksicht auf Verluste. 

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