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29. Februar 2012

Diktatwettbewerb: Zum Diktat bitte

 Von Brendan Berk
Höchste Konzentration ist gefordert beim Diktat.  Foto: Boeckheler

Beim Diktatwettbewerb „Frankfurt schreibt“ haben vor allem die Eltern beeindruckt. Wer selbst testen will, wie es um seine Rechtschreib-Künste bestellt ist, dem diktiert FR-Kollege Stefan Behr hier einen ultraschweren Text.

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Beim Diktatwettbewerb „Frankfurt schreibt“ haben vor allem die Eltern beeindruckt. Wer selbst testen will, wie es um seine Rechtschreib-Künste bestellt ist, dem diktiert FR-Kollege Stefan Behr hier einen ultraschweren Text.

Deutsche Sprache – schwere Sprache“, heißt es im Volksmund. Beim großen Diktatwettbewerb „Frankfurt schreibt!“ wurde jetzt erstmalig ermittelt, ob Eltern, Lehrer, Oberstufenschüler oder Prominente aus Politik und Kultur die Hürden der deutschen Rechtschreibung am besten meistern können. Nachdem die teilnehmenden Schulen ihre Kandidaten bereits im Dezember per Probediktat nominiert hatten, kam es am Dienstag in der Musterschule im Nordend zum Showdown mit über 150 Teilnehmen.

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Ein Diktat zum Üben

Die öffentliche Diktatkorrektur ist ein Projekt der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der Marschner-Stiftung, des Hessischen Rundfunks, des Staatlichen Schulamts sowie der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Erklärtes Ziel der Bildungsshow ist „die Vermittlung von Sprachkultur auf sportliche, heitere und lehrreiche Weise.“

Beim Publikum kommt das Konzept gut an. Die Aula der Musterschule ist fast bis zum letzten Platz besetzt. Die Bühne ist mit vergilbter Landkarte, alten Holzbänken und Katheder zurechtgemacht wie ein historisches Klassenzimmer. Hessenschau-Moderatorin Constanze Angermann hat die Rolle der strengen aber wohlwollenden Lehrerin übernommen und führt durch das Programm. Wer abschreibe komme aufs Eselsbänkchen, warnt sie die Teilnehmer. Felix Semmelroth hat so etwas natürlich nicht nötig. Er habe fleißig für das Diktat geübt, berichtet der Frankfurter Kulturdezernent. Er habe zwar festgestellt, dass er mit der Neuen Rechtschreibung nach wie vor auf Kriegsfuß stehe, sei aber trotzdem „guten Mutes“.

Text mit Fremdwörtern gespickt

Bernd Loeb hingegen rechnet sich nur geringe Siegeschancen aus. Er sei eben „Realist“ und komme berufsmäßig kaum in die Verlegenheit, Diktate schreiben zu müssen, sagt der Opernintendant. FAZ-Herausgeber Werner D’Inka wiederum gibt sich kämpferisch. „Ich habe keine Angst.“

Nicht alle Schüler der Frankfurter Oberstufen sind freiwillig gekommen. Ihre Lehrerin habe sie zur Teilnahme am Wettbewerb verdonnert, sagt Rachel Kerr von der Europäischen Schule. Die angenommen Herausforderung nimmt die 15-jährige dennoch sportlich: „Dabeisein ist alles.“

Während des Diktats herrscht natürlich Ruhe im Saal. Zunächst liest Angermann den mit Fremdwörtern und Zweifelsfällen gespickten Text vor. Es ist eine Geschichte, rund um den Frankfurter Wäldchestag. Jury-Präsident Werner Scholze-Stubenrecht von der Dudenredaktion geht davon aus, dass die Teilnehmer bei der Groß- und Kleinschreibung sowie die bei der Zusammen- und Getrenntschreibung die meisten Fehler machen werden.

Lehrer liegen knapp vor den Eltern

Während die Aufpasser der Polytechnischen Gesellschaft gucken, dass auch ja keiner spickt, geht ein entsetztes Raunen durch die Menge, etwa bei solchen Sätzen: „In der Ära der Guillotine hat man sich mit reinseidenen Veloursschals zur Akzentuierung der Silhouette, Schärpen als Accessoires und extrafeiner, tipptopper Garderobe mit zuweilen nur annähernd adäquatem Dekolletee zurechtgemacht.“ Nach dem Ende des Diktats korrigieren sich die Teilnehmer zunächst selbst, dann gehen die Texte an die Jury.

Siegerin bei den Eltern wird Kristine Diemer mit acht Fehlern. In der Durchschnittswertung liegen die Lehrer mit 23,4 Fehlern knapp vor den Eltern mit 24,9 und den Schülern mit 38,5 Fehlern.

Gagern-Schülerin Stella Marie Felsinger siegt

Siegerin bei den Schülern ist Stella Marie Felsinger. Die Schülerin der Heinrich-von-Gagern-Schule setzte sich im Finale gegen rund 100 Konkurrenten durch. Sie wusste, wie Silhouette oder Jelängerjelieber richtig geschrieben werden. Stella Marie Felsinger hatte nur 15 Fehler. Sie erhielt einen Besuch im Lufthansa-Flugsimulator für den A380. (mit dpa)

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