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27. November 2012

Energiewende: Mainova setzt auf Windenergie

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Für die Windenergie geht gerade die Sonne auf. Foto: dapd

Die Energiewende schreitet voran. Die Mainova will bis 2015 bis zu 20 Windparks betreiben. Für die ABG Wohnungsholding ist Sonnenkraft beim Passivbau unverzichtbar.

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Die Energiewende schreitet voran. Die Mainova will bis 2015 bis zu 20 Windparks betreiben. Für die ABG Wohnungsholding ist Sonnenkraft beim Passivbau unverzichtbar.

Der erste Windpark, den der kommunale Energiekonzern Mainova im Lahn-Dill-Kreis in Betrieb nehmen will, ist schon fertig. Die Stadt Frankfurt und die Region definieren ihr Verhältnis im Rahmen der Energiewende neu. Das Umland wird einen Gutteil der erneuerbaren Energien beisteuern müssen, damit Frankfurt seine ehrgeizigen Ziele erreichen kann. 15 bis 20 Windparks, so Mainova-Pressesprecher Thomas Breuer, will sein Konzern in absehbarer Zeit betreiben, um bis 2015 mindestens 20 Prozent des Stroms CO2-neutral zu produzieren. „Nach unseren jetzigen Planungen erreichen wir sogar 26 Prozent“, sagt Breuer. Außer der Windkraft werden auch Sonnenenergie und Biomasse dabei helfen.

Energiefresser Wohnen

Wohnen ist ein großer „Energiefresser“ in der Stadt. Das bildet sich auch über die CO2-Emissionen ab. Die liegen in Frankfurt bei insgesamt 8,3 Millionen Tonnen jährlich. Davon entfallen 20 Prozent auf die privaten Haushalte. Das sind 1,64 Millionen Tonnen.

Die Emissionen sollen bis 2030 auf die Hälfte reduziert werden, lautet der Plan der Stadtregierung. Das bedeutet auch eine bedeutsame Senkung des Energieverbrauchs bei den privaten Haushalten.

Insgesamt rund 85.000 Wohnhäuser gibt es in der Stadt. Davon sind rund 15000 denkmalgeschützte Altbauten, rund 14000 Ernst-May-Häuser. Nur ein Bruchteil ist energetisch modernisiert. Neben der ABG haben auch die beiden anderen großen Siedlungsgesellschaften in Frankfurt, Nassauische Heimstätte (16000 Wohnungen) und GWH (12000) große Sanierungsaufgaben in Wohnbauten der 50er bis 70er Jahre.

Energiesparende oder sogar energieerzeugende Bauten wie Passivhaus, Plus-Energie-Haus, Aktiv-Stadthaus sollen den Energieverbrauch deutlich reduzieren.

Bewusst habe sich die Mainova gegen Off-Shore-Anlagen entschieden – jene großangelegten Windparks, die mitten in der Nordsee stehen. Dort weht zwar in der Regel eine besonders steife Brise, doch „zu viele Risiken“ ließen die Mainova von dieser Lösung Abstand nehmen. Als „mittelständisches Unternehmen“ wolle man den Strom „verbrauchsnah und dezentral“ erzeugen. Geplante Standorte außer dem Lahn-Dill-Kreis sind Remlingen in Nordbayern und Niederhambach in Rheinland-Pfalz. Auch im Frankfurter Stadtteil Nieder-Erlenbach sollen Windräder stehen.

Einmaliges Modellprojekt

Mit Mini-Blockheizkraftwerken können sich auch die Verbraucher an einer umweltfreundlichen Stromerzeugung beteiligen. Etwa ab der Größe eines Zwei-Familien-Haushalts macht eine solche Anschaffung Sinn. Ganz wichtig, so Breuer, sei eine intelligente Steuerung des Stroms. Auch daran wird gearbeitet. Denn Technologien für die Speicherung von Strom stecken noch in den Kinderschuhen. Und so wird es in Zukunft nicht selten passieren, dass zu viel Strom erzeugt wird.

In einem bundesweit einmaligen Modellprojekt in der Schielestraße möchte die Mainova nun aus Strom Wasserstoff machen, der dann ins Gasnetz eingespeist wird. Bis zu fünf Prozent Wasserstoff dürfen dem Gas zugemischt werden, ansonsten droht Explosionsgefahr. Später soll Strom auch zu Methan verarbeitet werden, das in unbegrenzter Menge ins Gasnetz eingespeist werden kann. So kann langfristig das fossile durch erneuerbares Erdgas ergänzt werden.

Sonnenenergie wird wichtig

Auch bei den Passivhäusern der städtischen Wohnungsbaugesellschaft ABG werden ständig Fortschritte erzielt. So entstand das Aktiv-Stadthaus in der Speicherstraße – das mit 78 Wohnungen weltweit größte Mietshaus dieser Art – und das Passiv-Plus-Haus in der Cordierstraße, das mit einem Biogas-Blockheizkraftwerk mehr Energie erzeugt, als es verbraucht. Ohne Sonnenenergie würden Passivhäuser nicht funktionieren, weiß ABG-Chef Frank Junker und erwähnt noch die Solarthermie, die Wärme erzeugt. Die Sonnenenergie gehöre zum modernen Bauen einfach dazu und spiele beim regenerativen Bauen „die wichtigste Rolle“.

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