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10. Juli 2014

Eskalation in Israel: Sorge um Tel Aviv

 Von  und 
Gaza-Stadt unter Beschuss.  Foto: dpa

Frankfurt reagiert bestürzt auf die Eskalation im Nahen Osten. OB Feldmann ist "besorgt über die Bedrohung für die Bürger unserer Partnerstadt Tel Aviv" und hofft auf ein rasches Ende der Gewaltspirale. Der Jüdische Kulturverein Ostend plant eine Solidaritätsbekundung gemeinsam mit muslimischen Organisationen.

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Mit Bestürzung reagiert die Stadtgesellschaft auf den eskalierenden Konflikt im Nahen Osten. Auf die israelische Metropole Tel Aviv, die Partnerstadt Frankfurts, gehen seit Dienstag Raketen der radikalen Palästinenserorganisation Hamas nieder. Israel reagiert mit Luftschlägen auf den Gaza-Streifen, den die Hamas seit 2007 kontrolliert. Dutzende Palästinenser sind schon zu Tode gekommen.

„Ich bin tief bestürzt über die Entwicklung in Israel und sehr besorgt angesichts der Bedrohung für die Bürger unserer Partnerstadt Tel Aviv“, sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD). Er hoffe auf ein rasches Ende der Gewaltspirale.

Dieter Graumann, Vorstandsmitglied der jüdischen Gemeinde und Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, sagte der Frankfurter Rundschau, er sei in großer Sorge, weil derzeit „Millionen von Menschen in Israel in die Bunker rennen“ müssten. Da die meisten Mitglieder Verwandte und Freunde in Israel hätten, sei die Besorgnis in der Gemeinde insgesamt groß. Er wünsche sich auch „mehr Empathie und Verständnis“ für die Situation Israels, sagte Graumann: „Es ist offensichtlich, dass Israel sich bemüht, militärische Ziele zu treffen, während die Hamas wahllos Raketen auf Großstädte schießt.“

Uwe Becker, Kämmerer und Vorsitzender der CDU Frankfurt, reagierte mit Anteilnahme. „Meine Gedanken sind mit Euch“, schrieb er seinen israelischen Freunden auf Facebook. Das Ziel der Hamas sei „nicht die friedliche Koexistenz zweier Staaten, sondern die Vernichtung Israels“. Gefährdet seien nicht nur Menschenleben, sondern auch westliche „Vorstellungen von Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Meinungs-, Presse- und Religionsfreiheit“. Es bleibe die Hoffnung auf einen dauerhaften Frieden. Doch Israels Sicherheit müsse gewährleistet sein. Solidarität mit den Einwohnern von Tel Aviv, das 70 Kilometer nördlich des Gazastreifens am Mittelmeer liegt, äußerte auch Bürgermeister Olaf Cunitz (Grüne). Frankfurt ist mit der israelischen Stadt seit 34 Jahren verschwistert. Dort leben rund 360 000 Menschen.

Elishewa Patterson, die Vorsitzende des Jüdischen Kulturvereins Ostend, plant eine Solidaritätskundgebung gemeinsam mit muslimischen Organisationen. „Das Blutvergießen muss aufhören, auf beiden Seiten“, sagte sie. Freunde aus Tel Aviv fühlten sich „aufgebracht und hilflos“. Raketen auf Jerusalem, die Stadt dreier Weltreligionen, zu feuern, müsse „tabu“ sein. Auch wenn sie als Jüdin hinter Israel stehe, verurteilt sie den „Rachemord“ an dem palästinensischen Jungen.

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Hasem Nazzal von der palästinensischen Gemeinde in Hessen sagte, viele Palästinenser in Frankfurt seien in großer Sorge um ihre Familien in Gaza. Die Raketen der Hamas führten zu nichts, sagte Nazzal. Deutschland müsse Druck auf Israel ausüben, um eine echte Friedenslösung zu ermöglichen. Die Spirale der Gewalt müsse durchbrochen werden: „Jeder Mensch, der auf beiden Seiten stirbt, ist einer zu viel.“

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