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Frankfurt
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14. Oktober 2014

Fechenheim: Pünktliche Schlüsselübergabe

 Von Greta Zimmermann
Altenpflegerin Katja Preuß kümmert sich um die Bewohner der Einrichtung.  Foto: Andreas Arnold

Knapp sechs Jahre zog sich die Planung um den 12,5 Millionen Euro teuren Neubau in Fechenheim hin: Das Heinrich-Schleich-Haus wird nach langen Planungen offiziell eröffnet. Insgesamt 80 von 90 Plätzen sind in der Einrichtung belegt.

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Sichtlich erleichtert übergibt Stadträtin Daniela Birkenfeld (CDU) der Leiterin Zekiye Bilgic den Schlüssel zum neuen Heinrich-Schleich-Haus in Fechenheim. Mit der offiziellen Einweihung des Altenpflegeheims gehe für die Dezernentin ein Mammut-Projekt zu Ende. Knapp sechs Jahre zog sich die Planung um den 12,5 Millionen Euro teuren Neubau in der Bregenzer Straße 23 hin. Das Heinrich-Schleich-Haus, das ursprünglich von der gleichnamigen Stiftung getragen wurde, musste 2008 wegen mehrerer Mängel der Bauaufsichtsbehörde ihre Bewohner nach Offenbach umsiedeln und auch dort noch einmal umziehen lassen.

Durch wirtschaftliche Schwierigkeiten des Trägers ging die Einrichtung 2009 in die Obhut des Frankfurter Verbands über, der mit der finanziellen Unterstützung der Stadt Frankfurt und des Landes Hessen, die Planung für ein neues Haus in Fechenheim in Angriff nehmen konnte. Trotz einiger Probleme, wie einem zuvor unentdeckten Schwimmbad im Keller, konnten im vergangenen Jahr die Bauarbeiten beginnen.

Seit Juli diesen Jahres ist jetzt auch wieder Leben in das neue Haus gezogen. „Es ist wirklich erstaunlich, aber das Haus hat tatsächlich genau so viel gekostet, wie geplant und konnte mit nur 14 Tagen Verspätung offiziell eröffnet werden“, erklärt Frédéric Lauscher, Vorstandsvorsitzender des Frankfurter Verbands begeistert. Insgesamt 80 von 90 Plätzen sind in der Fechenheimer Einrichtung belegt. Dreißig Prozent der Senioren aus dem Offenbacher Übergangsquartier sind in ihre Heimat zurückgezogen.

19 Apartments mit betreutem Wohnen

Auch Gertrude Grimm ist nach Fechenheim zurückgekehrt. Die 81-jährige wohnt in einer der neun Wohngemeinschaften des Hauses. Jeweils zwei Gemeinschaften mit je zehn Bewohnern befinden sich auf einer Etage. Jeder Bewohner besitzt ein eigenes Zimmer mit Bad. Die Küche, der Wohnbereich und der Waschraum werden geteilt. Auf das neue Konzept aus Privatsphäre und häuslicher Gemeinschaft, ist der hessische Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) besonders stolz. „Es sind solche Projekte, die wir fördern möchten“, erklärt er bei der Schlüsselübergabe.

Gertrude Grimm fühlt sich bereits wie Zuhause: „Ich habe ein schönes Zimmer, ich verstehe mich mit allen und ich bin der Liebling aller Pflegerinnen, weil ich ihnen immer Handmassagen gebe“, berichtet sie zufrieden. Für die Senioren sei es besonders wichtig gewesen, dass nach dem Umzug auch die Pfleger mit in die neue Einrichtung kommen, erklärt Sozialarbeiterin Bettina Schuh, die bereits seit 27 Jahren für das Heinrich-Schleich-Haus arbeitet. Durch den Trägerwechsel 2009, konnten damals auch die rund 100 Mitarbeiter übernommen werden. Neben den Wohngemeinschaften befinden sich im Haus auch 19 Apartments mit betreutem Wohnen. Die letzte leerstehende Wohngemeinschaft im obersten Stock ist für muslimische Senioren reserviert. Geeignetes Personal wird noch gesucht.

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