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03. Januar 2016

Feuerwehr: Üben für den Ernstfall

 Von 
Das Logo von Twitter. (Symbolbild)  Foto: dpa

Auch die Frankfurter Feuerwehr ist auf Twitter aktiv. Ende April probt die Feuerwehr schon mal für den Ernstfall. Gerade angesichts der erhöhten Terrorgefahr sei es wichtig, die Bürger auf Knopfdruck erreichen zu können.

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Am Abend des 13. November war auf Twitter die Hölle los, wie immer, wenn irgendwo auf der Welt etwas Wichtiges und/oder Schreckliches passiert. Noch während die islamistischen Terroranschläge in Paris andauerten, sprudelte über den Kurznachrichtendienst ein Wust aus Medienmeldungen, Entsetzensbekundungen, Gerüchten. Behörden wie die französische Police Nationale teilten mit, was sie bisher zu den laufenden Ereignissen wussten – auch, um Spekulationen einzudämmen.

In Frankfurt verfolgte Markus Röck die Entwicklungen in den sozialen Netzwerken ganz genau: „Wir haben uns immer gefragt, was wir in dieser Lage gemacht hätten.“ Röck, Brandoberrat, leitet die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Frankfurter Feuerwehr. Seit gut einem Jahr sind er und sein Team zunehmend auf Twitter aktiv – unter dem Namen @feuerwehrffm posten sie vor allem Meldungen zu Lösch- oder Rettungseinsätzen und teilen aktuelle Pressemeldungen mit. Hier und da wird auch mal ein Hinweis zur Nachwuchswerbung eingestreut. Rund 9700 Twitter-User, unter ihnen viele Frankfurter Zeitungen und Journalisten, haben den Account der Feuerwehr mittlerweile abonniert.

Doch dieses Alltagsgeschehen, so relevant es auch sei, sei nicht der eigentliche Grund für die Netzaktivitäten der Feuerwehr, sagt Röck. Vielmehr lote man gerade verstärkt aus, wie gut man im Katastrophenfall, also bei Hochwasser, bei Großbränden oder auch Anschlägen, über Twitter die Bevölkerung erreichen könne. Die sozialen Medien hätten da mittlerweile eine Schlüsselfunktion, viele Katastrophenschützer versuchten daher, soziale Medien und ihre Eigenarten noch besser zu verstehen.

Anweisungen zur Selbsthilfe

Gerade wenn man die Leute im Ernstfall vor bestimmten Verhaltensweisen warnen wolle, komme man um Twitter und ähnliche Dienste kaum noch herum, sagt Röck. „Wir brauchen diesen Kanal auch, um in einer solchen Lage überhaupt steuern zu können“, sagt er. „Es kann ja sehr wichtig sein, Anweisungen zur Selbsthilfe zu geben.“

Ende April hat die Feuerwehr daher schon mal den Ernstfall getestet: „++ ACHTUNG ++ TESTWARNUNG ++ Wir brauchen JETZT Ihre Hilfe“, schickten die Beamten über ihren Twitterkanal – und werteten gemeinsam mit Experten vom Stuttgarter Fraunhofer-Institut die Reaktionen aus.

Erste Ergebnisse, die kürzlich auch im Hauptausschuss im Römer vorgestellt wurden, waren für die Feuerwehr durchaus ermutigend: Insgesamt 762-mal wurde der Eintrag auf Twitter geteilt, rund 4700 User sahen die Testwarnung in der Folge auf ihrem Rechner oder ihrem Smartphone, knapp 40 Prozent von ihnen kamen aus Frankfurt.

Selbstverständlich erreiche man so nicht alle Frankfurter Bürger, schon gar nicht die älteren, sagt Röck. Aber im Ernstfall würden derartige Warnungen natürlich auch von den Accounts der großen Medien, von Radiosendern und TV-Stationen aufgegriffen. Im Katastrophenfall könnten sich so selbst einzelne Twittermeldungen sehr rasch verbreiten – jedenfalls wesentlich schneller, als wenn die Feuerwehr sich erst mühsam über Pressemitteilungen an die Medien wenden müsse.

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Auch wenn Twitter letztlich noch nicht gut wissenschaftlich erforscht sei, manche Behörden sogar über eigene, alternative Notfall-Apps nachdächten und man auch nie wisse, welcher Internetkanal als nächstes in Mode komme, werde die Feuerwehr ihren Account zunächst weiter ausbauen, sagt Röck.

Gerade angesichts der erhöhten Terrorgefahr sei es wichtig, die Bürger auf Knopfdruck erreichen zu können. Und Twitter sei „momentan der einzige Dienst, der das für uns leisten kann“, bekräftigt Röck.

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