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07. Januar 2016

Filmverleih: Video City hat eine neue Bleibe

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Die Regale in der City bieten alles, was ein Cineastenherz begehrt.  Foto: Peter Jülich

Das Videotheken-Sterben ist in vollem Gange, auch Frankfurts Kultvideothek "Video City" drohte das Aus. Nun geht es aber doch weiter - und zwar in kleineren Räumen in der Freiligrathstraße.

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Peter Glanz ist erleichtert. „Wenn wir jetzt nichts gefunden hätten, wäre es das Ende gewesen“, sagt der Geschäftsführer von Video City im Sandweg. Die Videothek zieht im Februar in die Freiligrathstraße 28 an der Ecke zur Wittelsbacherallee. Zehn Minuten Fußweg vom Sandweg entfernt. „Am neuen Standort wohnen viele unserer Stammkunden“, sagt er. Für sie wird der Weg zur Ausleihe etwas kürzer.

Seit Herbst weiß Glanz, dass es im Sandweg nicht mehr weitergeht. Zwar habe keine Mieterhöhung angestanden. Aber der Umsatz sei nicht mehr so hoch „wie vor zehn Jahren“. Weil weniger Kunden ins Geschäft gekommen seien, falle die Miete schwerer ins Gewicht.

Internet sorgt für Einbrüche

Mit Umsatzeinbußen wegen legaler Video-on-demand-Angebote oder illegaler Downloads im Internet kämpft die gesamte Branche. Die Umsätze beim DVD- und Blu-Ray-Verleih gingen laut Bundesverband Audiovisuelle Medien von 211 Millionen Euro (2013) auf 188 Millionen Euro (2014) zurück. Nur noch 58 Prozent der Mietumsätze wurden demnach zuletzt in den herkömmlichen Videotheken erwirtschaftet. Ein Jahr zuvor hatte der Wert bei knapp zwei Dritteln gelegen.

Die Folge ist ein regelrechtes Videotheken-Sterben. 2014 gab es dem Interessenverband des Video- und Medienfachhandels zufolge in Hessen noch 126 Videotheken. 2007 waren es rund 300. Mit dieser Entwicklung kämpft auch Video City. Seit 24 Jahren betreibt Glanz die Videothek, die unter Frankfurter Filmfreunden Kultstatus erreicht hat. Anders als die auf Blockbuster ausgerichteten Läden finden sich in Video City Filme aus allen möglichen Ländern – von Australien bis Zypern. Stöbern können Cineasten nach Genres, Sprachen und Regionen. Derzeit noch in den Gängen. Künftig eher in der Datenbank auf video-city.de oder im Computer des Ladens.

Noch lagern die Hüllen von 65 000 Filmen – DVDs, Blu-Rays oder Videokassetten – in den Regalen. Doch dafür bietet der neue Raum nicht genügend Platz. Er sei „nur noch ein Viertel so groß“ wie der alte, sagt Glanz, rund 70 Quadratmeter. Das heißt: weniger Stellfläche. Unterschrieben hat Glanz einen Zweijahresvertrag mit Option auf Verlängerung. Der derzeitige Vermieter habe zugestimmt, dass der Laden noch bis Ende Februar im Sandweg bleiben könne. An einem Stichtag im Februar würden Kisten gepackt, alle Filme herübergeschafft. Die neue Pforten sollen übergangslos öffnen. Wenn dann die 20 000 Bestandskunden regelmäßig zur Ausleihe kämen, wäre Video City wirklich gerettet.

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