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Frankfurt
Berichte und Bilder von allen wichtigen Ereignissen in Frankfurt

21. März 2013

Flughafen-Streik: Chaos im Terminal 1

 Von  und 
Lange Schlangen bilden sich während des Warnstreiks vor den Lufthansa-Schaltern. Foto: dpa

Der Betrieb am Frankfurter Flughafen normalisiert sich nach Ende des Warnstreiks. Die Lufthansa-Mitarbeiter konnten inzwischen fast alle an ihren Arbeitsplatz zurückkehren. Hier eine Chronik der Ereignisse.

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Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten der Lufthansa zu einem Warnstreik aufgerufen. Schwerpunkt der Aktionen am Donnerstagvormittag ist die größte Lufthansa-Basis, der Frankfurter Flughafen. Nahezu alle Flüge in Deutschland und Europa sind dort abgesagt. Wir berichten live von der Lage am Frankfurter Flughafen.

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11.55 Uhr: Die Schlange der wartenden Fluggäste vor den Lufthansa-Schaltern in der Halle B im Terminal 1 sind nur noch wenige Meter lang. Der Betrieb am Frankfurter Flughafen normalisiert sich. Alle Abfertigungsschalter sind wieder besetzt.

11.45 Uhr: Jacobis Erklärung für die langen Wartezeiten während des Warnstreiks: Zum ersten mal seit mehreren Jahren habe das Bodenpersonal gestreikt. Viele "Umsteiger" könne man außerdem nicht so einfach umbuchen, sagt eine andere Mitarbeiterin. "Wir wollten die Gäste nicht bestrafen", sagt Jakobi entschuldigend. Überhaupt sei die Situation ja nicht allzu chaotisch gewesen. Im Winter gebe es bei Schneefall teils viel längere Wartezeiten.

11.40 Uhr: Lufthansa-Gesamtbetriebsräten Anja-Christina Jacobi steht zusammen mit anderen Funktionären in der Wartehalle. Sie machen gerade ein Bild mit Verdi-Flagge. Jacobi sagt, der Streik sei schon vergangene Woche und somit rechtzeitig angekündigt worden, um Fahrgäste zu warnen..

11.30 Uhr: Die Lufthansa rechnet damit, dass es auch nach Beendigung des Warnstreiks noch zu Verzögerungen im Flugbetrieb kommen kann.

11.20 Uhr: "Manche Fahrgäste haben Verständnis für unseren Streik, andere nicht. Wir konnten aber nicht anders reagieren", sagt Verdi-Sekretär Schaub zum Warnstreik.

11.15 Uhr: Die Bewohner der lärmgeplagten Kommunen rund um den Flughafen freuen sich über den Streik. "Danke für die Ruhe am Himmel. Von mir aus gern weiterstreiken", schreibt beispielsweise FR-online-Leser Wiesbaden_23.

11.05 Uhr: Bis alle Streikenden am Frankfurter Flughafen an ihren Arbeitsplatz zurückkehren, wird es noch dauern. "Es waren hier in Frankfurt etwa 2000 Menschen im Ausstand", sagt Verdi-Gewerkschaftssekretär Gerold Schaub, der die Streikaktion am Frankfurter Flughafen organisiert hat. Alle Lufthansa-Mitarbeiter müssten, wenn sie an ihren Arbeitsplatz zurückkehren wollen, erst durch einen Sicherheitscheck. "Das kostet entsprechend viel Zeit", erläutert Schaub.

11 Uhr: Lufthansa war schlecht auf den Warnstreik vorbereitet. Das sieht man auch an den Brötchen, die noch teilgefroren sind. Trotzdem ist es eine nette Geste, Essen zu verteilen.

10.45 Uhr: Der Warnstreik am Frankfurter Flughafen sei planmäßig um 10 Uhr am Frankfurter Flughafen beendet worden, sagt eine Verdi-Presse-Sprecherin in Berlin.

10.40 Uhr: Frau Elvinoll hat es nach eineinhalb Stunden fast zum Schalter geschafft. Wenn sie Glück hat, schafft sie es noch zu ihrem Flug, 12:35 Uhr nach Washington. Sie ist die erste, die den Service der Lufthansa in Ordnung findet: "Wenigstens gab's was zu trinken, und zur Not gibt's Ersatzflüge." Ihr Begleiter grummelt trotzdem, so etwas habe er noch nie erlebt.

10.30 Uhr: Ein Mann vom Fraport-Sicherheitsdienst beschwert sich: "Die Lufthansa lässt uns hier alleine", sagt er. "Die sollten wenigstens andere Firmen beauftragen, die sich um das Chaos hier kümmern." Immerhin ist jetzt der Durchgang zwischen den beiden Hauptschlangen frei. Am engsten Durchgang steht jetzt ein Mitarbeiter und blockiert den Weg wie ein Verkehrspolizist , wenn der Andrang allzu groß ist.

10.20 Uhr: Die Stimmung ist gereizt, zwischen dem beiden Schlangen - Gepäckabgabe und Check-in - kommt es zum Stau. "Na toll. Jeder hier erzählt uns etwas anderes", beklagt sich eine Wartende beim Ordner. Zwischen den Wartenden suchen Fernsehreporter nach verärgerten Gästen . RTL ist genauso da wie das regionale Fernsehen.

10.14 Uhr: An der Lufthansa-Gepäckannahme für Gruppen ist die Schlange fast genauso lang wie am normalen Check-in. Ein Fraport-Mitarbeiter regelt am Ende der Schlange den Verkehr. Immer wieder kommen Passagiere, die nicht wissen, wohin.

10.10 Uhr: Noch eine Frau mit Baby. Können Familien nicht an der Schlange vorbei? Ein Fraport-Mitarbeiter verweist an die Lufthansa: "Die haben eine Kinderbetreuung. Da vorne, links." Tatsächlich werden Kinder und Alte dort an den anderen Wartenden vorbeigelotst- allerdings erst ganz am Ende der Schlange.

10 Uhr: Im Tarifkonflikt bei der Lufthansa richtet sich die Gewerkschaft Verdi auf eine lange und harte Auseinandersetzung ein. Sie erwarte bei der zweiten Verhandlungsrunde an diesem Freitag keine Einigung, sagt die Verhandlungsführerin Christine Behle. Erstaunt zeigte sich die Gewerkschafterin über die Vielzahl der von Lufthansa gestrichenen Flüge. „Ich bin selbst überrascht über das Ausmaß.“ In Frankfurt sind rund 300 Flüge gestrichen worden.

9.55 Uhr: Die Stimmung eines älteren Fluggastes ist auf dem Nullpunkt. Er will nach Dublin fliegen und hat geduldig in der langen Schlange gewartet, nur um zu erfahren, dass sein Flug auf 15 Uhr verschoben worden ist. Der Hinweis des Lufthansa-Mitarbeiters, er hätte gestern seinen Flug umbuchen sollen, hebt nicht gerade seine Stimmung.

9.50 Uhr: "Die waren diesmal schlecht vorbereitet. So was habe ich hier noch nie erlebt", sagt ein Flughafen-Mitarbeiter.

9.49 Uhr: Eine Familie mit zwei Kindern, eines davon zwei Jahre alt, hat sich nach einer Wartezeit von einer Stunde, fast an den Check-in-Schalter der Lufthansa vorgekämpft. Sie wollen nach Kanada fliegen. Die Erwachsenen sind genervt. Das Zweijährige sitzt im Kinderwagen und schreit unaufhörlich. Der Vater erzählt, er sei an das Ende der Schlange geschickt worden, dabei sei es sonst üblich, dass Familien mit kleinen Kindern im Schnellverfahren abgefertigt werden.

9.40 Uhr: Mitarbeiter einer Lufthansa-Tochter, die sonst in der Lufthansa-Lounge arbeiten, verteilten Müsli-Riegel an die Wartenden.

Fluggäste drängen sich an den Lufthansa-Schaltern.
Fluggäste drängen sich an den Lufthansa-Schaltern.
Foto: dpa

9.35 Uhr: Karlsson hat einige Minuten gebraucht, bis sie überhaupt den Anfang der Schlange gefunden hat. "Ich wusste, gar nicht, wo ich hin soll. Als ich etwas verloren in der Wartehalle stand, wurde ich von einem Flughafen-Mitarbeiter auch noch angeblafft", beschwert sie sich.. Eigentlich würde sie gerne etwas trinken gehen, sagt sie, aber dann sei ihr Platz in der Schlange ja weg. Es gibt keine Hinweisschilder, die Mitarbeiter des Flughafens wirken überfordert.

9.30 Uhr: Karlsson berichtet, sie habe am Mittwoch versucht, die Hotline der Lufthansa zu erreichen, doch die sei so überlastet gewesen. dass sie nicht durchgekommen sei. Sie hat prinzipiell Verständnis für den Streik der Lufthansa-Beschäftigten, doch sie fühlt sich auch alleingelassen. "Warum müssen Unbeteilgte davon betroffen sein?", fragt sie

9.25 Uhr: Heike Karlsson steht verloren in der Abflughalle herum. Sie will nach Edinburgh fliegen, doch ihr Flug ist gestrichen.

Abflugtafel am Frankfurter Flughafen: Viele Flüge sind annuliert.
Abflugtafel am Frankfurter Flughafen: Viele Flüge sind annuliert.
Foto: dpa

9.15 Uhr: Chaos am Frankfurter Flughafen - vor den Check-in-Schaltern der Lufthalle im Terminal 1 hat sich eine 500 Meter lange Schlange mit Fluggästen gebildet. Nur zehn Schalter sind besetzt. Manche Menschen finden das Ende der Schlange gar nicht.

seit 5 Uhr: Warnstreik am Frankfurter Flughafen.

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