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22. Oktober 2013

Fluglärm/Landebahn: Nachtflugstopp „stets akzeptiert“

 Von 
Der Protest geht weiter.  Foto: christoph boeckheler*

Zwei Jahre Nordwestbahn – das heißt auch zwei Jahre Nachtflugverbot. „Das System hat sich eingespielt“, meinen Fraport und Wirtschaftsministerium

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Wolfgang Harms, Pressesprecher im Wirtschaftsministerium, erinnerte daran, dass es vor Inbetriebnahme der neuen Landebahn 50 Flüge in der Zeit von 23 bis 5 Uhr gegeben habe. Noch im Planfeststellungsbeschluss zum Flughafenausbau seien 17 Flüge vorgesehen gewesen, die dann der Verwaltungsgerichtshof in Kassel verbot. Die Airlines hätten jedoch mit diesen Flügen, die sie in die Zeit vor 23 Uhr quetschen mussten, gerechnet. Inzwischen hätten sich die Fluggesellschaften den Bedingungen angepasst.

Bei der Lufthansa verlassen nach Angaben der Airline alle Maschinen spätestens um 22.15 Uhr ihre Parkposition. „Rechnet man 15 Minuten Rollzeit dazu, startet das letzte LH-Flugzeug im Normalfall um 22.30 Uhr“, sagte Lufthansa-Pressesprecher Klaus Gorny. Er beklagte erneut die „im internationalen Vergleich nirgendwo bekannte strikte Auslegung“ des Nachtflugverbots und daraus resultierende „Unannehmlichkeiten für die Passagiere“.

In der Vergangenheit war es mehrfach vorgekommen, dass vollbesetzte Maschinen nicht mehr starten durften und die Fluggäste in Hotels untergebracht werden mussten. In ihrer Bilanz zu zwei Jahren Nordwestbahn lobt die Lufthansa die „weitgehende Wetterunabhängigkeit“ und die große Pünktlichkeit, die durch den Kapazitätszuwachs hätten erreicht werden können.

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Fraport habe das Nachtflugverbot „von Beginn an akzeptiert“, teilte Pressesprecher Christopher Holschier mit. Es habe jedoch für alle Beteiligten „eine Umstellung und eine Herausforderung“ bedeutet. Durch die gemeinsamen Bemühungen von Fraport, Airlines und der Deutschen Flugsicherung hätten sich die entscheidenden Prozesse „mittlerweile erfolgreich eingespielt“.

Die letzten nennenswerten Ausnahmegenehmigungen wurden nach Angaben von Harms am 21. Juni wegen eines Unwetters über dem Flughafen erteilt. Entscheidend für eine Genehmigung sei, ob ein rechtzeitiger Start im Einflussbereich der Airline gelegen habe. Gewitter und Sturm, Eis und Schnee seien die häufigsten Gründe.

Der auffälligste Tag in diesem Jahr war der 13. März, als wegen eines überraschenden Wintereinbruchs 33 Maschinen nach 23 Uhr, davon 11 nach 24 Uhr abheben konnten – Starts nach 24 Uhr sind eigentlich unter keinen Umständen vorgesehen. Das Ministerium habe aber eine „besondere Härte“ erkannt und deshalb die Genehmigungen erteilt.

Die Frankfurter Grünen haben am Montag eine Ausweitung des Nachtflugverbots auf 22 Uhr bis 6 Uhr und eine Deckelung der Flugbewegungen gefordert. Sie kritisieren, dass seit der Inbetriebnahme der neuen Landebahn Hunderttausende Menschen mehr vom Fluglärm betroffenen seien, „obwohl die Flugbewegungen gesunken sind“.

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