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04. Februar 2016

Frankfurt-Bahnhofsviertel: Jenseits von Sex und Drogen

 Von 
Livemusik im Pik Dame. Hier bei der Bahnhofsviertelnacht.  Foto: Andreas Arnold

Manch einer hat immer noch das miese Image vom Frankfurter Bahnhofsviertel im Kopf. Dabei gibt es dort weit mehr als nur Drogen, Prostitution oder Glücksspiel. Unser Autor erklärt, wo man rund um die Kaiserstraße gut trinken, essen und feiern kann.

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Das Bahnhofsviertel zum Ausgehen zu empfehlen, ist wie mit den Eulen und Athen. Oder Spritzen in den Druckraum. Oder Kondome ins Bordell. Das Bahnhofsviertel, einst No-Go-Area, wurde in den vergangenen Jahren so aufgewertet und beworben, dass man den Hype nicht noch mehr anheizen sollte.

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FR vor Ort ist in der fünften Runde. Eine Woche lang rückt die Lokalredaktion einen Stadtteil in den Mittelpunkt, berichtet über die Menschen, Probleme und Besonderheiten eines Viertels. In dieser Woche waren wir im Bahnhofsviertel. Ab Dienstag, 9. Februar, berichten wir aus Seckbach.

Gerne nehmen wir entgegen, was Sie zu Ihrem Stadtteil zu sagen haben – seien es Kritik, Anregungen oder Themen, denen wir einmal nachgehen sollten. Sie erreichen uns unter den Telefonnummern 21 99- 34 66, -33 67 und -37 08 oder schreiben Sie uns einen Leserbrief per E-Mail. Die Adresse lautet: stadtteile@fr.de.

Eigentlich. Denn es gibt noch immer einige, die es nicht kennen. Oder die immer noch das miese Image im Kopf haben. Dabei findet man in dem Amüsierviertel nicht nur Alkohol, Drogen, Prostitution, Glücksspiel und andere Erwachsenenunterhaltung.

Beginnen wir mit den Grundlagen: dem Essen und Trinken. Dafür sind Münchener und Kaiserstraße die besten Meilen. Eine Institution ist der Kiosk Yok Yok (Münchener 32) mit seinen 300 Biersorten. Weil Betreiber Nazim Alemdar Ärger mit dem Ordnungsamt hatte, seine Kunden sollen vor dem Laden zu laut gewesen sein, ist jetzt abends schon um 22 Uhr Schluss.

Wer etwas zu Beißen braucht, findet auf der anderen Straßenseite Klassiker wie Alims Fischimbiss sowie türkische Grillgerichte bei Merkez oder Bayram – welcher der bessere ist, sollte man selbst ausprobieren. Neuerdings gibt es in der Nähe auch einen anständigen Falafel-Laden.

Ein beliebter Treffpunkt verschiedener Gruppen zur Flüssigkeitsaufnahme ist das Plank, das aber so hip ist, dass man sich schon fast nicht mehr traut, es zu erwähnen. Noch hipper wirkt das Maxie Eisen eine Ecke weiter, wo es Salate und Pastrami-Sandwiches für dicke Geldbörsen gibt, die dringend abnehmen möchten. Gleiches gilt für die wohl hippste Pizza der Stadt, Montana in der Weserstraße 14 – da löhnt man rund zehn Euro pro belegten Teigfladen. Kann man mal machen, muss aber nicht sein.

Erschwinglicher sind die Fleischbrötchen im Kiez. Besonders gut sind die beim Fetten Bullen (Kaiserstraße 73), noch besser sogar bei Fletcher’s in der Münchener 11. Besonders gemütlich ist zwar keines – das eine erinnert an ein öffentliches Schwimmbad, das andere ist viel zu laut –, aber dafür schmeckt es und ist bezahlbar. Noch bodenständiger ist der Laden in der Taunusstraße 25. Da gibt’s Hamburger schon für 3,50 Euro und Currywürste mit Pommes für nicht mal 5 Euro. Seit 2010 betreibt der ehemalige Türsteher Peter den Imbiss, der bis in die frühen Morgenstunden Snacks vom Feinsten verkauft.

Apropos Feinkost: dienstags und donnerstags kann man beim Wochenmarkt auf der Kaiserstraße schlemmen. Zwischen Weinstand und Schwenkgrill ist das Feinkost-Paradies zu empfehlen, wo man sich Fladenbrotecken mit Antipasti belegen lassen kann – eine Alternative zum Döner. Man sollte bloß Zeit mitbringen, denn die Schlange kann lang werden.

Super Burger, super Pommes: Im Fletcher’s.  Foto: Peter Juelich

Sind die Bäuche voll, kommen wir zum Abendprogramm: Feiern kann man traditionell gut im Latin-Palace Changó (Münchener Straße 57), wo auf dem einen Tanzboden Salsa, Merengue und Bachata, auf dem anderen Black Beats und Raggaeton gespielt werden. Musik für jeden anderen Geschmack findet man im Orange Peel (Kaiserstraße 38): Von Party-Pop über Blues bis Elektro. Konzerte wie die regelmäßige Jam-Session am Dienstag oder Balkan-Feten finden dort statt, aber auch immer wieder gepflegte Lesungen in entspannter At-mosphäre. Ohne den noch relativ jungen Club würde ein Stück alternativer Musikkultur in Frankfurt fehlen.

Elektronik wird im Club Karlson (Karlstraße 17) gespielt. Schon das Motto ist sympathisch: „No table-reservation, no song request, get your drink and f*cking dance.“ In der Nähe, in der Niddastraße 54 und 58, liegen die Bar Pracht und das Restaurant Chez Ima, zwei Adressen für anständiges Essen. Im Pracht wird bei Barabenden auch Musik aufgelegt und an Sonntagen finden Eltern-Kind-Discos statt.

Am letzten Sonntag im Monat wird der Nachtclub Pik Dame (Elbestraße 31) zum Pik Sonntag. Seit fast elf Jahren veranstaltet Gabriel Groh mit seinen Freunden die bunten Abende mit Musik, Tanz, Kabarett und Zauberei.

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