Zwischen dem Bernemer Wurstmax und dem Cevapcici-Grill am Bornheimer Uhrtürmchen gibt es bald auch fleischlose Kost. In den Räumen der ehemaligen Schlecker-Filiale in der Spessartstraße eröffnet am 11. Januar der vegane Supermarkt Veganz. Das grüne Schild hängt schon über dem Eingang, nur die Regale müssen noch gefüllt werden. „Eigentlich wollten wir schon früher öffnen, aber wir warten noch auf Ware aus den USA“, sagt Gründer Jan Bredack.
Veganz ist einer der wenigen veganen Vollsortiment-Supermärkte Europas und bietet rund 6000 Produkte von über 100 Lieferanten aus aller Welt. Im Juli 2011 eröffnete Veganz im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg seine erste Filiale. Frankfurt ist der zweite Standort, weitere große Städte in Deutschland, der Schweiz und Österreich sollen nächstes Jahr folgen.
„Das Besondere ist, dass wir nicht, wie die meisten Biohändler über Großhändler bestellen, sondern meist direkt bei den Firmen selbst. So haben wir ein umfangreicheres Angebot“, sagt Bredack. 77 pflanzliche Käsesorten werde man bei Veganz finden, so viele Sorten hätten nicht mal die meisten herkömmlichen Käsetheken. Auch eine neun Meter lange Kühlzelle warte auf die Kunden.
Neben Obst, Gemüse, Brot, Torten und Milchersatzprodukten werde der Markt Tiefkühlkost, Kosmetikartikel und Tierfutter anbieten. Außerdem soll es täglich wechselnde Snacks geben, etwa Suppen, Lasagne, Chili sin Carne oder Bagel mit Humus, Haselnuss- und Räuchertofu. „Der Laden hat ein paar wenige Sitzmöglichkeiten. Doch sobald es wärmer wird, wollen wir draußen Tische aufstellen“, sagt Bredack.
Das Hauptaugenmerk seines Unternehmens liege auf gesunder und pflanzlicher Ernährung, sagt Bredack. Man achte auf Nachhaltigkeit, fairen Handel und Produktion. Die meisten Kunden seien zwischen 18 und 34 Jahren alt – oder 55 plus. Doch nicht nur Veganer kauften bei Veganz, auch Allergiker oder Menschen, die etwas Besonderes wollten.
Franz Steul vom Gewerbeverein Bornheim freut sich auf den neuen Laden. „Ich bin zwar kein Veganer, aber er passt in das Bornheimer Bio-Umfeld.“ Tatsächlich gibt es in nächster Nähe schon Biobäcker, -metzger und -supermärkte.
Jan Bredack ist wie Franz Steul der Meinung, dass sich das Geschäft gut in das Viertel eingliedere. Schließlich ähnele Bornheim dem Prenzlauer Berg: Alternativ, grün, viele Familien und junge Leute.
Zum Konzept von Veganz gehören auch Koch- und Rohkostzubereitungskurse, sowie Seminare zu Themen der veganen Ernährung und Lebensweise. Bredack berichtet: „In Berlin laufen solche Angebote sehr gut, es gibt viele Neueinsteiger, die sich informieren wollen. In Frankfurt werden wir das auch anbieten.“
Veganz, Spessartstraße 2, geöffnet ab 11. Januar montags bis samstags von 8 bis 20 Uhr. www.veganz.de
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