Viele Abiturienten feiern das Ende ihrer schriftlichen Prüfungen voraussichtlich auch 2013 wieder im Frankfurter Grüneburgpark. Mit einer kreativen Aktion wollen die Stadt und das Jugendbildungswerk verhindern, dass dabei wie in den Jahren zuvor Berge von Müll zurückbleiben.
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Das Westend ist - der Name verrät das - ein erster Zusatz zu Frankfurt gewesen, so wie Nord- und Ostend, nachdem im frühen 19. Jahrhundert die alten Wallanlagen fielen und die Stadt sich ausbreitete. Im Westen, in Richtung des Dorfes Bockenheim, bauten vornehme Familien ihre Domizile, viele waren jüdische Familien. Und so starb das Westend nach 1933, lange bevor Bomben auf Frankfurt fielen. Nach dem Krieg wurde der Stadtteil mehr und mehr ein Dorado für Spekulanten, bis Anfang der 70er die Frankfurter genug hatten und auf die Straße gingen. Oft friedlich, aber manchmal auch gewaltbereit, wenn Besitzer und Polizei hysterisch auf Besetzer einknüppeln wollten. Das Westend war in der Bundesrepublik angekommen.
„Erfahrungsgemäß werden die Abiturienten am Freitagnachmittag feiern“, sagt Franz-Josef Lüttig vom Grünflächenamt am Mittwoch. Daran werde auch das Wetter wenig ändern: Die Meteorologen sagen Temperaturen von um die zehn Grad vorher; es bleibt aber voraussichtlich weitgehend trocken.
Mit einer speziellen Kronkorken-Mülltonne, die nach dem Einwurf von fünf dieser Flaschendeckel einen aktuellen Hit spielt, soll unter anderem Müll vermieden werden. Geplant ist auch ein Schriftzug aus vielen kleinen Abfalleimern und eine Skulptur aus Müll - sozusagen als Belohnung für die Rückgabe leerer Flaschen und Behälter, wie der Leiter des Jugendbildungswerks, Roland Sautuner, sagte.
Die Aktion hat sich das Jugendbildungswerk in Zusammenarbeit mit Studenten auf Initiative der Stadt ausgedacht. Eine Aufräumparty des Grünflächenamts war im vergangenen Jahr gescheitert, weil niemand kam. Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) will sich am Samstagmorgen im Park ein Bild von der Aktion machen. (dpa)
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