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25. Januar 2013

Frankfurt Hauptbahnhof: Schönheitskur für Frankfurts Hbf

 Von 
Unser Hauptbahnhof soll schöner werden. Foto: peter-juelich.com

Am 18. August ist es soweit: Der Frankfurter Hauptbahnhof - bei seinem Bau der größte Europas - wird 125 Jahre alt. Bis zur großen, zumindest von manchen schon angedachten Jubiläumsfeier hüllt er sich in Planen, denn die Bahn bessert aus, verschönert und hübscht auf, was der ehrwürdige Funktionsbau hergibt.

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Die Fassade des Hauptbahnhofs ist neuerdings gehüllt in weiße Planen und Gerüste. Nur Atlas mit der Weltkugel ragt aus der Verpackung heraus. Bis Ende des Jahres wird der Sandstein denkmalgerecht saniert. Für 1,4 Millionen Euro lässt die Bahn Lücken füllen, Steine reinigen und austauschen. Die Schönheitskur kommt gerade recht zum Jubiläum, denn in diesem Sommer wird der Bahnhof 125 Jahre alt.

Jubiläum

Am 18. August des Dreikaiserjahres 1888 wurde der Centralbahnhof Frankfurt nach fünf Jahren Bauzeit auf dem Galgenfeld eröffnet.

Von 2002 bis 2006 wurde die Stahlkonstruktion der fünf Bahnsteighallen erneuert. Die Umgestaltung der Vorplätze steht noch aus.

Heute nutzen täglich etwa 350.000 Besucher und Reisende den Hauptbahnhof, 342 Fern- und 290 Nahverkehrszüge sowie 1100 S-Bahnen fahren ab.

Der Hauptbahnhof liegt nicht im Gebiet des Bahnhofsviertels, sondern im Gallus.

Für den Gedenktag am 18. August ist ein großes Fest geplant: Auch diesmal soll es eine Bahnhofsviertelnacht und ein Kaiser-straßenfest geben. Oskar Mahler, Stadtteilbildhauer des Quartiers, hat dafür bereits einige Ideen. Zum Beispiel könnten die Steinmetze, die an der Bahnhofsfassade werkeln, ihre Arbeit auf der Kaiserstraße zeigen. Für Mahler ist das Handwerk nämlich ein großes Thema: Es sei wichtig, „stolz darauf zu sein, was man selbst erarbeitet hat“. Den Steinmetzen bei der Arbeit zuzuschauen, soll einen Bezug des Viertels, seiner Bewohner und Besucher, zum Bahnhof herstellen.

„Ort des Fortschritts“

Doch auch die Figurengruppe auf dem Dach hat es Mahler angetan. „Ich erkläre das Viertel über diese Statue“, sagt er. Atlas trägt die Weltkugel nicht allein, er wird unterstützt von zwei allegorischen Figuren, die für Dampf und Elektrizität, die Technik, stehen. So sei auch das vorgelagerte Viertel, das nach der Eröffnung des Bahnhofs aus dem Nichts entstanden ist, ein „Ort des Fortschritts“ gewesen, so Mahler. Tempo, Internationalität und Austausch hätten das Viertel bestimmt.

Als Geburtstagsgeschenk für den Bahnhof will der Künstler die Atlasgruppe von Gustav Herold zu einem Lichtkunstwerk gestalten. Zwei Wochen lang soll es mit LEDs angestrahlt werden. „Ich will die Statue als glänzendes, brillantes Stück herausarbeiten“, sagt Mahler. „Dafür braucht es Sachverständige.“ Deshalb will er mit dem Lichtdesigner Achim Mantei und dem LED-Lieferanten Achim Gelo kooperieren.

„Hier sind alle Minderheiten“

Noch ist es zu früh für konkrete Pläne. Mahler ist im Gespräch mit Vertretern der Bahn, die ebenfalls ihren Beitrag zum Jubiläum leisten wollen, wie ein Sprecher auf Anfrage erklärt. Doch über Ideen will dieser vorerst nicht reden. Für Oskar Mahler steht jedoch eins fest: Zur Feier will er eine Broschüre mit der Chronik des Bahnhofsviertels herausbringen. Daran arbeitet er zusammen mit dem Experten Peter Metz, der sein ganzes bisheriges Leben, 65 Jahre, im Quartier verbracht hat.

Neben den Vorbereitungen für die Feier im August spricht Mahler auch über andere Möglichkeiten, das Viertel zu bespielen. Im Herbst will der Künstler, der auch Präsident des Gewerbeverbandes „Treffpunkt Bahnhofsviertel“ ist, eine Art „türkischen Basar“ in der Münchener Straße veranstalten – doch das ist noch ein Arbeitstitel, denn es soll ein Fest für alle Kulturen sein. Gastfreundlichkeit ist Mahler ein großes Anliegen. „Ins Bahnhofsviertel kommen Leute aus aller Welt und es funktioniert“, sagt er. „Hier sind alle Minderheiten.“

Auch andere Akteure haben ihre Pläne fürs Quartier: James Ardinast sagt, dass das nächste „100 Yards Block Festival“ in der Niddastraße in diesem oder nächstem Sommer stattfinden soll; in einigen Wochen wisse man mehr. Bernhard Hahn vom Musikgeschäft Cream Music plant ein Festival in der Taunusstraße, bei dem seine Kunden auftreten sollen – allerdings erst im Jahr 2014.

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