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16. Dezember 2012

Frankfurt im Weihnachtsfieber: Endspurt zum Fest

 Von 
Wetter grauslich, Stimmung festlich: Touristen auf dem Römerberg.  Foto: dpa

Eine Woche vor Weihnachten ist wenig Besinnlichkeit in Sicht. Die Zeil, Frankfurts größte Einkaufsstraße, platzt aus allen Nähten. Der Einzelhandel wappnet sich für den letzten großen Ansturm vor Weihnachten.

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Eine Woche vor Weihnachten ist wenig Besinnlichkeit in Sicht. Die Zeil, Frankfurts größte Einkaufsstraße, platzt aus allen Nähten. Der Einzelhandel wappnet sich für den letzten großen Ansturm vor Weihnachten.

Noch ein paar Mal schlafen, dann kommt das Christkind. Eine Woche bleibt, um sich auf das Weihnachtsfest einzustimmen, zur Ruhe zu kommen und sich auf besinnliche Tage zu freuen.

Viele Hessen brauchen die Tage bis zum Fest noch, um die letzten Erledigungen zu machen und Vorbereitungen zu treffen; diesen Eindruck bekam man zumindest am Samstag auf der Zeil. Frankfurts größte Einkaufsstraße platzte vor Besuchern fast aus den Nähten. Menschenmassen schoben sich durch Geschäfte, um Geschenke zu kaufen, in übervolle Cafés, um dem Rummel auf der Straße zu entkommen und über den Weihnachtsmarkt, um einen erfolgreichen Einkaufstag bei Glühwein und Bratwurst ausklingen zu lassen.

„Wir wollten nur bummeln“

Carmen Öhler aus Lich bei Gießen hat sich in eine ruhige Ecke unter der Rolltreppe im Einkaufszentrum My Zeil zurückgezogen. „Ich warte hier auf meinen Mann und die Kinder. Ich wollte nicht mitgehen, dass ist mir alles zu viel und zu warm“. Die Geschenke habe sie aber dank guter Vorplanung bereits alle besorgt, der Ausflug nach Frankfurt habe nicht als erstes den Besorgungen gegolten. „Wir wollten nur bummeln“, sagt Öhler. Da fragt man sich, ob das Bummeln bei diesem Hauen und Stechen um die besten Präsente für die Lieben überhaupt Spaß machen kann.

Michael Hohl hat sich mit seiner Frau in ein Hotel eingemietet. „Wir kommen einmal im Jahr für den Weihnachtseinkauf von Elz bei Limburg nach Frankfurt.“ Hohl wartet geduldig vor den Türen eines großes Bekleidungsgeschäfts, bis seine Frau mit dem Einkaufen fertig ist. „Ich bin jetzt aber auch wirklich froh, dass wir uns gleich ins Hotel zurückziehen können. Das ist schon alles ziemlich stressig.“

Historische Eisenbahn zur Entschleunigung

Die Vorweihnachtszeit sei immer auch eine große Herausforderung für das Personal, sagt Joachim Stoll, Vorsitzender des Einzelhandelsverbandes Frankfurt. „Man merkt aber, dass die Leute noch eine Woche Zeit haben.“ Die Frequenz der Käufer bisher war zwar schon äußerst gut, aber er rechnet mit einem noch größeren Ansturm am kommenden Samstag. Eine gute Gelegenheit, sich ein wenig zu entschleunigen, bot an diesem dritten Adventswochenende die historische Eisenbahn, die zu jeder vollen Stunde ihre gemächliche Tour auf den Gleisen der Frankfurter Hafenbahn absolvierte. Die große schwarze Dampflok erregte einiges Aufsehen bei den Frankfurtern und den Touristen gleichermaßen und passte so gut zu den festlich glitzernden Buden des Weihnachtsmarktes, die sich am Mainkai aufreihen.

Auch Familie Pettmann aus Bornheim hat sich die kleine Auszeit in den kuschelig warmen Waggons des Museumszugs gegönnt. Eine Tour über den Weihnachtsmarkt soll den Sonntagsausflug abrunden, so Opa Pettmann. Zwischen den Buden flanieren am Sonntag die Familien; die Kinder wollen Schoko-Obst und Lebkuchenherzen, die Eltern zieht es zu den Glühweinständen. Wenn man an diesem Sonntag zum bedächtigen Glockenschlag der Paulskirche zwischen den Buden umherwandert, hier und da ein mit Zuckerwatte verschmiertes Kindergesicht entdeckt und am Main den weißen, dicken Rauch der Eisenbahn aufsteigen sieht, dann freut man sich trotz aller Strapazen doch auf Weihnachten. Bis dahin: Durchhalten!

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