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Frankfurt
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05. Dezember 2013

Frankfurt Klimaschutz: Frankfurter für Klimaschutz

 Von Friederike Tinnappel
Der Klimaschutz ist vielen Frankfurtern wichtig.  Foto: dpa

Fast alle Frankfurter haben ein gutes Bewusstsein für den Klimaschutz - doch deutlich weniger tun auch wirklich was dafür. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage.

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Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) empfiehlt den Frankfurtern, mehr regionale und saisonale Produkte zu verzehren. Wenn diese auch noch aus der ökologischen Landwirtschaft stammten, sei das „um so besser“, meinte Heilig. Mit ihrem Appell reagierte die Dezernentin auf das Ergebnis einer Untersuchung des Instituts für sozial-ökologische Forschung über den Klima-Alltag in Frankfurt, die am Donnerstag vorgestellt wurde. Die repräsentative Umfrage bescheinigt den Frankfurtern, dass sie sehr klimabewusst leben und bereit seien, Verantwortung zu übernehmen.

Den meisten Bürgern und Bürgerinnen sei der Zusammenhang zwischen dem eigenen Energieverbrauch, ihrem Mobilitätsverhalten und möglichen Belastungen für die Umwelt durchaus bewusst, erklärte der Leiter des Instituts, Immanuel Stieß. Dass es auch einen Zusammenhang zwischen Klimaschutz und Ernährung gebe, sei vielen nicht klar. Heilig sprach von einer „Herausforderung, da besser zu werden“.

Finanzielle Situation spielt keine große Rolle

Einkommen und Bildungsstand spielten bei der Entscheidung für eine klimafreundliche Ernährung – wenig Fleisch, kurze Transportwege – eine gewisse Rolle, räumte Stieß ein. Ansonsten spiele die finanzielle Situation keine große Rolle, ob sich jemand umweltfreundlich oder wie ein Klima-Muffel verhält.

Rund zwanzig Prozent der Frankfurter wurden in der Untersuchung als „konsequent“ klimafreundlich klassifiziert. Sie würden weniger Auto fahren und weniger Fleisch essen. Aber selbst diese Klima-Elite beziehe nur zu 45 Prozent Ökostrom.

Potenziale gebe es auch im Straßenverkehr. Etwa ein Viertel der Frankfurter sei nie mit dem Fahrrad unterwegs. Stieß schlug einen „Tag des Fahrrads vor“, um für diese Fortbewegungsart zu werben. „Positiv überrascht“ habe ihn die „große Zustimmung, dass die Stadt etwas tut“. Allerdings glaubten über die Hälfte der Frankfurter, dass sich die Kommune ruhig noch stärker engagieren könne. Umgekehrt seien viele Initiativen der Stadt vielen Bürgern gar nicht bekannt.

Das konnte Florian Unger vom Energiereferat bestätigen. So werde die Stromsparprämie von relativ wenigen Frankfurtern genutzt. Über 900 Haushalte hätten die Prämie beantragt, die es zur Belohnung gibt, wenn es gelingt, in einem Jahr mit mindestens zehn Prozent weniger Strom auszukommen als im Vorjahr.

Abwrack-Programm Erfolg

Ein voller Erfolg sei dagegen das zeitlich befristete Abwrack-Programm für Kühlschränke gewesen. Innerhalb von drei Monaten seien 800 alte Geräte ausgetauscht worden. Unger wies darauf hin, dass einkommensschwachen Familien durch das „Cariteam“ weiterhin eine kostenlose Beratung angeboten werde, wie man Strom und damit Geld sparen kann.

Nach Angaben von Stieß werden mehr als die Hälfte aller CO2-Emissionen von privaten Haushalten erzeugt. Entsprechend groß sind die Spielräume. So werden, wenn die Heizung um ein Grad gedrosselt wird, gleich fünf Prozent weniger Energie verbraucht.

Umweltdezernentin Heilig zeigte sich mit dem Ergebnis der Studie im Großen und Ganzen zufrieden: „Wir brauchen keine Eisbären-Kampagne mehr.“ Heilig kritisierte das schwarz-rote Koalitionspapier zur Energiepolitik scharf. Es bereite ihr „erhebliche Sorgen“. Dass die Kohle weiter gefördert werden soll, sei „eine entsetzliche Entwicklung, die uns auf die Füße fallen wird“.

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