Die Teatime beginnt nachts um drei. Ab dann werden am morgigen Sonntag die Heißgetränke zubereitet, die den mehr als 16000 Teilnehmern des 31. Marathons bei den erwarteten frostigen Temperaturen auf dem Weg ins Ziel die Glieder wärmen sollen. „Wir wollen den Breitensportlern Bestleistung bieten“, erklärt Renndirektor Jo Schindler. Aber natürlich auch der Elite mit einem „Verwöhnprogramm“ zu Höchstleistungen verhelfen.
Der Startschuss für die Topläufer fällt am Sonntag um 10 Uhr vor der Messe an der Friedrich-Ebert-Anlage. Die Spitze des internationalen Feldes wird ab 12 Uhr in der Festhalle erwartet.
Infos zu Straßensperrungen (ab 7 Uhr) unter Telefon 069/75546777, zu Änderungen im öffentlichen Nahverkehr unter 0180-1069960.
Nie zuvor in der Historie des ältesten deutschen Stadtmarathons richtete sich der Fokus so sehr auf die Möglichkeit eines neuen Weltrekordes wie diesmal. Nicht nur, weil unter den Stars der Kenianer Patrick Makau mitläuft, der in 2:03:38 Stunden die Bestzeit über 42,195 Kilometer hält. Auch die Strecke wurde verbessert.
Zwar betont Schindler, er sei schon zufrieden, „wenn es ein Toprennen wird“, und halte die Zuspitzung auf einen neuen Rekord „nicht für zielführend“. Dennoch baumeln dem Renndirektor und dem Sportlichen Leiter Christoph Kopp diesmal neben der üblichen Akkreditierung auch eine Tempotabelle um den Hals, deren Zwischenzeiten auf ein Endresultat von 2:03:29 hinauslaufen.
Während dafür alles stimmen müsste, steht der Teilnehmerrekord bereits fest. Am Freitagmittag wurden auf der Marathon-Messe die letzten Tickets vergeben; dass die 15.210 Meldungen von 2011 getoppt werden würden, war frühzeitig klar. Viel mehr als 16.000 sollte man aber nicht auf die Strecke schicken, betont Schindler. Bereits im Vorjahr sei es kurz vor dem Ziel „recht kuschelig“ geworden, als 4:07 Stunden nach dem Start innerhalb von einer Minute 170 Läufer in die Festhalle strebten. Doch werde man analysieren, ob und wie eine Aufstockung zukünftig doch noch möglich werden könnte.
Diesmal wurde eine leichte Entzerrung vorgenommen, indem die Läufer ab 10 Uhr in drei Wellen starten. Zudem wurde die Zahl der Staffeln reduziert. Dennoch werden am Wochenende in verschiedenen Läufen 26.000 Teilnehmer auf den Beinen sein. Damit sei der Marathon, den die Stadt mit einer sechsstelligen Fördersumme und viel Logistik unterstützt, „die zentrale Outdoor-Veranstaltung“ Frankfurts, wie Georg Kemper sagt. Den Sportamtsleiter fasziniert die Kombination aus Weltrekord und Breitensport in einem Rennen. Seine Frau habe sich davon schon einmal zum Start locken lassen. Kemper selbst scheut die Herausforderung: „Ich lasse laufen.“
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