Der Startschuss zum Frankfurt Marathon fällt am Sonntag um 10 Uhr, doch für manche Sportbegeisterte beginnt das Rennen bereits an diesem Freitag. Nur noch 234 Startplätze gibt es. Vergeben werden sie von 13 Uhr an in der Messehalle 1 (Ebene 2). Manch einer, diese Prognose sei gewagt, wird leer ausgehen.
Nie zuvor war der Marathon so beliebt. Obwohl die Wetterprognose frostig klingt (es dürfte zwar trocken bleiben, aber die Temperaturen beim Start sollen zwischen zwei und fünf Grad liegen), werden sich 16.000 Läuferinnen und Läufer auf die 42,195 Kilometer lange Strecke machen. Mehr werden es in den nächsten Jahren voraussichtlich auch nicht. Sagt zumindest Jo Schindler. Der Renndirektor glaubt nicht, dass die Strecke noch mehr Athleten verträgt. An engen Stellen drohten sonst Staus, was für Läufer, denen die eigene Zeit wichtig ist, fatal wäre.
Autofahrer haben am Sonntag schlechte Karten – vor allem in der City und im Westend. Bis zum späten Nachmittag muss mit erheblichen Behinderungen gerechnet werden.
Die Friedrich-Ebert-Anlage, der Start, ist bereits von 7 Uhr an gesperrt. Die meisten anderen Straßen in der Innenstadt dürfen ab 9 Uhr nicht mehr befahren werden. Das Westend kann nicht mehr per Auto verlassen werden, sämtliche Hauptstraßen rund um das Viertel sind gesperrt. Gegen 11.15 Uhr wird sich die Lage entspannen. Dann soll zumindest die Bockenheimer Landstraße wieder befahrbar sein.
Die VGF setzt mehr U-Bahnen ein, weil weniger Busse und Trams.
Hotlines: 018-1069960 (Fahrplanänderungen), 069/75546777 (Sperrungen).
Vor allem am Start ist es jetzt schon eng. Schließlich kommen zu den Athleten, die sich für die gesamte Strecke gemeldet haben, noch 1625 Staffelläufer hinzu, die nur den ersten Abschnitt absolvieren und an der Konstablerwache ausscheiden. Um das Prozedere am Messeturm zu entzerren, arbeitet der Veranstalter erstmals mit verschiedenen Startzeiten. Um 10 Uhr laufen die Spitzenathleten los, weitere Starts sind für 10.10 und 10.20 Uhr vorgesehen, bevor sich um 10.28 Uhr die Staffelläufer auf den Weg machen.
Beim Frankfurt Marathon begegneten sich Hobbyläufer und Weltklasseathleten, hebt Schindler hervor. Und Spitzensportler gibt es einige im Feld. Die Favoriten kommen aus Kenia – darunter der Weltrekordler Patrik Makau. Vor allem auf ihm ruht die Hoffnung der Organisatoren, die einen neuen Rekord anstreben. Nach spätestens 2:03:37 Stunden soll der Sieger im Ziel in der Festhalle einlaufen, dann wäre dieser 31. Frankfurt Marathon der bisher schnellste Lauf. Im harten Wettbewerb der Veranstalter würden Jo Schindler und sein Team damit Boden gutmachen.
Beginnen wird das Marathon-Wochenende an der Messe am Samstag um 10.30 Uhr. Dann startet der Brezellauf über fünf Kilometer. Außerdem im Rahmenprogramm: der Struwwelpeter-Lauf über 420 Meter für Fünf- bis Neunjährige (Samstag, 12 Uhr) und der Mini-Marathon über 4,2 Kilometer für Zehn- bis 16-Jährige (Sonntag, 10.45 Uhr).
Vier hessische Olympia-Teilnehmer bilden gemeinsam mit einem Quartett aus weiteren Spitzensportlern eine Staffel, die um 10 Uhr auf die Marathon-Strecke geht. Mit dabei sind Hochspringerin Ariane Friedrich, 400-Meter-Läufer Niklas Zender, Hammerwerferin Kathrin Klaas, Zehnkampf-Europameister Pascal Behrenbruch, Hürdenläuferin Christiane Klopsch, Paralympics-Sieger und Leichtathlet Wojtek Czyz, Radprofi John Degenkolb sowie Hindernisläuferin Gesa Krause.
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