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23. Oktober 2012

Frankfurt Marathon: Der Weltrekord soll fallen

 Von Georg Leppert
Der beste deutsche Läufer des vergangenen Jahres, Jan Fitschen, beim Zieleinlauf. Foto: Michael Schick

Vor dem Frankfurt Marathon am Sonntag müssen noch kleine Änderungen an der Strecke vorgenommen werden, damit ein Läufer den Weltrekord knacken kann. Einen anderen Rekord haben die Veranstalter schon jetzt gebrochen: fast 16000 Teilnehmer haben sich bisher angemeldet, mehr als je zuvor.

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Tipps für Zuschauer

90 Streckenfeste gibt es entlang der 42,195 Kilometer. Trommelgruppen haben sich angesagt, Fanfarenzüge, Alleinunterhalter, und auch die Martinusgemeinde in Schwanheim will ihren Teil beitragen. Auf der Hälfte der Strecke hängt die Gemeinde ein Transparent auf mit der Aufschrift: „Noch 21 Kilometer – hoffen und beten.“

Der Opernplatz ist der beste Ort, um den Lauf zu verfolgen. Gleich viermal kommen die Sportler an dieser Stelle vorbei. Zudem gibt es auf dem Platz ein großes Familienfest. Auf einer Leinwand ist die Übertragung des Rennens zu sehen.

Autofahrer sollten auf jeden Fall die Innenstadt meiden. Die gesamte City ist von 7 bis 17 Uhr gesperrt. Südlich des Mains werden die Sperrungen aufgehoben, wenn die letzten Läufer auf der Schwanheimer Brücke sind. Die Polizei informiert unter Telefon 75546777.

Am Ende können 23 Meter den Unterschied ausmachen. Den Unterschied zwischen einer guten Zeit und einem Weltrekord. Letzterer soll am Sonntag beim Frankfurt Marathon fallen, wünschen sich die Veranstalter um Renndirektor Jo Schindler. Und deshalb war es für Streckenchef Dieter Bremer ein großes Problem, als ihm die Straßenverkehrsbehörde vor einigen Wochen mitteilte, die Sportler müssten um eine Baustelle auf der Frankenallee herumlaufen, was einen Umweg von 23 Metern

Also ging der versierte Streckenchef ins Detail, nahm winzige, aber entscheidende Änderungen am Plan vor, schaute sich an, welche Kurve die Sportler noch ein wenig enger nehmen könnten – und schaffte es, auf genau 42,195 Kilometer zu kommen.

Die meisten Läufer dürften kaum merken, dass es bei der Strecke kleinere Abweichungen zum Vorjahr gibt. Im Prinzip bleibt alles beim Alten: Los geht es am Messeturm, danach laufen die Sportler kreuz und quer durch die Innenstadt und erreichen am Uni-Campus Westend den nördlichsten Punkt des Kurses. Dann geht es über die Eschersheimer Landstraße in Richtung Main, über die Alte Brücke nach Sachsenhausen, über die Kennedyallee nach Niederrad, weiter nach Schwanheim und Höchst. Über Mainzer Landstraße und Frankenallee gelangen die Läufer zurück in die Innenstadt, wo noch etwa vier Kilometer bis zum Ziel in der Festhalle zu bewältigen sind.

Es wird eng

Zwei Stunden, drei Minuten, 37 Sekunden. Diese angestrebte Siegerzeit nennen die Veranstalter „Mission 2012“, denn 2:03:37 Stunden wären Weltrekord, was den Frankfurter Marathon enorm aufwerten würde.

Doch den ersten Spitzenwert gibt es bereits: Nie zuvor haben mehr Menschen am Lauf durch die Stadt teilgenommen. Genau 15884 hatten sich bis Montagmittag angemeldet. Mehr als 16000 Teilnehmer möchte Renndirektor Schindler nicht zulassen. Schließlich müssten Staus auf der Strecke unbedingt vermieden werden.

In diesem Jahr rennen nicht alle zur gleichen Zeit los.
In diesem Jahr rennen nicht alle zur gleichen Zeit los.
Foto: Michael Schick

Insbesondere beim Einlauf in der Festhalle sei es ohnehin schon eng. Manche Läufer blieben direkt nach Überqueren der Ziellinie stehen, sagt Schindler. Auch die Zahl der Ausgänge sei begrenzt, „und wir können nicht erwarten, dass die Messe Frankfurt eine Wand aus der Halle rausreißt, damit die Läufer schneller wegkommen“.

Um das Gedränge zu Beginn zu entzerren, gibt es eine Neuerung: mehrere Startzeiten. Die Top-Läufer machen sich um 10 Uhr auf die Strecke. Danach geht es um 10.10 und 10.20 Uhr weiter, die Staffeln starten um 10.28 Uhr.

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