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21. Juni 2012

Frankfurt Marathon: Veranstalter rechnet mit Rekord

 Von Margit Rehn
Frankfurt Marathon 2011: Läufer an der Startlinie. Foto: Michael Schick

Der Frankfurt-Marathon kommt bei den Läufern gut an. 8400 haben sich bereits gemeldet, doch ihre Zahl wird rasant steigen. Die Veranstalter rechnen in diesem Jahr mit 29.000 Sportlern.

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Bis zum 31. Frankfurt-Marathon sind es noch vier Monate hin, doch die aktuelle Meldezahl von 8400 Aktiven deutet schon jetzt auf einen neuerlichen Teilnehmerrekord hin. Alle Wettbewerbe zusammengenommen rechnen die Veranstalter mit 29.000 Läuferinnen und Läufern, voraussichtlich müsse am Ende wieder ein Anmeldestopp verhängt werden.

„Zu diesem frühen Zeitpunkt sind das Rekordwerte“, sagte Frankfurts Sportdezernent Markus Frank anlässlich der ersten Pressekonferenz zum Großereignis, das leistungsmäßig mittlerweile auf Rang fünf weltweit rangiert. Vorjahressieger Wilson Kipsang (Kenia) war nur vier Sekunden unter dem Weltrekord geblieben.

„In diesem Jahr wird es in der Spitze dünner hergehen. Das Thema Weltrekord spielt nicht so die Rolle“, bedauerte Renndirektor Jo Schindler, der die bevorstehenden Olympischen Spiele in London als Ursache nannte. Es sei nicht davon auszugehen, dass ein Olympiateilnehmer zwei Monate nach diesem absoluten Höhepunkt schon wieder Vollgas geben wolle und könne. Insofern und weil die Frankfurter trotzdem alles daransetzen, ihre internationale Topplatzierung zu halten, konkurrieren sie mit anderen Stadtmarathons um die bis zu acht „übriggebliebenen“ Kenianer und Äthiopier, die für London kein Ticket lösen konnten, aber dennoch in der Lage sind, Weltklassezeiten im Bereich von 2:04 Stunden zu laufen.

Hohe Zufriedenheitsfaktor bei Läufern

Schindler: „Unser Preisgeldsystem bietet nicht so hohe Platzprämien. Aber wer siegt und schnell läuft, kriegt die höchste Börse bei einem deutschen Marathon überhaupt.“ Außerdem seien Sportler ja keine Bänker. Die Entscheidung, an einem Marathon teilzunehmen, habe deshalb auch mit der Organisation, der Strecke und der Stimmung zu tun. Eine Befragung habe ergeben, dass genau diese Einflussgrößen für das immense Wachstum des Frankfurt-Marathons verantwortlich seien. Dieser hohe Zufriedenheitsfaktor soll heuer durch den sogenannten Wellenstart gesteigert werden, bei dem die Massen − aufgeteilt in drei Gruppen − im Abstand von zehn Minuten an den Start gehen, um Gedränge zu vermeiden.

Was die deutsche Spitze angeht, wird dies ohnehin nicht passieren. Nachdem sich einige Läufer 2011 vergeblich vorgenommen hatten, die Olympianorm in Frankfurt zu laufen, sei es zu Missstimmungen gekommen. „Wir setzen deshalb auf hoffnungsvolle Leute aus der Region“, sagt Schindler, der sich über die Teilnahme von Katharina Heinig freut. Deren Mutter war in den 90er Jahren in Frankfurt gleich dreimal erfolgreich.

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