Mysteriöser Todesfall in Niederursel: Eine 75 Jahre alte Frau ist am Dienstagmorgen in ihrer Wohnung leblos aufgefunden worden. Laut Polizeibericht wies sie mehrere äußere Verletzungen auf. Ob diese aber ursächlich für den Tod sind, wissen die Ermittler nicht. Ein Verwandter des Opfers wurde am Dienstag von der Mordkommission intensiv befragt . Der Mann, über dessen Identität die Polizei keine näheren Angaben machen möchte, war gegen 8 Uhr morgens auf dem Polizeirevier in der Nordweststadt erschienen und hatte von dem Todesfall berichtet. Daraufhin fuhr der Notarzt zur Wohnung der Seniorin in einem Mehrfamilienhaus am Gerhart-Hauptmann-Ring. Er versuchte die Frau zu reanimieren, hatte aber keinen Erfolg.
Die Polizei hält drei Möglichkeiten für denkbar: Die Frau, die alleine lebte, könnte eines natürlichen Todes gestorben sein. Sie könnte bei einem häuslichen Unfall ums Leben gekommen sein, oder aber sie wurde Opfer eines Gewaltverbrechens. Viel versprechen sich die Ermittler von einer Obduktion, die für Dienstag geplant sind. Ergebnisse sollen am Mittwoch vorliegen.
In Hessens größter Stadt Frankfurt sinkt die Zahl der Rauschgifttoten. 21 Menschen starben 2012 an illegalen Drogen, 5 weniger als im Jahr zuvor, wie die Stadt am Dienstag mitteilte. Zugleich meldete die Polizei den ersten Drogentoten im neuen Jahr. Ein 43 Jahre alter Frankfurter war seit Jahren als Konsument harter Drogen bekannt und wurde bereits am vergangenen Freitag tot in der Coventrystraße gefunden. Ein herbeigerufener Notarzt konnte ihm nicht mehr helfen.
Die Zahl der Drogentoten war der Mitteilung zufolge bundesweit 1991 mit 2125 am höchsten. 2011 waren nach Angaben der Stadt 986 Rauschgifttote gezählt worden, das waren erstmals seit 1989 wieder weniger als 1000. In Frankfurt waren 1991 noch 147 Drogentote registriert worden. Gesundheitsdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) und Polizeipräsident Achim Thiel lobten in einer Erklärung gemeinsam den sogenannten Frankfurter Weg als wesentliche Ursache des Rückgangs in Frankfurt. Gemeint ist eine Mischung aus Hilfsangeboten, Druckräumen, Prävention und Repression. Dazu gehört auch ein mit verschiedenen Fachleuten besetztes Gremium, das sich mit der Vorbeugung und Linderung der Drogenprobleme befasst. (lwa/dpa)
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