Die Frankfurt-Nachrichten vom 23. März 2012:
UHR OHNE ZEIT:
Große Freude, der Turm der Katharinenkirche hat seine Uhren zurück. Als die Uhrmacher aus Calw am Dienstagmorgen die rund 100 Kilo schweren Zifferblätter an die Spitze hievten, war allerdings im Volk an der Hauptwache von Aufregung nichts zu spüren. Man konnte ja erwarten, da oben gehe alles seinen geregelten Gang. Nur ein einsamer Hobbyfotograf dokumentierte den historischen Moment. Doch als die Männer von ihrem Hubsteiger wieder runterstiegen, da fehlten auf den neuen Zifferblättern unter der Turmhaube die goldenen Zeiger. Vorerst hat die Turmuhr also, entgegen den Erwartungen, überhaupt nichts anzuzeigen. Außer, dass sie wieder am Platz ist. Weder bei der Stadt noch bei der Kirchengemeinde war Näheres zu erfahren. Es könne sich nur um eine Verzögerung handeln.
Die Zeitmesser haben den Winter im Schwarzwald verbracht; die Stadtluft hatte ihnen zugesetzt. Schon die Halterungen waren laut Auskunft zuvor „total kaputt“. Die Zifferblätter, im Durchmesser 3,40 Meter, zeigten sich „alt und schwach“. Von den Zeigern waren Roststellen gemeldet worden, groß genug, um sie ersetzen zu lassen. Gestern morgen war in der Katharinengemeinde rumgefragt worden, ob einer die alten Zeiger gebrauchen kann. Pfarrer Schneider hat sich gemeldet – nicht, dass er seinen Zeiger wieder hergeben muss. (clau.)
FRANKFURT WIRD SIEBENMAL SCHÖNER:
Im Programm „Schöneres Frankfurt“ sind jetzt bei sieben Projekten konkrete Schritte zu erwarten. Laut Planungsdezernat „wird ein Baubeginn im Jahr 2012 angestrebt“ – für den östlichen Vorplatz des Bahnhofs Rödelheim, den Bereich der Friedberger Warte, den Atzelbergplatz, die Frankensteiner Straße und einen Abschnitt der Frankenallee. Auch die Illumination des Höchster Mainufers und die Beleuchtung der Wallanlagen sollen eingerichtet werden. Die Nebenstraßen der Zeil, der Platz an der Staufenmauer und die Elisabethenstraße müssen noch warten. (clau.)
ERSTER FRANKFURTER "SONNENTAG":
Die Solaroffensive Rhein-Main lädt am Donnerstag, 10. Mai, zum ersten Frankfurter Sonnentag ein. Von 11 bis 19 Uhr werden rund um die Hauptwache Exponate der Solarbranche, E-Roller und Elektroautos zu sehen sein. Vertreter von Solarfirmen und Banken beantworten Fragen zu Produkten und Finanzierungsmöglichkeiten. Um 13 Uhr hält Solarexperte Franz Alt einen Vortrag zum Thema „Neue Energie, Neue Arbeit, Neue Mobilität“. Ab 17 Uhr diskutieren Umweltdezernentin Manuela Rottmann (Grüne) und Martina Klärle von der Fachhochschule Frankfurt über die Bedrohung der regionalen Energiewende durch die bundesweite Kürzung der Solarförderung. Die Solaroffensive Rhein-Main wurde gegründet, um die Sonnenenergie in der Region voranzubringen. Ihr gehören unter anderem Banken, Mainova und Photovoltaik-Hersteller an. (ft.)
(04.05.2012) ZWEITER ZOOEINGANG ZU TEUER:
Der Zooeingang in der Rhönstraße kann aus finanziellen Gründen nicht erhalten bleiben. Das erklärte Stadtrat Felix Semmelroth (CDU) am Donnerstag in der Fragestunde der Stadtverordnetenversammlung. Die Stadtverordnete Nina Teufel (CDU) wollte wissen, ob und weshalb auf einen zweiten Kasseneingang verzichtet wird. Er würde Kosten in Höhe von 82000 Euro für zusätzliches Personal sowie weitere 10000 Euro für ein Kassensystem verursachen.
Auf den Einwand des Stadtverordneten Mike Josef (SPD), dass dies für ältere Menschen und Eltern mit kleineren Kindern zu Nachteilen führe, entgegnete Semmelroth, dass man sich „im Zoo auch bewegt“ und der Eingang „nur 700 Meter entfernt“ liegt. Es sei aber „denkbar“ den Zugang als Ausgang zu erhalten, so der Dezernent. (lwa.)
FRANKFURT BELEGT IM STÄDTEVERGLEICH PLATZ ZWEI IM BEREICH BARRIEREFREIHEIT:
Laut den Ergebnissen einer repräsentativen Online-Umfrage belegt Frankfurt in puncto Barrierefreiheit unter den fünf größten deutschen Städten hinter München den zweiten Platz. In der von der Aktion Mensch in Auftrag gegebenen Umfrage wurden die Meinungen zu 15 Aspekten wie beispielsweise „öffentlicher Infrastruktur“ erhoben.
Besonders gut schneiden demnach Frankfurts Naherholungsgebiete ab, die von den Befragten als gut zugänglich betrachtet werden. Ebenfalls gut wird die barrierefreie Zugänglichkeit von Altstadt und Bildungseinrichtungen bewertet, wo Frankfurt im Vergleich zu den anderen Großstädten auf Platz 1 liegt.
Problematisch sei nach Ansicht der Befragten aber die mangelnde Barrierefreiheit in öffentlichen Einrichtungen wie Ämtern und Behörden sowie das geringe Vorkommen von alters- und behindertengerechten Wohnungen im Stadtgebiet. In beiden Punkten bildet Frankfurt im Vergleich zu den anderen Städten das Schlusslicht. 41 Prozent der befragten Frankfurter erwarten hier Impulse von der Kommunalpolitik.
Insgesamt wurden 2300 Menschen mit und ohne Behinderung befragt. Anlass der Umfrage ist der 20. Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai, an dem es auch Veranstaltungen auf dem Römerberg und beim Caritasverband geben wird. (prfs.) Mehr Infos: www.aktion-mensch.de
200 MILLIONEN FAHRGÄSTE IN BUS UND BAHN:
Neuer Rekord im Frankfurter Nahverkehr: 2011 sind 200,9 Millionen Fahrgäste in Busse und Bahnen gestiegen. Das sind 2,6 Millionen Passagiere oder 1,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne) und Traffiq-Geschäftsführer Hans-Jörg von Berlepsch zeigten sich mit dem überdurchschnittlichen Wachstum – bundesweit stieg die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs nur um 0,5 Prozent – sehr zufrieden. In den vergangenen fünf Jahren sind fast 15 Millionen mehr Menschen in Busse und Bahnen gestiegen. Das entspricht einem Plus von acht Prozent. Nicht berücksichtigt sind in diesen Zahlen die 60 Millionen Fahrgäste, die Regionalbahnlinien und insbesondere die S-Bahnen im RMV benutzen.
Frankfurter und Pendler nutzen nicht nur verstärkt den öffentlichen Personennahverkehr, sie sind mit dessen Angebot offensichtlich auch zufrieden. Nach Erkenntnissen des unabhängigen Meinungsforschungsinstitutes TNS Infratest liegt die Gesamtzufriedenheit der Kunden auf einer Skala von eins (sehr zufrieden) bis fünf (unzufrieden) bei 2,74. Deutschlandweit liegt dieser Wert bei 2,94. (jah.)
WOOGWIESE ERHÄLT KUNSTRASENPLATZ:
Gemeinsam haben die Fraktionen des Stadtparlaments am Donnerstagabend die Anstrengungen der Kommune für den Sport gewürdigt. Aufhänger für die Debatte war eine routinemäßige Vorlage von Sportdezernent Markus Frank (CDU) über die Umwandlung des nördlichen Rasenplatzes der Sportanlage Woogwiese in ein Kunstrasenspielfeld.
Die CDU hatte den Punkt in letzter Minute für die Tagesordnung angemeldet. Alle Fraktionen empfanden das als absolute politische Verlegenheitslösung.
Der sportpolitische Sprecher der CDU, Martin Gerhardt, hob hervor, dass allein im Jahre 2010 rund 20 Millionen Euro in Sportanlagen in Frankfurt investiert worden seien. 16,5 Millionen Euro dieser Summe stammten freilich aus den Konjunkturprogrammen des Bundes.
Für die Grünen behauptete Helmut Ulshöfer sogar, dass erst ab dem Jahre 2006, dem Regierungsantritt der schwarz-grünen Stadtregierung, „richtig etwas für den Sport getan wurde“. Das provozierte Hohngelächter und Zwischenrufe insbesondere der SPD-Opposition.
Sozialdemokrat Eugen Emmerling signalisierte jedoch die Zustimmung der SPD für das Projekt an der Woogwiese ebenso wie der FDP-Stadtverordnete Gert Trinklein. (jg.)
WOHNUNGSBAU STATT HORTPLÄTZE IN PREUNGESHEIM:
Die Pavillons der Wohnheim GmbH auf dem Grundstück Goldpeppingstraße/Kantapfelstraße in Preungesheim, in denen derzeit eine Kita untergebracht ist, werden im Herbst abgerissen. Das erklärte Stadträtin Sarah Sorge (Grüne). Rita Streb-Hesse (SPD) hatte gefragt, ob die im Herbst frei werdenden Pavillons für Hortplätze genutzt werden können. Anstelle der Pavillons würden Wohnhäuser gebaut, ins Erdgeschoss solle aber eine Kindereinrichtung für Drei- bis Sechsjährige kommen. (lwa.)
KEINE RETTUNG FÜR DAS VOLKSTHEATER:
Die Stadt wird keine Anstrengungen unternehmen, eine Weiterexistenz des Volkstheaters zu ermöglichen, antwortete Dezernent Felix Semmelroth (CDU) Wolfgang Hübner (Freie Wähler), der eine Mitschuld für das Ende beim Kulturdezernat sah. Das Theater habe „die höchste finanzielle Unterstützung aller Privattheater in Frankfurt erhalten“ und befinde sich in „einer schwierigen finanziellen Situation“, sagte Semmelroth. Das Problem, so Heike Hambrock (Grüne), sei die „zu geringe Auslastung“ und das Fehlen eines Nachfolgers. „Krokodilstränen zu weinen bringt nichts“, sagte der Stadtverordnete Thomas Dürbeck (CDU). (lwa.)
STADT SUCHT NEUE BLEIBE FÜR KUNSTVEREIN MONTEZ:
Die Stadt hat bereits „ein bis zwei Lokalitäten“ für den Kunstverein Montez im Auge, der Ende des Monats aus der 3000 Quadratmeter großen Liegenschaft in der Breiten Gasse ausziehen muss. Das erklärte Stadtrat Felix Semmelroth (CDU) auf Nachfrage der Stadtverordneten Heike Hambrock (Grüne), die wissen wollte, wie die Stadt den Verein bei der Raumsuche unterstütze. Die Standorte lägen nicht in der Innenstadt und seien „kleiner, aber für die Nutzung ausreichend“, so Semmelroth. Wann der Verein, mit einer neuen Bleibe rechnen kann, sei nicht abzusehen. (lwa.)
KITA-BAU IN SACHSENHAUSEN TROTZ FLUGLÄRM:
Die SPD-Stadtverordnete Sylvia Weber hat die schwarz-grüne Koalition am Donnerstagabend im Römer aufgefordert, ihren Entwurf für die Kindertagesstätte neben der Martin-Buber-Schule zu überarbeiten. Dort sollen 93 Plätze entstehen, die je nach Bedarf für Hortkinder oder für Kinder unter drei Jahren genutzt werden können. Die Kosten für den Neubau werden mit knapp fünf Millionen Euro beziffert. Nach Angaben von Weber, die sich auf einen Bericht des Revisionsamtes berief, gibt es ein Sparpotenzial von 900 000 Euro. Stefan von Wangenheim (FDP) warf der Koalition „schlampige Planung“ vor. Andere Städte bauten für die Hälfte des Geldes. Auch die Kitas der Kirchen seien billiger.
Peter Gärtner von der Fraktion der Linken plädierte dafür, die Kita gar nicht zu bauen und nach einem neuen Standort zu suchen: Die Einrichtung würde unter der Anflugschneise zur neuen Landebahn liegen. Ihr Bau an dieser Stelle sei „unverantwortlich“. Die CDU-Stadtverordnete Sabine Fischer erinnerte an die schlechte Versorgung mit Kita-Plätzen im Quartier. Auch die grüne Bildungsdezernentin Sarah Sorge verteidigte die Planungen. Mit den Stimmen von Schwarz-Grün wurde der Bau so wie vorgesehen dann beschlossen. (ft.)
(03.05.12) EDVARD MUNCH AUF REKORDKURS: Die Frankfurter Kunsthalle Schirn registriert zeitgleich zur New Yorker Versteigerung des Bilds „Der Schrei“ von Edvard Munch (1863 bis 1944) einen rekordträchtigen Ansturm auf ihre laufende Ausstellung von Werken des Norwegers. In der vergangenen Woche zählte die Kunsthalle den 150.000 Besucher. „Munch ist zeitgemäß“, sagte die Sprecherin des Museums, Carolyn Meyding. „Das erklärt den Zulauf bei uns und den Spitzenpreis in den USA.“ Die Ausstellung „Edvard Munch. Der moderne Blick“ läuft in der Schirn seit Februar und noch bis 28. Mai.
TRAUER IM HAUSE VON METZLER: Im Bankhaus Metzler an der Großen Gallusstraße herrscht Trauer über den Tod von Elisabeth von Metzler. Die Mutter von Bankchef Friedrich von Metzler und seiner verstorbenen Schwester Barbara ist am 26. April im Alter von 97 Jahren gestorben.
Elisabeth von Metzler, Witwe von Albert von Metzler, wohnte im sechsten Stock des Bankhauses Ecke Neue Mainzer Straße. Anstelle des im Krieg zerstörten historischen Bankgebäudes war da 1954 die heutige Bank entstanden. Im Finanzdistrikt, wo das Wohnen nur eine Ausnahme ist, sind auch Friedrich und seine Schwester aufgewachsen. Elisabeth von Metzler, heißt es in der Bank, hatte mit den Geschäften nichts zu tun. Doch hätten „Angestellte, die Überstunden machen mussten, bei ihr immer einen Kaffee bekommen können“. (clau.)
Die Beerdigung ist am 7. Mai, 13 Uhr, auf dem Hauptfriedhof.
DEZERNENTIN FÜR REGIONALE UMWELTZONE: Nachdem Wiesbaden und Mainz nun doch eine gemeinsame Umweltzone einrichten wollen, macht sich Frankfurts Umweltdezernentin Manuela Rottmann (Grüne) erneut für eine „Regionale Umweltzone“ stark. „Was hier zwischen Hessen und Rheinland-Pfalz möglich ist, muss auch innerhalb des Rhein-Main-Gebiets möglich sein“, sagte die Dezernentin. Eine solche regionale Zone hätte zwei große Vorteile gegenüber „städtischen Insellösungen“: Sie wäre weitaus wirksamer gegen Stickoxide und würde viel Bürokratie ersparen.
So müssten Handwerker, Spediteure und Omnibus-Unternehmen derzeit für jede Stadt mit Umweltzone eine gesonderte Ausnahmegenehmigung beantragen. Künftig bräuchten sie nur eine Genehmigung für das gesamte Rhein-Main-Gebiet. Rottmann erinnerte daran, dass in großen Teilen des Rhein-Main-Gebiets, darunter auch in Frankfurt, der EU-Grenzwert für Stickoxide nicht eingehalten wird. (ft.)
BINDING-KULTURPREIS FÜR ATELIER GOLDSTEIN: Das Frankfurter Atelier Goldstein erhält für sein soziales und künstlerisches Engagement den Binding-Kulturpreis 2012. Die mit 50000 Euro dotierte Auszeichnung wird am 2. Juni im Römer vergeben, wie die Binding-Kulturstiftung am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. In dem von Christiane Cuticchio gegründeten Atelier können behinderte Menschen Kunstwerke schaffen.
„Ihr und ihren Mitarbeitern ist es zu verdanken, dass Menschen, die sonst gesellschaftlich ausgegrenzt werden, die Chance erhalten, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen“, würdigt die Stiftung die Arbeit Cuticchios.
Mit dem Preis werden seit 1996 jährlich Kunstschaffende au
(02.05.2012) GRÜNE VERTEIDIGEN BETREUUNGS-KONZEPT:
Manuel Stock, Grünen-Fraktionschef im Römer, versichert allen Kritikern, die Koalition werde „alles daran setzen“, um den Versorgungsgrad bei der Betreuung der unter Dreijährigen zu erhöhen. Bislang liegt er bei 33,5 Prozent, bis 2015 sollen es laut den jüngsten Beschlüssen 48 Prozent sein. Stock sagt, es werde „mit Hochdruck“ gearbeitet, um die Hindernisse zu beseitigen. Über das Budget hinaus „kriegt das Dezernat das Geld“, wenn es Gebäude und Personal für eine neue Einrichtung habe. Die Grünen hatten den Vorschlag unterbreitet, eine Erhöhung des Hebesatzes mit der Finanzierung der Betreuung zu verknüpfen. Die CDU hatte einen höheren Hebesatz abgelehnt. (ox.)
LUDERBACH WIRD WIEDERHERGESTELLT:
Der Luderbach darf in Höhe der Darmstädter Landstraße bald wieder so fließen wie früher. Vor Jahrzehnten wurde der Bach an dieser Stelle begradigt. Ab Mitte Mai beginnen das Grünflächenamt und die Stadtentwässerung den alten mäandernden Luderbachlauf auf einer Länge von 500 Metern wiederherzustellen. Die Erd- und Wasserbauarbeiten werden etwa drei Wochen andauern. Während dieser Zeit gibt es auf dem Waldweg parallel zur Darmstädter Landstraße und der davon abzweigenden Schillerschneise Behinderungen durch Baufahrzeuge. Nähere Auskunft unter 21233193. (juf.)
"KEINE KRAFT": SPD KRITISIERT SCHWARZ-GRÜN:
Die SPD-Fraktion im Römer kritisiert, Schwarz-Grün habe „die Kraft gefehlt“, den Hebesatz von derzeit 460 auf 490 anzuheben. Eine Sanierung des Haushalts sei somit „illusorisch“. Positiv wertet sie das Einführen einer Bettensteuer. Als „Verlierer“ stehe Kämmerer Uwe Becker (CDU) da. Der habe sich für ein Verschieben des Stadthauses eingesetzt, das jetzt doch gebaut werde. (ox)
IHK WARNT VOR BETTENSTEUER:
Die IHK Frankfurt warnt davor, eine Bettensteuer einzuführen. Diese treffe die Tourismusbranche negativ und schwäche den Standort, sagte Matthias Gräßle, IHK-Hauptgeschäftsführer. Die Konkurrenz in der Region sei zu groß, als dass sich Frankfurt dies leisten könne. Geschäftsreisende und Wochenendbesucher würden abgeschreckt. Auch ergäben sich Auswirkungen auf Gastronomie und Einzelhandel, die für hohe Umsätze sorgten. Die IHK begrüßt hingegen, dass die Koalition „von einer Erhöhung des Gewerbesteuer-Hebesatzes absieht“. (ox)
ERIKA STEINBACH ERHÄLT UNTERSTÜTZUNG:
Der CDU-Verband Frankfurt Nord-Ost stellt sich hinter die Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach. Steinbach „tätigt seit Jahren eine verlässliche und vielfältige Arbeit für ihren Wahlkreis“ und trete „vor Ort für die Probleme und Anliegen der Menschen ein“, sagt die Vorsitzende Christine Emmerich. Sie befürworte daher eine erneute Kandidatur.
Steinbach (68) ist seit 1990 Bundestagsabgeordnete der Frankfurter CDU. Kürzlich hatte sie in der FR bekannt gegeben, dass sie erneut kandidieren werde im Wahlkreis 183. Das hat innerhalb einiger Stadtbezirksverbände Kritik hervorgerufen. Zum einen habe Steinbach 2008 eigentlich zugesagt, dass sie letztmals kandidiere. Zum anderen sei sie „nie präsent“, im Wahlkreis ein „unbekanntes Wesen“, so der Vorsitzende des größten Stadtbezirksverbandes Frankfurt-Sachsenhausen, Jochem Heumann. Die Mittelstandsvereinigung (MIT) der CDU, die die Kandidatur in diesem Wahlkreis bestimmen darf, hatte sich eigentlich schon auf die Suche nach neuen Kandidaten begeben. Eine Entscheidung soll im Herbst fallen.
Unterstützung bekommt Steinbach nun auch von der Vorsitzende der Union der Vertriebenen und Flüchtlinge (UdV) in Hessen, Gudrun Osterburg. Erika Steinbach habe als Präsidentin des Bundes der Vertriebenen „hervorragende Arbeit“ geleistet. (ox.)
HUBSCHRAUBER GEGEN BRENNENDE HAARE:
Das Grünflächenamt bekämpft den Eichenprozessionsspinner am heutigen Montag aus der Luft. Wie bereits im vergangenen Jahr werden die Eichenkronen im Stadtwald vom Hubschrauber aus mit dem biologischen Insektizid Dipel ES besprüht. Teile des Waldes sind daher für Besucher gesperrt. Mit der Aktion sollen die Menschen vor den krankmachenden Haaren der Raupe des Schmetterlings geschützt werden. Gegen Ende Mai beginnt das Tier Brennhaare auszubilden und startet mit dem Bau sogenannter Gespinstnester. Zusätzlich werden in den kommenden Wochen in Frankfurt etwa 6000 Eichen auf Friedhöfen, Grünanlagen und Schulhöfen vom Boden aus mit Sprühkanonen eingenebelt. Fragen dazu beantwortet das Grünflächenamt unter Telefon: 21230991. (bil.)
(27.04.2012) SPERRUNGEN IN DER HANAUER LANDSTRASSE:
Wegen Arbeiten an den Gleisen wird es vom heutigen Freitag, 27. April, bis Dienstag, 1. Mai, auf der Hanauer Landstraße und am Ratswegkreisel größere Verkehrsbehinderungen geben.
Wie das Straßenverkehrsamt mitteilt, müssen am Ratswegkreisel die Fahrbahnen aus Richtung Bornheim kommend nach Offenbach / A 661 und nach Fechenheim gesperrt werden. Die Umleitung erfolgt über die Intzestraße.
Auf der „Hanauer“ müssen zwischen Schwedlerstraße und Osthafenplatz Richtung Innenstadt Fahrbahnen verengt und Richtung Ratswegkreisel ganz gesperrt werden. In Höhe Honsellstraße wird die Einfahrt in die Ferdinand-Happ-Straße gesperrt. Schließlich wird die Hanauer Landstraße zwischen Sonnemannstraße und dem Ernst-Achilles-Platz Richtung Innenstadt komplett gesperrt. Der Verkehr wird umgeleitet.
Von den Arbeiten betroffen sind auch die Straßenbahnen der Linie 11 und 12 entlang der Hanauer Landstraße. Sie fahren bis Dienstag nicht zwischen den Stationen Zobelstraße und Schießhüttenstraße sowie zwischen Eissporthalle und Hugo-Junkers-Straße. Die VGF setzt stattdessen Busse ein. (dit./ bos.)
BETTENSTEUER: SPD LOCKT DIE GRÜNEN
Die SPD-Fraktion macht den Grünen Avancen, mit ihr und weiteren Oppositionsfraktionen gemeinsame Sache beim höheren Gewerbesteuer-Hebesatz und der Bettensteuer zu machen. „Wir sind uns doch einig“, warb gestern im Haupt- und Finanzausschuss SPD-Fraktionschef Klaus Oesterling um den Koalitionspartner der CDU. Der CDU warfen Oesterling und Lothar Reininger (Linke) vor, diese weigere sich den „Ernst der Haushaltslage“ zu akzeptieren. Die CDU hielt sich bedeckt, ob sie Steuererhöhungen ins Auge fasse oder nicht. Am heutigen Freitag gibt sie gemeinsam mit den Grünen dazu eine Pressekonferenz. (ox)
BIRKENFELD WILL BALD TARIF-EINIGUNG MIT CEBEEF:
Stadträtin Daniela Birkenfeld (CDU) hat am Donnerstag im Sozialausschuss klargestellt, dass sie sich mit dem CeBeeF noch im Mai auf neue Leistungsvergütungen verständigen und den Tariftreue-Beschluss des Stadtparlaments umsetzen will. Auch sei dem Verein, der sich um behinderte Kinder und Erwachsene kümmert, angeboten worden, ihm beim Übergang von seinem Haustarifvertrag in den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes behilflich zu sein. Der Verein habe dieses Angebot aber ausgeschlagen.
Mit ihrer Stellungnahme reagierte die Sozialdezernentin auf die Warnstreiks der Gewerkschaft Verdi – eine Reaktion darauf, dass die CeBeeF-Geschäftsführung einen entsprechenden Tarifvertrag bislang nicht unterschrieben hat.
Birkenfeld betonte, dass die Stadt bereits in der Vergangenheit immer den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes zur Grundlage für ihre Zahlungen genommen habe. Tatsächlich aber verdienen die Beschäftigten beim CeBeeF deutlich weniger, als der Tarif vorsieht. Von den jetzt anstehenden Verhandlungen über neue Vergütungssätze verspricht sich Birkenfeld auch Aufschluss darüber, warum das Geld der Stadt offenbar nicht bei den Beschäftigten angekommen ist. (ft.)
KRAFTWERK FÜR DIE ENERGIEWENDE:
Blockheizkraftwerke (BHKW) gibt es in Frankfurt schon lange. Jetzt aber gibt es eine Anlage, die die Strom- und Wärmeproduktion von zehn Blockheizkraftwerken kombiniert. Theoretisch können alle über 00 BHKWs, die es in der Stadt gibt, angeschlossen werden. So sollen Tage, an denen Solar- und Windanlagen wetterbedingt weniger Strom liefern, durch die eigene Energie-Produktion ausgeglichen werden.
GRÜNDE FÜR SCHLIESSUNG DER MASSAGESCHULE AM KLINKUM HÖCHST:
Stadträtin Manuela Rottmann (Grüne) hat am Donnerstag vor dem Gesundheitsausschuss die Gründe für die Schließung der Massageschule am städtischen Klinikum in Höchst genannt. Um ein erneutes Defizit zu vermeiden, hätte die Stadt ein Schulgeld von „300 bis 500 Euro“ im Monat einführen müssen. „Diesen Weg wollten wir nicht gehen“, sagte Rottmann, zumal der dort erlernte Beruf anders als die Physiotherapie keine gute Zukunftsperspektive biete. Das Klinikum selbst beschäftige keine Masseure. Der Aufsichtsrat hatte am 16. April beschlossen, die Schule nach Abschluss der jetzt laufenden Ausbildung zu schließen.
Die ebenfalls defizitäre Schule des Klinikums für Ergotherapie soll erhalten bleiben – allerdings mit der Vorgabe, künftig eine schwarze Null einzufahren. (ft.)
OCCUPY-LAGER MUSS SCHRUMPFEN:
Occupy Frankfurt muss bis Samstag mehr als 30 Zelte abbauen. Wie ein Sprecher des Ordnungsamtes mitteilte, wurde den Aktivisten, die seit einem halben Jahr ein Protestcamp vor der Europäischen Zentralbank unterhalten, gestern ein Bescheid mit entsprechenden Auflagen zugestellt. Demnach müssten bis Samstag 20 derzeit leerstehende Zelte abgebaut werden, außerdem 12 weitere Zelte, die derzeit von einer Gruppe von Rumänen und Bulgaren bewohnt würden. Zur Begründung hieß es, diese gehörten nicht zu den eigentlichen Teilnehmern der Proteste. „Das haben die Veranstalter auch nie bestritten“, so der Sprecher des Ordnungsamtes.
Zusätzlich zur Verkleinerung des Camps hat die Behörde Occupy auferlegt, für bessere hygienische Zustände zu sorgen. So müsse etwa ein kleiner Kräutergarten verschwinden, so der Sprecher.
Aktuell ist das Occupy-Camp bis zum 3. Mai genehmigt. Bei der jüngsten Verlängerung vergangene Woche waren den Aktivisten keine besonderen Auflagen erteilt worden. Diese hatten aber freiwillig zugesagt, ihr Camp gründlich aufzuräumen. (han.)
(25.04.2012) BAUAUFSICHT MIT NEUEM INTERNETAUFTRITT:
Die Seite der - gemessen an der Bausumme - größten Bauaufsicht Deutschlands wurde gegenüber dem vorherigen Auftritt um zahlreiche Funktionen erweitert. Sie bietet nun eine Vielzahl von Informationen für Bauherren, Projektentwickler und Nachbarn. Als Bauwilliger kann man zum Beispiel über die Eingabe der Adresse die Zuständigkeiten bei Bauaufsicht, Stadtplanungsamt und Denkmalamt erfahren. Nachbarn können mit der Funktion „Bauschild“ herausfinden, wer an einer bestimmten Adresse baut und für das Vorhaben verantwortlich ist.
Einen umfangreichen Downloadbereich mit Formularen, Hilfestellungen zur Antragsstellung, Broschüren und eine Wissensdatenbank gibt es auch. (pia)
12. NIPPON CONNECTION ZEIGT FILME ZUR ATOMKATASTROPHE VON FUKUSHIMA:
Die Atomkatastrophe von Fukushima ist der Schwerpunkt des 12. japanischen Filmfestivals Nippon Connection in Frankfurt am Main. Filme, Vorträge und Ausstellungen widmen sich den traumatischen Erinnerungen und den Veränderungen im Land, wie Festivalleiterin Marion Klomfaß am Mittwoch sagte. Unter anderem hinterfragt Toshi Fujiwara in seinem Dokumentarfilm „No Man's Zone“ die Bilder, die die Wahrnehmung der Ereignisse geprägt haben.
Außerdem wird der Regisseur und Schauspieler Shinya Tsukamoto erwartet, der sein Drama „Kotoko“ vorstellen wird. Bei dem nach Veranstalterangaben weltweit größten Filmfestival mit ausschließlich japanischen Beiträgen werden vom 2. bis 6 Mai 142 Kurz- und Langfilme gezeigt. Die Veranstalter rechnen mit 16.000 Besuchern. (dapd)
INTERNIST KOSTA SCHOPOW ERHÄLT DIE EHRENPLAKETTE:
Kosta Schopow, der Vorsitzende der Administration der Senckenbergischen Stiftung, hat am Dienstag die Ehrenplakette der Stadt Frankfurt aus den Händen von Oberbürgermeisterin Petra Roth entgegengenommen. „Wer Frankfurt sagt, denkt an Senckenberg und wer Senckenberg sagt, kommt an Kosta Schopow nicht vorbei“, sagte die OB in ihrer Laudatio.
Schopow engagiert sich als Mitglied des Verwaltungsrates der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung. Außerdem machte er sich um die Neuordnung des Senckenbergareals verdient. Auch die Krankenhauspolitik des Bürgerhospitals hat Dr. Kosta Schopow wesentlich mitgestaltet. Er hat die Fusion des Bürgerhospitals Frankfurt am Main mit dem Clementine Kinderhospital Dr. Christsche Stiftung im Detail mitgeprägt. Zugleich wirkt er als Vorsitzender des Aufsichtsrates des Vereins Frankfurter Stiftungskrankenhäuser e.V. und als Mitglied des Vorstandes der Georg und Franziska Speyer'schen Hochschulstiftung. Darüber hinaus gehört Dr. Kosta Schopow dem Vorstand der Karl und Else Seifried Stiftung an. (pia)
SCHAUSPIEL FRANKFURT MIT AUSLASTUNGSREKORD:
Das Schauspiel Frankfurt hat in der laufenden Spielzeit eine so hohe Auslastung erreicht wie schon seit 2007 nicht mehr. Bereits Ende März habe sie bei 86,3 Prozent gelegen, sagte Intendant Oliver Reese am Mittwoch in Frankfurt. Es sei abzusehen, dass dieser Trend weiter anhalte.
Als Reese in der Saison 2009/10 die Intendanz von Elisabeth Schweeger übernahm, lag die Auslastung bei über 78 Prozent, 2007/08 waren es nur knapp 72 Prozent. Insgesamt verkaufte das Theater in der aktuellen Spielzeit bislang 121 000 Karten, erwartet werden zum Saisonende mehr als 160 000. Damit konnte das Haus seine Besucherzahl von 115 000 in der Saison 2007/08 kontinuierlich steigern.
Für die kommende Spielzeit plant das Schauspiel Frankfurt rund 30 Neuproduktionen, darunter zwölf Uraufführungen. Ein Schwerpunkt soll auf Johann Wolfgang von Goethe und seiner Tragödie „Faust“ liegen, mit der die Saison im Großen Haus am 14. September eröffnet wird. Neben bekannten Regisseuren wie Andreas Kriegenburg und Michael Thalheimer setzt Reese dabei weiter auf junge Talente: „Es ist mir wichtig, dass wir junge Regisseure entwickeln und sie über Frankfurt groß werden.“ (dpa)
(20.04.2012) VERFASSUNGSBESCHWERDE GEGEN NEUE LANDEBAHN:
Das Ehepaar Herrlein aus Sachsenhausen legt Verfassungsbeschwerde gegen die neue Landebahn am Flughafen ein; unter anderem mit dem Hinweis auf Artikel 2, das Recht auf körperliche Unversehrtheit. Dies teilte die Bürgerinitiative Sachsenhausen (BIS) am Donnerstag mit. Vertreten würden die Herrleins von dem renommierten Verfassungsrechtler Holger Zuck aus Stuttgart. Der habe bereits für die Berliner Bürgerinitiative Verfassungsbeschwerde eingereicht und kenne sich in der Materie gut aus. (jur.)
SCHAUSPIEL BIETET KINDERBETREUUNG WÄHREND DER VORFÜHRUNG AN:
Nach der Oper Frankfurt bietet jetzt auch das Schauspiel bei ausgewählten Vorstellungen eine begleitende Kinderbetreuung an. Der Service wird von beiden Häusern gemeinsam organisiert.
Kinder von drei bis neun Jahren werden von pädagogischem Fachpersonal betreut. Gemeinsam wird gebastelt, gespielt oder vorgelesen, während die Eltern die Vorstellung besuchen. Der Service ist kostenlos. Um telefonische Voranmeldung wird gebeten unter Telefon 212-37348.
Die nächste Vorstellung mit begleitender Kinderbetreuung ist „Iwanow“ von Anton Tschechow am Sonntag, 22. April, um 16 Uhr im Schauspielhaus. Vorverkauf unter Telefon 069/212-49494 oder unter http://www.schauspielfrankfurt.de (pia)
RÖMERTELEFON BIS AUF WEITERES NICHT ERREICHBAR:
Das Römertelefon in der Bürgerberatung wird ab Montag, 23. April, bis auf weiteres nicht erreichbar sein. Grund ist ein plötzlich entstandener personeller Engpass, teilt das Presse- und Informationsamt mit. Anrufe bei der 069/212-40000 werden für ungewisse Zeit und zum Ortstarif auf die einheitliche Behördenrufnummer 115 zum Servicecenter in der Kleyerstraße umgeleitet. Weiterhin gewährleistet die Bürgerberatung im Frankfurt Forum am Römerberg 32 aber persönliche Beratung zu den bekannten Öffnungszeiten. Kleine Ausnahme ist Dienstag, der 25. April. Da ist vormittags wegen einer Personalversammlung zu. (pia)
MEHR ALS 140.000 BESUCHER BEI LUMINALE 2012:
Mehr als 140 000 Menschen haben sich nach Veranstalterangaben die leuchtenden Kunstwerke der Luminale 2012 angesehen, die am Freitag im Rhein-Main-Gebiet zu Ende ging. Das waren ungefähr so viele wie bei der letzten Luminale vor zwei Jahren.
Im Frankfurter Palmengarten wurden trotz des kühlen April-Wetters an den sechs Tagen sogar rund 30 000 Besucher gezählt - doppelt so viele wie vor zwei Jahren. „Lunas Park im Palmengarten, das Lichtschiff Resonate am Mainufer und die Installation Time Drifts auf dem künftigen Kulturcampus in Frankfurt-Bockenheim sind die Publikumslieblinge dieser Luminale 2012“, sagte Kurator Helmut Bien. Auch Offenbach mache mit seinen 40 Projekten „seinen Anspruch, Standort der Kreativwirtschaft in der Region zu sein, zunehmend sichtbar“. Insgesamt waren in Rhein-Main-Gebiet 175 Lichtinstallationen zu sehen.
Seit zehn Jahren beleuchtet die „Biennale der Lichtkultur“ alle zwei Jahre die städtebauliche Entwicklung in Frankfurt. Die 7. Luminale 2014 soll sich gezielt dem Thema „Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Energieeffizienz“ widmen. (dpa)
(10.04.2012) BUNDESPRÄSIDENT GAUCK KOMMT NACH FRANKFURT:
Bundespräsident Joachim Gauck besucht am Donnerstag, 26. April, zum ersten Mal nach seinem Amtsantritt Hessen.
In der Frankfurter Paulskirche spricht er bei einer Festveranstaltung zum zehnjährigen Bestehen eines Stipendienprogramms für Schüler mit Migrationshintergrund. (dpa)
GELD FÜR BAUSANIERUNG:
Haus- und Wohnungseigentümer in Frankfurt könnten wieder mit mehr Geld für klimagerechte Sanierungen rechnen, sagt die Gewerkschaft IG Bau Rhein-Main.
Im Bundeshaushalt würden für das CO2-Gebäudesanierungspro- gramm der Förderbank KfW bis 2014 „feste Fördermittel in Höhe von 1,5 Milliarden Euro bereitgestellt“, sagt die IG Bau.
In den vergangenen Jahren hätten die ursprünglich zugesagten Bundesmittel für die umweltgerechte Sanierung auf der Kippe gestanden, da die Finanzierung nicht gesichert gewesen sei. Das habe sich jetzt geändert. (ox.)
DEMONSTRATION FÜR MAREDO-MITARBEITER:
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) ruft am kommenden Samstag, 21. April, zu einer Solidaritäts-Demonstration für Mitarbeiter des Steakhauses „Maredo“ und des irischen Gewürzherstellers „Kerry“ auf.
Der Protestzug startet um 12 Uhr am DGB-Haus in der Wilhelm-Leuschner-Straße und zieht bis zur Fressgass in der Innenstadt.
Die Demonstration richtet sich laut NGG gegen die Kündigung von knapp 20 Mitarbeitern der Filiale von „Maredo“ in der Fressgass und tritt gleichzeitig für den Erhalt des Kerry-Werks in Rodgau Jügesheim ein. Die betroffenen Mitarbeiter nehmen ebenfalls an der Demonstration teil. (han.)
(18.04.2012) SCHIRN-FOTOINSTALLATION: KOMMENTAR ZUR ALTSTADT-DEBATTE:
Die Debatte um eine Rekonstruktion von Altstadthäusern war Ausgangspunkt für Bettina Pousttchis Arbeit „Framework“: An der Längsseite der Kunsthalle Schirn, über dem Areal, auf dem das viel diskutierte Stadthaus entstehen soll, hängen ihre digital verfremdeten Aufnahmen von Gebäudeelementen der historischen Häuser „Schwarzer Stern“ und „Wertheym“ auf dem Römerberg. 67 Fenster der Kunsthalle sind beklebt, zusätzlich zu 64 Fenstern der Schirn-Rotunde. „Bei der geplanten Rekonstruktion findet eine Ornamentierung des Fachwerks statt,“ sagt Pousttchi. Die neuen Fachwerkgebäude sollen ihren Angaben zufolge aus Beton und Stahl gebaut werden. Die verfremdeten Fotos kommentierten das.
Die in Mainz geborene Pousttchi lebt und arbeitet in Berlin. Ihre bislang bekannteste Arbeit war 2009 eine Fotoinstallation an der Fassade der Temporären Kunsthalle Berlin. „Framework“ soll bis zum 17. Juni zu sehen sein. (greg)
OCCUPY WILL BLEIBEN:
Vertreter von „Occupy Frankfurt“ haben heute Vormittag einen wichtigen Termin im Ordnungsamt. Es geht um die weitere Genehmigung ihres Camps vor der Europäischen Zentralbank, denn die jetzt gültige Erlaubnis läuft heute aus.
„Nach derzeitigem Stand spricht nichts dagegen, dass das Camp weiterbetrieben werden kann“, sagte Ralph Rohr, Sprecher des Ordnungsamts, der FR. Wie in den letzten Monaten üblich, hätten die Aktivisten eine Verlängerung der Genehmigung um zwei Wochen beantragt. Die sei allerdings keine reine Formsache: Es könne sein, dass es in Zukunft neue Auflagen für das Camp geben werde, so Rohr. In den letzten Wochen hatte es Berichte und Beschwerden über mangelnde Hygiene in der Zeltstadt gegeben.
Die Römer-Fraktion der Freien Wähler forderte unterdessen, das Occupy-Camp sofort zu räumen. Die Gallusanlage müsse wieder für die Allgemeinheit zugänglich sein, so die Fraktion. (han.)
TEAMS FÜR DRACHENBOOTRENNEN GESUCHT:
Noch bis Sonntag, 22. April, kann man sich zur Teilnahme am diesjährigen Drachenboot-Festival anmelden. Anlässlich des Festivals „China am Main“ findet das seit 2004 von der Verkehrsgesellschaft Frankfurt veranstaltete Rennen am 26. Mai statt. Teilnehmende Teams liefern sich auf der 250 Meter langen Fluss-Strecke zwischen Eisernem Steg und Untermainbrücke Paddelduelle. 16 bis 21 Personen pro Team können an dem Rennen teilnehmen. Boote, Paddel sowie Steuerleute werden vom Veranstalter „Xdream Sports“ gestellt. Dieser verlost auf seiner Facebook-Seite auch einen kostenlosen Startplatz. Mehr Informationen unter www.drachenboot-festival-frankfurt.de. (prfs.)
IDEEN ZUM KULTURCAMPUS WERDEN VORGESTELLT:
Wo es mit der Bürgerbeteiligung zum Umbau des Campus Bockenheim begonnen hat, da geht der Prozess auch zu Ende. Am Freitag, 20. April, 17 Uhr, werden im Casino von Planungsdezernat und Stadtwerken am Börneplatz (Kurt-Schumacher-Straße 10) die Ergebnisse der Planungswerkstätten zum geplanten Kulturcampus vorgestellt. Oberbürgermeisterin Petra Roth und Bürgermeister Olaf Cunitz „loten die Perspektiven des Projekts aus“, heißt es in der Ankündigung. Zum Kulturcampus ist von Bürgern und Institutionen im Januar, Februar und März ein sogenannter Konsensplan erarbeitet worden. (clau.)
MUSEUM ZEIGT 40 SPINNEN UND EINEN FILM:
Der Spinnenmann im Kreise seiner Lieben: Im Festsaal des Senckenberg-Museums ist am Donnerstag, 19. April, um 19 Uhr der Kinofilm „Spiderman“ zu sehen – gleich neben der Sonderausstellung „Faszination Spinnen“ mit mehr als 40 lebenden Vogelspinnen. Bereits um 18 Uhr öffnet die Ausstellung für Besucher, die sich die Achtbeiner ansehen wollen. Biologin Daniela Szymanski erläutert Wissenswertes zu den Tieren in den Terrarien und zum Film. Eintritt für Ausstellung und Kino: zusammen fünf Euro. (ill.)
BÜRGER VOR DER KAMERA:
Wenn es etwas gibt, das Sie schon immer über Frankfurt wissen wollten, aber nie zu fragen wagten, haben Sie am morgigen Donnerstag, 19. April, die Möglichkeit, Ihre Frage zu stellen. Von 11 bis 14 Uhr kann man dies in der Stadtbücherei, Hasengasse 4, und von 15 bis 18 Uhr in der Bürgerberatung Römerberg tun. Das Presse- und Informationsamt der Stadt zeichnet die Fragen mit der Kamera auf und erstellt sogenannte Voxpops, also kurze Ein-spieler. Diese werden an den Tagen der offenen Tür im Römer am 28./29. April auf dem „Meinungsmarktplatz“ in der Schwanenhalle gezeigt und von Experten beantwortet. Gestellt werden können Fragen zu den Themen Green City, Integration, Kulturcampus und Radfahren in Frankfurt.
Die Tage der offenen Tür im Römer stehen unter dem Motto „Bürgerbeteiligung“. Weitere Informationen unter: www.einblick-ins-rathaus.de (leg.)
FRANKFURT BEKOMMT 87 NEUE STOLPERSTEINE:
Neue Stolpersteine sollen die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus aus Frankfurt wach halten. Gemeinsam mit dem Kölner Bildhauer Gunter Demnig will die Initiative „Stolpersteine Frankfurt am Main“ vom 11. bis zum 13. Mai 87 der pflastersteingroßen Messingwürfel an 48 verschiedenen Orten in der Stadt verlegen. Das teilte der Verein am Mittwoch mit.
Zum jüdischen Holocaust-Gedenktages „Yom HaShoah“ ruft die Initiative die Frankfurter Bürger am 21. und 22. April zudem zu einer Putzaktion für die Steine in ihrer Umgebung auf. Für die Reinigung könnten alle gebräuchlichen Putzmittel für Metalle, jedoch keine Drahtbürsten oder harte Gegenstände benutzt werden. Die jährliche Aktion findet an diesem Wochenende bereits zum dritten Mal statt.
In Frankfurt liegen nach Angaben der Initiative derzeit 616 Stolpersteine vor den ehemaligen Wohnhäusern von Verfolgten des Nazi-Regimes. (dpa)
(17.04.2012) BLOCKUPY: FREIE WÄHLER FORDERN STRENGE AUFLAGEN:
Die Freien Wähler haben harte Auflagen für die vom 16. bis zum 19. Mai unter dem Motto „Blockupy“ geplanten Krisenproteste gefordert. Dahinter stünden dieselben politischen Kräfte, die für die Ausschreitungen am 31. März verantwortlich seien, heißt es in einem Antrag der Freien Wähler-Fraktion im Römer. In dem Antrag wird gefordert, alle geplanten Aktionen aus der Innenstadt zu verbannen. Zudem sollten sich die Veranstalter von jeglicher Gewalt distanzieren, auch von den bereits angekündigten Blockaden des Bankenviertels. Die Polizei solle gegen jede „rechtswidrige und gewalttätige Handlung“ hart durchgreifen. (han.)
EXPERIMINTA BEGRÜSST 100.000 BESUCHER:
Die Mitmach-Ausstellung Experiminta hat ihre 100000. Besucher empfangen. Weil die Familie Kalff aus Idstein die fragliche Eintrittskarte fürs Science-Center löste, wurde sie kurzerhand komplett zum Jubiläumsgast erklärt. Der Lohn: Freikarten für den nächsten Besuch, überreicht von der stellvertretenden Stadtverordnetenvorsteherin Renate Wolter-Brandecker (SPD) – und Gutscheine für die beiden Söhne Henry und Jakob: je drei Spielzeuge aus dem Ausstellungsshop. Die Experiminta, die sich mit den sogenannten Mint-Themen Mathe, Informatik, Naturwissenschaft und Technik befasst, gibt es seit 13 Monaten in Bockenheim an der Hamburger Allee. (ill.)
BAUMFÄLLARBEITEN IM STADTGEBIET:
Das Grünflächenamt fällt in den kommenden Tagen kranke und faule Bäume, die den öffentlichen Verkehr gefährden. An der Miquelallee trifft es einen pilzbefallenen Ahorn, an der Körnerwiese eine wurzelfaule Robinie. Beide Bäume werden im Herbst nachgepflanzt. (pia)
PROVISORISCHE BAHNSTEIGE AN KONSTABLERWACHE:
An der Tram- und Bushaltestelle der Konstablerwache werden die provisorischen Bahnsteige nördlich der bisherigen Haltepunkte ab Dienstag, 17. April, in Betrieb genommen. Gleichzeitig beginnt die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) mit dem Rück- und Umbau der bisherigen Bahnsteige, die in den kommenden Wochen verlängert und verbreitert werden sollen. (pia)
(16.04.2012) PLUS AN VERMIETETEN BÜRORÄUMEN IN FRANKFURT:
Auf dem Frankfurter Büromarkt ist in den ersten drei Monaten dieses Jahres einiges in Bewegung gekommen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal seien 52 Prozent mehr Quadratmeter vermietet worden, teilt das Immobilen-Beratungsunternehmen Nai Apollo mit. Das Marktgebiet umfasst auch Eschborn und Offenbach-Kaiserlei, insgesamt seien 129.000 Quadratmeter neu vermietet worden. Kräftig zu Buche schlagen zwei Anmietungen der Kreditanstalt für Wiederaufbau an der Bockenheimer Landstraße mit 14000 und 6500 Quadratmetern.
Wie die Bürospezialisten weiter berichten, seien die Spitzenmietpreise mit 38 Euro für den Quadratmeter im Vergleich zum Vorquartal gleich geblieben. Gegenüber den ersten drei Monaten 2011 sind sie aber leicht gestiegen (seinerzeit 37 Euro). Die Durchschnittsmiete habe sich bei 21 Euro zwischen den Werten der Vergleichsquartale eingependelt: Anfang 2011 waren es 21,50, am Ende des Jahres 19,50 Euro.
Leicht gesunken ist die Leerstandsquote. Sie liegt, bei einem Bestand von 11,57 Millionen Quadratmetern, bei 15,9 Prozent. Das bedeutet im Vergleich zum Jahresbeginn 2011 ein Minus von 0,3 Prozentpunkten. Als Ursache nennen die Experten „ein geringeres Flächenfertigstellungsvolumen“, aber auch die Umwandlung von Büros in Wohn- und Hotelräume wie beim Verwaltungsgericht (Adalbertstraße 44-48) oder dem Arbeitsamt in der Oskar-von-Miller-Straße. (ask.)
115 JETZT ZUM ORTSTARIF:
Der vor gut zwei Jahren in Frankfurt gestartete Service der einheitlichen Behördennummer 115 wird jetzt deutlich günstiger: Ab sofort ist die 115 von allen Festnetzanbietern aus zum Ortstarif erreichbar. Möglich wird die spürbare Kostensenkung bei der Behördennummer durch Anpassungen in den Telekommunikationsnetzen der Festnetzanbieter, die bislang unterschiedlich hohe Tarife für einen Anruf bei der 115 angesetzt hatten. Nunmehr ist die Behördennummer im Festnetz wie eine Ortsnetzrufnummer eingerichtet. Sie kann deshalb aus dem Festnetz zum Ortstarif gewählt werden und ist flatratefähig. Für den weiteren Verlauf des Jahres 2012 sollen auch in den Mobilfunknetzen die Tarife auf vergleichbares Ortstarif-/Flatrate-Niveau gesenkt werden. (pia)
EINZIG ÖFFENTLICHE FAHRZEUGWAAGE WIEDER IN BETRIEB:
Ab sofort können in Nieder-Erlenbach wieder Fahrzeuge gewogen werden. Die HFM Managementgesellschaft für Hafen und Markt mbH hat die alte, zum Teil hölzerne Waage durch eine neue, reine Stahlkonstruktion ersetzen lassen. Es ist die letzte öffentliche Fahrzeugwaage in Frankfurt.
Der Austausch war nötig geworden, nachdem sich bei der Eichung im vergangenen Herbst herausstellte, dass die Waage altersbedingt überdehnt war und keine zuverlässigen Messergebnisse mehr anzeigte. Die neue Konstruktion kostete 40.000 Euro. Sie ist für ein Gewicht bis zu 30 Tonnen ausgelegt – zehn mehr als der Vorgänger - und wird hauptsächlich von Landwirten, aber auch von der Polizei genutzt werden.
Landwirte ermitteln das Gewicht landwirtschaftlicher Güter wie Heu, Dung, Obst und Gemüse, indem sie die Anhänger mit ihrer Ernte auf die Waage ziehen. Ein Wiegemeister gibt ihnen dann Auskunft über das Gewicht. Die Polizei prüft auf der Waage regelmäßig, ob das zulässige Gesamtgewicht bei Autos, Lastwagen, Wohnwagen oder Anhängern eingehalten wurde. Die Waage wurde daher bereits im Grenzänderungsvertrag, der die Eingemeindung Nieder-Erlenbachs im Jahr 1972 regelte, als unverzichtbar erwähnt. (pia)
SPD WEHRT SICH GEGEN ATTACKEN VON CDU-CHEF BECKER:
Eugen Emmerling, stellvertretender Unterbezirksvorsitzender der Frankfurter SPD, hat den Eindruck, CDU-Parteichef und Kämmerer Uwe Becker werde gerade „zunehmend nervös“ wegen diverser „Haushaltsblamagen“ in den vergangenen Tagen. Nur so seien seine Attacken im FR-Interview gegen die SPD und ihren künftigen Oberbürgermeister Peter Feldmann zu erklären. Becker hatte die SPD eine 20-Prozent-Partei genannt, die „zerfahren“ sei und keinesfalls von der schwarz-grünen Koalition „mit ins Boot“ genommen werde.
Becker hatte Feldmann davor gewarnt, seine künftige Macht so zu nutzen, dass er schwarz-grünen Dezernenten die Ressorts entziehe. Laut Emmerling habe die SPD „derzeit nicht die Absicht, ein Dezernenten-Amt zu beanspruchen“. Feldmann werde nur das umsetzen, was er angekündigt habe und wofür er gewählt worden sei: nämlich das Wirtschaftsressort an sich zu ziehen. Das sei nicht ungewöhnlich, auch Petra Roth habe schon Ressorts umverteilt. Becker solle dringend seine Wortwahl überdenken. (ox.)
(13.04.2012) HR DREHT NEUEN ARD-FERNSEHFILM IN FRANKFURT:
Die Dreharbeiten zu einem neuen Fernsehfilm des Hessischen Rundfunks (HR) für die ARD beginnen am Montag (16. April). Der Kammerspiel-Thriller „Das letzte Wort“ (Arbeitstitel) werde bis zum 16. Mai in Bad Homburg und Frankfurt gedreht, wie der HR am Freitag mitteilte. Der Film, in dem ein Pfarrer ermordet wird, sei ein spannender Diskurs über Schuld, Sühne und Vergebung.
Die Hauptrollen spielen den Angaben zufolge Thomas Thieme, Shenja Lacher, Anna Stieblich, Wolfram Koch und Katrin Pollitt. Das Drehbuch verfasste Paul Hengge. Ein Sendetermin steht laut HR noch nicht fest.(dapd)
SÄUGLING IM SCHUHKARTON VERSTECKT:
Eine 19-Jährige muss sich wegen fahrlässiger Tötung ihres neugeborenen Babys vor dem Landgericht Frankfurt verantworten. Die junge Frau hatte die Schwangerschaft verheimlicht und ihre Tochter auf der Toilette in der Wohnung der Eltern zur Welt gebracht. Weil sie das Kind jedoch für tot hielt, durchtrennte die junge Frau laut Anklage die Nabelschnur, legte den Säugling in einen Schuhkarton und versteckte ihn im Keller. Von den Vorkommnissen erzählt sie erst wenige Tage später ihrer Mutter. Die Staatsanwaltschaft ging in dem Verfahren nicht von einem Tötungsvorsatz aus. Sie machte der Angeklagten jedoch den Vorwurf, keinen Arzt nach der Geburt des Kindes im Juli vergangenen Jahres aufgesucht zu haben. (dpa)
MESSEVERANSTALTUNGEN SICHERN ÜBER 30.000 ARBEITSPLÄTZE:
Die Veranstaltungen der Frankfurter Messe sichern pro Jahr bundesweit die Arbeitsplätze von rund 32.500 Menschen. In einem durchschnittlichen Veranstaltungsjahr sind in Hessen etwa 24.800 Menschen im Zusammenhang mit der Messe beschäftigt, davon gut 18.700 in Frankfurt am Main, wie aus einer am Freitag veröffentlichten Berechnung des Münchner Ifo-Instituts hervorgeht. Wegen der Lieferverflechtungen profitierten aber auch mehr als 7.700 Beschäftigte in anderen Bundesländern.
Aussteller und Besucher aus dem In- und Ausland geben auf der Frankfurter Messe den Ifo-Berechnungen zufolge durchschnittlich 2,4 Milliarden Euro im Jahr aus. Davon verbleiben demnach mehr als eine Milliarde Euro in Frankfurt selbst und rund 240 Millionen Euro im restlichen Hessen. (dapd)
MEDIEN-FESTIVAL SOLL NEU AUSGERICHTET WERDEN:
An der Neuausrichtung des Frankfurter Filmproduktionsfestivals „eDIT“ führt nach Ansicht von Hessens Landesregierung kein Weg vorbei. Ein Konzept werde wie geplant von den Trägern des Festivals im Frühjahr vorgelegt, sagte ein Sprecher des Kunstministeriums. Einen konkreten Termin gebe es aber noch nicht. Die Grünen im Landtag hatten zuvor Kunstministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) vorgeworfen, „eDIT an die Wand zu fahren“. Das international bekannte Festival sei „stark gefährdet“, heißt es in einem Brief der Abgeordneten Martina Feldmayer an Kühne-Hörmann. Die „eDIT“ widmet sich als Branchentreff seit 14 Jahren vor allem der digitalen Film- und Medienproduktion. Finanziert wird das Festival vom Land (700000 Euro), der hessischen Landesmedienanstalt (100000 Euro) sowie der Stadt Frankfurt (50000 Euro). Die drei Träger hatten Anfang März angekündigt, dass die „eDIT“ ein klareres Profil im nationalen und internationalen Wettbewerb erhalten müsse. (dpa)
SPD SIEHT UNGEREIMTHEITEN BEI MIETSPIEGEL:
Der Magistrat muss nach Ansicht des wohnungspolitischen Sprechers der SPD-Fraktion im Römer, Sieghard Pawlik, die „widersprüchliche Darstellung zur Erstellung des Mietspiegels 2010 unverzüglich aufklären“. Es gebe Klärungsbedarf, wenn es auf der einen Seite heiße, die Stadt und das Institut InWis hätten eng beim Zustandekommen der beiden neuen Citylagen-Zuschläge zusammengearbeitet. Und sich dann auf der anderen Seite herausstelle, dass der städtische Gutachterausschuss für Grundstückswerte diese Lagen gar nicht empfohlen habe. Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld (CDU), seit Mitte März zuständig fürs Wohnen, müsse dringend „umfassend Stellung nehmen“. (ox.)
(11.04.2012) JEDE MENGE STREUSALZ NACH KURZEM WINTER ÜBRIG:
Hurra, der Frühling ist da, und zwar fünf Tage früher als von der FES ursprünglich geplant. Jedenfalls beendet die FES ihre Wintersaison, die offiziell erst am 15. April vorbei ist, ein paar Tage früher. Die Bilanz dieses Winters kann daher schon jetzt gezogen werden: 320 Beschäftigte der FES-Straßenreinigung waren zwischen 5 und 22.30 Uhr mit 157 Fahrzeugen im Schichtbetrieb im Einsatz. Von 8000 eingelagerten Tonnen Salz wurden nur 1200 verbraucht, von 2000 Tonnen Split 580. Es wurden acht Volleinsätze und 13 Teileinsätze auf einer Gesamtstrecke von 1050 Kilometern gefahren. So viel also zur Bilanz des Winters. Schlittenfahren auf dem Lohrberg konnte man heuer eher nicht, aber da kann die FES nun wirklich nicht das Geringste dafür. (skb.)
GESUNDHEITSBEFRAGUNG IN FRANKFURT MIT THEMEN WIE LÄRMBELÄSTIGUNG UND IMPFUNG:
Seit Ende März befragen Beauftragte des Robert Koch-Instituts Menschen aus der gesamten Bundesrepublik telefonisch zu ihrer selbst eingeschätzten Gesundheit, zu chronischen Krankheiten, Unfällen und Verletzungen, zu seelischer Gesundheit und zu Impfungen. In Frankfurt sollen 2400 Personen Auskunft geben. Für Frankfurt wurde der Fragekatalog im Vergleich zum Bundesgebiet aber um drei Themen ergänzt: Lärmbelästigung, Pflege von Angehörigen sowie Masern und Masernimpfung. „Dies sind Themen, die gerade für die Frankfurter Bevölkerung von großer Bedeutung sind. Wir möchten mehr über die Lärmbelastung für die Bevölkerung in der Stadt wissen. Dabei geht es nicht nur um Fluglärm, sondern auch um Verkehrslärm allgemein und Baulärm“, sagt René Gottschalk, Leiter des Amtes für Gesundheit. (pia)
KIRCHEN FORDERN NACHTFLUGVERBOT VON 22 BIS 6 UHR:
Aus Sorge um die Gesundheit der Menschen haben sich katholische Kirchengemeinden aus Sachsenhausen und Oberrad (hier ein Bild des Protests der evangelischen Dreikönigsgemeinde) an die Landesregierung, die Landtagsfraktionen, den Flughafenbetreiber Fraport und die Lufthansa gewandt. Die Gemeinderäte von St. Wendel, St. Bonifatius und Herz Jesu fordern „spürbare Verringerungen der Schadstoffemissionen, absolutes Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr und erhebliche Reduzierung der Lärmemission.“
Seit Inbetriebnahme der neuen Landebahn seien die Bewohner der beiden Stadtteile dem erheblich gestiegenen Lärm und der Schadstoffbelastung ausgeliefert. Schon seit Jahren sei der Stadtwald am Südrand Sachsenhausens kaum noch als Erholungsgebiet nutzbar, weil durch den Lärm Gespräche nicht möglich seien. In Schulen und Krankenhäusern, Heimen und vielen Wohnungen könne am Tag kein Fenster geöffnet bleiben, heißt es in dem Schreiben. (ft.)
ABZOCKE MIT TELEFONSEX:
Die Verbraucherzentrale warnt vor einer neuen Abzock-Welle. Gegenwärtig erhalten viele Menschen in Frankfurt Post, in der sie aufgefordert werden, eine Rechnung für angeblich in Anspruch genommene Telefonsex-Dienstleistungen zu bezahlen. Absender ist "Toma Inkasso s.r.o." in Tschechien. Die Adressaten sollen binnen fünf Tagen rund 180 Euro überweisen. Die Verbraucherzentrale rät dringend, auf keinen Fall das Geld zu überweisen.
(10.04.2012) FRANKFURT KÜRZT BEI DER WERBUNG:
Frankfurts Tourismus-Werber müssen sparen. Die städtische Tourismus- und Congress GmbH soll in diesem Jahr nur noch einen Zuschuss von 2,7 Millionen Euro bekommen statt drei Millionen im Vorjahr. 2013 gibt es dann noch mal 200.000 Euro weniger. Als Konsequenz wirbt Frankfurt nicht mehr in Australien für sich und verzichtet auf geplante große Auftritte in Israel. Insgesamt gibt es weniger Frankfurt-Werbung im Internet. (jg)
KRITISCHE STIMMEN ZUM KITA-NEUBAU IN SACHSENHAUSEN WEGEN FLUGLÄRM:
Die kritischen Stimmen zum geplanten Kita-Neubau am Sachsenhäuser Landwehrweg mehren sich. Zu dem vom Magistrat beschlossenen Projekt gebe es noch jede Menge Klärungsbedarf, findet Rainer Rahn von der FDP. Offen sei unter anderem die Frage, was der Magistrat unter dem Begriff „bestmöglicher Schallschutz“ und was er unter einer „weitgehenden Verschonung von Außenlärm“ konkret verstehe, bemängelt der Stadtverordnete.
Obwohl die Belastung der Gegend mit Fluglärm seit Inbetriebnahme der Nordwestbahn stark gestiegen ist (wie in der Martin-Buber-Schule am Landwehrweg), sollen in der Kita künftig über 90 Kinder im Alter von ein bis sechs Jahren betreut werden. Ein Dauerschallpegel von über 60 Dezibel könne bei Kindern jedoch zu Bluthochdruck und zu einer Beeinträchtigung des Spracherwerbs führen, mahnt Rainer Rahn. Die Kita soll ab Herbst 2013 vom Internationalen Familienzentrum betrieben werden. Der Baubeginn ist für den Sommer geplant. Die Stadtverordneten müssen dem Projekt noch zustimmen. (bil.)
TEXTORSTRASSE GESPERRT:
Für die Erneuerung einer Wasserversorgungsleitung muss die Textorstraße Richtung Südbahnhof in Höhe der Darmstädter Landstraße ab Dienstag, 10. April, bis voraussichtlich Mittwoch, 18. April, gesperrt werden. Außerdem steht in diesem Bereich der Darmstädter Landstraße stadtauswärts nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. Das Straßenverkehrsamt rechnet mit erheblichen Verkehrsbehinderungen. Eine Umleitungsstrecke wird ausgeschildert.
Von der Sperrung betroffen ist auch eine Buslinie. Der Bus 45 durch die Mörfelder Landstraße wird umgeleitet und kann die Haltestellen zwischen Darmstädter Landstraße und Südbahnhof nicht bedienen. Am Lokalbahnhof halten die Busse ersatzweise an der Haltestelle „Lokalbahnhof/Darmstädter Landstraße“ der Linie 36. Am Südbahnhof halten die Busse Richtung „Großer Hasenpfad“ vorübergehend am südlichen Ausgang, an der Haltestelle „Südbahnhof/Mörfelder Landstraße“. Vom Südbahnhof Richtung Deutschherrnviertel fährt die Linie auf dem vertrauten Weg. (pia)
FAG FINDET FRANKFURT VERLÄRMT, NICHT GRÜN:
Während es die Grünen als „großartigen Erfolg“ feiern, dass Frankfurt das Finale in dem Wettbewerb um den Titel „Europäische Umwelthauptstadt 2014“ erreicht hat, kritisiert Ursula Fechter von den Flughafen-Ausbau-Gegnern (FAG), dass der Flughafen mit seiner Lärmbelastung offenbar in der Bewerbung ausgeklammert wurde. Es sei von vielen Wissenschaftlern nachgewiesen, wie gesundheitsschädlich Fluglärm und Schadstoff-Emissionen seien.
„Eine Stadt, die sich bewusst für diesen stadtnahen Flughafenausbau entscheidet, hatte unserer Meinung nach kein Recht, sich als grüne Hauptstadt zu bewerben“, kommentierte sie. Unter einer Bedingung würde Fechter die Auszeichnung durch den Titel „Green Capital“ akzeptieren – wenn die neue Nordwestbahn stillgelegt würde. (ft.)
BETTENSTEUER FÜR FRANKFURT GEFORDERT:
Frankfurter Beherbergungsbetriebe sollen kulturelle Aufgaben in der Stadt mitfinanzieren: Die Bettensteuer muss nach dem Wunsch der Linken als eine Kulturförderabgabe eingeführt werden. Mehrere Römer-Fraktionen hätten sich bereits positiv geäußert. Die Grünen hatten die Steuer zuvor erneut in die Diskussion gebracht. Drei Euro pro Übernachtung brächten der Stadt fast 20 Millionen Euro im Jahr, rechneten sie vor. (ox)
(04.04.2012) THEATERTUNNEL EINE WOCHE LANG GESPERRT:
Für routinemäßige Wartungs- und Reinigungsarbeiten muss der Theatertunnel in der nächsten Woche zeitweise gesperrt werden. Um die Auswirkungen für den Verkehr möglichst gering zu halten, lässt das Amt für Straßenbau und Erschließung die Arbeiten in den zwei Nächten von Dienstag, 10. April, bis Donnerstag, 12. April, jeweils von 21 Uhr bis spätestens morgens um 6 Uhr durchführen.
Die Umleitung erfolgt von der Berliner Straße in Richtung Gutleutstraße über die Neue Mainzer Straße, das Taunustor und die Gallusanlage und in der Gegenrichtung von der Gutleutstraße über die Wilhelm-Leuschner-Straße, Hofstraße und Neue Mainzer Straße. in die Berliner Straße. Die Umleitungen sind entsprechend ausgeschildert. (pia)
LÄRM IN HEDDERNHEIM WEGEN ARBEITEN AM MÜLLHEIZKRAFTWERK:
In der Zeit von Mittwoch, 11., bis Dienstag, 24. April, führt die Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) im Müllheizkraftwerk (MHKW) in Heddernheim turnusmäßige Instandhaltungsmaßnahmen an einer Kessellinie durch. Während dieser Arbeiten kann es im Umfeld der Anlage zeitweise zu einer erhöhten Geräuschentwicklung kommen, da ein Teil der Arbeiten außerhalb des Kesselhauses ausgeführt wird.
Vor der Wiederinbetriebnahme der Kessel müssen dann die Dampfleitungen gereinigt werden. Dabei können kurzzeitig ungefährliche Wasserdampffahnen austreten und laute Geräusche entstehen. Weitere turnusmäßige Revisionen sind für Mai, August sowie September/Oktober geplant. (pia)
LANGE WARTEZEITEN IN BÜRGERÄMTERN:
Wegen Schulungsmaßnahmen wird es in den Frankfurter Bürgerämtern bis zum 16. Mai zu personellen Engpässen kommen. Besonders in der Zeit von Dienstag, 10., bis Dienstag, 17. April, ist mit deutlich erhöhten Wartezeiten zu rechnen. Das Bürgeramt bittet alle Bürger, die nicht dringende Angelegenheiten zu erledigen haben, ihren Besuch zu verschieben. (pia)
STADTHAUS WIRD GEBAUT:
Der Protest gegen die Streichung des geplanten Stadthauses über dem Archäologischen Garten hat bei CDU und Grünen Eindruck hinterlassen. Die Koalitionsfraktionen verständigten sich jetzt darauf, das 20 Millionen Euro teure Projekt doch zu verwirklichen.
Zur Finanzierung soll die städtische Dom-Römer-Gesellschaft geplante Rekonstruktionen von Altstadt-Häusern an Interessenten verkaufen, statt sie zu vermieten. Nähere Einzelheiten wollen die Koalitionspartner in den nächsten Wochen noch klären.
Die Debatte um die Einsparungen soll sich in der Koalition noch mindestens zwei Wochen hinziehen. Mittlerweile wird selbst die Erweiterung des Museums der Weltkulturen, die schon gestrichen war, wieder diskutiert. (jg.)
(03.04.2012) MAINKAI VOLL GESPERRT:
Wegen Arbeiten an der Signalanlage und der Verlegung von Versorgungsleitungen muss der Mainkai zwischen Untermainbrücke und Alte Brücke/Kurt-Schumacher-Straße von Dienstag, 3. April, bis Donnerstag, 5. April, voll gesperrt werden. Das Straßenverkehrsamt empfiehlt die großräumige Umfahrung des Bereichs. (pia)
SCHÜLER HINTERLASSEN MÜLLHALDE NACH ABI-FEIER IM GRÜNEBURGPARK:
Viele Abiturienten haben das Ende der schriftlichen Abitur-Prüfungen am Freitagabend kräftig im Grüneburgpark gefeiert. Tolles Fest! Und danach? Wer räumt den Müll auf? Wie jedes Jahr das Grünflächenamt? Dieses Jahr sollte es anderes werden. Bei der Aktion „Blumenmeer statt Müllflut“ hatte das Grünflächenamt acht Schulen im Einzugsgebiet des Parks aufgefordert, sich beim Aufräumen zu beteiligen: Musterschule, Wöhlerschule, Elisabethenschule inklusive Außenstelle, Lessing-Gymnasium, Bettinaschule, Goethe-Gymnasium, Max-Beckmann-Schule und Anna-Schmid-Schule. Doch als die Aktion am Samstag um 11 Uhr begann, hatte sich kein einziger Schüler oder Abiturient zum Aufräumen eingefunden. Diesmal türmten sich circa sechs Kubikmeter Müll in der Parkanlage.
Umweltdezernentin Manuela Rottmann will daraus Konsequenzen ziehen. „Der jeweilige Schülerjahrgang darunter soll nicht nur die Schulfeier vorbereiten, sondern auch zum Müllsammeln kommen. Das müssten die Schulen eigentlich hinbekommen.“ (pia)
LETZTE TEILE DER MAINBRÜCKE OST WERDEN ENTLADEN:
Weitere 1100 Tonnen Stahl der neuen Mainbrücke Ost werden am Dienstag im Osthafen erwartet und dort bis Donnerstag entladen. Die Entladearbeiten beginnen nach Eintreffen des Schiffs am späten Nachmittag.
Die Stahlbauteile komplettieren den Brückenüberbau und die Brückenbögen, so dass sich die hierfür notwendige Stahlkonstruktion nach der Entladung der Teile vollständig in Frankfurt befinden wird.
Baufeld und Arbeitsbereiche dürfen während der Arbeiten aus Sicherheitsgründen nicht von Unbefugten betreten werden. Unter den schwebenden Lasten besteht Lebensgefahr. (pia)
FRANKFURT AUF DEM BESTEN WEG ZUR UMWELTHAUPTSTADT:
Frankfurt hat die Endrunde um den Titel der Europäischen Umwelthauptstadt 2014 erreicht. Wie die Stadt am Montag mitteilte, konkurriert sie jetzt nur noch mit Kopenhagen und Bristol. Ausgeschieden sind demnach 15 Städte, darunter Paris, Brüssel, Rotterdam, Wien und Turin.
Im Wettbewerb um den „European Green Capital Award“ geht es um zwölf Umweltindikatoren. Frankfurt wirbt etwa mit der kompletten Umstellung auf regenerative Energieversorgung bis 2050.
Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) freute sich: „Jetzt schaffen wir auch den Titel: Wir möchten Europa ein Jahr lang zeigen, dass wir die Stadt mit den besten Ideen für die Zukunft sind.“ Umweltdezernentin Manuela Rottmann (Grüne) sagte, mit dem Frankfurter GrünGürtel, den Green Buildings der Skyline, mit sozialen Nachhaltigkeitsprojekten setze die Stadt europaweit Standards. „Um wirklich Green Capital zu werden, müssen wir die Jury nun auch von unserer Strategie für die nächsten Jahre überzeugen.“
Die Frankfurter Bewerbung zeichnet aus, dass sie nicht nur vom Magistrat, sondern auch von einem 16-köpfigen Nachhaltigkeitsbeirat getragen wird. Seit 2010 ernennt eine EU-Jury jährlich eine Stadt zur „Grünen Hauptstadt Europas“. (dapd/pia/ill )
(02.04.2012) ROSSMARKT FÜR AUTOFAHRER GESPERRT:
Für die Verlegung von Fahrblechen und Asphaltierungsarbeiten am Roßmarkt wird die Fahrbahn zwischen den Straßen Am Salzhaus und der Katharinenpforte von Montag, 2. April, 22 Uhr, bis Donnerstag, 5. April, vollgesperrt. Das Straßenverkehrsamt bittet Ortskundige, den Bereich weiträumig zu umfahren. (pia)
EXPERTEN PLÄDIEREN FÜR BAU DES STADTHAUSES:
In der Fachwelt wird die Auseinandersetzung um das geplante Stadthaus über dem Archäologischen Garten ganz hoch gehängt. 13 Architekten, Planer, Historiker und Museumsleute bitten die Stadtverordneten in einem offenen Brief, „eine umsichtige Entscheidung zu treffen“, wenn der Haushalt beraten wird.
Das Stadthaus sei unverzichtbar, denn es werde „als Herzstück“ des neuen Altstadt-Ensembles „die städtebauliche Verbindung zum Dom definieren“. Weil es auch Technik und Versorgungseinrichtungen aufnehmen solle, könne dieser Neubau sogar „Motor der Altstadt“ genannt werden.
Die Unterzeichner – darunter der Architekt Christoph Mäckler, Martin Oster als Vorsitzender des Städtebaubeirats, aber auch der frühere Planungsdezernent Edwin Schwarz – warnen vor „einer innerstädtischen Brache“. (clau.)
BIENEN AUF DEM MMK FLIEGEN WIEDER:
Pünktlich zum Frühlingsanfang schwärmen die Bienen vom Dach des MMK Museum für Moderne Kunst wieder aus. Alle zehn Bienenvölker, die von der Künstlergruppe „finger“ vor vier Jahren auf dem Dach des MMK beheimatet wurden, haben den Winter gut überstanden und beginnen erneut ihre Sammelflüge in der Innenstadt. Etwa 600.000 Bienen – von den Künstlern Andreas Wolf und Florian Haas gehegt und gepflegt – starten in die Honigproduktion. (pia)
BOCKENHEIMER FORDERN NIEDRIGE MIETEN FÜR CAMPUS-WOHNHÄUSER:
"Wir sind nicht befriedet“, melden zwei Bockenheimer Bürgerinitiativen zum Abschluss der Planungswerkstätten. „Ratschlag Campus Bockenheim“ und „Offenes Haus der Kulturen“ beziehen sich dabei auf einen Satz von Oberbürgermeisterin Petra Roth, die „eine Befriedung der Gruppen“ festgestellt hatte.
Angelika Wahl und Tim Schuster als Sprecher fordern erneut, dass die Mieten in den geplanten Wohnhäusern unter zehn Euro pro Quadratmeter liegen müssten und auf Eigentumswohnungen zu verzichten sei. Zu dem geplanten Abbruch denkmalgeschützter Kramer-Bauten erklären sie: „Eine Entsorgung von Geschichte wird für uns nie Teil eines Konsenses werden.“ Sie nehmen auch ABG-Chef Frank Junker beim Wort, die Campus-Grundstücke würden nicht weiter vermarktet. (clau.)
UMBAU DER HALTESTELLE KONSTABLERWACHE BEGINNT:
Ab heute beginnen die Modernisierung und der barrierefreie Ausbau der Bus- und Straßenbahn-Haltestelle „Konstablerwache“. Längere und breitere Bahnsteige sollen künftig für mehr Sicherheit beim Aus-, Ein- und Umsteigen sorgen, Rampen an den Enden der Bahnsteige einen stufenlosen Zugang schaffen. Zusätzlich erhält die Haltestelle eine ansprechende und moderne Ausstattung, dynamische sowie akustische Fahrgast-Informationen (DFI) sowie ein taktiles Leitsystem für Sehbehinderte.
Im Bereich der neuen Haltestelle wird dem Individualverkehr nach dem Umbau eine überbreite Spur pro Fahrtrichtung zur Verfügung stehen. Die bestehende Nachtbus-Haltestelle am Kaufhaus „C&A“ wird erweitert, der Taxistand zunächst von der Westseite der Haltestelle nach Norden vor das Elektrokaufhaus Conrad verlegt.
Seit heute sind die Ersatzbahnsteige für die kombinierte Bus- und Straßenbahn-Haltestelle eingerichtet: Die Nachtbusse fahren dann sowohl von den Bahnsteigen in der Straßenmitte als auch von der erweiterten Nachtbus-Haltestelle in Höhe des Kaufhauses „C&A“. Die Nachtbus-Haltestelle weiter südlich entfällt. Im Bereich der Baustelle steht dem Individualverkehr nur eine Fahrspur pro Richtung zur Verfügung.
Die Modernisierung wird voraussichtlich bis zum 31. Mai abgeschlossen sein. Bautätigkeiten während der Nacht sind nicht vorgesehen aber möglich, falls im Zuge der Arbeiten unvorhersehbare Schwierigkeiten auftreten sollten. (pia)
(30.03.2012) RUDERVEREIN BEI BAU DES OSTTURMS EINBINDEN:
Der Frankfurter Ruder-Verein 1865 soll beim Bau des Ostturms auf der Maininsel an der Alten Brücke in die Planungen einbezogen werden, sagte Stadtkämmerer Uwe Becker (CDU). Gleich mehrere Fragen wurden zur Zukunft des Vereins gestellt, der die Maininsel für den Ruderbetrieb nutzt. „Der Magistrat ist bemüht, eine Lösung zu finden“, sagte Becker, der ankündigte, noch einmal auf den Verein zuzugehen. „Es ist nicht der Wunsch der Stadt, seine Existenz zu gefährden.“ (lwa.)
NATURFREUNDE BEKLAGEN FLUGLÄRM:
Seit Inbetriebnahme der Nordwestbahn ist es laut geworden im Stadtwald. Auch das Haus der Naturfreunde liegt in der Lärmschneise. Mit einem Offenen Brief hat sich der Verein nun an die Stadt Frankfurt, die Hessische Landesregierung und das Regierungspräsidium Darmstadt gewandt.
„Seit Oktober 2011 donnern die Flugzeuge im Minutentakt über unsere Köpfe hinweg“, beklagen die Naturfreunde. Das Gelände am Rand von Niederrad sei kaum noch für die Vereinsaktivitäten nutzbar. Unter anderem träfen sich dort Schulklassen sowie Kinder- und Jugendgruppen, um gemeinsam zu Spielen, zu Kochen und den Stadtwald zu erkunden. Durch die neue Landebahn werde die Erholungsfunktion des Walds jedoch zunichtegemacht, argumentieren die Naturfreunde. „Welche Gesundheitsfolgen der Ausstoß von Schadstoffen hat, ist noch nicht untersucht worden. Aber schon der Lärm hat ein unerträgliches Maß angenommen.“
Die Naturfreunde fordern deshalb die Stilllegung der neuen Landebahn sowie ein generelles Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr. „Es darf nicht sein, dass wirtschaftliche Interessen vor Gesundheit und Wohlbefinden in einer Region stehen.“ (bil)
TRAM FÄLLT AUS WEGEN GLEISBAUARBEITEN AM MÜHLBERG:
Von Freitag an bis einschließlich Montag, 2. April, können wegen Gleisbauarbeiten zwischen Mühlberg und Oberrad keine Straßenbahnen verkehren.
Die Tramlinien 15 und 16 enden an diesen Tagen am Südbahnhof, die Linie 18 am Samstag am Lokalbahnhof. Die Verkehrsgesellschaft Frankfurt setzt große Gelenkbusse ein, die die Baustelle über die Siemens-, die Gerbermühl- und die Wehrstraße in dieser Zeit umfahren. Auch der Nachtbus n63 fährt an den genannten Tagen nur die kurze Umleitung.
Die in Richtung des Südbahnhofes gelegene Straßenbahnhaltestelle „Lokalbahnhof“ geht am heutigen Freitag nach umfangreichen Bauarbeiten wieder in Betrieb. Nach der technischen Abnahme durch die Experten der Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Vormittag können die Straßenbahnen der Linien 15, 16 und 18 wieder wie gewohnt halten.
Die Verkehrsgesellschaft hat die Haltestelle behindertengerecht umgebaut. Der Bahnsteig ist 24 Zentimeter höher gelegt worden und ermöglicht nun Rollstuhlfahrern und behinderten Fahrgästen einen stufenlosen Ein- und Ausstieg in die Wagen. Nach und nach sollen alle Haltestellen in der Stadt behindertengerecht ausgebaut werden. (jah.)
CHORFEST VOR ALLEM AUSSERHALB BEWORBEN:
Das Deutsche Chorfest, das vom 6. bis 10. Juni in Frankfurt stattfindet, wurde bisher vorwiegend außerhalb der Stadt beworben – mit Flyern und Anzeigen in Zeitschriften und vor allem in den sozialen Netzwerken. Das antwortete Stadtrat Markus Frank (CDU) Uwe Paulsen (Grüne), der wissen wollte, wie für das Event geworben wird. „In Frankfurt wissen die Chorbegeisterten Bescheid“, sagte Frank. Er erwartet rund 200000 Besucher bei den 600 Konzerten von rund 450 Chören, unter denen auch zahlreiche Frankfurter Schulen sind. (lwa.)
MEHR BÄUME 2010/2011GEPFLANZT ALS GEFÄLLT:
684 Bäume wurden öffentlichen Grünflächen in der Pflanzperiode 2010/11 entnommen, 1041 gepflanzt. In der folgenden Periode 2011/12 wurden 922 Bäume gefällt und 2346 gepflanzt. Der Großteil der Bäume musste aus Krankheitsgründen gefällt werden. Das erklärte Umweltdezernentin Manuela Rottmann (Grüne) im Stadtparlament auf Nachfrage von Annegret Brein (Grüne). (lwa.)
ZWANGSVOLLSTRECKUNG BEI HOTELPROJEKT AN RENNBAHN:
Die Stadt steht beim Bauvorhaben an der Rennbahn in Niederrad kurz vor der Zwangsvollstreckung. Das erklärte Stadtkämmerer Uwe Becker (CDU) am Donnerstag in der Fragestunde der Stadtverordnetenversammlung. Die Stadtverordnete Elke Tafel-Stein (FDP) hatte gefragt, ob den Androhungen vonseiten der Stadt, dem Investor des Hotels den Erbbauvertrag kündigen zu wollen, Taten gefolgt sind. „Die Geduld des Magistrats ist endlich“, sagte Becker. (lwa.)
KLAGEN GEGEN MIETERHÖHUNG DER ABG:
8671 Mieter haben gegen die Mieterhöhungen der ABG Holding aufgrund des neuen Mietspiegels geklagt, erklärte Bürgermeister Olaf Cunitz (Grüne) auf die Frage Peter Gärtners (Linke). Insgesamt habe es „in nur 61 Fällen keine einvernehmliche Einigung“ gegeben. Auf die Anmerkung Gärtners, dass die ABG in den vergangenen Monaten in vielen weiteren Fällen die Miete erhöht habe, antwortete Cunitz, die ABG verhalte sich „angemessen“ auf dem Wohnungsmarkt. (lwa.)
(28.03.2012) STADTHAUS-GEGNER APPELLIEREN AN FELDMANN:
Nach der Wahl des neuen Oberbürgermeisters pocht die Bürgerinitiative SOS Dompanorama, die für den Erhalt des freien Blicks auf den Domturm eintritt, auf ein Wahlversprechen: Wahlsieger Peter Feldmann (SPD) habe „sich gegen das Stadthaus ausgesprochen“. Nun bestehe die Gefahr, „dass er dem Druck der Stadthausverfechter im eigenen Lager nicht standhalten kann“.
Die Freien Wähler dagegen wollen sich „nicht den grundsätzlichen Gegnern des Stadthauses anschließen“. Doch sie plädieren in einem Antrag ans Stadtparlament dafür, das geplante Neubau-Ensemble über dem Archäologischen Garten „kleiner, billiger und verträglicher“ zu gestalten. „Als kritische Rekonstruktion der einstigen Königshalle“ sollte nur auf deren Grundmauern ein Baukörper angeordnet werden, das Projekt sich „auf das Wesentliche beschränken“. So würde der Neubau auch „den Verlauf der jahrhundertealten Gasse Tuchgaden nicht behindern“, glaubt die Partei. (clau.)
KRAFTWERK IN FECHENHEIM LÄUFT WEITER:
Der Verwaltungsgerichtshof in Kassel hat in einem Eilverfahren den von der Stadt geforderten Betriebsstopp für das umstrittene Braunkohlestaubwerk in Fechenheim abgelehnt. Umweltdezernentin Manuela Rottmann (Grüne) bewertete das Urteil am Dienstag dennoch als einen Teilerfolg. Der VGH, erläuterte Rottmann, habe entschieden, das Kraftwerk vorerst weiterlaufen zu lassen, bis das Verwaltungsgericht in Frankfurt im Hauptverfahren entschieden habe, ob die Genehmigung für das Kraftwerk durch das Regierungspräsidium in Darmstadt zulässig war.
Wichtig für Rottman ist, dass der VGH der Kommune gegenüber eingeräumt hat, dass sie klagen darf. Damit habe der 9. Senat des Verwaltungsgerichtshofs die kaum nachvollziehbare Rechtsprechung des 8. Senats relativiert, der eine Klage als nicht gerechtfertigt bezeichnet hatte. Außerdem eröffne das jetzt vorliegende Urteil des VGH die Möglichkeit, im Hauptsacheverfahren zusätzliche Auflagen für den Betrieb der Anlage, etwa Nachrüstungen bei der Filtertechnologie zur Minderung der Schadstoffemissionen zu erstreiten. „Für die Bevölkerung von Fechenheim wären solche Auflagen ein wichtiger Beitrag für mehr Gesundheitsschutz und Lebensqualität.“ (ft.)
UNTERNEHMENSOLLEN IHRE ARCHIVE DER STADT ÜBERGEBEN:
Wenn Unternehmen auf Sparkurs gehen, versuchen sie nicht selten, durch Schließung ihrer Archive Ballast abzuwerfen. In Frankfurts städtischen Gesellschaften, Stiftungen und „Unternehmen mit städtischer Beteiligung“ soll damit laut Römer-Koalition bald Schluss sein. In einem gemeinsamen Antrag von CDU und Grünen wird der Magistrat aufgefordert, dafür zu sorgen, dass das Material, „Archiv- und ältere Aktenbestände“, künftig an das Institut für Stadtgeschichte (Stadtarchiv) übergeben wird. Mit sogenannten Deposital-Verträgen könnten die betreffenden Institutionen auch danach noch ihre Rechte wahren.
Vielfach werde unterschätzt, „welche Informationen für die Zukunft“ schon einfache Aktenbestände enthielten – wie Briefwechsel oder Verträge. Durch die Überführung einiger städtischer Betriebe in eine privatrechtliche Form seien bereits „wichtige Teile der städtischen Überlieferung abgebrochen“. (clau.)
NACH OB-WAHL: DEBATTE UMS SPAREN:
Knapp 48 Stunden nach Schließung der Wahllokale führt das Ergebnis der OB-Wahl zum Schlagabtausch im Römer. Im Haupt- und Finanzausschuss fragt Oppositionsführer Klaus Oesterling (SPD), was denn überhaupt noch gelte von den Beschlüssen der städtischen Haushaltskommission. Hätten doch die Wahlkämpfer Boris Rhein (CDU) und Olaf Cunitz (Grüne) heftig den Sparauflagen widersprochen. In der Tat hatte Rhein mit der Feststellung überrascht, es komme jetzt doch nicht zu Kürzungen bei der Kinderbetreuung – das habe er mit dem Kämmerer so vereinbart. Und Cunitz, so Oesterling, soll jetzt wieder für den Bau des Stadthauses über dem Archäologischen Garten sein – den er vorher als Mitglied der Sparkommission verworfen hatte.
„Ein Schweizer Käse ist ein kompaktes Gebilde gegenüber ihren Sparbeschlüssen“, spottet der SPD-Mann. Sein Duz-Freund Helmut Heuser, Vorsitzender der CDU-Fraktion, hat seine liebe Not, die Widersprüche zu erklären.
Die Haushaltskommission habe „keine verbindlichen Beschlüsse“ gefasst, sondern „nur Empfehlungen“ gegeben, so interpretiert es der CDU-Politiker. Bei ihrer Etat-Klausur am kommenden Wochenende wolle die CDU entscheiden, was endgültig gelte von diesen „Empfehlungen“.
Am 3. Mai soll der städtische Haushalt 2012 endgültig im Stadtparlament beschlossen werden. Und wann kommt die Vorlage des Kämmerers zu den Einsparungen, fragt Oesterling, erst danach? Uwe Becker antwortet mit einem Wort: „Rechtzeitig!“(jg.)
SKYLINE BLEIBT AM SAMSTAG DUNKEL:
Eine Stunde ohne Strom – Umweltdezernentin Manuela Rottmannn (Grüne) findet, dass das „mal als Erfahrung“ ganz spannend sein kann. Also heißt es für die Hardcore-Klimaschützer am Samstag, 31. März, 20.30 bis 21.30 Uhr, zur weltweiten Earth Hour: Licht aus, Fernsehen aus, Computer aus und stattdessen bei Kerzenlicht baden, Geschichten erzählen oder den Großen Bären am Firmament entdecken.
Über hundert Unternehmen und Institutionen haben bereits ihre Teilnahme an der Earth Hour zugesagt, so Rottmann. Frankfurts höchstes Hochhaus wird am Samstag für eine Stunde das Licht ausschalten. Auch im Haus am Dom werden die Lichter ausgehen, ebenso wie im Westin-Grand-Hotel, Alte Oper, Römer, Mainbrücken – alles duster. Aber damit es richtig dunkel wird, sind nun die Privathaushalte gefragt: „Wenn alle mitmachen, wird man auf Satellitenbildern sehen können, wie wichtig den Frankfurter der Klimaschutz ist“, sagt Rottmann. Andere Städte im Rhein-Main-Gebiet – Friedberg, Hanau, Darmstadt und Wiesbaden – sind auch dabei. Rund um den Globus wird die Earth Hour eilen, von Sydney bis San Francisco. „So wie Silvester“ beschreibt Rottmann den zeitlichen Ablauf. Nur dass es zum Jahreswechsel eher hell und laut zugeht. (ft)
(26.03.2012) 110.000 BESUCHER BEI MUSIKMESSE:
Die Messe zieht eine positive Bilanz der diesjährigen Musikmesse und Prolight + Sound. Beide hätten ihre Position als international führende Messen für Live-Musik und Live-Entertainment in diesem Jahr weiter gestärkt, freute sich Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe. 2388 Aussteller aus 55 Ländern zogen rund 110000 Besucher aus 120 Ländern an. „Besucher wie auch Aussteller haben die beiden Messen qualitativ sehr gut bewertet und sind auch in puncto Orderverhalten in Hochstimmung“, sagte Braun. Erstmals war mit musicload.de auch eines der größten Onlineportale für legale Music-Down-
loads präsent. Im Bereich Musikbiz präsentierten sich mehr Anbieter als im Vorjahr. F8 (tim.)
MONTAGSDEMO GEGEN FLUGLÄRM MIT MOMENT DER STILLE:
Nicht laut, sondern ganz still - die Gegner des Flughafenausbaus Frankfurt wollen am heutigen Montag bei ihrer wöchentlichen Demonstration leise Töne anschlagen. Der evangelische Dekan Andreas Klodt und der katholische Dekan Markus Kölzer werden im Terminal 1 „geistliche Impulse zum Kampf gegen die Lärmbelästigung geben“, wie Mainzer Dekanate der Kirchen bekanntgaben. Den Flugzeugen und dem lauten Treiben der Demonstranten solle ein Moment der Stille entgegengesetzt werden. „Wir können nur in der Stille auf Gott und aufeinander hören“, sagten beide.
Erst am Samstag hatten bundesweit mehr als 10 000 Menschen lautstark gegen Fluglärm protestiert, davon knapp 3000 in Frankfurt. Die Demonstranten streiten für ein dauerhaftes Nachtflugverbot an dem Flughafen. Ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts dazu soll am 4. April verkündet werden.(dpa)
BEWERBUNG FÜR BÜRGERPREIS DER STADT BIS 30. APRIL:
Projekt Zukunft: Engagiert für junge Leute – unter diesem Titel steht der diesjährige Bürgerpreis der Stadt Frankfurt und der Stiftung der Frankfurter Sparkasse. Bis zum 30. April läuft die Bewerbungsfrist für den mit bis zu 10000 Euro dotierten Preis (hier ein Bild aus dem Jahr 2010). „Das vielfältige Engagement unserer Bürgerinnen und Bürger trägt zum gesellschaftlichen Zusammenhalt und einem guten Miteinander der Generationen in unserer Stadt bei“, betont Schirmherrin Petra Roth. Bewerben können sich sowohl Einzelpersonen als auch Projekte und Vereine, die sich ehrenamtlich mit jungen Menschen ab 14 Jahren beschäftigen. Der Preis wird in vier Kategorien vergeben: Ehrenamtliche von 14 bis 21 Jahren, Alltagshelden (ohne Altersbeschränkung), Lebenswerk (mindestens 25 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit) und engagierte Unternehmer. Bewerbungsunterlagen gibt es in den Filialen der Frankfurter Sparkasse sowie online unter www.frankfurter-sparkasse.de/buergerpreis. (prmlm.)
180 NEUE KITA-PLÄTZE:
Im Ostend und in Harheim werden zwei Kindertagesstätten neu gebaut, wie der Magistrat am Freitag beschlossen hat. Wenn die Stadtverordnetenversammlung den Plänen zustimmt, werden in die beiden Projekte 9,2 Millionen Euro investiert. Für insgesamt 180 Kinder entstehen Betreuungsräume. Bildungsdezernentin Sarah Sorge (Grüne) sagte, der Beschluss mache deutlich, „dass wir bei der Kinderbetreuung nicht nur den Platzausbau vorantreiben, sondern auch Gebäude bereitstellen, die den heutigen Bedürfnissen der Kinder gerecht werden“.
Im Ostend wird die Kita auf dem Naxosgelände an der Wittelsbacherallee entstehen. Dort baut ein privater Investor ein Wohnhaus mit sieben Wohnungen. Im Erdgeschoss und der ersten Etage soll die Kita Platz finden, mit Räumen für fünf Gruppen – drei für Kinder unter drei Jahren. Dafür zahlt die Stadt knapp vier Millionen Euro. Träger der Kita wird das Haus der Volksarbeit.
In Harheim soll die städtische Kita In den Schafgärten abgerissen werden und ein Neubau für 112 Kinder entstehen. (sha.)
(23.03.2012) NEUE POLLER AM MAINUFER:
Nach einer schwierigen Bauphase mit einem Bombenfund und einer drohenden Kollision können jetzt, pünktlich zum Frühlingsanfang, am nördlichen Mainufer zwischen Friedens- und Untermainbrücke 13 neue Festmachpoller in Betrieb genommen werden. Die HFM Managementgesellschaft für Hafen und Markt mbH hat sie erneuert, weil Versuche zur Zugfestigkeit ergeben haben, dass sie nicht mehr kräftig genug sind, um großen Hotelschiffen mit den heutzutage vorgeschriebenen Reserven Halt zu bieten.
Die neuen Poller mussten so geplant werden, dass möglichst geringe Kräfte auf die denkmalgeschützte Sandstein-Ufermauer aus dem Jahr 1885 einwirken. Dafür musste jedes Pollerfundament über vier lange Pfähle im Untergrund verankert werden. Als schwierig erwies sich, dass einer dieser Pfähle dem U-Bahn-Tunnel bedenklich nah kam. Beim Einbohren des Pfahls wurde daher die richtige Position mit einer Bohrlochsonde zentimetergenau kontrolliert. So wurde sicher gestellt, dass der U-Bahn-Tunnel keine Beschädigungen erfuhr.
Um die Beeinträchtigungen des Mainufers, das zu jeder Jahreszeit gerne von Spaziergängern und Radfahrern genutzt wird, so gering wie möglich zu halten, wurde vom Wasser aus gearbeitet. Alle Materialien und Maschinen lagerten auf einem riesigen, schwimmenden Ponton. (pia)
BÜRGERINITIATIVE GEGEN FLUGLÄRM IST FÜR FELDMANN:
Die Bürgerinitiative Eintracht gegen Fluglärm spricht eine Wahlempfehlung für den OB-Kandidaten der SPD, Peter Feldmann, aus. Zwar habe der CDU-Kandidat Boris Rhein in Aussicht gestellt, dass er sich nach seiner Wahl der Belange der Bewohner im Süden annehmen werde. Allerdings biete dieser nichts Neues neben dem „kurzen“ Nachtflugverbot (23 bis 5 Uhr) und dem „Lärmgipfel“. Nach „gründlichem Abwägen“ ist die Bürgerinitiative der Meinung, „dass unseren Zielen mit der Wahl von Peter Feldmann am ehesten gedient ist“. Feldmann sei unter anderem für ein Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr und eine Beschränkung des Dauerschallpegels auf 55 Dezibel. Auch habe er einen „intensiven Dialog“ mit allen Bürgerinitiativen zugesagt.
Auch Feldmanns Angebot, den Initiativen Räume zur Verfügung zu stellen, wurde begrüßt. „Ich sehe darin ein ermutigendes Zeichen der Kommunalpolitik, den Bürgerinitiativen unserer Stadt einen höheren Stellenwert einzuräumen“, so Helmut Mader von Eintracht gegen Fluglärm. (ox.)
WIEDER TEMPORÄRE SPIELSTRASSEN IM NORDEND:
Die Gaußstraße und die Straße am Heideplatz im Stadtteil Nordend werden ab dem 3. April bis Oktober dieses Jahres temporär zu Spielstraßen umfunktioniert. Das teilt das Amt für Straßenbau und Erschließung mit.
Immer dienstags in der Gaußstraße und immer donnerstags am Heideplatz, jeweils von 14 bis 19 Uhr, laden Rollrutsche, Hüpfburg und andere Spielgeräte des Abenteuerspielplatzes Riederwald Kinder zum Spielen ein. Die Straßenabschnitte werden in dieser Zeit für Autos und Fahrräder gesperrt.
Die temporären Spielstraßen waren 2008 im Rahmen des Bundesforschungsprojekts „Vernetzte Spiel- und Begegnungsräume“ zum ersten Mal umgesetzt worden, um die Aufenthaltsqualität für Kinder im Stadtteil weiterzuentwickeln. Nach großem Zuspruch im vergangenen Jahr ergriff der Ortsbeirat 3 die Initiative und übernimmt auch in diesem Jahr die Finanzierung aus seinem Budget. (pia)
WELT-TUBERKULOSE-TAG: IN FRANKFURT ERKRANKEN JÄHRLICH ETWA 100 MENSCHEN
Im Jahr 2011 wurden in Frankfurt am Main 98 Neuerkrankungen an Tuberkulose gemeldet. Damit ist die Erkrankungsrate ähnlich hoch wie in den beiden Vorjahren und fast dreimal so hoch wie im Bundesdurchschnitt.
Am 24. März 1882 gab Robert Koch die Entdeckung des Tuberkulosebakteriums bekannt. Auch 130 Jahre später sterben pro Jahr noch immer mehr als eine Million Menschen an der Tuberkulose. Seit 1982 wird jeweils am 24. März, dem Welttuberkulosetag, an die Bedeutung der Infektionskrankheit und die weltweiten Anstrengungen zu ihrer Bekämpfung erinnert. (pia)
SPANNUNG VOR OB-STICHWAHL:
Mit Spannung wird das Ergebnis der Stichwahl um das Amt des Oberbürgermeisters am Sonntag erwartet. Boris Rhein (CDU) hatte vor zwei Wochen 39,1 Prozent errungen, Peter Feldmann (SPD) 33,0 Prozent.
Bis Donnerstagabend lagen beim städtischen Wahlamt 36.319 Briefwahlanträge vor. Vor dem ersten Wahlgang waren es um diese Zeit erst 35.010. Allerdings sind in der neuen Zahl 970 Frankfurter enthalten, die zum zweiten Wahlgang neu stimmberechtigt wurden und daher automatisch die Wahlunterlagen bekamen. (dapd)
(21.03.2012) ANMELDEN ZUR PARADE DER KULTUREN:
Am 23. Juni findet am Römerberg und am Mainufer die achte „Parade der Kulturen“ statt. Sie steht in diesem Jahr unter dem Motto „Respekt! Jetzt erst recht - Demonstration gegen Rassismus und Ausgrenzung“ und besteht aus einem Umzug durch die Innenstadt, einer Kundgebung am Römer und einem Markt am Mainufer, den die teilnehmenden Vereine bestücken.
Wer am Markt teilnehmen will, muss sich bis spätestens Donnerstag, 29. März, per E-Mail an info@parade-der-kulturen.de anmelden. Diese Frist gilt auch für all die Gruppen, die als Teilnehmer der Parade in der für den Anlass erstellten Broschüre aufgeführt werden wollen. An der Parade mitlaufen, kann man aber auch spontan ohne Anmeldung.
Veranstalter der Parade ist der Frankfurter Jugendring. Sie steht unter der Schirmherrschaft der beiden Stadträtinnen Daniela Birkenfeld und Nargess Eskandari-Grünberg. Mehr Informationen unter: www.parade-der-kulturen.de (pia)
MEHR ALS 1500 AUSSTELLER BEI FRANKFURTER MUSIKMESSE:
Bei der Frankfurter Musikmesse sind von Mittwoch an etwa 30 000 Exponate zu sehen. Dazu zählen unter anderem Instrumente, Noten und Verstärker. Etwa ein Drittel der mehr als 1500 Aussteller kommt aus Deutschland, danach folgen die USA und China. Auf dem Programm stehen 1000 Konzerte, Autogrammstunden, Workshops und Produktvorführungen.
Mit dabei sind Musiker von Bands wie Rammstein, The BossHoss, Whitesnake, Die Ärzte oder Udo Lindenbergs Panik-Orchester. Für Kinder gibt es die Mitmachhalle „Music4kids“, für Jugendliche den Schülerband-Wettbewerb „SchoolJam“.
Die Musikmesse ist Anlass für zahlreiche Preisverleihungen. Dazu gehören der Deutsche Musikinstrumentenpreis, der Deutsche Pianistenpreis oder die Auszeichnung Klavierspieler des Jahres. (dpa)
AUSSTELLUNG ERKLÄRT BOTSCHAFTEN DER MODE:
Zerschlissene Jeans, künstliche Fingernägel und Karo-Muster: Versteckte Botschaften der Mode beleuchtet die Ausstellung „Fashion Talks“ im Frankfurter Museum für Kommunikation (22.3. bis 2.9.). „Mode ist eine eigene Sprache, die viel mitteilt - und die Kleidung gehört dazu“, erläuterte der Direktor des Museums, Helmut Gold, das Thema der Schau.
Mehr als 200 verschiedene Jeans - darunter zerschossene, bestickte und mit speziellen Gebrauchsspuren versehene - geben einen Einblick in die Modegeschichte der Hose, die einst als robuste Arbeitskleidung für Goldgräber geschaffen wurde. Dabei können die Besucher in einer Werkstatt selbst ausprobieren, wie Jeans mit Cutter und Bimsstein bearbeitet werden können, um gebraucht auszusehen.
Jugendkultur und Mode ist eine andere Säule. In 24 Schubladen werden Abzeichen verschiedener Strömungen präsentiert: Darunter die Hornbrille der Computerfreaks und die Neonkappe der „Atzen“ (Disko-Prolls). Mehr als 60 Jugendszenen und deren Stil-Codes sind in einer Datenbank abrufbar, die zusammen mit dem Archiv der Jugendkulturen entstanden ist. (dpa)
SORGE UM SICHERHEIT DER ALTEN BRÜCKE:
Die Alte Brücke wird früher saniert als ursprünglich geplant. Man fürchtet um ihre Standsicherheit. Es sei also keine Zeit mehr, zu warten, bis die 31,6 Millionen Euro zur Verfügung stehen, die es kosten würde, die Alte Brücke teilweise abzubrechen und breiter neu aufzubauen, sagt Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne). Das war bisher der Plan, aufgeschoben wegen der hohen Kosten. Jetzt wird das Konzept auf 4,5 Millionen Euro Sanierungskosten abgespeckt. Es bedeutet die Abkehr von der Idee der Verbreiterung: "Wir müssen auf der Brücke mit dem bestehenden Platz auskommen." Keine fünf, wie heute, sondern nur noch vier Fahrspuren sollen künftig markiert werden. Dafür bekommen an jeder Brückenseite die Radfahrer einen 1,75 Meter breiten "Schutzstreifen".
(19.03.2012) FAST 80.000 BESUCHER BISHER BEI MUNCH-AUSSTELLUNG:
Wegen des großen Besucherinteresses verlängert die Schirn Kunsthalle Frankfurt die Ausstellung „Edvard Munch. Der moderne Blick“ um zwei Wochen bis zum 28. Mai. In den ersten fünf Wochen lockte die Schau bereits 78.032 Besucher an.
Für den zusätzlichen Zeitraum sind nun auch wieder Führungen für Gruppen buchbar. Angebote wie die regulären öffentlichen Ausstellungsführungen, pädagogischen Programme und das Kultur-Ticket-Spezial der Deutschen Bahn können ebenfalls bis zum 28. Mai genutzt werden. Um Wartezeiten zu vermeiden, können auf der Internetseite www.munch-in-frankfurt.de auch für den verlängerten Zeitraum Eintrittskarten im Vorverkauf gebucht werden. (pia)
FRANKFURTER SCHAUSPIEL ZEIGT GOETHES "FAUST":
Das Frankfurter Schauspiel wird beide Teile von Goethes „Faust“ auf die Bühne bringen. Die weltberühmte Tragödie wird im September und Oktober von zwei unterschiedlichen Spielleitern in einem Doppelprojekt inszeniert, wie Intendant Oliver Reese (Bild) am Montag ankündigte.
Theaterregisseur Stefan Pucher nimmt sich demnach dem ersten Teil des Werkes an, während der Opernregisseur Benedikt von Peter den zweiten Teil aufführen lässt. Die Deutsche Bank unterstützt die insgesamt 34 Aufführungen als Sponsor mit einem mittleren sechsstelligen Betrag. An insgesamt sechs Tagen können beide Teile an einem Tag besucht werden. (dapd)
WIEDER MONTAGSDEMO GEGEN FLUGLÄRM:
Nach der mündlichen Verhandlung des Bundesverwaltungsgerichts zum Frankfurter Flughafen wollen Gegner des Flughafenausbaus heute erneut demonstrieren. Bei der Montagsdemo vor einer Woche hatten sich im Airport-Terminal laut Polizei 2000 Teilnehmer versammelt. In dem Prozess um ein dauerhaftes Nachtflugverbot an dem Flughafen wollen die Leipziger Richter am 4. April das Urteil verkünden.
Die Richter hatten bei der mündlichen Verhandlung vergangene Woche erkennen lassen, dass sie das Urteil des Hessischen Verwaltungsgerichtshofes bestätigen wollen. Dieser hatte im Jahr 2009 die vom Land vorgesehenen 17 Nachtflüge in der Zeit zwischen 23.00 und 05.00 Uhr gestrichen und später ein vorläufiges Nachtflugverbot verhängt. Dagegen hatte das Land Revision eingelegt. (dpa)
LETZTE U-BAHN-STATIONEN BEKOMMEN AUFZÜGE:
In Frankfurt sind 27 der 86 U-Bahn-Stationen unterirdisch. Als vor 40 Jahren der Verkehr teilweise in die Unterwelt verlegt wurde, waren Barrierefreiheit und behindertengerechte Zugänge für die Planer noch Fremdwörter. Das hat sich gründlich geändert. Mittlerweile gibt es in 23 unterirdischen Bahnhöfen Aufzüge. Die letzten vier Stationen ohne Aufstiegshilfe rüstet die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) nun nach.
2011 haben im Juli an den Haltestellen Miquel-/Adickesallee und am Schweizer Platz bereits Vorarbeiten begonnen. Im September soll nun weitergebuddelt werden und Ende 2013 kann dann dort Lift gefahren werden.
An der Alleen-Kreuzung werden vier Aufzüge gebaut, für die rund vier Millionen Euro ausgegeben werden müssen. Am Schweizer Platz soll es zwei Fahrstühle geben, die rund zwei Millionen Euro kosten.
Auf der Warteliste der VGF stehen dann noch die U-Bahn-Stationen Westend und Eschenheimer Tor. Wann diese Stationen nachgerüstet werden, darüber informiert die VGF nicht. (jah.)
(16.03.2012) PROTESTAKTION GEGEN FLUGLÄRM IN NIEDERRAD:
Immer, wenn Benno Mayer nicht arbeiten muss, ist er montagsabends auf dem Flughafen, um gegen Fluglärm zu demonstrieren und die Stilllegung der neuen Nordwestbahn zu fordern. Weil deren Anflug teils über Niederrad führt, ist es dort seit Inbetriebnahme der Bahn richtig laut geworden. Am Samstag, 17. März, um 11.30 Uhr möchte Mayer zusammen mit anderen Aktivisten der „Bürgerinitiative Niederrad gegen den Flughafenausbau und für ein Nachtflugverbot“ mal etwas vor Ort unternehmen.
Vorgesehen ist „eine kreative Protestaktion gegen die Zerstörung unseres Stadtteils durch Fluglärm und Abgase“ in der Triftstraße in Höhe der Straßenbahnhaltestelle Gerauer Straße. Dort wurde eine Werbewand angemietet, etwa 2,50 mal 3,50 Meter groß. Sie wird, so verriet Mayer vorab, eine Person zeigen, die anfliegenden Flugzeugen ein entschiedenes „Schluss damit“ zuzurufen scheint. Immerhin zehn Tage lang, für knapp 100 Euro. (ft.)
NEUER STANDORT FÜR SCHWANHEIMER KERB:
Die Schwanheimer Kerb hat ab diesem Jahr einen neuen Standort. Vom 21. bis zum 24. September wird die Kerb in der Saarbrücker Straße stattfinden. Das entschied der Vereinsring auf seiner Jahreshauptversammlung. „Die Schausteller wären nicht mehr an das Schwanheimer Ufer gekommen, weil in den letzten Jahren zu wenige Leute kamen“, berichtet Willi Becker, der Vorsitzende des Vereinsring.
Den Besucherrückgang machte Becker vor allem am Fehlen des Autoscooters fest. „Wir werden das nun alles familiärer gestalten“, sagt Becker. Es werde kleinere Fahrgeschäfte geben und vor allem definitiv abends um 22 Uhr Schluss sein. Neuigkeiten gibt es auch in puncto Weihnachtsbeleuchtung. Die wird der Vereinsring übernehmen, er ist aber auf Spenden angewiesen. Auch ein eigenes Spendenkonto wurde eingerichtet. Bei den Anwohnern verspürt Becker eine große Bereitschaft. „Wir brauchen 2000 Euro“, sagt Becker. Bei 50 Euro zählt der Durchschlag der Überweisung als Spendenquittung. (tim.)
MAINKAI AM WOCHENENDE EINSEITIG GESPERRT:
Der Mainkai muss in Fahrtrichtung Westen von Freitagabend, 16. März, bis Sonntag, 18. März, zwischen Alte Brücke und Untermainbrücke gesperrt werden. Das teilt das Straßenverkehrsamt mit. Grund sind Abrissarbeiten. Eine Umleitung ist beschildert. Für den Fahrverkehr in Richtung Osten steht ein Fahrstreifen zur Verfügung. (pia)
PARTEIEN LOBEN HENNINGER-TURM-PLÄNE:
CDU und SPD begrüßen die Pläne zum Abriss und Neubau des Henninger Turms. Den Bau von vielen Luxuswohnungen in dem neuen Hochhaus lehnen die Sozialdemokraten jedoch ab.
Der Siegerentwurf des Architekturbüros Meixner-Schlüter-Wendt sei „gelungen“, findet der Fraktionsvorsitzende der Römer-CDU, Helmut Heuser. Auf diese Weise könne der Henninger Turm als Wahrzeichen erhalten und gleichzeitig dringend benötigter Wohnraum geschaffen werden. Mit dem bierfassförmigen Drehrestaurant an der Turmspitze kehre zudem ein „attraktiver Anziehungspunkt für Einheimische und Touristen“ zurück.
Auch der Sachsenhäuser SPD-Vorsitzende Frank Brückner lobt den Wiederaufbau des Henninger Turms mit Originalsilhouette und Dachcafé als „grundsätzlich richtigen“ Schritt. „Ganz und gar nicht einverstanden“ seien die Sozialdemokraten hingegen damit, den neuen Turm größtenteils mit luxuriösen Eigentumswohnungen auszustatten: „Uns ist wichtig, dass in Sachsenhausen Wohnungen gebaut werden, die sich auch Normalverdiener leisten können.“ (bil.)
(15.03.2012) ABSENKUNG DER NIDDAWEHRE FÜR MEERFORELLEN-WANDERUNG:
In den Monaten von Oktober bis Dezember 2011 waren die Niddawehre bereits einmal abgesenkt worden, damit die vor drei Jahren in einem privaten Projekt ausgesetzten Meerforellen den Aufstieg vom Main in die Nidda schaffen. Nun steht die Laichwanderung und Abwanderung der Jungfische an. Die Stadtentwässerung unterstützt weiterhin das private Projekt der selbstständigen Biologen Egbert Korte und Jörg Schneider und senkt dazu von Montag, 19. März, bis 28. Mai erneut die Wehre ab.
Den Anfang macht am Montag, 19. März, das Wehr in Höchst (zweiter Termin: 23. April). Der Ablauf sieht zwei bis drei Tage Absenkung vor. Danach verbleibt das Wehr für zwei bis drei Tage im abgesenkten Zustand, an weiteren zwei Tagen wird das Wasser dann wieder angestaut. Anschließend wird der Vorgang beim nächsten Wehr stromaufwärts wiederholt. Es folgt das Wehr in Sossenheim am 26. März und 30. April, Hausen am 2. April und 7. Mai, Praunheim am 10. April und 14. Mai und Eschersheim am 16. April und 21. Mai. Am Rödelheimer Wehr ist keine Absenkung nötig, da es für die Fische kein Hindernis darstellt.
Die Stadtentwässerung wird im Verbund mit den örtlichen Angelvereinen sicherstellen, dass die Absenkung in den Altarmen andere Lebenswesen nicht gefährden kann. An jedem Wehr wurde die Restabsenkungshöhe auf 30 Zentimeter festgesetzt. Im Zuge der Absenkungen werden die Planer des Meerforellenprojekts, die selbstständigen Biologen Egbert Korte und Jörg Schneider, die Rückwanderung beobachten. Die Absenkung der Wehre wird dann gegebenenfalls noch optimiert. (pia)
GRÜNE GEBEN KEINE WAHLEMPFEHLUNG AB:
Die Grünen verzichten auf eine direkte Empfehlung für die OB-Stichwahl. In einer Mitteilung erklären die Frankfurter Vorstandssprecher Martina Feldmayer und Omid Nouripour ihre Wähler für „klug genug, um zu wissen, wie sie mit ihrer Wahlentscheidung dazu beitragen können, dass grüne Inhalte in Frankfurt weiter umgesetzt werden“. Auf einem Treffen von Kreisvorstand, Römer-Fraktion, Magistratsgruppe, Stadtteilgruppen und Ortsbeiräten am Montagabend sei „lange und leidenschaftlich“ diskutiert worden. Auch künftig wolle man die Stadt voranbringen „durch eine gute, integrative Bildungspolitik von Anfang an, durch gezielte Unterstützung gerade für die Schwächsten“, heißt es weiter. Frankfurt solle sich bis 2050 komplett aus erneuerbaren Energien versorgen und bezahlbaren Wohnraum für alle haben. (sha.)
FRANKFURTER FORSCHER FINDEN 500 MILLIONEN JAHRE ALTE FOSSILE ORGANE:
Bestens erhaltene Organe haben Frankfurter Wissenschaftler bei der Untersuchung mehrerer 500 Millionen Jahre alter Meerestiere entdeckt. Der gute Zustand des Darmtrakts der vor rund 250 Millionen Jahren ausgestorbenen krebsähnlichen Gliederfüßler (Trilobiten) sei sehr ungewöhnlich, teilte die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung am Donnerstag mit. Im Hinterteil eines der Tiere sei zudem ein unbekanntes, rätselhaftes Organ gefunden worden.
Von der Untersuchung der Darmschlingen erhoffen sich die Forscher nähere Erkenntnisse über die Lebensweise der Klasse der Trilobiten. Auch über ihre Anatomie war den Wissenschaftlern bisher verhältnismäßig wenig bekannt. (dapd)
BRIEFWAHL HAT BEGONNEN:
Seit Mittwoch wird wieder gewählt. Pünktlich um 7.30 Uhr öffneten die Briefwahllokale Zeil 3 und Bolongarostraße 109. Sie haben Montag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr, dienstags, mittwochs und freitags von 7.30 bis 16 Uhr (am 23. März nur bis 13 Uhr) geöffnet. Der Versand der Briefwahlunterlagen hat bereits begonnen. Wer bereits für den 11. März Briefwahl beantragt hat, bekommt die Papiere für die Stichwahl automatisch zugeschickt. Wer die Unterlagen erst beantragen muss, soll dafür die Rückseite der Wahlbenachrichtigung ausfüllen. Wer im Wahllokal abstimmen möchte, nutzt diese Karte auch für die Stichwahl. Doch auch ohne Karte darf man wählen – sofern man das richtige Wahllokal findet. Wer dazu Fragen hat, kann sich an das städtische Servicetelefon (21240400) wenden. (geo.)
FRANKFURTER LINKE SAGEN "NEIN ZU BORIS RHEIN":
Die Frankfurter Linkspartei hat sich vor der entscheidenden Runde der Frankfurter Oberbürgermeisterwahl gegen den CDU-Kandidaten Boris Rhein ausgesprochen. Als „Hardliner des rechten CDU-Flügels“ und seiner Meinung zu Immigranten, Muslimen und Rechtsextremismus sei der derzeitige hessische Innenminister für die Linke nicht akzeptabel, teilte Pressesprecher Hilmi Tozan am Donnerstag mit. Dies sei bei einer Mitgliederversammlung des Kreisverbandes am Mittwochabend beschlossen worden.
Das „Nein zu Boris Rhein“ sei aber nicht mit einer Wahlempfehlung für den SPD-Kandidaten Peter Feldmann gleichzusetzen, hieß es. Die Kandidatin der Linken, Janine Wissler, war über die erste Runde der Frankfurter OB-Wahl nicht hinausgekommen. Die Stichwahl zwischen Rhein und Feldmann ist am 25. März. (dpa)
(14.03.2012) STADT GEDENKT OPFER DER LUFTANGRIFFE 1944:
Die Stadt Frankfurt gedenkt am Sonntag, 18. März, mit stillen Kranzniederlegungen der Opfer der Luftangriffe des Zweiten Weltkriegs. Vor 68 Jahren, in den Tagen um den 18. März 1944, waren in Frankfurt nach Schätzungen des Instituts für Stadtgeschichte rund 1800 Personen gestorben, 180.000 Frankfurter wurden obdachlos.
Jeweils ein Kranz wird am Mahnmal der Paulskirche, in der Rotunde des Hauptfriedhofes, am Hochkreuz des Waldfriedhofes Oberrad und am Kriegsopferdenkmal des Friedhofes Höchst niedergelegt. (pia)
URSULA FECHTER KÜNDIGT WAHLEMPFEHLUNG AN:
Die Stichwahl zwischen Boris Rhein (CDU) und Peter Feldmann (SPD) wird im Süden der Stadt entschieden. Das glaubt zumindest Ursula Fechter, die am 11. März für die Flughafenausbaugegner (FAG) antrat, vier Prozent holte und insbesondere in den südlichen Stadtteilen punktete. Die FAG würden demnächst eine „klare Wahlempfehlung“ aussprechen, müssten sich zuvor aber noch „ein genaues Bild davon machen, wie sich die beiden Kandidaten eine wirksame Entlastung des Frankfurter Südens und aller vom Fluglärm betroffenen Stadtteile vorstellen“. Wenig überzeugend findet Fechter das neue Wahlplakat, auf dem Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) für Rhein wirbt. Fechter erinnerte daran, dass Roth einst „alle lärmgeplagten Bürger auf ihr demokratisches Recht, wegzuziehen“ hingewiesen habe. (geo.)
JÜDISCHES MUSEUM ERÖFFNET AUSSTELLUNG ÜBER AXEL SPRINGER:
Das Jüdische Museum in Frankfurt/Main eröffnet am Donnerstag (15. März) eine Sonderausstellung über den verstorbenen Zeitungsverleger Axel Springer. Die Schau „Bild dir dein Volk!“ beschäftigt sich mit dem Verhältnis des umstrittenen Journalisten zum Judentum und dem Staate Israel, sagte Museumsdirektor Raphael Gross am Mittwoch vorab. Gezeigt werden demnach zahlreiche bisher kaum bekannte Textdokumente und Fotografien. Unter anderem wird auch seine Scheidung von der „Halbjüdin“ Martha Else Meyer im Jahr 1938 thematisiert.
„Das Jüdische Museum zeigt hier erneut eine Konfliktgeschichte und möchte ein Forum für die öffentliche Debatte schaffen“, betonte Gross. Die Ausstellung ist bis zum 29. Juli zu sehen. (dapd)
OB PETRA ROTH ALS CHARLIE CHAPLIN:
Oberbürgermeisterin Petra Roth nahm kürzlich beim Gang durch die Ausstellung „Charlie, The Bestseller“ im Deutschen Filmmuseum besonders interessiert den Winkel mit berühmten Charlie-Look-a-Likes in Augenschein: Von Robert Downey Jr. bis Michael Jackson sind dort einige Möchtegern-Charlies versammelt und Roth rief sich sofort ein Kostümfest aus der eigenen Jugend ins Gedächtnis, bei dem die 13-jährige Achtklässlerin als Charlie posierte.
Warum? „Ich wollte schon als Kind immer einmal Charlie Chaplin sein“, erinnert sich Roth. „Charlie Chaplin ist von allen Stars der Stummfilmzeit für mich immer der großstädtischste gewesen, 'Lichter der Großstadt' hat mich als Jugendliche richtig aufgewühlt.“
Von der Bewunderung für Charlie ist es natürlich nicht weit zu dem Schritt, selbst in die ausgelatschten Schuhe des großen Komikers zu schlüpfen: „Das Foto entstand 1958 auf der Terrasse meiner Eltern“, erinnert sich Roth, „kurz bevor es zum Kostümfest meiner Schule, des Kippenberg-Gymnasiums in Bremen ging.“
Das Bild von Petra Roth als Charlie Chaplin hängt nun auch in der Ausstellung „Charlie, The Bestseller“. (pia)
(13.02.2012) KATARINA WITT GIBT 2012 STARTSCHUSS FÜR FRANKFURTER FIRMENLAUF:
Die ehemalige Eiskunstläuferin Katarina Witt gibt den Startschuss für den diesjährigen Frankfurter Firmenlauf „J. P. Morgan Corporate Challenge“ am 14. Juni. Der Deutschlandvorsitzende der Bank, Karl-Georg Altenburg, sagte am Dienstag, die Verbindung sei über das gemeinsame Engagement für Behindertensportler zustande gekommen. Der Firmenlauf wie auch die Katarina-Witt-Stiftung fördern Kinder und Jugendliche mit Behinderung.
Der Firmenlauf geht zum 20. Mal auf Frankfurts Straßen. In den vergangenen Jahren waren jeweils rund 70.000 Läufer auf der 5,6 Kilometer langen Strecke in der Innenstadt unterwegs. Anmeldeschluss für teilnehmende Firmen ist am 16. Mai. (dapd)
ABSENKUNG DER NIDDA AM HÖCHSTER WEHR:
Für Baumaßnahmen im Zuge der naturnahen Umgestaltung der Nidda muss der Wasserstand am Höchster Wehr in den kommenden zwei Wochen bis Freitag, 23. März, abgesenkt werden. Das teilt die Stadtentwässerung mit. Die dort eingesetzte Walze wird zu diesem Zweck in die Höhe gezogen. (pia)
FREIE WÄHLER SEHEN OB-WAHL ALS "OHRFEIGE" FÜR DIE CDU:
Als „schallende Ohrfeige“ für Petra Roth und die CDU werten die Freien Wähler im Römer die erste Runde der OB-Wahl. Die Strategie, das wichtige Amt ohne größeren Widerstand an Boris Rhein weiterzugeben, sei gescheitert. Der SPD-Kandidat Peter Feldmann könne jetzt bei der Stichwahl am 25. März „mit guten Aussichten auf viele Stimmen aus dem Lager von Linkspartei, Piraten, Flughafenausbaugegnern und Grünen hoffen“. Die Grünen befänden sich in einer besonders heiklen Situation. Sie könnten ihre Wähler nur sehr beschränkt dafür begeistern, „ausgerechnet für einen CDU-Kandidaten zu stimmen, der liberal-konservativen Positionen nahesteht“. Die Grünen hätten sich dieses Dilemma redlich verdient, weil sie „mit einer Scheinkandidatin einen fast schon zynischen Scheinwahlkampf geführt hätten – nach dem Motto: Nur nicht gewinnen.“
STEINBRÜCK KÄMPFT AN DER SEITE FÜR FELDMANN:
Der frühere Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) wird im OB-Wahlkampf für seinen Genossen Peter Feldmann werben. Steinbrück, der auch immer wieder als nächster Kanzlerkandidat der SPD im Gespräch ist, tritt am Dienstag, 20. März, mit Feldmann im Club „Living“, Kaiserstraße 29, auf. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr.
WAHLPLAKATE DER PIRATEN DARF AB SOFORT JEDER MITNEHMEN:
Die 500 Wahlplakate der Piratenpartei dürfen ab sofort „von jedem, der mag, eingeholt werden“. Im Gegenzug würde sich der Kreisverband der Partei über eine kleine Spende sehr freuen. Ein Plakat wurde noch am Wahlabend von CDU-Kandidat Boris Rhein signiert. Es wird jetzt zugunsten der Frankfurter Sportjugend versteigert. Die Piraten warten jetzt gespannt auf die Wahlempfehlung der Frankfurter Grünen für die Stichwahl. (jg.)
(12.03.2012) SENCKENBERG-FORSCHER: WÖLFE IN DEUTSCHLAND REISSEN NUR WENIGE NUTZTIERE:
Wölfe in Deutschland stellen nach Ansicht hessischer Wissenschaftler keine Gefahr für Nutztiere dar. Die vor acht Jahren in der Lausitz wieder angesiedelten Tiere ernähren sich zu weniger als einem Prozent von Schafen oder Haustieren, wie die Frankfurter Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung am Montag mitteilte. Den größten Anteil an der Ernährung der Wölfe bilden demnach mit mehr als 96 Prozent wilde Huftiere, wobei Rehe mit 55,3 Prozent an der Spitze liegen. Danach folgen Rotwild (20,8 Prozent), Wildschweine (17,7 Prozent) und Hasen (3 Prozent).
Für die Untersuchung hatten die Wissenschaftler mehr als 3.000 Kotproben sowie unverdaute Überreste von Beutetieren wie Haare, Knochen, Hufe oder Zähne untersucht und ausgewertet. (dapd)
FRAPORT ERHÖHT TROTZ STREIK DIE PASSAGIERZAHLEN:
Die Zahl der Fluggäste des Frankfurter Flughafens ist im Februar trotz des Streiks der Vorfeldbeschäftigten leicht gestiegen. Gegenüber Februar 2011 habe man einen Zuwachs um 0,7 Prozent auf rund 3,6 Millionen Passagiere verzeichnet, teilte der Betreiber Fraport am Montag in Frankfurt am Main mit. Die am Flughafen umgeschlagene Luftfrachtmenge sei dagegen um 8,4 Prozent auf 155.105 Tonnen zurückgegangen.
Der Streik der Gewerkschaft der Flugsicherung habe im Februar zu einem Verlust von rund 170.000 Passagieren geführt, erklärte Fraport weiter. Der Verlust habe über dem zusätzlichen Passagieraufkommen aus dem Schalttag 29. Februar gelegen. Die Zahl der Flugbewegungen sei gegenüber dem Vorjahresmonat sogar um 4,6 Prozent gesunken. (dapd)
LETZTE MONTAGS-DEMO GEGEN FLUGLÄRM VOR LEIPZIG:
Zur letzten Montags-Demonstration vor der entscheidenden Verhandlung am Leipziger Bundesverwaltungsgericht wollen sich heute (Montag/1800) wieder Fluglärmgegner im Frankfurter Flughafen versammeln. Sie fordern ein strenges Nachtflugverbot, einige auch die Stilllegung der neuen Nordwest-Landebahn, die Ende Oktober in Betrieb genommen wurde und den Lärm in der Region anders verteilt. Zu der 15. Montags-Demo in der zentralen Abflughalle von Terminal 1 wird auch Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminski (SPD) erwartet.
Seit dem Herbst demonstrieren montags jeweils mehrere Tausend Bürger aus der ganzen Gegend - von Mainz bis Aschaffenburg. Der Flughafenbetreiber Fraport muss die Proteste dulden, denn das Bundesverfassungsgericht hat im vergangenen Jahr das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit ausdrücklich auch für den Flughafen bestätigt.
MAKKABI FRANKFURT HOFFT AUF "ZEICHEN" DER NATIONALMANNSCHAFT:
Makkabi Frankfurt, der mit 1.200 Mitgliedern größte jüdische Sportverein in Deutschland, hat sich dem Wunsch des Zentralrats der Juden angeschlossen und sich für einen Besuch einer Holocaust-Gedenkstätte durch die deutsche Nationalmannschaft während der EM in Polen und der Ukraine ausgesprochen. „Als Nationalmannschaft, also sozusagen der höchsten Instanz mit Vorbildfunktion, wäre es ein wichtiges Zeichen. Im Prinzip bin ich der Meinung, dass so etwas Pflicht sein sollte“, sagte Makkabis sportlicher Leiter Roman Zurek im Interview mit der dapd. Damit schloss er sich einer Forderung des Zentralrats-Vorsitzenden Dieter Graumann an.
„Ich erwarte ja gar nicht, dass die Spieler zwischen dem Halbfinale und Finale zum Beispiel nach Auschwitz reisen. Aber sie haben eine lange Vorbereitungszeit, und vielleicht ist es zehn Tage vor EM-Beginn möglich“, sagte Zurek, fügte aber hinzu: „Ich werde leider das Gefühl nicht los, dass die Nationalmannschaft gar nicht das Bedürfnis dazu hat. Aber es gibt genügend schlaue Köpfe beim DFB, die werden schon eine Lösung finden.“ (dapd)
STADT WILL BIER-BIKES VERBIETEN:
Ob der Frankfurter Verkehrsdezernent eine Spaßbremse ist, ließ sich auf die Schnelle nicht ermitteln. Der grüne Dezernent war am Freitag zum brisant über der Stadt des Römer Pils und des Henninger Bräus schwebenden Verbot der Bier-Bikes nicht zu sprechen. Das Büro verwies auf eine soeben verteilte Pressemitteilung des Stadtrates und schickte zwei lange, aber ebenso dürre Sätze des Sprechers Ingmar Bolle, „es geht um die Verkehrssicherheit“, hinterher.
Beide Verlautbarungen haben den Nachteil, dass sie in ihrer Nüchternheit dem durch und durch feucht-fröhlichen Thema nicht gerecht werden. Immerhin scheint es der Stadt todernst damit zu sein, die Giga-Fahrräder mit einer Theke, auf denen Junggesellen und frisch Geschiedene gerne Freud und Leid hinunterspülen, noch in diesem Monat stillzulegen. Treffen würde die Verbannung der Spaßräder neben den Feierlustigen vor allem den einzigen Bier-Bike-Unternehmer Frankfurts. Volker Ebert, das lässt sich leicht heraushören, ist der Spaß an seinem Betrieb derzeit ziemlich vergällt. Schon seit November ficht Ebert mit der Stadt einen Streit um ein Bußgeldverfahren aus. Nach Ansicht des Verkehrsdezernates benötigen die fünf Meter langen fahrenden Theken eine Sondergenehmigung, wenn sie durch die Stadt gondeln. Majer stützt sich dabei auf ein Urteil des nordrhein-westfälischen Oberverwaltungsgerichtes, das sinngemäß lautet, Zweck der Bier-Bikes sei es nicht, von A nach B zu kommen, vielmehr sei der einzige Zweck das Feiern von Partys.
Warum die Stadt jetzt die Riesen-Räder für acht bis 16 lebenslustige Menschen als Thema für Recht und Ordnung entdeckt, erschließt sich nicht sofort. Bis auf einen kleinen Unfall mit einem Auto sei noch nie etwas passiert, sagt Ebert. Aus einer früheren Stellungnahme des Verkehrsdezernenten lässt sich herauslesen, dass der öffentliche Alkoholkonsum das Problem sein könnte. Der Bike-Unternehmer bietet jetzt schon Trocken-Touren an und will sich keinem Gespräch mit der Stadtregierung verschließen. „Im Gegenteil. Ich versuche schon seit Monaten, mit den Verantwortlichen in Kontakt zu kommen. Reaktion: null.“ (jah)
(09.02.2012) SPINNEN LOCKEN TAUSENDE INS SENCKENBERG-MUSEUM:
Für Peter Jäger sind Vogelspinnen sehr gute Anschauungsobjekte. „Heimische Spinnen sind viel zu schnell und hektisch“, sagt der Spinnenforscher des Frankfurter Senckenberg-Instituts. Zum genauen Hinschauen reiche da die Zeit gar nicht. Die großen Vogelspinnen aus Südamerika mit den behaarten Beinen dagegen seien ruhig und bewegten sich sehr langsam.
Hinter Glas sind derzeit rund 30 lebende Vogelspinnen aus Asien, Afrika und Amerika bei Senckenberg zu sehen. „Faszination Spinnen“ ist der Titel der Ausstellung, die bis zum 3. Juni zu sehen ist. Schon in den ersten fünf Tagen lockte die Schau nach Angaben des Instituts vom Donnerstag fast 3000 Besucher an, darunter viele Schulklassen und Familien mit Kindern.
Wie alle Spinnen haben Vogelspinnen acht Beine und lähmen ihre Beute mit Gift. Sie seien aber keineswegs todbringende Monster, sagt Spinnenforscher Jäger. Ihr Gift sei für Menschen ungefährlich. (dpa)
RHEIN WILL ALTERNATIVEN STANDORT FÜR MUSEUM DER WELTKULTUREN PRÜFEN:
In einem Brief an die Bürgerinitiative „Freunde des Museumsparks“ hat sich OB-Kandidat Boris Rhein von der Erweiterung des Museums der Weltkulturen im Park hinter den heutigen Villen distanziert. Er halte es, so der CDU-Politiker, „für denkbar, in der Zwischenzeit alternative Standorte wie den Kulturcampus für das Museum zu prüfen“. Das hatte zuerst die OB-Bewerberin der Grünen, Rosemarie Heilig, gefordert. Falls er zum OB gewählt werde, verspricht Rhein, werde er eine solche Prüfung einleiten. Aber auch die Bemühungen von Kulturdezernent Felix Semmelroth (CDU), das Projekt doch noch in Sachsenhausen zu realisieren, sollen einbezogen werden. Ein erfolgreicher Weg zur Museumserweiterung sei nur der, der „den Park und seine Bäume unangetastet lässt“. Wenn das Projekt jetzt verschoben werde, sei „Zeit gewonnen, um das Projekt insgesamt neu zu bewerten“. (jg.)
PAPPELN FÜR NEUE FECHENHEIMER UFERPROMENADE WERDEN GEPFLANZT:
Nach der Frostperiode Ende Januar und Anfang Februar geht der Ausbau der neuen Fechenheimer Uferpromenade jetzt zügig voran. Ab Montag, 12. März, pflanzt das Grünflächenamt die ersten 35 von insgesamt 127 jungen Pyramidenpappeln. Der Bau der Aussichtskanzeln an der Uferböschung und das Ausheben der neuen Buchten am Mainufer sind ebenfalls bereits weit fortgeschritten.
Seit Oktober 2011 entsteht auf einer Länge von rund 1200 Metern von der Straßenbahnhaltestelle Alt-Fechenheim bis zum mainseitigen Eingang des Friedhofs Fechenheim eine neue Allee, gegliedert durch Platzflächen aus ortstypischem Klinkerstein. Vier Aussichtsplattformen an prägnanten Punkten der Promenade werden einen weiten Blick in die Mainuferlandschaft ermöglichen.
Mit knapp zwei Millionen Euro ist die Aufwertung des Fechenheimer Mainufers eine der größten Einzelinvestitionen des Grünflächenamts der vergangenen Jahre. Da das Ufer große Bedeutung für den GrünGürtel und den Regionalpark hat, wird die Regionalparkgesellschaft Ballungsraum Rhein-Main weitere 220.000 Euro beisteuern. Nach der Neugestaltung werden zwei neue Treppen zum Tiefufer führen, an zwei Stellen schafft das Grünflächenamt direkte Zugänge zum Wasser. Hier können künftig Paddler in Fechenheim anlegen und sich auf Sitzsteinen ausruhen.
Im Herbst waren die letzten alten Pappeln entfernt worden. Die Mehrzahl der Bäume aus den 1920er Jahren des vorigen Jahrhunderts war nicht mehr standsicher. Nach intensiver Diskussion im Ortsbeirat und mit Fachplanern entschloss sich das Grünflächenamt dazu, eine komplett neue Allee mit Bäumen einer Generation anzulegen.
Die weiteren 92 Alleebäume werden in den nächsten Wochen nach und nach an ihren neuen Standort gepflanzt, da über den Weg der Allee noch schwere Fahrzeuge mit sperrigen Baumaterialien für die Plattformen bewegt werden müssen. Ende April soll aber auch „die letzte Pyramidenpappel ihre neue Heimat gefunden haben“, so Rüdiger Cibis, Bauleiter des Grünflächenamtes. (pia)
ÄRGER UM OB-WAHLPLAKATE:
Bittere Beschwerden über die Plakatierungen zur Wahl gehen ein. Einen „Gesetzesverstoß“ macht Herr R. aus, da auf einem Plakat von Rosemarie Heilig (Grüne) aufgerufen wird, die neue „Oberbürgermeisterin“ zu wählen. Da würden die Männer diskriminiert, da müsse eingeschritten werden. Der ganze Wahlkampf ist ungültig, meint Herr Krämer. Denn Janine Wissler sei auf Wahlzettel und Plakaten mit zwei s geschrieben, tatsächlich aber schreibe sie sich mit ß. Stimmt, sagt das Wahlamt. Und ein falscher Name könne in der Tat ernste Folgen haben – bis zur Notwendigkeit, eine Wahl zu wiederholen. Wissler aber habe diese Schreibweise unterschrieben und so sei sie korrekt und gültig. Opfer von Plakat-Vandalismus werden einige, die FAG und ihre Kandidatin Ursula Fechter sehr oft. Es fehle das Geld für neue Plakate, sagt Fechter. Und so nehme sie die Anregung der Bemaler auf, passe sich an unter dem Motto: Mach das Beste aus deinem Typ. (ox.)
(08.03.2012) UNFALL AM SCHEFFELECK WIRD WEITER UNTERSUCHT: Zu den Folgen des Unfalls, der sich am Dienstagnachmittag am Scheffeleck ereignete, hat die Polizei einen Tag später noch keine weiteren Angaben gemacht. Ein 16-jähriger Radfahrer war gegen 14 Uhr an der Kreuzung Eckenheimer Landstraße bei Rot über die Kreuzung gefahren. Dabei wurde er von der stadteinwärts fahrenden Linie U5 erwischt und mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. Der Unfall werde von einem Gutachter untersucht, so die Polizei. Dies könne einige Wochen dauern. Auch zum Gesundheitszustand des 16-Jährigen gab die Polizei keine Auskunft. Karin Guder, Ortsvorsteherin im Nordend, ist schockiert. „Dass die Stelle nicht ungefährlich ist, war mir bewusst. Aber bisher ist dort zum Glück noch nichts passiert“, erzählt sie. Wegen der Ampelschaltung würden an der Kreuzung viele Fußgänger und Radfahrer die rote Ampel missachten. Deshalb hatte der Ortsbeirat bereits einen Antrag auf Änderung der Schaltung gestellt.
WAHLPLAKAT VERBRANNT: Es sind nur noch wenige Tage bis zur Oberbürgermeisterwahl in Frankfurt. Der Ton im Kampf um die Stimmen wird rauer. Und nicht nur der Ton. Am Frankfurter Berg fackeln Unbekannte ein Wahlplakat der Linken-Kandidatin Janine Wissler ab. Die Stadtteilpolitiker zeigen sich erschüttert. Passiert ist es am Wochenende oder in der Nacht von Montag auf Dienstag. Am Dienstag dann hat Lothar Kramer die Überreste des Wahlplakats entdeckt: „Das ist eine Nummer zu viel“, schimpft Kramer, der für die Linke im Ortsbeirat 10 sitzt. Er könne darüber schmunzeln, wenn den Kandidaten eine lange Nase gemalt werde, doch Abbrennen gehe entschieden zu weit. Kramer hat das zusammengeschmolzene Plastikschild, das Janine Wissler als Gegnerin des vermehrten Fluglärms zeigte, aufgesammelt und an die Stelle im Berkersheimer Weg ein neues Plakat gehängt. „Einfach aus Wut“, sagt er. Der Stadtteilpolitiker kontrolliert stets die Schilder, hängt beschädigte Exemplare klaglos ab und neue dafür wieder auf. Doch das Abbrennen sei etwas „ganz Furchtbares.“
LICHTER GEHEN AUS: Die Skyline wird für eine Stunde dunkel: Am Samstag, 31. März, findet zum sechsten Mal die Aktion Earth Hour statt. Auf der ganzen Erde werden um 20.30 Uhr in vielen Städten die Lichter ausgeschaltet – ein symbolisches Zeichen gegen den Klimawandel. Die großen Banken der Skyline hätten bereits zugesagt, die Beleuchtung ihrer Hochhäuser auszuschalten, berichtet Umweltdezernentin Manuela Rottmann. Ebenso werden die Lichter vieler Wahrzeichen, darunter Römer, Alte Oper, Untermainbrücke und Dom, ausgehen. Damit Frankfurt einmal wirklich dunkel wird, wird auch auf die Unterstützung der Frankfurter Bürger gehofft. Auf der Facebook-Seite www.facebook.com/FrankfurtspartStrom kann man sich mit anderen Frankfurtern austauschen. Weitere Informationen gibt es unter den Adressen www.frankfurt-spart-strom.de/blog oder www.wwf.de/earth-hour-2012. Sicherheitsrelevante Beleuchtung wie Straßenbeleuchtung ist von der Abschaltung nicht betroffen.
KEINE ENTSCHEIDUNG ZU HOECHST-MARKENZEICHEN: Der Streit um die Markenzeichen des zerschlagenen Pharmakonzerns Hoechst bleibt vorerst offen. Das Landgericht Frankfurt verkündete am Mittwoch statt des erwarteten Urteils einen Beschluss, wonach bei einem neuen Verhandlungstermin Anfang Mai weitere rechtliche Aspekte erörtert werden sollen. Ein Privatmann aus Berlin hatte auf Löschung der beim Münchener Markenamt hinterlegten Namenszüge sowie des Hoechst-Logos „Brücke und Turm“ geklagt. Er berief sich darauf, dass das bis in die 1920er Jahre zurückgehende Logo von dem Nachfolgeunternehmen Sanofi-Aventis nicht mehr verwendet werde. Nach Angaben eines Hoechst-Anwalts wird das Symbol jedoch in etwas abgewandelter Form weiter bei der Herstellung von Tabletten genutzt. Nach Angaben eines Gerichtssprechers geht es um die Frage, ob die Verwendung abgewandelter ähnlicher Embleme auch das beim Markenamt hinterlegte Ursprungs-Logo schützt.
ANKLAGE WEGEN BESCHIMPFUNG DER JUSTIZ: Nach wiederholten unflätigen Beschimpfungen von Richtern und Staatsanwälten ist ein 53 Jahre alter Mann am Mittwoch vom Landgericht Frankfurt zu 36000 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Nach einem in mehreren Instanzen verlorenen Zivilprozess hatte der Angeklagte in verschiedenen Schreiben seinem Ärger über die Justiz Luft gemacht, unter anderem war die Rede von „Hochofenarbeitern von Auschwitz“ . Die Staatsanwaltschaft stellte daraufhin Strafantrag. „Wenn unsere Mitarbeiter mit Unrechtssystemen verglichen werden, reagieren wir empfindlicher“, hatte der Leitende Oberstaatsanwalt Hubert Harth das Verfahren begründet.
(07.03.2012) ANWOHNER KÄMPFEN WEITER GEGEN LUXUSHOTEL AN ALTER OPER:
Der Kampf der Anwohner gegen das geplante Fünf-Sterne-Luxushotel an der Alten Oper geht in eine neue Runde. Der Rechtsanwalt Bernd-Wilhelm Schmitz, der Anlieger des Baugrundstücks ist, hat jetzt bei der Stadt Widerspruch gegen die von der Kommune erlassene Teilbaugenehmigung eingereicht.
Diese erste Bauerlaubnis sollte es dem Investor Cells Bauwelt aus München gestatten, die Baugrube auszuheben und zu befestigen. Schmitz sagte, sein Widerspruch habe zunächst aufschiebende Wirkung, die Stadt könne aber den Sofortvollzug der Baugenehmigung erlassen.
Das Anwaltsbüro Schmitz&Partner hatte einen Architekten beauftragt, bei der Stadt Einsicht in den Bauantrag des Investors zu nehmen. Wie der Rechtsanwalt sagte, sei das neben dem Hotel geplante zweite Gebäude mit Luxuswohnungen und Büros zur Hochstraße hin „überdimensioniert“. Es erreiche eine Traufhöhe von 30 Metern und überrage damit die historischen Gebäude an der Alten Oper erheblich.
Dieses sei „stadtplanerisch nicht nachvollziehbar“ und „nachbarrechtlich auch unzulässig“. In seiner Werbung erkläre der Bauherr darüber hinaus, aufgrund der großen Nachfrage nach Büroflächen müsse er „unbedingt aufstocken“. Schließlich strebe der Investor eine Erschließung der Anlage für den Autoverkehr an, die quer durch die grünen und rechtlich geschützten Wallanlagen führe.
„Ich erhoffe mir jetzt auf meinen Widerspruch hin mehr Sensibilität bei der Stadt“, sagte der Rechtsanwalt. Er kündigte an, gegen alle weiteren Teilbaugenehmigungen für das Luxushotel Widerspruch einzulegen.
Die Anwohner hatten zuvor vergeblich versucht, das Fällen von 23 Bäumen in den Wallanlagen für das Bauvorhaben zu verhindern. (jg)
SCHARFE KRITIK AN GRÜNEN WEGEN BETTENSTEUER:
Die Forderung der Grünen im Römer, eine städtische Bettensteuer für Frankfurt-Besucher und Touristen einzuführen, hat heftige Reaktionen ausgelöst. Bei FDP, Linke und Junger Union stößt das Ansinnen auf scharfe Kritik. Nur die Sozialdemokraten befürworten wie ihr OB-Kandidat Peter Feldmann die neue Steuer.
Die Fraktionsvorsitzende der Linken im Römer, Dominike Pauli, wirft den Grünen Opportunismus vor: „Vor zwei Jahren lehnten sie vehement ab, worüber sie jetzt eine ernsthafte Debatte führen wollen.“ Kurz vor der OB-Wahl versuche die Partei jetzt, bei den Wählerinnen und Wählern zu punkten. Die Grünen wüssten genau, dass diese Abgabe beim Koalitionspartner CDU nicht durchsetzbar sei. Wie zur Bestätigung sprachen sich der Vorsitzende der CDU-Mittelstandsvereinigung, Joachim Gres, und der Chef Jungen Union Frankfurt, Ulf Homeyer, gegen die Bettensteuer aus. Ihre Einführung bedeute ein „bürokratisches Monster“. Es werde, so Gres, einen großen Teil der Mehreinnahmen wieder auffressen. Bei der schwieriger werdenden Finanzsituation der Stadt komme es vor allem darauf an, die Ausgaben zu kürzen, statt „in unausgegorenen Schnellschüssen die Einnahmesituation zu verbessern“, so Homeyer.
Die FDP nennt die Bettensteuer „das Eingeständnis grünen Scheiterns“. Ihr Bundestagsabgeordneter Christoph Schnurr kritisierte, die „grünen Besitzstandswahrer“ versuchten, neue Einnahmequellen zu erschließen, statt „schmerzhafte, aber notwendige Einsparungen vorzunehmen“. Von einer „Gästeabschrecksteuer“ sprach die Fraktionsvorsitzende der FDP im Römer, Annette Rinn.
Anders die SPD. Römer-Fraktionschef Klaus Oesterling urteilt, sie werde „demnächst flächendeckend von den wichtigsten Städten in Deutschland eingeführt werden“. Die Einnahmen will die SPD aber „nur für nachhaltige Investitionen in die Attraktivität der Stadt“ verwenden – für Museen und „Stadtverschönerung“. (jg.)
FILMEMACHER-FESTIVAL EDIT FÄLLT 2012 AUS:
Das eDIT FilmmakersŽFestival soll konzeptionell überarbeitet werden. Die inhaltliche Neuausrichtung sei aufgrund der Weiterentwicklung in den Branchen Film, Musik und digitale Mediennutzung notwendig geworden, teilte das hessische Kunstministerium am Mittwoch mit. Eine Arbeitsgruppe werde „im Frühjahr“ ein Konzept für den Neustart 2013 vorlegen. Als Ersatz sei in diesem Jahr „eine vergleichbare Veranstaltung“ zur Überbrückung vorgesehen, kündigte Ministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) an. Das internationale Festival in Frankfurt dient Filmschaffenden seit 1998 jährlich als Plattform für den Austausch in der digitalen Filmproduktion. (dapd)
ROTTMANN ATTACKIERT BUNDESREGIERUNG WEGEN KAPPUNG DER SOLARFÖRDERUNG:
Die von der Bundesregierung geplante „abrupte Kappung der Solarförderung“ wird von Umweltdezernentin Manuela Rottmann (Grüne) scharf kritisiert. In einer Mitteilung an die Presse vom Dienstag fordert sie die hessische Landesregierung auf, die Pläne der Bundesregierung im Bundesrat zu stoppen – wenn sie es mit der Energiewende in Hessen ernst meine.
Nach Einschätzung der Frankfurter Umweltdezernentin ist durch die Senkung der Solarförderung der Umstieg der Städte auf eine vollständige erneuerbare Energieversorgung in Gefahr. Die wichtigste eigene, auf dem Frankfurter Stadtgebiet verfügbare Ressource sei die Solarenergie. Bis zum Jahr 2050 soll auf den Dächern und an den Fassaden etwa 70-mal so viel Strom produziert werden wie heute. Der Strom werde direkt dort erzeugt, wo er gebraucht werde, zum Beispiel auf dem Dach des Frischezentrums, einer Messehalle oder eines Rechenzentrums.
Der Angriff auf die Solarenergie komme nicht von ungefähr. Die vier großen Energiekonzerne versuchten „mit aller Macht“, den weiteren Aufbau dezentraler Strukturen zu behindern, damit sie „ihre fossilen Großkraftwerke weiterlaufen lassen und Milliarden für Windparks auf der See und für überdimensionierte Hochspannungsnetze einstreichen können“. (ft.)
3-D-ANIMATION DER NEUEN FRANKFURTER ALTSTADT:
Premiere bei der internationalen Immobilienmesse MIPIM in Cannes: Die Frankfurter DomRömer GmbH präsentiert am Dienstag dort einen Film über die neue Frankfurter Altstadt. Das internationale Fachpublikum sieht zum ersten Mal „in realitätsnahen Bildern“, wie das Herz Frankfurts ab 2015 aussehen soll.
Unter der Internet-Adresse www.domroemer.de ist der Film für jeden zu sehen. Passanten flanieren in detailgetreu animierten Gassen, vor Schaufenstern und Läden der künftigen 20 Neu- und 15 schöpferischen Nachbauten. 200 Menschen sollen in dem Quartier auf einer Fläche von 7000 Quadratmetern in Zukunft ein neues Zuhause finden.
Deutschland ist in diesem Jahr Ehrengast der MIPIM, bei der sich alljährlich Entscheider, Investoren und Vertreter von Staaten, Ländern und Kommunen treffen. Die Stadt Frankfurt und die Rhein-Main-Region sind mit einem großen Gemeinschaftsstand auf der Messe präsent. (jg.)
(06.03.2012) DOKUMENTATION ZU ERSTELLUNG DES MIETSPIEGELS 2010 LIEGT VOR:
Das von der Stadt Frankfurt mit der Erstellung des Mietspiegels 2010 beauftragte InWIS-Institut hat jetzt die Dokumentation zur Erstellung vorgelegt.
Wohnungsdezernent Edwin Schwarz: „Der Mietspiegel 2010 wurde sehr sorgfältig durch ein renommiertes Institut erstellt. Der gesamte Prozess der Erstellung wurde durch Vertreter der Mieter- und Vermieterverbände begleitet. Jetzt liegt auch die entsprechende Dokumentation vor.“
Der Mietspiegel 2010 wurde bereits Anfang letzten Jahres veröffentlicht. Er ist als Broschüre zum Preis von 3 € erhältlich und auch im Internet unter www.wohnungsamt.frankfurt.de eingestellt. Unter der gleichen WEB Adresse – Publikationen – kann auch die Dokumentation eingesehen werden. (pia)
BÜRGERVERSAMMLUNG ZU NEUEN FLUGROUTEN:
Die Freien Wähler haben nach dem Fluglärmgipfel der Hessischen Landesregierung am 29. Februar einen Antrag auf eine Bürgerversammlung an den Magistrat gestellt. Dabei soll den Einwohnern die geplanten „fluglärmoptimierten“ Ab- und Anflugrouten über Bergen-Enkheim erklärt werden. Die Freien Wähler befürchten, dass durch die Änderungen, die laut Landesregierung entlasten sollen, das Gegenteil, nämlich eine doppelt so hohe Lärmbelastung, eintritt. Sie fordern außerdem eine Erläuterung der Schallschutzmaßnahmen, sowie die Vorlage eines Fluglärm-Entlastungsplans. (cfr.)
GRÜNEN FÜR BETTENSTEUER:
Der Übernachtungsrekord in Frankfurt legt nach Ansicht der Grünen im Rathaus Römer die Einführung einer Bettensteuer nahe. Eine Steuer von drei Euro pro Übernachtung brächte der Stadt Einnahmen in Höhe von fast 20 Millionen Euro im Jahr, rechnete der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen, Manuel Stock, am Montag in einer Mitteilung vor. Dieses Geld könne die Stadt aufgrund der Einbußen bei der Gewerbesteuer und der erheblichen Kürzungen durch das Land dringend gebrauchen.
Der durchschnittliche Übernachtungspreis in Frankfurt liege dem Hotelpreisindex zufolge bei 93 Euro. „Damit würde eine Besteuerung von drei Euro im Durchschnitt gerade einmal drei Prozent des Übernachtungspreises bedeuten.“ Viele Städte wie Köln, Hannover, Hamburg und Berlin hätten eine solche Steuer entweder schon eingeführt oder geplant. „Ein Wettbewerbsnachteil würde Frankfurt also nicht entstehen.“
Rund 3,9 Millionen Touristen und Geschäftsleute aus dem In- und Ausland haben 2011 insgesamt etwa 6,4 Millionen Mal in Frankfurt übernachtet. Das war nach Angaben der Stadt ein Zuwachs von gut fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Eine Bettensteuer nach dem Vorbild Darmstadts lehnt der Präsident des hessischen Hotel- und Gaststättenverbands (DEHOGA), Gerald Kink, dagegen entschieden ab. Sie stelle die kleinen und mittelständischen Hotels „mit dem Rücken an die Wand“. Darmstadt hat als erste Kommune in Hessen eine sogenannte Kulturförderabgabe für Hotelgäste beschlossen, die pro Übernachtung zwischen einem und drei Euro liegt. (dpa)
ABSCHIED VON JAKOB MONETA:
Jakob Moneta ist am Montag auf dem Jüdischen Friedhof an der Eckenheimer Landstraße zu Grabe getragen worden. Viele Freunde und Weggefährten waren gekommen. Der engagierte Gewerkschafter und frühere langjährige Sozialdemokrat war im Alter von 97 Jahren gestorben. Der ehemalige Chefredakteur der Metall-Zeitung hatte seine politische Heimat bei der PDS gefunden, nachdem er 1990 aus der SPD ausgeschlossen worden war. Bis 1995 gehörte er dem PDS-Parteivorstand an, bis zuletzt den Linken.
Als „leidenschaftlichen Kämpfer für eine bessere sozialistische Welt“ würdigten Moneta am Montag die Landesvorsitzenden der Linken, Heidemarie Scheuch-Paschkewitz und Ulrich Wilken. Moneta sei „kompromisslos im Kampf gegen alte und neue Nazis“ gewesen, ein überzeugter Verfechter konsequenter Gewerkschafts- und Betriebsarbeit und überzeugter Internationalist. (jg.)
MAINZER LANDSTRASSE AM WOCHENENDE GESPERRT:
In der Mainzer Landstraße ist wegen Gleissanierungsarbeiten die Vollsperrung der Fahrbahn stadteinwärts, zwischen Ackermannstraße und Rebstöcker Straße, von Freitag, dem 9. März, 21 Uhr bis Montag, 12. März, 5 Uhr, erforderlich.
Auch die Tram-Linie 11 und 21 sind davon betroffen. Die 11 fährt von Fechenheim kommend nur bis Rebstöcker Straße, genauso die 21 vom Stadion kommend. Beide Linien enden dort und fahren retour. Bis Höchst Zuckschwerdtstraße bzw. Mönchhofstraße fahren keine Bahnen, die VGF setzt deshalb zwischen Rebstöcker Straße und Höchst Gelenkbusse ein. Sie werden entlang der Strecke alle Haltestellen – seien es die für die Nachtbusse oder extra eingerichtete Ersatz-Haltestellen – anfahren. Lediglich die Haltestelle „Schwalbacher Straße“ wird mit Hinweis auf die Haltestelle „Galluspark“ in der Kleyerstraße aufgehoben.
Die Nachtbuslinie n8 führt traffiQ an der Baustelle vorbei, so dass sie in Richtung Konstablerwache die Haltestelle „Rebstöcker Straße“ nicht bedienen kann. (pia)
(05.02.2012) FREIE WÄHLER WOLLEN IN DER ALTSTADT ANBAU AM KUNSTVEREIN ABBRECHEN:
Für die Freien Wähler im Römer ist das Bild des neuen Altstadt-Ensembles am Dom noch nicht stimmig. Die Partei beantragt, den 50 Jahre alten Ausstellungsanbau des Kunstvereins („hässlicher Fremdkörper“) abzubrechen und dort weitere Giebelhäuser zu rekonstruieren. Damit bekomme der Verein sogar mehr Platz.
Fünf Punkte hat der Vorstoß im Stadtparlament, getragen vom Fraktionsvorsitzenden Wolfgang Hübner. Es wird gefordert, die Zahl der rekonstruierten Gebäude nicht zu beschränken. Ein weiteres Verlangen ist es, die Häuser, auch wenn sie laut Beschluss verputzt werden sollen, authentisch in Fachwerk zu errichten. Die Partei wendet sich auch gegen „einen Architekturmix“ am geplanten Roten Haus und tritt für die Rekonstruktion des Gebäudes ein, das mal am Tuchgaden 9 stand.
Wie berichtet, hat die Dom Römer GmbH das „neue Gesicht der Altstadt“ aus 15 rekonstruierten und 20 modernen Giebelhäusern simuliert. Doch auch am Markt, dem früheren Krönungsweg, könnten mehr Originalbauten entstehen, heißt es jetzt. (clau.)
IMMER MEHR TOURISTEN IN FRANKFURT:
Frankfurt wird bei Touristen und als Tagungsort immer beliebter. Die Besucherzahlen sowie die Übernachtungen sind im Vergleich zu 2010 um mehr als fünf Prozent gestiegen, erklärten Wirtschaftsdezernent Markus Frank und Thomas Feda, Geschäftsführer der Tourismus und Congress GmbH Frankfurt (TCF), am Freitag in ihrer Jahresbilanz für 2011.
Knapp vier Millionen Besucher kamen vergangenes Jahr in die Mainmetropole. Die durchschnittliche Verweildauer betrug etwa 1,6 Tage. Insgesamt zählte die TCF rund 6,4 Millionen Übernachtungen, wobei die Mehrzahl der Gäste aus dem Inland komme. Deswegen werde man 2012 auch verstärkt auf dem nationalen Markt um Privatreisende werben, sagte Feda.
„Mit einem Umsatz von knapp vier Milliarden Euro ist die Tourismusbranche ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für unsere Stadt“, betonte Stadtrat Frank. Deswegen müsse dieser Sektor weiter wachsen. Rund 1,6 Millionen Euro wird die Tourismus und Congress GmbH 2012 in Marketingmaßnahmen investieren. (prjk.)
SPIELPLÄTZE LAUT AMT SICHER:
Die Fangstelle für den Kopf, die der TÜV Rheinland im Rahmen des Projekts Spielplatz Initiative auf dem Spielplatz am Westendplatz festgestellt hatte, hat das Grünflächenamt im Dezember behoben. Das teilte Bernd Roser aus der Abteilung Grünflächenunterhaltung gestern mit. Der TÜV-Bericht hat dem Amt bereits am 6. Dezember 2011 vorgelegen. Über dem Zwischenraum, der für den Kopf nicht breit genug war, wurde ein Brett montiert.
Bei dem Spielplatz an der Ecke Gustavsburgstraße/Mainzer Landstraße sieht das Grünflächenamt keinen Handlungsbedarf. Der TÜV Rheinland hatte konstatiert, dass hier ein Rutschenauslauf zu hoch sei. „Wenn die Kinder dort rutschen, verschiebt sich dadurch automatisch der Bodenbelag“, so Roser. Im Abstand von acht bis vierzehn Tagen kontrolliert das Amt alle städtischen Spielplätze. „Da räumen die Kontrolleure den Fallschutz wieder vor die Rutsche.“ Anlass zur häufigeren Kontrolle oder zum Austausch der Rutsche sieht Roser nicht: „Das steht in keinem Verhältnis zur tatsächlichen Verletzungswahrscheinlichkeit.“
Etwa alle zehn Jahre werden die Frankfurter Spielplätze überholt und bei Bedarf neue Geräte aufgebaut. Bei Geräten, deren Statik nicht in Ordnung sei oder die durch Vandalismus zerstört worden seien, könne das auch eher passieren. „Insgesamt hat der TÜV 44 Geräte getestet, davon hatten nur zwei Mängel“, sagt Roser. Pro Jahr gebe es etwa zwei bis drei Verletzungsfälle auf Spielplätzen, die aber nicht mit mangelnder Sicherheit der Geräte zu tun hätten. (juf.)
DAHLMANNSCHULE BEKOMMT KEIN WETTKAMPFTAUGLICHES SCHWIMMBECKEN:
Die Dahlmannschule wird kein wettkampftaugliches Schwimmbecken bekommen. Der Traum der Schwimmgemeinschaft (SG) Frankfurt ist geplatzt. Stattdessen gibt es ein Lehrschwimmbecken.
Das Becken sei mit sieben Millionen Euro zu teuer, hieß es bereits vergangenen Sommer vom Bildungsdezernat. Ursprünglich waren 3,5 Millionen Euro für den Bau eingeplant. In der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag fragte Gert Trinklein (FDP) nach der Rechenbasis für die aktuelle Kostenschätzung.
Planungsdezernent Edwin Schwarz (CDU) gab an, dass sie auf Grundlage eines vergleichbar großen Schwimmbeckens aufgestellt worden sei. Ein wettkampftaugliches Becken ist an bauliche Vorgaben gebunden, etwa eine Tribüne. Auf die, so Trinklein, könnten die Vereine gut verzichten. Schwarz zufolge ist die Tribüne, genauso wie weitere Besonderheiten, in den geschätzten Kosten von sieben Millionen Euro noch gar nicht enthalten. (lwa.)
LINIE 18 KOSTET 10 MILLIONEN MEHR:
Der Bau der Straßenbahnlinie 18 in den Frankfurter Bogen wird knapp 10,7 Millionen Euro teurer als erwartet. Dass die Anbindung der neuen Preungesheimer Wohngebiete teurer als die veranschlagten rund 44,5 Millionen Euro werden würde, hatte die FR bereits berichtet. Jetzt nennt Verkehrsdezernent Stefan Majer erstmals genaue Zahlen.
Insbesondere der Kanalbau und Überraschungen im Straßenuntergrund sind für die Steigerung verantwortlich. 7,1 Millionen Euro muss die Stadt stemmen, die restlichen 3,6 Millionen Euro steuert die Verkehrsgesellschaft Frankfurt bei. Finanziert wird das dicke Minus durch den Baustopp an der U5 und Sparen am Straßenbau im Ostend. (jah.)
(02.03.2012) WARUM OCCUPY-ZELTE ERLAUBT, RAUCHERZELTE ABER VERBOTEN SIND:
Wieso duldet die Stadt das Occupy-Zeltlager an der Europäischen Zentralbank, verbietet aber Gastronomen, Raucherzelte aufzustellen? Diese Frage, gestellt von der FDP-Fraktionsvorsitzenden Annette Rinn, führte im Stadtparlament zu einer Debatte über die Occupy-Bewegung. Das Camp der Kapitalismus-Kritiker und die Zelte der Wirte ließen sich nicht miteinander vergleichen, sagte Ordnungsdezernent Markus Frank. Das Zeltlager falle unter das Versammlungsrecht und sei nicht zu beanstanden. Die Vorrichtungen vor den Gaststätten verstießen hingegen gegen die von der Stadt beschlossenen Gestaltungsrichtlinien. Wolfgang Hübner von den Freien Wählern wollte sich mit dieser Antwort nicht zufriedengeben und beklagte, dass die Occupy-Bewegung eine öffentliche Grünfläche blockiere. „Wann wird das Camp geräumt?“, fragte Hübner. In nächster Zeit nicht, antwortete Frank, jedenfalls gebe es derzeit keinen Grund, das Zeltlager nicht zu genehmigen. (geo.)
NEUE LUFTMESSSTATION IM SÜDEN GEPLANT:
Die Stadt verhandelt mit dem Land über eine weitere Luftmessstation im Frankfurter Süden. Das sagte Umweltdezernentin
Manuela Rottmann (Grüne), nachdem die Stadtverordnete Carmen Thiele (Linke) nach der Schadstoffbelastung durch die gestiegene Zahl der Flugbewegungen auf dem Rhein-Main-Flughafen gefragt hatte. (geo.)
NEUE DETAILS ZU VOGELSCHLAG EINER LUFTHANSA-MASCHINE:
An dem Vogelschlag, der am 21. November 2011 eine Lufthansa-Maschine auf dem Frankfurter Flughafen traf, waren entgegen bisherigen Behauptungen der Lufthansa womöglich doch mehrere Vögel beteiligt. Das geht aus dem Report des Piloten der Maschine hervor, der der Frankfurter Rundschau vorliegt.
In dem Papier steht in der Rubrik „number of birds“ ein „more“: Es habe sich um mehr als einen Vogel gehandelt. Der Pilot gibt zudem an, nicht vorgewarnt worden zu sein. Offenbar meldete das Warnsystem Mivotherm also keine Gefahr. Die Lufthansa ließ am Donnerstag wissen, sie kommentiere keine vertraulichen internen Dokumente.
Dass es überhaupt einen Vogelschlag gab, hatten das hessische Verkehrsministerium und Flughafenbetreiberin Fraport noch Anfang Dezember bestritten. Die Lufthansa wusste nach eigenen Angaben schon am Tag nach dem Vorfall, dass es sich um einen „Birdstrike“ handelt. „Spuren eines toten Vogels“ seien von dem Flugzeug abgewischt worden, hieß es. Ob der Pilot nur das Gefühl hatte, es habe sich um mehrere Vögel gehandelt, lässt sich nicht klären: Die Lufthansa will sich ja nicht dazu äußern. (olk.)
LEICHTATHLETIKHALLE IN KALBACH WIRD SANIERT:
Die Leichtathletikhalle in Kalbach wird in den nächsten Monaten für 650000 Euro saniert. Das kündigte Sportdezernent Markus Frank (CDU) am Donnerstag in der Fragestunde des Stadtparlaments an. Das Geld hat die Stadt zur Verfügung, weil das Rahmenprogramm zur Fußball-WM der Frauen im vergangenen Sommer weniger gekostet hat als geplant. Eigentlich seien in der Halle aber grundlegende Arbeiten nötig, die weitaus teurer würden, sagte Frank. So müsse die Decke repariert werden. „Da kommt noch ein größerer Betrag auf uns zu.“ (geo.)
TEURES SCHWIMMBECKEN IN DAHLMANNSCHULE:
Planungsdezernent Edwin Schwarz (CDU) hat die Kostenkalkulation für ein wettkampftaugliches Schwimmbecken in der Dahlmannschule verteidigt. Das Becken koste sieben Millionen Euro. Darin enthalten seien noch nicht einmal die Tribüne und die für Fernsehübertragungen nötige Beleuchtung, die für ein solches Becken vorgeschrieben seien. (geo.)
JÜDISCHE ORTE IM INTERNET:
"Jüdische Orte“ in Frankfurt kann man jetzt auch im Internet aufsuchen. Zum virtuellen Stadtrundgang, den das Jüdische Museum und die Universitätsbibliothek erarbeitet haben, startet man seit Donnerstag im Internet unter der Adresse www.juedisches-frankfurt.de. Das Angebot hat zum Ziel, Wissenswertes über Frankfurt und seine 800-jährige jüdische Tradition zu vermitteln.
Die Kunsthistorikerin Bettina Jäger von der Uni Frankfurt hat für die Strecke 16 jüdische Orte im Stadtgebiet ausgewählt. Die Westend-Synagoge oder der Neue Jüdische Friedhof sind darunter, aber auch unbekanntere Adressen, wie etwa das Haus von „Porzellan Bär“ in der Stiftstraße. Das Angebot richte sich an Frankfurter wie auch an Touristen aus aller Welt. Besonders für Schüler, sagte bei der Vorstellung Kulturdezernent Felix Semmelroth, sei es gut geeignet: „Die Web-Seite soll dazu beitragen, dass Ereignisse wie der Holocaust in ihrer Bedeutung auch jüngeren Generationen bewusst werden.“
Das Projekt wurde aus Mitteln der Europäischen Union finanziert. Es ist geplant, den Internetauftritt um weitere Orte jüdischer Kultur zu erweitern. (prjk.)
WIEDERAUFBAU DER FRANKFURTER ALTSTADT LIVE IM INTERNET:
Der Wiederaufbau der Frankfurter Altstadt lässt sich nun auch per Internet verfolgen. Drei Kameras auf Dom, Schirn Kunsthalle und Haus am Dom zeigen rund um die Uhr die Großbaustelle aus der Vogelperspektive, wie die DomRömer GmbH mitteilte. Um den Fortschritt der Arbeiten besser nachvollziehen zu können, steht zudem eine Zeitrafferfunktion bereit, mit der verschiedene Bauphasen in kurzen Videos dargestellt werden können. In der Frankfurter Altstadt sollen mehrere Häuser nach teils historischem Vorbild wieder aufgebaut werden. Der Grundstein für das Millionenprojekt war im Januar gelegt worden. (dpa)
Die Aufnahmen der Webcams sind online unter www.domroemer.de abrufbar.
(29.02.2012) TEILE DER NEUEN MAINBRÜCKE EINGETROFFEN:
Sie sind in Frankfurt eingetroffen: Die ersten Stücke der neuen Mainbrücke Ost, die noch immer auf einen schönen Namen wartet. Vielleicht fällt Ihnen ja ein Titel für den neuen Brückenschlag ein, der vom Jahr 2014 an vom Frankfurter Ostend zum südlichen Mainufer reichen soll. Erst einmal liegen die Teile auf dem nördlichen Mainufer in der Nähe der künftigen Europäischen Zentralbank (EZB), wo sie in den nächsten Monaten in aller Ruhe zusammengebaut werden. (jg.)
MESSE FRANKFURT SICHERT LAUT STUDIE BUNDESWEIT ARBEITSPLÄTZE:
Die Messe in Frankfurt am Main sichert einer Studie zufolge sowohl im Rhein-Main-Gebiet als auch bundesweit rund 32.500 Arbeitsplätze. Die Erhebung des Münchner Ifo-Instituts kommt ferner zu dem Ergebnis, dass die Frankfurter Messeveranstaltungen eine Kaufkraft von jährlich 3,1 Milliarden Euro erzeugen, wie Messedirektor Wolfgang Marzin und Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) am Dienstag erläuterten. „Die Messe ist ein Jobmotor und ebenso wie der Flughafen ein echtes Zugpferd für unsere Stadt und das Land Hessen“, sagte Roth.
Laut Studie beschert der von der Messe erzeugte Kaufkraftzuwachs zudem staatliche Steuermehreinnahmen von 567 Millionen Euro. Marzin sagte, er sehe durch die Untersuchung „den ökonomischen Nutzen unserer Messen insbesondere für die Wirtschaftsregion Rhein/Main nachdrücklich bestätigt“. (dapd)
BECKER UNTERSTÜTZT ZUM TODE VERURTEILTEN IRANER:
Uwe Becker (CDU), Kämmerer und Kirchendezernent, setzt sich für den iranischen Staatsbürger Youcef Nadarkhani ein, gegen den ein Todesurteil vollstreckt werden soll. Nadarkhani ist zum Christentum übergetreten und Pfarrer geworden. In einem Schreiben an den Generalkonsul des Iran, Mohammad Sadegh Abdoullahi, bittet Becker um Unterstützung für den zum Tode Verurteilten. „Ich hielte persönlich ein solches Unrecht für ein gravierendes Signal der Unmenschlichkeit“, schreibt Becker. Eine Freilassung sei ein „zwingendes Gebot der Menschlichkeit und der Religionsfreiheit“. Diese könne der Generalkonsul „in unserer weltoffenen und liberalen Stadt ja auch selbst erleben“. (ox.)
GRÜNE WOLLEN KOORDINIERUNGSSTELLE FÜR LESBEN, SCHWULE UND TRANSGENDER:
Die Grünen im Römer wollen in der Stadtverwaltung eine Koordinierungsstelle für die Angelegenheiten von Lesben, Schwulen und Transgendern einrichten. Dabei wollen sie sich am Vorbild München orientieren, wo es eine solche Stelle bereits gibt. Eine feste Verankerung der Arbeit für die Belange von Lesben und Schwulen in der Stadtverwaltung sei notwendig, erklärte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Manuel Stock. Es sei „wünschenswert, dass auch die Belange von Transgendern stärker in das Bewusstsein rücken“. Der Magistrat wurde beauftragt, Vorschläge für eine solche Stelle zu liefern.
Transgender ist ein Oberbegriff für Menschen, die sichtbar aus den klassischen Geschlechter-rollen-Zuordnungen ausbrechen, etwa Transsexuelle, Transvestiten, aber auch Androgyne oder Drag Queens und Kings. (sha.)
FDP KONSTATIERT SIEG FÜR OFFENBACH:
Die FDP-Fraktion im Römer konstatiert einen „Derbysieg“ Offenbachs im Streit mit Frankfurt um den Bau der Mainbrücke Ost und den Umbau des Kaiserlei-Kreisels. Den Verzicht auf die Klage gegen die Mainbrücke habe sich Offenbach „fürstlich honorieren“ lassen: Keinen eigenen Beitrag zu den Kreisel-Kosten müsse Offenbach leisten. Stattdessen werde das leere Frankfurter Stadtsäckel mit weiten 8,7 Millionen Euro belastet. (ox.)
ZOO SCHICKT NASHÖRNER NACH AFRIKA.
Sind da etwa Abschiedstränen im Anmarsch? Die zwei Frankfurter Spitzmaul-Nashörner verlassen bald den Zoo und ziehen um nach Swasiland, weil Bulle Kalusho seine Gene weitergeben soll, seine Partnerin Tsororo aber unfruchtbar ist – und weil sie die beiden einzigen Vertreter ihrer südafrikanischen Unterart in Europa sind. In Afrika sollen sie es auf einer Privatfarm gut haben, verspricht Zoodirektor Manfred Niekisch; der Zoo bemühe sich derweil um ein ostafrikanisches Nachfolgerpaar. (ill.)
(28.02.2012) LOTSEN WOLLEN STÖRCHE NACH FRANKFURT LOCKEN:
Die Landschaftslotsen am Alten Flugplatz wollen alles tun, damit der Storch sich dort wieder ansiedeln kann. Vor genau 44 Jahren hat der letzte Storch in Frankfurt gebrütet, und zwar in Bonames. Nun ist am Alten Flugplatz „der Tisch“ mit Fröschen und Mäusen üppig gedeckt; das Bett auf einem Storchenmast ist gemacht und die Störche sehen sich alles neugierig an. Doch dabei werden sie von Hunden gestört. Deshalb musste die Untere Naturschutzbehörde einen Leinenzwang verhängen. Die Landschaftslotsen starten am 3. März eine Kampagne, um bei den Hundehaltern um Verständnis zu werben. (pia)
WISSENSCHAFTSZENTRUM "EXPERIMINTA" FEIERT JUBILÄUM:
Das Wissenschaftszentrum Experiminta hat kurz vor seinem ersten Geburtstag eine positive Bilanz seiner Arbeit gezogen. „Auch wenn Experiminta schon als Markenzeichen in der Region angekommen ist, müssen wir noch viel arbeiten, um in Hessen und darüber hinaus bekannt zu werden“, räumte der Vorsitzende des Fördervereins, Norbert Christl, aber ein. Bisher habe das Erlebniszentrum für Naturwissenschaften rund 90.000 Besucher gezählt.
Auch die Finanzierung scheint gesichert. „Wir haben die Chance, uns zu verstetigen“, sagte Christl mit Blick auf die Verhandlungen mit den Sponsoren. Am Donnerstag feiert die Experiminta ihr einjähriges Bestehen. Der Eintritt ist an diesem Tag für alle Gäste zwischen 13.00 und 17.00 Uhr kostenlos. (dapd)
FRANKFURT PRÄSENTIERT SICH IN SCHLOSS BELLEVUE:
Zur „Woche der Umwelt“ lädt der Bundespräsident am 5. und 6. Juni Unternehmen, Kommunen und Institutionen in den Park von Schloss Bellevue ein. Die Stadt Frankfurt will sich als "Stadt der Energie-Bündnisse" präsentieren, ist einer von 200 Ausstellern, die von einer Jury unter den rund 550 Bewerbern ausgewählt wurde. Zusammen mit dem Cariteam Energiesparservice, dem Verein Umweltlernen, der Mainova AG, der FES GmbH, der ABGnova GmbH und der ABG Frankfurt Holding präsentiert die Stadt, wie Klimaschutz und Energieeffizienz gemeinsam umgesetzt werden können. (pia)
DGB EMPÖRT ÜBER RHEIN:
In einem offenen Brief wendet sich der DGB-Vorsitzende Frankfurt/Rhein-Main, Harald Fiedler, „in Sorge“ an Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU). Er sieht das bisherige „von Sachlichkeit und Fairness bestimmte Verhältnis“ in Gefahr. Und zwar durch den von Roth „empfohlenen und favorisierten“ Nachfolge-Bewerber Boris Rhein (CDU). Anlass ist die Rede von Rhein am Aschermittwoch in Harheim. Da habe sich Rhein mit Bezug auf eine Podiumsdiskussion des DGB am 15. Februar „ein Feuerwerk von Schmähungen“ erlaubt. Rhein war bei der DGB-Diskussion häufig ausgebuht worden.
Am Aschermittwoch hatte Rhein unter anderem gesagt, „kein einziger ordentlicher Gewerkschafter war an diesem Tag da“ und von „Narren der Negativen“ gesprochen. Fiedler spricht nun von „infamen Aussagen“. Bei der DGB-Veranstaltung seien Betriebs- und Personalräte der Stadt gewesen, Betriebsräte von Maredo, aus der Metall- und Elektro-Industrie, dem Handwerk, der Chemieindustrie. Und auch Vertreter der CDA. Seien das auch keine ordentlichen Gewerkschafter?, fragt Fiedler rhetorisch.
Mit Aschermittwoch und Wahlkampf seien die Angriffe nicht zu entschuldigen. Roth solle diese Angelegenheit „geraderücken“. Die „Diffamierungen“ dürften nicht stehen bleiben. (ox.)
88 PROZENT DER FRANKFURTER SIND ÜBER OB-WAHL INFORMIERT:
Der OB-Wahl wird von den Frankfurtern eine deutlich höhere Aufmerksamkeit entgegengebracht als der Stadtverordnetenwahl vor einem Jahr. Fast die Hälfte (46 Prozent) und damit mehr als doppelt so viele wie letztes Jahr kennen den Wahltermin am 11. März, und nochmals etwa genauso viele (42 Prozent) waren sich nur beim genauen Datum nicht ganz sicher. Insgesamt sind knapp Neun von Zehn (88 Prozent) über die OB-Wahl informiert. Nur eine kleine Minderheit von 12 Prozent hatte noch nichts von der Wahl gehört. Vergangenes Jahr waren mehr als dreimal so viele (39 Prozent) nicht informiert. Für 70 Prozent ist die OB-Wahl von besonderer Bedeutung. Fast die Hälfte der Befragten hält die Wahl für „sehr wichtig“ (43 Prozent) und über ein Viertel für „wichtig“ (27 Prozent
Dazu erklärt Stadtrat Volker Stein, der für das Bürgeramt, Statistik und Wahlen zuständige Dezernent für Infrastruktur: „Besonders hervorzuheben ist, dass in allen Bevölkerungsgruppen der Bekanntheitsgrad und die Einschätzung der Bedeutung der Wahl wesentlich höher ausfallen als vor der Stadtverordnetenwahl im letzten Jahr. Das spricht dafür, dass die Frankfurter durchaus noch bis zur Wahl am 11. März mit kommunalpolitischen Themen angesprochen werden können.“
Internet als Informationsquelle holt auf
Für die persönliche Meinungsbildung ist der Lokalteil der Tageszeitungen nach wie vor die verbreitetste Möglichkeit, sich vor der Wahl über das zu informieren, was die Kandidaten wollen (67 Prozent). Traditionell folgen Fernsehen und Radio als nächstwichtige Informationsquellen (jeweils 50 Prozent). Sie wurden jetzt erstmals durch das Internet eingeholt, das ebenfalls von jedem zweiten als Informationsquelle genutzt wird.
Stadtrat Stein: „Dies ist deshalb eine bemerkenswerte Entwicklung, weil das Internet zunehmend von mittleren und höheren Altersjahrgängen genutzt wird. Bei den über 60-Jährigen ist es inzwischen jeder vierte, der sich dieses Mediums bedient. Selbstverständlich bleibt es aber eine Domäne der unter 35-Jährigen.“ (pia)
LINKE WOLLEN FLUGBETRIEB IN FRANKFURT EINGRENZEN:
Auf einer öffentlichen Sitzung im Frankfurter Flughafen hat die Landtagsfraktion der hessischen Linken am Montag ein Bekenntnis zur Deckelung des Flugbetriebs auf dem Airport abgelegt. Das Wachstum des Flughafens schaffe keine adäquate Zunahme der Arbeitsplätze, sagte auch der als Referent eingeladene Professor der Chemnitzer Technischen Universität, Friedrich Thießen.
„Zu viel Infrastruktur“ bremse die Entwicklung und beflügele die Arbeitsmärkte einer Region nicht, erklärte Thießen und verwies auf „längst bekannte Studien“. „Das ist die bittere Wahrheit, die man Lärmopfern erzählen muss“, resümierte der Wissenschaftler. (dapd)
(27.02.2012) ZWEIFEL AN FRAPORT-GUTACHTEN ZUR GENEHMIGUNG DER LANDEBAHN:
Zwei Wochen vor der Verhandlung des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig zum Ausbau des Frankfurter Flughafens gibt es neuen Streit. Der Toxikologe Hermann Kruse von der Universität Kiel zweifelt nach einem Bericht des Spiegel an dem zentralen Schadstoff-Gutachten, auf dessen Grundlage der Flughafenbetreiber Fraport 2007 die Genehmigung für die neue Landebahn erhielt. Es gebe „plumpe Rechenfehler“. Dies habe zu viel zu niedrigen Werten bei der Ermittlung der Belastung durch giftiges Stickstoffdioxid geführt. Risiken durch krebserzeugende Anteile der Flugzeug-Abgase wie Benzol würden unterschätzt. Fraport hält das Gutachten für „wasserdicht“, Daten seien intern „mehrfach überprüft und bestätigt worden“. (dpa)
HÖCHSTEN LOTTOGEWINN 2011 IN HESSEN ERZIELTE FRANKFURTERIN:
Zehn Menschen in Hessen sind mit den richtigen Kreuzchen im vergangenen Jahr zu Lotto-Millionären geworden. Den höchsten Treffer von 7,1 Millionen Euro erzielte eine Spielerin aus Frankfurt. Wie Lotto Hessen am Montag in Wiesbaden mitteilte, stieg der Gesamtumsatz um 3,6 Prozent auf 566,4 Millionen Euro. Als Gewinne wurden rund 270 Millionen Euro ausgeschüttet. 122 Millionen Euro flossen zweckgebunden in Sport, Denkmalpflege, Kultur und Soziales. (dpa)
ERSTE TEILE DER KÜNFTIGEN MAINBRÜCKE GELIEFERT:
1100 Tonnen Stahl, 48 Teile, davon die größten und schwersten gut 100 Tonnen schwer, 36 Meter lang und acht Meter breit – das sind die Fakten zu der Schiffsladung, die heute nach einer Reise von 270 Kilometern im Frankfurter Osten erwartet und dann entladen wird.
An Bord: Die ersten Teile der künftigen Mainbrücke-Ost, die nach ihrer Fertigstellung eine neue Verbindung zwischen dem sich schnell entwickelnden Frankfurter Osten, den südlichen Stadtteilen und Offenbach schafft. Mit diesem Brückenschlag wachsen Offenbach und Frankfurt auch verkehrlich weiter zueinander, was nicht zuletzt die in Offenbach jetzt und künftig wohnhaften Mitarbeiter der Europäischen Zentralbank freuen wird.
Die ersten Entladearbeiten werden gegen 7 Uhr beginnen, das Entladen der größten Brückenteile ist gegen 12 Uhr geplant. Baufeld und Arbeitsbereiche dürfen während der Arbeiten aus Sicherheitsgründen nicht von Unbefugten betreten werden, da unter den schwebenden Lasten Lebensgefahr besteht. (pia)
BAUARBEITEN AN STATIONEN LOKALBAHNHOF UND BÖRNEPLATZ:
Mit Ende des kalten Wetters hat die VGF die Bauarbeiten an den beiden Tram-Haltestellen „Lokalbahnhof“ und „Börneplatz/Stoltzestraße“ wieder aufgenommen. Beide Einrichtungen sollen zum 23. März in Betrieb gehen – vorausgesetzt, die Arbeiten können aufgeholt werden und der Winter macht keinen weiteren Strick durch die (Bau-)Rechnung.
Die Haltestelle „Börneplatz/Stoltzestraße“ wird von den Linien 11 und 18 noch nicht angefahren, die Sperrung des Bahnsteigs 4 am Lokalbahnhof betrifft die Linien 15, 16 und 18 Richtung Südbahnhof beziehungsweise Gravensteiner-Platz, wobei die Haltestelle der Linie 18 an die der Linie 14 Richtung Ernst-May-Platz verlegt wurde. 15 und 16 halten zurzeit nicht am Lokalbahnhof. (pia)
NEUER FRANKFURTER TATORT WIRD GEDREHT:
Die Dreharbeiten zum neuen Frankfurter „Tatort“ beginnen am Dienstag (28. Februar). Die Folge mit den Kommissaren Frank Steier (Joachim Król) und Conny Mey (Nina Kunzendorf) trägt den Arbeitstitel „Im Namen des Vaters“, wie der Hessische Rundfunk am Montag mitteilte. Gedreht wird bis zum 3. April in Frankfurt am Main und Umgebung.
Am Neujahrsmorgen wird am Rande eines Schulhofs die Leiche einer Frau gefunden. Es handelt sich um Agnes Brendel, die in dem Viertel offensichtlich bekannt war wie ein bunter Hund. Der Frankfurter „Tatort“ wird voraussichtlich am 26. Dezember in der ARD ausgestrahlt. (dapd)
GLOBALISIERUNGSKRITIKER WOLLEN BANKENVIERTEL LAHMLEGEN:
Banken- und Globalisierungskritiker wollen am 18. Mai das Frankfurter Bankenviertel und die Europäische Zentralbank blockieren. Dies haben die 400 Teilnehmer einer internationalen Konferenz von Nichtregierungsorganisationen am Wochenende in Frankfurt beschlossen. Zu der Konferenz an der Frankfurter Universität hatten unter anderem Attac und die Occupy-Bewegung eingeladen.
(24.02.2012) ZOODIREKTOR NIEKISCH BLEIBT PRÄSIDENT DER TROPENÖKOLOGIE:
Der Frankfurter Zoodirektor Manfred Niekisch bleibt Präsident der Gesellschaft für Tropenökologie (gtö). Bei der Tagung der Gesellschaft in Erlangen sei der 60-Jährige für weitere drei Jahre im Amt bestätigt worden, teilte der Zoo am Freitag mit. „Das Verständnis tropischer Ökosysteme und der Schutz der tropischen Biodiverstität sind top-aktuelle Themen“, sagte Niekisch laut Mitteilung.
Der Gesellschaft für Tropenökologie gehören rund 500 Tropenökologen und Studenten an. Die Gesellschaft unterstützt die Erforschung der tropischen Ökologie, verbreitet die Forschungsergebnisse und setzt sich für den Schutz tropischer Pflanzen, Tiere und Lebensräume ein.
Niekisch gehört auch dem Sachverständigenrat der Bundesregierung für Umweltfragen an und lehrt an der Frankfurter Universität. Chef des Frankfurter Zoos ist er seit dem Jahr 2009. (dpa)
STADTBÜCHEREI BAUT BESTAND AN ELEKTRONISCHEN MEDIEN AUS:
Die Nachfrage nach sowie das Angebot an elektronischen Medien in Hessens öffentlichen Bibliotheken nehmen zu. Die Frankfurter Stadtbücherei begann ihre Ausleihe von E-Books, elektronischen Hörbüchern und Inhalten für E-Reader und Tabletcomputer im Jahr 2009 mit rund 9.700 Titeln. Ende des vorigen Jahres umfasste die sogenannte Onleihe bereits rund 14.000 Medien, wie Sprecherin Sabine Prasch sagte: „Das Interesse ist riesengroß.“
Auch beim Onleiheverbund Hessen berichtet man von steigenden Zahlen. Im Januar 2011 habe es rund 4.000 Downloads gegeben, ein Jahr später schon 18.800, sagte Eckhard Kummrow von der Hessischen Fachstelle für Öffentliche Bibliotheken. Der Verbund umfasse derzeit 27 kommunale Bibliotheken, 14 weitere wollten sich anschließen. (dapd)
OB-KANDIDATEN SOLIDARISCH MIT MAREDO-MITARBEITERN:
Mit einer Solidaritätsaktion wollen vier OB-Kandidatinnen und -Kandidaten am Samstag, 25. Februar, den entlassenen Mitarbeitern der Steakhaus-Kette Maredo helfen. Rosemarie Heilig (Grüne), Peter Feldmann (SPD), Janine Wissler (Linke) und Herbert Förster (Piraten) kommen zwischen 13 und 14 Uhr zur Maredo-Filiale Hauptwache. Dort sammelt ein Solidaritätskomitee Unterschriften für die Opfer. (jg.)
MAUER-ABBRUCH: U3 NUR BIS LAHNSTRASSE:
Wegen des Abbruchs einer Hallenwand in Höhe Hohemarkstraße/Kupferhammerstraße muss die Verkehrsgesellschaft Frankfurt die U-Bahn-Linie U3 am Samstag, 25. Februar, verkürzen. Zwischen 6 und 16 Uhr enden die Züge an der Station „Lahnstraße“ und kehren von dort zum Südbahnhof zurück. Die letzten durchfahrenden Züge sind ab Südbahnhof um 5.15 Uhr, ab Hohemark um 6.03 Uhr.
Zwischen der Lahnstraße und Hohemark setzt die VGF Busse ein, die die Stationen Glöcknerwiese, Kupferhammer, Rosengärtchen, Waldlust und Oberursel Hohemark anfahren. Der erste Zug, der nach Ende der Arbeiten wieder zur Hohemark fahren soll, verlässt den Südbahnhof um 15.30 Uhr, Lahnstraße um 16.03 Uhr. Die VGF bittet ihre Fahrgäste, wegen des Ersatzverkehrs etwas mehr Zeit einzuplanen. (pia)
PLUS BEI BETEILIGUNG AN OB-WAHL ZEICHNET SICH AB:
Zwei Wochen vor der Frankfurter Oberbürgermeisterwahl beherrschen die Themen Fluglärm, Wohnraum und Gewerbesteuer die Kontroverse der Kandidaten. Bei der Wahlbeteiligung zeichnet sich ein leichtes Plus im Vergleich zum Urnengang im 2007 ab. Die Wahlbeteiligung betrug bei der vergangenen OB-Wahl 33,6 Prozent. Dieses Mal könnte sie höher sein. 17 Tage vor der Wahl haben 5,5 Prozent der Wahlberechtigten von der Briefwahl Gebrauch gemacht, wie Hans-Joachim Grochocki vom Wahlamt sagte. 2007 waren es am Wahltag 5,6 Prozent. (dapd)
28 BÄUME WEICHEN FÜR KITA-NEUBAU:
Für den Neubau der Kindertagesstätte in der Niederbornstraße im Stadtteil Eckenheim müssen in den kommenden Tagen insgesamt 28 Bäume gefällt werden. Davon fallen 13 unter die Bauschutzsatzung und sind bei der Unteren Naturschutzbehörde zur Fällung beantragt. Bei den restlichen Bäumen handelt es sich um Obstgehölze. Als Ersatz ist die Neupflanzung von 26 heimischen Laubbäumen geplant. Auf dem Grundstück entsteht eine Kindertageseinrichtung für Unter-Dreijährige mit insgesamt 60 Betreuungsplätzen. (pia)
(22.02.2012) UMWELTBUNDESAMT KRITISIERT RECHTSLAGE ZU SCHALLSCHUTZ BEI FLUGLÄRM:
Das Umweltbundesamt in Dessau kritisiert gegenüber der Frankfurter Rundschau die rechtlichen Grundlagen, nach denen der passive Schallschutz für die von Fluglärm geplagten Bürger bemessen wird. „Das damit erreichte Schutzniveau wird von den Betroffenenverbänden, dem Umweltbundesamt und einer Vielzahl der Lärmwirkungsexperten als zu niedrig angesehen“, so das Umweltbundesamt.
Anders als bei Straßen- oder Schienenlärm hat der Gesetzgeber, also die Bundesregierung, im Fall von Fluglärm nicht festgeschrieben, wie laut es in Schlaf- und Wohnzimmern sein darf. Wer an der Autobahn wohnt, kann sich darauf verlassen, dass es im Schlafzimmer nicht lauter als 30 dB(A) sein wird. Die Immobilie wird mit so viel passivem Schallschutz versehen, bis die zulässigen Werte nicht mehr überschritten werden. Wer unter der Einflugschneise lebt, kommt nicht in den Genuss dieser passiven Schallschutzmaßnahmen. Hier hat der Gesetzgeber lediglich geregelt, wie stark die Schalldämmung der Fenster, Wände, Dächer und Türen sein sollte. (alö)
BRUDER PAULUS KÄMPFT GEGEN DAS FREMDGEHEN:
Am Aschermittwoch sind die närrischen Tage vorbei - wenn es nach Bruder Paulus Terwitte geht, soll das auch für fremde Betten gelten. Seit Faschingsdienstag ruft der Frankfurter Kapuzinermönch auf seiner Internetseite „Statt Seitensprung“ zu Enthaltsamkeit außerhalb einer festen Beziehung in der Fastenzeit auf. Ihn habe die Offenheit gestört, mit der im Netz für Affären geworben werde: „Die Leute schämen sich ja nicht einmal“, sagte er am Mittwoch.
Bruder Paulus' Aufruf zielt auf Menschen, die im Internet nach Sex-Kontakten suchen: „Wer auf Schmuddelseiten geht, glaubt nicht mehr an Treue.“ Bruder Paulus will die Kommentarfunktionen verschiedener Datingseiten nutzen, um auf seine Aktion hinzuweisen. Seinem Online-Auftritt stehen allerdings zahlreiche Seitensprung-Angebote gegenüber. „Große Konkurrenz hatte Jesus auch schon“, sagte er lachend. Die Fastenzeit sei genau das richtige Zeitmaß: „Wer das 40 Tage lang geschafft hat, wird entdecken, wie sinnlos Seitensprünge sind.“ (dpa)
CHEF DER "KOMÖDIE" BEKOMMT GOETHE-PLAKETTE:
Der Intendant der Frankfurter „Komödie“, Claus Helmer, wird mit der Goethe-Plakette ausgezeichnet. Es ist die höchste Ehrung des hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst und die älteste Auszeichnung des Landes. „Professor Claus Helmer ist eine Institution unter den Theatermachern“, sagte Innenminister Boris Rhein (CDU) am Dienstag in Wiesbaden laut Mitteilung. Die Regierung danke dem verdienten Theatermacher für „sein unermüdliches Engagement“.
Helmer leitet seit 1972 das Boulevard-Theater in der Frankfurter Innenstadt und seit 1995 auch das Fritz-Remond-Theater im Zoo. Damit zähle er zu den erfahrensten und dienstältesten Intendanten Deutschlands, sagte Rhein. Ohne sein unermüdliches Engagement wäre Hessens Theaterlandschaft ärmer. Die Goethe-Plakette wird an diesem Donnerstag überreicht. (dpa)
MUSEUM FÜR ANGEWANDTE KUNST ZEIGT ALLTAGSGEGENSTÄNDE AUS CHINA:
„Chinesische Dinge“ aus dem alltäglichen Leben von Millionen von Menschen des asiatischen Landes sind ab Donnerstag im Museum für Angewandte Kunst zu sehen. Die Schau wolle einen Blick auf die menschliche Seite Chinas jenseits der vorgefertigten Meinungen richten, sagte der Kurator der asiatischen Abteilung des Museums, Stephan von der Schulenburg, am Mittwoch in Frankfurt.
Die Ausstellung entstand in Kooperation mit der chinesischen Popcorn Idea Factory auf Basis eines Katalogs von Wu Xuefu, Professor für Kommunikationswissenschaften in Peking. Sie ist bis 27. Mai zu sehen. (dapd)
MITTMACH-MUSEUM EXPERIMINTA IST GERETTET:
Die drohende Schließung des vor einem Jahr eröffneten Mitmach-Museums Experiminta ist, wie der kaufmännische Leiter Michael Kip bestätigte, vom Tisch. Sponsoren wie die Polytechnische Gesellschaft werden der „Experiminta“ künftig finanziell noch stärker unter die Arme greifen, vor allem aber werde das Land bei der Miete Abstriche machen, sagte Kip. Derzeit zahle der Verein für die 2500 Quadratmeter in vier Etagen eines ehemaligen Behördenhauses – unter anderem war hier früher das Veterinäramt untergebracht – monatlich 17000 Euro Kaltmiete plus 10000 Euro Nebenkosten. Wie hoch die Zugeständnisse des Landes sein werden, konnte Kip noch nicht sagen. Außerdem würden auch die Eintrittspreise erhöht, die seien schon „extrem günstig“ gewesen. (ft)
GASTFAMILIEN FÜR JUGENDLICHE AUS TIANJIN GESUCHT:
Wirtschaftlich haben Frankfurt und die chinesische Stadt Tianjin, die sich rund 140 Kilometer südöstlich von Peking befindet, schon länger miteinander zu tun. Nun soll ein Schüleraustausch die Städte auch auf sozialer Ebene näher zusammenführen. Das Stadtschulamt sucht momentan nach Gastfamilien für die 15- bis 18-jährigen Jugendlichen, die vom 11. bis zum 18. August in Frankfurt sein werden.
„Die Familie sollte Spaß daran haben, abends auch mal was mit dem Gast zu unternehmen und sei es nur, dass man zusammen was Deutsches kocht“, sagt Kathrin Abend vom Stadtschulamt. Anfang März sollen potenzielle Gastfamilien sich bei einer Veranstaltung des Stadtschulamts informieren können. Anmeldung unter 21234865 oder kathrin.abend@stadt-frankfurt.de. (juf)
GERICHT STOPPT MUSEUMSDIREKTOR:
Eine Woche vor Amtsantritt hat ein Gericht Matthias Wagner K als Museumsdirektor ausgebremst. Die Besetzung der Leitungsposition des Museums für Angewandte Kunst in Frankfurt „muss zurzeit leider ruhen“, teilte die Stadtverwaltung gestern Abend mit. Ein Mitbewerber habe beim Verwaltungsgericht Frankfurt Konkurrentenklage eingereicht. (dapd)
U60311-TÜRSTEHER IM MÄRZ VOR GERICHT:
Fast ein Jahr nach den tödlichen Schlägen in der Frankfurter Disco „U60311“ müssen sich drei Türsteher und ein Gast vor dem Landgericht verantworten. Die vier Männer sind wegen gemeinschaftlichen Totschlags an einem 31 Jahre alten Besucher des Clubs angeklagt. Der Prozess beginnt am 28. März vor der Jugendstrafkammer, weil der mitangeklagte Gast zum Tatzeitpunkt noch nicht 21 Jahre alt war, wie Gerichtssprecher Klaus Wiens am Mittwoch sagte.
Die Türsteher sollen am Ostermontag 2011 den Besucher des Clubs gemeinsam bewusstlos geprügelt haben. Dann schleppten sie ihn nach Auffassung der Staatsanwaltschaft vor die Tür und ließen ihn dort liegen. Trotz sechs Notoperationen gelang es Ärzten nicht, das Leben des 31-Jährigen zu retten. Der mitangeklagte Heranwachsende aus dem Rhein-Main-Gebiet soll andere Disco-Besucher daran gehindert haben, dem Opfer während des Kampfes zu helfen.
Hauptbeschuldigter ist ein ehemaliger Boxer, der als Türsteher den Streit mit dem Gast zunächst angezettelt und ihm dann mehrfach gegen den Kopf und den Hals getreten haben soll. Die beiden anderen Angeklagten hätten dabei den am Boden liegenden 31-Jährigen festgehalten.
Die Disco läuft unterdessen weiter. Die Stadt als Eigentümerin der Immobilie hat eine Räumungsklage gegen den Betreiber eingereicht. Verhandlungstermin darüber ist am 3. April vor der Zivilkammer des Landgerichts, wie der Leiter des Liegenschaftsamtes, Alfred Gangel, sagte. Die Stadt will die Eingänge zu dem Lokal umbauen und einen anderen Betreiber finden. (dapd)
DISKUSSION ÜBER FLUGLÄRM OHNE RHEIN UND FELDMANN:
Die Bürgerinitiative Sachsenhausen gegen die neue Landebahn (BIS) diskutiert am Donnerstag, 23. Februar, von 19.30 Uhr an mit einigen der Oberbürgermeisterkandidaten und -kandidatinnen über die Folgen des Flughafenausbaus. Zugesagt haben Rosemarie Heilig (Grüne), Janine Wissler (Linke), Ursula Fechter (FAG) und Herbert Förster (Piraten). Auf die Kandidaten Boris Rhein (CDU) und Peter Feldmann (SPD), die am 11. März mit den meisten Stimmen rechnen können, müssen die Wähler verzichten. Außerdem werden die Experten Ernst Scheuermann, Bernd Hausmann und Jörg Schäfer über die gesundheitlichen Folgen und die These Flughafen als Job-Motor informieren. (jah.)
(20.02.2012) MONTAGSDEMO GEGEN FLUGLÄRM:
Das Bündnis der Bürgerinitiativen gegen Fluglärm ruft am heutigen Montag, 20. Februar, 18 Uhr, wieder zur Demonstration im Terminal 1 des Flughafens Frankfurt auf. Auch vergangene Woche waren wieder mehrere tausend Menschen am Flughafen erschienen, um ihren Unmut über den Lärm nach Inbetriebnahme der neuen Landebahn kund zu tun. (sabu)
GELÄNDER AM MAINKAI WERDEN SANIERT:
Die HFM Managementgesellschaft für Hafen und Markt mbH lässt derzeit auf der stadtseitigen Kaimauer zwischen der Alten Brücke und der Untermainbrücke die alten Stahlgeländer demontieren und durch neue ersetzen. Rost hatte den alten stark zugesetzt. Auch an einigen Steinen der Kaimauer hat der Zahn der Zeit über Gebühr genagt. Sie werden ebenfalls ausgetauscht oder saniert.
Sowohl die Kaimauer als auch eine in dem Bereich liegende Fußgängerrampe stehen unter Denkmalschutz. Dieser Umstand gestaltet die Schlosser- und Steinmetzarbeiten aufwendiger als üblich. Sollte keine weitere Kältewelle über Frankfurt hereinbrechen, werden die Arbeiten Anfang April abgeschlossen sein. Die hohen Minusgrade hatten Anfang Februar zu einer Zwangspause auf der Baustelle geführt.
ARID UKA LEGT REVISION EIN:
Der Verteidiger des zu lebenslanger Haft verurteilten Flughafen- Attentäters Arid U. hat Revision beim Bundesgerichtshof (BGH) eingelegt. Es bleibe nur dieses Rechtsmittel, sagte Jens Jörg Hoffmann am Freitag auf Anfrage. Die schriftliche Urteilsbegründung liege ihm noch nicht vor, die mündliche habe ihm aber „Grund zum Nachdenken gegeben“.
Da es sich laut Urteil um den ersten vollendeten islamistisch motivierten Anschlag auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland handle, müsse der BGH Rechtssicherheit schaffen, hatte Hoffmann nach der Urteilsverkündung am 10. Februar gesagt.
Das Oberlandesgericht Frankfurt hatte auch die besondere Schwere der Schuld festgestellt. Damit kann Arid U. nach 15 Jahren nicht aus der Haft entlassen werden. Der 22-Jährige hatte im März 2011 am Flughafen zwei US-Soldaten erschossen und zwei weitere schwer verletzt. (dapd)
FILMMUSEUM ZEIGT CHAPLIN-AUSSTELLUNG:
Unter dem Titel „Charlie, the Bestseller“ zeigt das Deutsche Filminstitut in Frankfurt am Main ab Mittwoch (22. Februar) eine Ausstellung über Charlie Chaplin. Wie die Direktorin des Instituts, Claudia Dillmann, am Montag auf einer Pressekonferenz mitteilte, steht die von Chaplin geschaffene Ikone oder Stilfigur im Mittelpunkt der Ausstellung. Sie wolle die Einmaligkeit der von Chaplin geschaffenen Figur des „Tramps“ abbilden, die bis ins 21. Jahrhundert überdauert habe.
Alle gezeigten Objekte stammen aus dem Archiv Wilhelm Staudinger. Die Privatsammlung ist die umfangreichste ihrer Art in Deutschland und befindet sich seit 2010 als Dauerleihgabe im Besitz des Deutschen Filminstituts. (dapd)
(17.02.2012) DEUTSCHE BAHN ZIEHT IN "SILBERTURM":
Für ein Wahrzeichen Frankfurts, den sogenannten „Silberturm“ am Jürgen-Ponto-Platz, wurde am Donnerstag ein neues Kapitel aufgeschlagen. Das ehemalige Hochhaus der Dresdner Bank wechselte aus den Händen der Commerzbank in die der Deutschen Bahn. Die Bahn will dort jetzt 2000 Mitarbeiter konzentrieren – Fachleute, die unter anderem mit der Erarbeitung der Fahrpläne beschäftigt sind.
Das 1978 fertiggestellte Gebäude war mit seinen 166 Metern das höchste Hochhaus Deutschlands, bevor es Ende der 80er Jahre vom Messeturm übertroffen wurde. Von 1978 bis 2008 bildete der „Silberturm“ die Zentrale der Dresdner Bank, dann erwarb die Commerzbank das Gebäude vom Konkurrenten.
Bahnchef Rüdiger Grube sagte am Donnerstag, mit dem „Silberturm“ setze die Deutsche Bahn AG ein „deutliches Ausrufezeichen in unmittelbarer Nachbarschaft des wichtigsten Bahnhofs Deutschlands“ – ein Zeichen für den Bahnstandort Frankfurt, „für unsere Mitarbeiter, die in ein hochmodernes Gebäude einziehen werden, und für die Umwelt, die durch die energetische Sanierung erheblich entlastet wird“. Der Wert der Immobilie soll bei etwa 400 Millionen Euro liegen. Die Bahn mietet sie auf 15 Jahre.( jg.)
TAUNUSANLAGE WIRD EINBAHNSTRASSE:
Die Taunusanlage wird für zwei Tage Einbahnstraße: Zwischen Mainzer Landstraße und Taunustor geht es am Wochenende 25./26. Februar nur in südlicher Richtung voran. Wegen der Montage eines Baukrans muss der Verkehr vom Taunustor Richtung Norden über die Taunusstraße und den Hauptbvahnhof umgeleitet werden. Die Marienstraße wird als Sackgasse von der Mainzer Landstraße aus beschildert.
HEILIG KRITISIERT GEPLANTEN BUNKER-VERKAUF:
Den Bunker an der Friedberger Landstraße will die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) zum Verkauf ausschreiben. Die grüne OB-Kandidatin Rosemarie Heilig hält den geforderten Preis von 2,85 Millionen Euro für „unangemessen und inakzeptabel“. Heilig spricht sich für den Erhalt des Bunkers aus. Sie fordert die Bima auf, ihn der Stadt für einen symbolischen Preis zu überlassen. Der Hochbunker wurde im Zweiten Weltkrieg auf dem Grundstück der zerstörten Synagoge Friedberger Anlage errichtet. Heilig fordert, ihn zum Ort des Gedenkens, des Lernens und der Begegnung zu entwickeln. Das hatte in den vergangenen Tagen auch die Initiative 9. November gefordert. (lwa.)
HOMEYER ALS CHEF DER JUNGEN UNION BESTÄTIGT:
Mit 98 Prozent der Stimmen ist Ulf Homeyer auf der Kreisdelegiertenversammlung der Frankfurter Jungen Union (JU) als deren Vorsitzender bestätigt worden. Mit ihren rund 1000 Mitgliedern ist die Junge Union nach eigenen Angaben die „mit Abstand stärkste politische Jugendorganisation der Stadt“.
Homeyer, der CDU-Stadtverordneter ist, nannte die JU „die treibende Kraft der CDU, nicht nur in Wahlkämpfen“. Sie stelle drei Stadtverordnete und sei in vielen Ortsbeiräten vertreten. Zudem hat sie gerade die Veranstaltungsreihe „Das konservative Forum“ gegründet. Das solle deutlich machen, so der 29-Jährige, dass die Junge Union „auch innerhalb der Mutterpartei die konservative Gruppierung ist“. Für den OB-Kandidaten der CDU, Boris Rhein, werde er „aus vollem Herzen“ und „bei Wind und Wetter“ kämpfen, sagt Homeyer.
Seine neuen Stellvertreter sind Martin-Benedikt Schäfer, Adrian Berger, Sara Steinhardt und Dennis Schnee. (ox.)
DOPPELROT-AMPELN FÜR FRANKFURT:
Bereits seit dem Jahr 2005 hat das Straßenverkehrsamt an allen modernisierten Gleisquerungen über U-Bahn- und Straßenbahngleise die Fußgängerampeln mit einer neuen Ampelschaltung, der so genannten Doppelrot-Dunkel-Schaltung, versehen. Um die Umgewöhnung zu erleichtern, erhalten nun alle Frankfurter Schüler vom Straßenverkehrsamt einen Info-Flyer, der das Prinzip der neuen Ampel erklärt.
Die neuen Fußgängerampeln schalten nicht mehr von Rot auf Grün, sondern wechseln von Doppelrot auf Dunkel. Das bedeutet konkret: Wenn eine U- oder Straßenbahn fährt, zeigt die Ampel zwei doppelte rote Fußgängersignale. Bleibt die Ampel dunkel, können die Gleise nach kurzem Blick nach links, rechts und noch einmal links, überquert werden. An den Fußgängerampeln über die Fahrbahn bleibt allerdings die gewohnte Folge Rot-Grün für die Fußgänger erhalten.
Die Ampeln gibt es bereits an einigen Stationen, zum Beispiel auf der Eschersheimer Landstraße, entlang der neuen Straßenbahnlinie 18 zum Frankfurter Bogen oder auf dem Riedberg. Das Verkehrsdezernat sieht die neuen Ampeln vor allem als wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit. Die Erfahrungen, die zum Beispiel an der umgebauten U-Bahn-Haltestelle „Lindenbaum“ auf der Eschersheimer Landstraße gemacht wurden, belegen, dass sich der Anteil der Rotläufer unter anderem auch durch den Einsatz einer Doppelrot-Dunkel-Schaltung deutlich verringert. Auf Grund der erhöhten Aufmerksamkeit, die diese Art der Schaltung bewirkt, kam es hier auch zu weniger kritischen Situationen zwischen U-Bahn und Fußgängern.
Das Straßenverkehrsamt wird in den kommenden Monaten alle Lichtsignalanlagen über die oberirdische U-Bahn-Trasse entlang der Eschersheimer Landstraße mit der neuen Schaltung versehen. Ebenso werden zukünftig alle Fußgängerüberquerungen über U- oder Straßenbahngleise automatisch mit einer Doppelrot-Dunkel-Schaltung ausgestattet, wenn sie modernisiert. (pia)
KEIN ERSATZ FÜR WULFF BEI ERÖFFNUNG VON STÄDEL-ERWEITERUNGSBAU:
Für den am Freitag zurückgetretenen Bundespräsidenten Christian Wulff wird bei der feierlichen Eröffnung des Städel-Erweiterungsbaus in Frankfurt am Main kein anderer Politiker einspringen. Die Veranstaltung werde am kommenden Mittwoch (22. Februar) wie geplant stattfinden, sagte eine Sprecherin des Kunstmuseums. Unter anderem werden dazu auch der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und die Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roh (CDU) erwartet.
Nach einem aufwendigen Umbau mit monatelanger Schließung des Städels wurden im November vergangenen Jahres zunächst der sanierte Trakt „Kunst der Moderne“ (1800 bis 1945) und im Dezember der ebenfalls sanierte Trakt „Alte Meister“ (bis 1800) wieder eröffnet. Am 22. Februar kommt der gänzlich neugeschaffene und überwiegend unterirdische Flügel für die Gegenwartskunst (ab 1945) mit etwa 330 Exponaten hinzu. (dapd)
EBELING UND HEILIG AUF DEM BAUERNMARKT:
OB-Wahlkampf: Bürgermeisterin Jutta Ebeling und die OB-Kandidatin der Grünen, Rosemarie Heilig, besuchen die Stände auf dem Bauernmarkt der Konstablerwache am Samstag, 18. Februar. Ab 11 Uhr stellen sie sich dort der Diskussion. (jg)
(16.02.2012) FRANKFURT BLEIBT HOCHBURG FÜR KRIMINELLE:
Vor allem Einbrecher, Straßenräuber, Trick- und Taschendiebe haben die Kriminalität in Frankfurt leicht steigen lassen. Rund 109 700 Straftaten wurden 2011 in der fünftgrößten deutschen Stadt angezeigt, das waren 2,2 Prozent mehr als im Vorjahr, wie Polizeivizepräsident Gerhard Bereswill am Donnerstag berichtete. Der Anteil der Gewalttaten an der Kriminalität lag aber unverändert bei rund drei Prozent. Zum Vergleich: Mehr als ein Drittel waren Diebstähle. „Die Straftaten gehen langfristig aber runter und die Aufklärungsquote hoch“, betonte Bereswill mit Blick auf die vergangenen 20 Jahre. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Aufklärungsquote minimal zurück, um 0,5 Prozentpunkte auf 59,5 Prozent. Damit lag sie aber immer noch über dem Landesdurchschnitt von 58,5 Prozent. Ein gutes Viertel aller Straftaten Hessens wird in Frankfurt registriert.
BAGGER ZU GROSS FÜR BRÜCKE: FAHRER MUSS 20000 EURO ZAHLEN:
Ein großer Bagger passt nicht unter eine niedrigere Brücke - diese Erfahrung musste ein Lastwagenfahrer in Frankfurt machen. Der 56-Jährige hatte den fast fünf Meter hohen Bagger am Mittwoch auf seinem Sattelauflieger transportiert und unter der 4,60 Meter hohen Fußgängerbrücke durchfahren wollen, wie die Polizei am Donnerstag berichtete. Das Resultat: Mindestens 20 000 Euro Schaden an Bagger und Brücke, Öl auf der Straße und Stau. Menschen wurden nicht verletzt. (dpa)
ZWEI MÄNNER MÜSSEN NACH TÖDLICHER MESSERATTACKTE VOR GERICHT:
Wegen eines mutmaßlichen Mordes an einem 45-Jährigen muss sich ein 23 Jahre alter Mann seit Donnerstag vor dem Landgericht Hanau verantworten. Mitangeklagt ist ein 24-Jähriger, dem räuberische Erpressung zur Last gelegt wird. Der 23-Jährige soll Ende August 2011 in Freigericht-Horbach (Main-Kinzig-Kreis) im Beisein des mutmaßlichen Komplizen das 45-jährige Opfer mit Messerstichen so schwer verletzt haben, dass es starb. Laut Staatsanwaltschaft hatten die Männer von dem 45-Jährigen Geld erpressen wollen, weil sie sich bei Rauschgiftgeschäften betrogen fühlten. Der 24-Jährige hatte bereits vor dem Prozess umfangreich bei Polizei und Staatsanwaltschaft zur Tat ausgesagt. Der unter Mordanklage stehende 23-Jährige hat sich bislang nur gegenüber einem psychiatrischen Gutachter geäußert. Der Prozess wird am 9. März fortgesetzt.
(15.2.2012) BOLONGAROPALAST SOLL IN ETAPPEN UMGEBAUT WERDEN:
Der Bolongaropalast könnte nach dem Sparbeschluss über Jahre hinweg in Etappen umgebaut werden. Dafür spricht sich der Ortsbeirat aus und hält an den Planungswerkstätten fest.
NEUN-QUADRATMETER-LIEBESERKLÄRUNG:
Blau auf weiß und etwa drei mal drei Meter groß fährt ab sofort der schönste Valentinsspruch aus der traffiQ-Aktion „Kommt gut an“ durch die Stadt. Er lautet: „Eine Praline versüßt den Tag, Britta mein ganzes Leben. Ja, ich will! 26.05.2012. Dein Verlobter Steven.“
Unter mehr als 30 sehr abwechslungsreichen Valentinssprüchen hat die Jury den von Steven Blaazer ausgewählt. Einen Monat lang kann seine Verlobte Britta nun Stevens Spruch – nein, eigentlich ist es ja schon ein ganz klares Versprechen – genießen. Der 26-Jährige, der als Techniker in Frankfurt arbeitet, meint dazu: „Ich freue mich, mit solch einer Möglichkeit jedem zu zeigen, wie glücklich ich bin. Ich freue mich auf den Tag, an dem wir uns das Ja-Wort geben.“
Winfried Schmitz, Marketingleiter bei traffiQ präsentierte dem jungen Paar am Valentinstag, 14. Februar, den Bus mit dem großen Traffic Board-Spruch. Das Plakat ist Teil der neuen Werbekampagne der städtischen Nahverkehrsgesellschaft für Busse und Bahnen. „Kommt gut an“, lautet das Motto der Aktion, mit der traffiQ auf Leistungen und Angebote hinweist, die auch bei den Fahrgästen gut ankommen: Die Pünktlichkeit, der dichte Takt, der gute Anschluss oder auch die preisgünstige Gruppentageskarte. Die Kampagne „Kommt gut an“, die bis Mitte März 2012 läuft, ist von der Frankfurter Kommunikationsagentur A&B One entwickelt worden. (pia)
KOCH DES FRANKFURTER HOFS ERHÄLT BOCUSE D'OR:
Johannes Goll, Koch im Restaurant Français des Hotels Frankfurter Hof wurde beim Bocuse d’Or Germany Selection 2012 in Stuttgart zum Sieger gekürt. Der 30-Jährige gehört zum Team um Patrick Bittner, der für seine französisch inspirierte, leichte Küche vom Guide Michelin mit einem Stern und 17 der begehrten Gault-Millau-Punkte ausgezeichnet wurde. Die 1987 von Meisterkoch Paul Bocuse ins Leben gerufene Kochweltmeisterschaft ist für Köche vergleichbar mit den Oscars in der Filmwelt. (ber.)
SCHULFREI WEGEN WASSERROHRBRUCH AN PETER-PETERSEN-SCHULE:
Die Schüler freut es, der Schulleiter ist naturgemäß nicht begeistert: Am Dienstag fiel der komplette Unterricht in der Peter-Petersen-Schule aus. Grund dafür war ein Wasserrohrbruch, in dessen Folge die Kellerräume überflutet wurden.
Am frühen Morgen musste die Hauptwasserleitung abgestellt werden. Toiletten und Waschbecken konnten nicht benutzt werden, da es kein fließendes Wasser gab. Unter diesen Umständen den Betrieb für die 800 Gesamtschüler und Lehrer aufrecht zu erhalten, sei unmöglich, begründete Schulleiter Bernhard Becker den Unterrichtsausfall. Am heutigen Mittwoch werde der Unterricht „auf alle Fälle“ wieder stattfinden.
Verursacht wurde der Schaden durch „den Dauerfrost“, so Becker. Das austretende Wasser war bereits am Montagabend bemerkt worden, die Schule rief daraufhin beim Hochbauamt an. Dessen Mitarbeiter hätten „akribische Arbeit“ geleistet, lobt Becker. Das Leck, das sich als mehrere Löcher entpuppte, musste zunächst gefunden werden. Gegen 10 Uhr kam schließlich die städtische Feuerwehr hinzu, um den Keller auszupumpen.
Die Rohre müssten nun saniert werden, fordert Becker. Auf allgemeine Mängel führt der Schulleiter den Wasserschaden nicht zurück. Zwar müsse das Gebäude grundsaniert werden, auch im Hinblick auf die Dachschäden. Der Rohrbruch aber sei allein den langanhaltenden Minusgrade geschuldet, so Becker. (mbu.)
ALT-SACHSENHAUSEN BEKOMMT EIN THEATER:
Die Modernisierungs- und Umgestaltungsmaßnahmen im Fördergebiet Alt-Sachsenhausen sind weit vorangeschritten und stehen kurz vor dem Abschluss. Als letztes großes Projekt wird aktuell die Umnutzung der Liegenschaft Paradiesgasse 23 (Paradieshof) zum Theater für die „Fliegende Volksbühne“ vorangetrieben. Das für das Viertel wichtige Bauvorhaben soll das kulturelle Angebot in Alt-Sachsenhausen erweitern. Planungsdezernent Edwin Schwarz will am Mittwoch einen kurzen Rück- und Ausblick zum Stadterneuerungsverfahren Alt-Sachsenhausen geben, Michael Quast, Leiter der „Fliegenden Volksbühne“, der künftige Nutzer des Paradieshofs, seine Vorstellungen zum Theater erläutern. (pia)
BUNKER AN FRIEDBERGER ANLAGE SOLL VERKAUFT WERDEN:
Es sind 2,85 Millionen Euro – so viel kostet der Bunker an der Friedberger Anlage. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) will ihn zum Verkauf ausschreiben – die „Initiative 9. November“, die dort mit Veranstaltungen die Erinnerung an eine zerstörte Synagoge pflegt, meldet Protest an. Seit über 20 Jahren ist der Bunker ein Ort des Gedenkens an die 1938 zerstörte Synagoge Friedberger Anlage. Die Initiative will Widerstand gegen die Entscheidung der Bima organisieren. Sie fordert Magistrat, städtische Behörden und Institutionen zum Handeln auf.
Die Stadt war jahrelang davon ausgegangen, dass ihr der Bunker zum symbolischen Kaufpreis von einem Euro überlassen wird. Doch die Bima will Geld sehen. „Völlig unangemessen“ für die Initiative, die um den Erinnerungsort bangt. Das Vorhaben der Bima zeugt für sie von einer „nur schamlos zu nennenden Gewinnerzielungsfixiertheit“ und von „einer skandalösen Geschichtsvergessenheit“.
Mit Aufhebung der Zivilschutzbindung sind bereits 16 der 21 Frankfurter Bunker von der Brandschutzdirektion in die Verwaltung der Bima übergegangen, die diese nach und nach verkaufen will. Für die Stadt sind die vom Bund geforderten Millionenbeträge, berechnet nach Bodenrichtwerten, zu teuer. (lwa.)
(14.2.2012) GASVERSORGUNG IST GEWÄHRLEISTET:
Die Lage ist „aktuell zwar angespannt, aber nicht kritisch“, sagt der Frankfurter Energieversorger Mainova. Die „Versorgungssicherheit beim Gas“ ist in Frankfurt gewährleistet, verspricht Sprecher Sven Birgmeier den rund 300000 Kunden in und um Frankfurt. Es könne „ohne Einschränkung“ geliefert werden.
Wegen seiner günstigen Lage im Transportnetz sei Frankfurt nur bedingt abhängig von russischem Gas. Erhebliche Mengen aus der Nordsee kämen bis nach Frankfurt, und es bestehe eine gute Anbindung an die Speicher in Norddeutschland. Hintergrund sind besorgte Anfragen von Bürgern wegen Berichten über Engpässe bei russischem Gas. (ox.)
HEILIG VERTEILT ROSEN - ABER FAIR GEHANDELTE:
Bei einem Spaziergang über die Zeil verteilt die OB-Kandidatin der Grünen, Rosemarie Heilig, am heutigen Dienstag, 14. Februar, dem Valentinstag, Rosen. Freilich handelt es sich um „fair gehandelte“. Als angehender Umwelt- und Personaldezernentin der Stadt seien ihr die Arbeitsbedingungen der Rosen-Produzenten ein Anliegen, so Heilig: „Auf den meisten Blumenfarmen“ gebe es zu niedrige Löhne“ und „Einsatz teilweise giftiger Pflanzenschutzmittel“. Heilig startet um 12 Uhr an der Konstablerwache. (jg.)
RHEIN SCHENKT VALENTINSGRÜSSE:
Auch der CDU-Kandidat Boris Rhein verteilt „kleine Valentinsgeschenke“, unter dem Motto „Frankfurt im Herzen“. Und zwar am Dienstag, 14. Februar, um 14 Uhr auf der Fressgass. (ox.)
MIGRANTEN SOLLEN BEI OB-WAHL WÄHLEN GEHEN:
Trotz „vieler Probleme und Missstände“ in der Stadt hat die Internationale EinwanderInnenliste alle Migranten aus EU-Ländern dazu aufgerufen, sich an der OB-Wahl zu beteiligen. Freilich seien die Programme aller OB-Kandidaten „nur auf die deutsche Bevölkerung abgestimmt“. Häufig diskriminiere man sie nach wie vor bei der Wohnungs- und Arbeitssuche. 25 Prozent der Kinder in Frankfurt besäßen Migrationshintergrund, dennoch gebe es in Kindergärten keine zweisprachige Erziehung. (jg.)
DGB LÄDT ZUR DEBATTE MIT DEN OB-BEWERBERN:
Der DGB lädt OB-Kandidatinnen und Kandidaten zur Podiumsdiskussion ins Gewerkschaftshaus, Wilhelm-Leuschner Str. 69-77, um ihre Positionen zu hinterfragen. Auf der Bühne sitzen am Mittwoch, 15. Februar, Boris Rhein (CDU), Peter Feldmann (SPD), Rosemarie Heilig (Grüne), Janine Wissler (Linke) und Herbert Förster (Piraten). Arnd Festerling, Redaktionsleiter Frankfurt & Rhein-Main der Frankfurter Rundschau (im Bild), moderiert; die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr. (jg.)
ZOOBESUCH WIRD TEURER:
Mit der Kombi-Jahreskarte in den Frankfurter Zoo und den Kronberger Opel-Zoo: Das Konzept hat sich bewährt, die Kooperation geht weiter, teilt der Frankfurter Magistrat mit. Für Besucher hat die Sache nur einen Haken: Der Preis steigt voraussichtlich zum 1. März von 80 auf 84 Euro für Erwachsene (Kinder: 36) – und später wohl noch mehr.
Dafür sind zunächst die Opels verantwortlich: Im Januar erhöhten sie von 40 auf 45 Euro fürs Jahresticket. „Davor war der Preis jahrelang stabil“, verteidigt Mitarbeiterin Barbara Eschmann den Kurs. „Alles wird teurer, wir müssen unseren Eintritt angleichen.“
Der Opel-Zoo ist ein privater Zoo, er finanziert sich über Eintritt und Spenden. Dagegen ist der Frankfurter Zoo öffentlich; dort liegt die Jahreskarte bei 60 Euro. Wie lange noch? „Auch wir überlegen, die Preise zu erhöhen“, sagt Direktor Manfred Niekisch.
Vorausgesetzt, der Magistrat stimmt zu, könnte der Eintritt „sehr moderat“ (Niekisch) steigen: Denkbar seien zehn Euro für die Tageskarte (bisher acht; Opel-Zoo: zwölf Euro). Sollten die Dezernenten dies beschließen, will der Zoo im Gegenzug Vergünstigungen bieten:Der Schwerbehindertenstatus etwa würde schon bei einem Behinderungsgrad von 50 Prozent (bisher: 80) zuerkannt, Eine Preiserhöhung, betont Niekisch, werde frühestens zur Eröffnung des neuen Eingangsbereichs im Juni wirksam. (ill.)
MUNCH-SCHAU MIT REKORD:
Noch nie in der 26-jährigen Geschichte der Kunsthalle Schirn hat dort eine Ausstellung so verheißungsvoll begonnen wie jetzt die Schau „Edvard Munch – Der moderne Blick“. Am ersten Wochenende kamen nicht weniger als 6265 Besucherinnen und Besucher.
Zum Vergleich: Den bisherigen Rekord hielten die „Impressionistinnen“ 2008 mit 4385 Besuchern am Start-Wochenende. (jg.)
SQUAIRE ERÖFFNET PARKHAUS AM FLUGHAFEN:
Das Squaire-Bürogebäude am Flughafen hat ein eigenes Parkhaus. Am gestrigen Montag wurde es eröffnet und bietet Platz für 2500 Autos. „Es ist ein weiteres Element, das die Infrastruktur von Squaire ergänzt“, sagt Ann-Kristin Kehl, Pressesprecherin von The Squaire. Das Parkhaus richtet sich vor allem an die rund 4000 Menschen, die in dem Bürokomplex unter einer Glasfassade arbeiten.
60 Millionen Euro hat das Parkhaus gekostet. Ein kleiner Betrag im Vergleich zu den Gesamtkosten des Squaire-Komplexes, der über eine Milliarde Euro gekostet hat. Das Parkhaus ist mit dem Bürogebäude per Schwebebahn verbunden. Innerhalb von zwei Minuten bringt die Bahn die Menschen zum Hauptgebäude.
Auch für Besucher des Flughafens und Reisende ist das Parkhaus geöffnet. Ein Parkplatz kostet drei Euro pro Stunde, für eine Woche kostet er 90 Euro. (prmhj.)
(8.2.2012) SCHIRN ERÖFFNET MUNCH-AUSSTELLUNG. Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit hat am Mittwochabend in der Kunsthalle Schirn in Frankfurt am Main eine Ausstellung über ihren Landsmann Edvard Munch (1863 bis 1944) eröffnet. Die 38-jährige Ehefrau von Thronfolger Haakon war zuvor im Rathaus Römer von Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) begrüßt worden und trug sich ins Goldene Buch der Stadt ein. Nach einem Rundgang durch die Ausstellung „Edvard Munch. Die Ausstellung ist vom 09. Februar bis 13. Mai in der Schirn zu sehen.
WINTER BREMST MAIN-SCHIFFFAHRT. Die eisigen Temperaturen bremsen die Schifffahrt nun auch auf dem hessischen Main-Abschnitt. Zwar ist der Main in Hessen noch eisfrei, aber flussaufwärts Richtung Bayern geht es nur noch bis Aschaffenburg. Dort liegen derzeit 16 Schiffe und warten auf Tauwetter. „Der Hafen ist voll“, sagte Stephan Momper von Wasser- und Schifffahrtsamt in Aschaffenburg am Donnerstag. Alle nachfolgenden Schiffe seien aufgefordert worden, schon vorher Liegeplätze aufzusuchen, wo sie abwarten könnten, bis sich die Lage wieder entspanne.
GESCHWINDIGKEITSMESSUNGEN IN FRANKFURT FORTGESETZT. Auch in der kommenden Woche werden im Frankfurter Stadtgebiet Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt. Die Messgeräte stehen im Bereich folgender Örtlichkeiten:
13. Februar 2012Hugo-Eckener-Ring, BAB A661 Fahrtrichtung Autobahnkreuz Offenbach, Gerbermühlstraße, Hanauer Landstraße, Bundesstraße 43 Anschlussstelle BAB A3, Züricher Straße, Autobahnkreuz Frankfurt BAB A3/A5
14. Februar 2012Hanauer Landstraße, Mainzer Landstraße, Autobahnkreuz Frankfurt BAB A3/A5, Babenhäuser Landstraße, BAB A661 Fahrtrichtung Autobahnkreuz Offenbach, Züricher Straße
15. Februar 2012Bundesstraße 43 Anschlussstelle BAB A3, Züricher Straße, Autobahnkreuz Frankfurt BAB A3/A5, BAB A661 Fahrtrichtung Autobahnkreuz Offenbach, Mainzer Landstraße, Gerbermühlstraße
16. Februar 2012Hanauer Landstraße, Bundesstraße 43 Anschlussstelle BAB A3, Hugo-Eckener-Ring, BAB A661 Fahrtrichtung Autobahnkreuz Offenbach, Babenhäuser Landstraße, Autobahnkreuz Frankfurt BAB A3/A5
17. Februar 2012 Hanauer Landstraße, Mainzer Landstraße, Autobahnkreuz Frankfurt BAB A3/A5, Babenhäuser Landstraße, Gerbermühlstraße, Hugo-Eckener-Ring
(07.02.2012) SAHRA WAGENKNECHT KOMMT NACH HÖCHST
Die stellvertretende Bundesvorsitzende der Linken, Sahra Wagenknecht, tritt im OB-Wahlkampf auf. Wagenknecht, die auch Vize-Fraktionschefin im Bundestag ist, spricht am Freitag, 10. Februar, im Bikuz in Höchst, um die OB-Kandidatin der Linken, Janine Wissler, zu unterstützen. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr.
POLIZEI KOMMT DEALER AUF DIE SCHLICHE
Die Polizei hat eine mutmaßliche Dealerwohnung in Unterliederbach ausgehoben. Zunächst wurden zwei Männer festgenommen, die das Haus in der Sieringstraße mit jeweils 100 Gramm Marihuana verlassen hatten – und noch mehr in ihren Autos liegen hatten. In der Wohnung des 49 Jahre alten Mannes fanden die Beamten dann noch rund 950 Gramm Marihuana, 2450 Euro Bargeld, vier Handys sowie typisches Verpackungsmaterial. Die beiden Kunden wurden wieder auf freien Fuß gesetzt, der mutmaßliche Dealer nicht – gegen ihn bestand ein Strafvollstreckungshaftbefehl wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. (skb.)
DREI JUNGE MÄNNER KNACKEN TRINKHALLE
Kälte oder Durst – beides sind mögliche Motive für drei wohnsitzlose Männer im Alter von 20, 27 und 29 Jahren, die in der Nacht zum Montag in ein Wasserhäuschen in der Ginnheimer Landstraße in Bockenheim einbrachen. Ein Zeuge, der mitgekriegt hatte, wie das Trio gegen 0.30 Uhr eine Scheibe einschlug, hatte die Polizei alarmiert. Als die vor Ort eintraf, weigerten sich die Einbrecher, aus freien Stücken die Trinkhalle zu verlassen, und änderten ihre Meinung erst, als die Polizei mit dem Einsatz eines Diensthundes drohte. (skb.)
(03.02.2012) FRANKFURTER FLUGGÄSTE SOLLTEN AM SAMSTAG ZEITPUFFER EINPLANEN:
Reisende am Frankfurter Flughafen müssen an diesem Samstag (4.2.) mit Behinderungen durch Demonstranten rechnen. Bürgerinitiativen gegen den Flughafenausbau erwarten bis zu 10 000 Teilnehmer zu einer Kundgebung am Mittag (12.00) im Terminal Eins. „Wir rechnen mit Verzögerungen bei der An- und Abreise vom und zum Flughafen“, sagte ein Pressesprecher des Flughafenbetreibers Fraport am Freitag. Der Flugbetrieb selbst werde voraussichtlich nicht beeinflusst.
Fluggäste sollten möglichst frühzeitig anreisen, damit sie ihren Flieger nicht verpassten. Auch sollten sie früher einchecken und dabei beispielsweise das Internet nutzen. „Man muss sich bewusst sein, dass es etwas enger wird“, teilte der Fraport-Sprecher mit. Terminal Eins habe deutliche höhere Passagierzahlen als Terminal Zwei. Deshalb sei eine große Zahl von Reisenden von der Demonstration betroffen. Über den ganzen Tag werden rund 125 000 Fluggäste in Frankfurt erwartet. (dpa)
NORDWESTZENTRUM NUN MIT AUFZUG ZU ERREICHEN:
Das Nordwestzentrum ist ab heute endlich über einen Aufzug am Heddernheimer Steg barrierefrei zu erreichen. Der Aufzug hat die TÜV-Abnahme bestanden und erleichtert ab sofort Senioren, Behinderten, Rollstuhlfahrern und Eltern mit Kinderwagen den Zugang zum Einkaufszentrum.
Bereits im November 2009 hatte die Stadtverordnetenversammlung dem Bauprojekt zugestimmt. Das Amt für Straßenbau und Erschließung hatte sich daraufhin zusätzliche Unterstützung von der Frankfurter Aufbau AG geholt, um schnell mit der Arbeit beginnen zu können. „Aber keiner wollte es machen“, sagt Verkehrsdezernent Stefan Majer. „Es gab einfach keine Bieter.“
Die Stadt schrieb das Projekt erneut aus, diesmal in einzelnen Gewerken. Dadurch konnten die Arbeiten erst im Herbst 2010 beginnen. Erst ein weiteres Jahr später konnte die eigentliche Montage des Aufzugsturmes vorgenommen werden, da das Amt für Straßenbau und Erschließung zuvor Mängel in Plänen der beteiligten Baufirmen festgestellt hatte.
Verkehrsdezernent Majer bedauert, dass sich das Projekt so lange hingezogen hat: „Ich möchte mich bei den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern ausdrücklich für ihre strapazierte Geduld bedanken.“ (juf.)
BAUARBEITEN AN BOCKENHEIMER LANDSTRASSE / TAUNUSANLAGE VERZÖGERN SICH:
Auf der Großbaustelle an der Kreuzung zwischen Bockenheimer Landstraße und Taunusanlage wird sich in den nächsten Tagen nichts tun. Grund sei die kalte Witterung, sagte Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne) am Donnerstagabend im Stadtparlament. Der Frost lasse Arbeiten am Straßenbelag nicht zu. Wenn die Bauarbeiter wieder loslegen können, werde es noch etwa sechs Wochen dauern, bis wieder alle Spuren an der Kreuzung befahrbar sein werden. (geo.)
KEIN RAUCHFREIES EINKAUFSZENTRUM:
In Frankfurter Einkaufszentren darf weiter geraucht werden. Darauf hat Ordnungsdezernent Markus Frank (CDU) hingewiesen. Sylvia Momsen (Grüne) hatte wegen eines Urteils des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs gefragt, wonach Rauchen in der Außengastronomie verboten ist, wenn die Tische und Stühle in einem überdachten Einkaufszentrum stehen. Die Entscheidung gelte nur für Bayern, sagte Frank. (geo.)
FRANKFURTER OPER FEIERT REKORD - FAST IMMER AUSVERKAUFTES HAUS:
Das hat es in ihrer Geschichte noch nie gegeben: Die Oper Frankfurt meldet für den Januar 2012 eine Platzausnutzung von 99,44 Prozent. Damit dürfte es einem Glückstreffer gleichkommen, abends am Willy-Brandt-Platz eine Karte zu ergattern.
Dass die Oper mehrfach von Kritikern zur „Oper des Jahres“ gewählt worden ist, lässt das Publikum strömen. Die „konstante Qualität“, analysiert Intendant Bernd Loebe, führe dazu, dass das Publikum sogar „die Auseinandersetzung mit ungewohnten Sichtweisen auf die Werke“ nicht scheue. Verdis „Otello“, „Die Fledermaus“ von Strauss und Puccinis „Tosca“ könnten zwar als Werke des Kernrepertoires gelten, würden aber „in neuen und kontrovers beurteilten Inszenierungen“ gezeigt. Auch „La Calisto“ von Cavalli im Bockenheimer Depot, ein weitgehend unbekanntes Werk des Barock, sei begeistert aufgenommen worden.
Seit September 2011, als die laufende Spielzeit begann, ist die monatliche Platz-Auslastung, die damals bei 72,92 Prozent lag, nach Angaben der Oper kontinuierlich hochgegangen. Und man habe „Grund zur Hoffnung“, dass das so bleibt. (clau.)
(02.02.2012) OCCUPY-BEWOHNER HARREN AUS: Die Bewohner des Frankfurter Occupy-Camps wollen auch in den derzeit eiskalten Nächten ausharren. Sie hätten beschlossen, das Camp aufrechtzuerhalten, teilte ein Sprecher der Bewegung am Donnerstag im Gespräch mit dapd mit. Um sich gegen die klirrende Kälte zu schützen, können sie sich tagsüber in der beheizten Kantine im Schauspiel Frankfurt aufhalten. Das Angebot der evangelischen Kirche, die den Bewohnern der Zeltstadt ihre Räume angeboten hat, wurde bislang nicht angenommen. In den Zelten wärmen sich die Aktivisten mit Kerzen, Thermounterwäsche und kleineren Gasbrennern. (dapd)
FESTIVAL DER LÜFTE: Frankfurt bekommt ein neues internationales Festival für Musik, Bildende Kunst, Tanz und Performance. Das Künstlerhaus Mousonturm, das derzeit umgebaut wird, zieht vom 22. bis 24. Juni auf das Gelände der Jahrhunderthalle im Stadtteil Höchst. Niels Ewerbeck kündigte „ein interdisziplinäres Festival“ an. Für „Lüften“ - so der Titel des Festivals - hat er 160 Künstler, Bands, Ensembles und Kollektive eingeladen, die sowohl außen als auch innen auftreten sollen. Musikalisch steht „Innovatives aus den Bereichen Pop, Rock, Folk, HipHop, Electronica und experimenteller Musik“ auf dem Programm. Dazu kommen Tanz- und Performance-Gastspiele aus aller Welt. Mehr als 60 Künstler können zudem ihre Arbeiten ausstellen und verkaufen. (dpa)
HAUS DES BUCHES: Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels hat seinen neuen Standort im „Haus des Buches“ in Frankfurt am Main bezogen. Die noch größere Nähe des neuen Zentrale in der Brauchbachstraße zur Paulskirche sei wertvoll, das alte Haus neben dem Goethe-Haus dagegen alt und marode gewesen, sagte Geschäftsführer Alexander Skipis am Donnerstag zur Eröffnung. In der Paulskirche wird der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verliehen. Architekt Ulrich Scheffler bezeichnete den neuen Standort als Glücksfall, die Braubachstraße sei „die schönste in der Stadt“. Der Bau, der insgesamt drei bestehende Häuser verbindet, kostete 19 Millionen Euro, davon allein 630.000 Euro für den Denkmalschutz, wie Skipis sagte. Auf 8.700 Quadratmetern befinden sich nun der Börsenverein, die Buchmesse-Organisatoren der Ausstellungs- und Messe GmbH und der Marketing- und Verlagsservice unter einem Dach. (dapd)
VERZAUBERTE LANDSCHAFTEN: Dem berühmten Landschaftsmaler Claude Lorrain widmet das Städel Museum in Frankfurt eine groß angelegte Ausstellung. Gezeigt werden unter dem Titel „Die verzauberte Landschaft“ rund 130 Arbeiten aus allen Schaffensphasen des französischen Barockkünstlers. Damit präsentiert zum ersten Mal seit 1983 in Deutschland wieder eine Werkschau den berühmten Maler, wie das Städel am Donnerstag mitteilte. In erster Linie zeigt die Ausstellung neben den bekannten Landschaftsbildern, Hirtenszenen und Hafenansichten vor allem kleinformatige Zeichnungen und Druckgrafiken. „Sie dokumentiert damit Lorrains hochsensible Beobachtung der Welt“, sagte Direktor Max Hollein. Zu sehen ist auch die Reihe „Feuerwerk“ (1637), die ein Fest auf der Piazza di Spagna in Rom wiedergibt. Die Serie ist nach Darstellung des Museums erstmals überhaupt komplett zu sehen.
Lorrain (um 1600 bis 1682) lebte in Rom, wo er für reiche Fürsten und Kardinäle Phantasie-Landschaften malte. Sein Werk umfasst rund 250 Gemälde, 1200 Zeichnungen und 40 Grafiken. Er gilt als Ur-Vater der romantischen Landschaftsmalerei. Das Städel besitzt neben Zeichnungen und Radierungen auch das Gemälde „Landschaft mit Christus, der Maria Magdalena erscheint“ (1681). Die Ausstellung, die zuvor im Ashmolean Museum in Oxford (Großbritannien) gezeigt wurde, ist noch bis zum 6. Mai in Frankfurt zu sehen.
(31.01.2012) RADEBERGER LEGT BEI UMSATZ UND ABSATZ ZU:
Deutschlands größter Braukonzern Radeberger hat im abgelaufenen Geschäftsjahr sowohl Absatz als auch Umsatz gesteigert. Man sei ohne Zukäufe organisch gewachsen, sagte der Sprecher der Radeberger-Geschäftsführung, Albert Christmann, am Dienstag in Frankfurt. Der Umsatz legte den Angaben zufolge von 1,6 auf 1,8 Milliarden Euro zu. Dafür verkaufte die Gruppe 13,2 Millionen Hektoliter Getränke im In- und Ausland (2010: 13,1 Mio hl).
Besonders gut liefen die Premium-Marken Radeberger und Jever, die alkoholfreie Bionade sei nach einer Delle seit April wieder auf Wachstumskurs, berichtete das zum Dr.Oetker-Konzern zählende Unternehmen. Trotz des schlechten Sommers habe auch die Weizenbier-Marke Schöfferhofer um 3 Prozent zugelegt. (dpa)
ZOLL ENTDECKT KOBRA:
Glückwunsch an Uno: Der Artenschutzspürhund vom Flughafenzoll witterte am Montagmorgen eine tote Kobra der Gattung Naja Naja, die in einer bauchigen Weinflasche steckte. Chapeau! (skb.)
RADWEG VERLASSEN - RADFAHRER HAFTET BEI UNFALL AUF STRASSE MIT:
Ein Radfahrer, der statt eines ausgeschilderten Radweges eine parallel verlaufende Straße benutzt, haftet bei einem Unfall regelmäßig mit. Das hat das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt entschieden. Nach Auffassung der Kammer müssen Radfahrer einen eigens ausgeschilderten Radweg auch benutzen. Wer trotzdem auf der Straße fahre, tue dies letztlich auf eigenes Risiko.
Das Gericht gab mit seinem Urteil der Schadenersatzklage eines Radfahrers nur zur Hälfte statt. Der Kläger war mit seinem Rennrad statt auf dem Radweg auf einer Straße unterwegs, als er auf einer Ölspur ausrutschte. Er verlangte von dem Autofahrer, dessen Wagen die Ölspur hinterlassen hatte, vollen Schadenersatz. Das OLG winkte jedoch ab. Der Kläger habe seinen Sturz mitverschuldet, so die Richter. Hätte er den Radweg benutzt, wäre es nie zum Sturz gekommen. (dpa)
Az.: 24 U 34/11
GEWALTTÄTIGE MIETER RISKIEREN FRISTLOSE KÜNDIGUNG:
Wenn Mieter gewalttätig werden, riskieren sie, dass ihnen die Wohnung fristlos gekündigt wird. Das geht aus einem Urteil des Amtsgerichts Frankfurt hervor. Die Richter bestätigten damit, dass einem 72-Jährigen zu Recht gekündigt wurde und gaben der Räumungsklage seines Vermieters statt.
Der auf einen Pflegedienst angewiesene Mieter hatte einen Betreuer mit einem großen Messer angegriffen und verletzt. Nachdem der Vermieter davon erfahren hatte, kündigte er dem Mann fristlos. (dpa)
AZ 33 C 3176/11-93
VGF BIETET FAHRGÄSTEN SICHERHEITSTRAINING AN:
Wer in der U-Bahn Beklemmungen fühlt und sich fragt, wie er im Falle eines Falles aus einer bedrohlichen Situation heil herauskommt, der ist richtig beim Fahrgastsicherheitstraining der Verkehrsgesellschaft Frankfurt. Geeignet ist das Seminar aber auch für Leute, die einfach über alles Bescheid wissen wollen, auch um anderen Leuten helfen zu können. Das Training ist in zwei Module unterteilt.
Im Modul A, samstags oder sonntags vormittags, werden die Sicherheitseinrichtungen in den Stationen vorgestellt und gelehrt, wie man sich bei Gefahr, Bränden oder technischen Störungen verhält. Modul B, ausschließlich samstags vormittags, stellt die Sicherheitseinrichtungen in den Fahrzeugen vor. Für das Training sind fünf Euro zu entrichten. Anmeldungen unter fahrgast-sicherheitstraining@vgf-ffm.de. (jah.)
POLIZEI VERHÄNGT STRAFEN BEI FAHREN OHNE GRÜNE PLAKETTE:
Jetzt wird’s ernst: Bereits seit Beginn dieses Jahres dürfen nur noch Autos mit grüner Plakette das Frankfurter Stadtgebiet befahren. Doch bislang verteilte die Stadtpolizei an Plakettenfrevler lediglich einen Hinweiszettel, auf dem steht, wie man eine grüne Plakette bekommt. Damit ist jetzt Schluss. Von Montag, 6. Februar an werden die Sitten rauer. Dann bekommt jeder, der von der Polizei dabei erwischt wird, wie er ohne oder mit Fehlfarben-Plakette durch Frankfurts Straßen fährt, einen Punkt in Flensburg. Die Stadtkasse erhält 40 Euro vom Erwischten.
Nach wie vor ist es allerdings noch möglich, eine Ausnahmegenehmigung zu beantragen. Wie und wann das geht, erfährt man im Internet unter der Adresse www.straßenverkehrsamt.frankfurt.de. (skb.)
SOZIALMINISTER HOFFT IN SACHEN FLUGLÄRM AUF LEIPZIG:
Hessens Sozialminister Stefan Grüttner „erwartet“, dass das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig „die Ergebnisse der Mediation“ am Flughafen bestätigt. Ob für ihn ein Nachtflugverbot dazugehört, ließ er offen. Als Offenbacher CDU-Chef sei er dafür, dass es für die Bevölkerung auch in Randzeiten und tagsüber eine Entlastung gebe, sagte Grüttner.
Er sehe sich auf einer Linie mit Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU). Grüttner erlaubte sich einen Seitenhieb auf Politiker, die „unter Persönlichkeitsspaltung“ litten. Das dürfte Innenminister Boris Rhein (CDU) gegolten haben, der Frankfurter OB werden will und Kritik am Fluglärm äußerte. (olk.)
(30.01.2012) WO IST UWE OCHSENKNECHT IN FRANKFURT:
Hat vielleicht irgendjemand Uwe Ochsenknecht gesehen? Es ist nämlich so: Etlichen Tagen schon jammert sich Rocco Stark, Ochsenknechts außerehelicher Filius, durch das RTL-Dschungelcamp und erzählt jedem nolens volens, dass er und Papa leider keinen Kontakt hätten. Er wisse nicht einmal, wo Uwe Ochsenknecht wohnt. „Irgendwo in Frankfurt“ – das sei alles, was er wisse. Da weiß er mehr als wir. Doch da wir Uwe Ochsenknecht als bekennenden Saufaus, Schmecklecker und Lebemann einschätzen, glauben wir nicht, dass es sich um Frankfurt/Oder handelt.
Ein echter Lebemann hat es hier ja schon schwer genug. Aber wo zur Hölle treibt sich Ochsenknecht bitte schön rum, wenn es ihn denn tatsächlich von der Isar an den Main verschlagen haben sollte? Im King Kamehameha? Im Ivory-Club? An irgendeinem Wasserhäuschenfür Besserverdienende? Wir wissen es nicht. Wir würden es aber unheimlich gerne wissen. Weil uns angesichts der erschreckend geringen Promi-Dichte jeder noch so halbseidene Hallodri als Schreibunterlage von Herzen willkommen ist. Wenn jemand Uwe sieht: Schönen Gruß, er soll sich doch bitte mal in der Redaktion melden. Und bittebitte auch bei seinem „verlorenen Ochsensohn“ (Spiegel Online) Rocco. Das Gejammer ist ja nicht zum Aushalten!
SPD KRITISIERT ABORDNUNG EINES STÄDTISCHEN BEAMTEN IN INNENMINISTERIUM ALS "PLANUNSPOLITISCHE WAHLHILFE" :
Für die Sozialdemokraten im Römer ist der ganze Vorgang „mehr als seltsam“. Mit diesen Worten kommentiert SPD-Fraktionschef Klaus Oesterling am Freitag, dass Mark Gellert aus dem Frankfurter Rathaus ins hessische Innenministerium gewechselt ist. Der bisherige Sprecher von Planungsdezernent Edwin Schwarz (CDU) arbeitet jetzt als Referent des hessischen Innenministers Boris Rhein (CDU).
Rhein ist aber auch der OB-Kandidat der CDU. Es könne nicht sein, dass mit Gellert ein städtischer Beamter als „planungspolitischer Wahlhelfer“ für Rhein abgestellt werde, argumentiert Oesterling. Die Abordnung sei bis 31. März befristet – sechs Tage nach dem Stichwahlgang bei der OB-Wahl.
Für Rhein selbst ist alles eine ganz normale Sache. „Es ist absolut üblich, dass jemand befristet abgestellt wird“, sagte der Minister der FR. Gellert werde jetzt nicht mehr von der Stadt Frankfurt, sondern vom Innenministerium bezahlt.
Falls er die OB-Wahl gewinne und als Stadtoberhaupt nach Frankfurt wechsele, werde er Gellert mitnehmen, kündigte der Innenminister an. Er schätze den früheren Journalisten, sagte der CDU-Politiker: „Einen Gellert will man halten.“
Die SPD-Opposition im Römer lobt den designierten Planungsdezernenten Olaf Cunitz für seine Absicht, „im Falle seiner Wahl auf einen Pressesprecher zu verzichten und die Pressearbeit selbst zu erledigen.“ (jg/geo.)
U-BAHN VOM SCHAUSPIEL FRANKFURT GESTALTET:
Seit Samstag rollt eine durch das Schauspielhaus gestaltete U-Bahn durch die Innenstadt. Die mit verschiedenen Zitaten und großflächigen Schriftzügen bestückte U-Bahn wird auf verschiedenen Strecken eingesetzt. Die VGF stellt dem Schauspielhaus die Nutzung dieser U-Bahn kostenlos zur Verfügung.
„Wir freuen uns über einen weiteren Hingucker in unserem Fuhrpark und eine runde und ansprechende Kooperation zwischen den beiden Institutionen“, sagte VGF-Geschäftsführer Werner Röhre. Bereits seit 2009 steht die Station Willy-Brandt-Platz im Zeichen des Schauspiel Frankfurts. Im vergangenen Dezember wurden Video-Großprojektoren aufgestellt, um das Theater mit Bildern und visuellen Eindrücken noch bekannter zu machen. (tim)
HÖCHSTDOTIERTE DRESSUR-SERIE KOMMT NACH FRANKFURT:
Die höchstdotierte Dressur-Serie der Welt macht künftig auch in Frankfurt halt. Auch wenn die Verträge noch nicht unterzeichnet seien, sei man sich in allen wesentlichen Punkten mit den Verantwortlichen der World Dressage Master einig, sagte der Frankfurter Turnierleiter Klaus-Martin Rath.
Vier Stationen für die mit 425.000 Euro dotierte Serie stehen damit fest. Neben Frankfurt mit dem internationalen Reitturnier im Dezember München (Mai), Falsterbo (Schweden/Juli) und Wellington (USA), wo am Wochenende der Auftakt stattgefunden hatte.
CDU UND GRÜNE VOR MAGISTRATSNEUWAHL OPTIMISTISCH:
Vor der Neuwahl der Hälfte des hauptamtlichen Magistrats in Frankfurt am Donnerstag zeigen sich die Koalitionspartner CDU und Grüne optimistisch. Die Fraktionschefs Helmut Heuser (CDU) und Olaf Cunitz (Grüne) gaben sich im dapd-Gespräch überzeugt, dass Schwarz-Grün bei der Wahl im Stadtparlament ungeachtet des laufenden Oberbürgermeister-Wahlkampfs geschlossen agieren wird. Cunitz kandidiert für die Nachfolge seiner Grünen-Parteifreundin Jutta Ebeling als neuer Bürgermeister und damit zweiter Mann der Stadt.
Außerdem treten die Landtagsabgeordnete Sarah Sorge als Bildungs- sowie die OB-Kandidatin der Grünen, Rosemarie Heilig, als Umweltdezernentin an. Für die CDU bewerben sich Stadtkämmerer Uwe Becker und Kulturdezernent Felix Semmelroth um die Wiederwahl. (dapd)
RHEIN STELLT WERBEPLAKATE FÜR OB-WAHL VOR:
Hessens Innenminister Boris Rhein (CDU) hat am Samstag seine Werbeplakate für die Wahl des Frankfurter Oberbürgermeisters vorgestellt. Die Kampagne steht unter dem Motto „Frankfurt verpflichtet“. Der Vorsitzende der Frankfurter SPD, Gernot Grumbach, kritisierte die Aktion: Rhein zeige sich auf den Plakaten als „Kandidat ohne Inhalte“. (dapd)
(27.01.2012) FRANKFURTER GEDENKEN DER OPFER DES NATIONALSOZIALISMUS:
Mit einer Gedenkstunde in der Wandelhalle der Paulskirche erinnert der Magistrat heute um 11 Uhr an die Opfer des Nationalsozialismus. Am Mahnmal hinter der Kirche werden Kränze niedergelegt. Gleichzeitig spricht der Historiker Michael Wildt auf Einladung von Universität und Fritz-Bauer-Institut auf dem Campus Westend über „die gesellschaftliche Dimension der Gewalt im NS-Staat“ (11 Uhr, Hörsaalzentrum HZ 6). Auch im der Henry- und Emma-Budge-Stiftung (Wilhelmshöher Straße 279), beim Förderverein Roma in die Braubachstraße 8-22, im Foyer des früheren IG-Farben-Hauses wird der Opfer gedacht. (clau.)
GENAUE INFOS ÜBER FLUGLÄRMSCHUTZ IM INTERNET:
Genaue Informationen über den Schutz gegen den Lärm rund um den Frankfurter Flughafen gibt es jetzt auch im Internet. Dies teilte das Regierungspräsidium Darmstadt am Donnerstag mit. Über www.rp-darmstadt.hessen.de können Bürger rechts auf der Seite über „Lärmschutzbereich Flughafen Frankfurt“ mit wenigen Schritten über „Hessenviewer“ erfahren, ob ihre Immobilie im Lärmschutzbereich liegt und damit Ansprüche auf Erstattung von baulichen Schallschutzmaßnahmen bestehen könnten.
Eingegeben werden kann die Adresse. Um welchen Lärmschutzbereich es sich handelt, ist mit unterschiedlichen Farben markiert. Der Hessenviewer wird vom Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation zur Verfügung gestellt. Der Protest gegen Fluglärm hat seit der neuen Landebahn zugenommen. (dpa)
FRANKFURTER FORSCHER FINDEN ZWEI NEUE SPINNENARTEN:
Wissenschaftler des Forschungsinstituts Senckenberg haben die verstärkte Verbreitung zweier neuer Spinnenarten in Deutschland nachgewiesen. Dabei handle es sich um die Zitterspinnenart Holocnemus pluchei und die Kräuseljagdspinne (Zoropsis spinimana), berichtete der Frankfurter Arachnologe Peter Jäger.
Die Zitterspinne fand Jäger in einer sogenannten Zweitpopulation in einem Parkhaus am Mainzer Staatstheater, nachdem er zuvor schon Bestände an einem Busbahnhof in Köln, einem Botanischen Garten in Mannheim und der Großmarkthalle in Mainz entdeckt hatte. Die Kräuseljagdspinne wurde in Häusern im gesamten Bundesgebiet nachgewiesen, unter anderem in Frankfurt, Mainz, Freiburg und Bremen. Beide Arten sind im Mittelmeerraum heimisch und kamen mit Reisenden oder Warentransporten nach Deutschland, sagte Jäger. (dapd)
KRITIK AN KLINIKUM HÖCHST WEGEN STREICHUNG DER AUSBILDUNGSPLÄTZE:
Die geplante Streichung von Ausbildungsplätzen im Klinikum Höchst stößt bei der Opposition im Stadtparlament auf Unmut. In Dringlichkeitsanträgen fordern SPD und die Linke die Erhaltung der insgesamt 112 Ausbildungsplätze für Massage und Ergotherapie.
„Ausbildungsplätze streichen und später wegen Fachkräftemangel Fachkräfte aus dem Ausland anzuwerben, ist keine verantwortliche Lösung“, sagt der SPD-Stadtverordnete Sieghard Pawlik. Die Schule für Ergotherapie ist die einzige Schule in Hessen, die kein Schulgeld kostet, argumentiert die Linken-Fraktion. Darüber hinaus finden auch junge Menschen mit Hauptschulabschluss eine Ausbildungsmöglichkeit. Kritisch sieht Pawlik auch die Einengung der Entscheidung auf ausschließlich betriebswirtschaftliche Gesichtspunkte.
„Die Entscheidung berücksichtigt in keiner Weise soziale Gesichtspunkte und eine langfristige notwendige qualifizierte Versorgungssicherheit für Patienten“, so Pawlik. (tim.)
EX-RADPROFI DIDI THURAU WEGEN UNTREUE VOR GERICHT:
Der frühere Radsportprofi Dietrich „Didi“ Thurau (57) soll wegen Untreue auf Kosten seines Vaters eine Geldstrafe von 39 900 Euro zahlen. Ein entsprechender Strafbefehl wurde am Freitag vom Amtsgericht Frankfurt erlassen. Der Sportler und Immobilienkaufmann hatte nach Überzeugung des Gerichts eine Versicherungssumme von 49 000 Euro für eigene Zwecke ausgegeben. Das Geld war eigentlich für seinen Vater gedacht, der bei einem Unfall schwer verunglückt war.
Thurau hatte am Morgen aus seinem Wohnort in der Schweiz beim Gericht angerufen und angegeben, er sei eingeschneit und könne nicht kommen. Gericht und Staatsanwaltschaft akzeptierten diese Erklärung jedoch nicht und einigten sich auf den Strafbefehl. „Über das Wetter kann man sich vorher informieren“, hieß es. (dpa)
FRANKFURTER GRUNDSCHÜLER DEMONSTRIEREN GEGEN FLUGLÄRM:
Eltern und Kinder der Martin-Buber-Schule wollen am Freitag gegen den Fluglärm des nahen Flughafens protestieren. Schuld für den Krach im Unterricht sei vor allem der Bau der neuen Nordwestlandebahn. „Die Flugzeuge sind so laut, dass die Kinder sich weder beim Diktat noch sonst auf den Unterricht konzentrieren können“, sagte Sabine La Rocca, Elternbeiratsvorsitzende der Martin-Buber-Schule. Die Fenster des containerähnlich gebauten Gebäudes für die 220 Grundschüler im Stadtteil Sachsenhausen müssten wegen des Lärms immer geschlossen bleiben.
Auch andere Schulen aus Frankfurt und dem benachbarten Offenbach hätten angekündigt sich an der etwa einstündigen Demonstration zu beteiligen, sagte La Rocca. Sie erwartet etwa 1000 Teilnehmer. Kinder und Eltern wollen als Zeichen des Protestes Papierflugzeuge fliegen lassen.(dpa)
FREISPRUCH WEGEN NOTWEHR NACH TÖDLICHER FAMILIENFEHDE:
Ein 30-Jähriger Mann, der bei einer Fehde zwischen zwei Familien einen Kontrahenten erstochen hatte, ist freigesprochen worden. Der Mann sei bei dem Vorfall im April 2011 in einer akuten Notwehrlage gewesen, sagte der Vorsitzende Richter der Schwurgerichtskammer beim Frankfurter Landgericht am Donnerstag. Er sei von dem sehr viel stärkeren Mann gewürgt und zu Boden gedrückt worden. Dies hätten Zeugenaussagen und ein medizinisches Gutachten ergeben. Angeklagt war der 30-Jährige wegen Totschlags. Das Opfer war für ihn kein Unbekannter: Es war der Bruder seiner Schwägerin.
Zwischen den Familien war es zum Streit gekommen, weil die Schwägerin des Angeklagten dessen Bruder, mit dem sie verheiratet war, verlassen wollte und deshalb ihre Familie um Hilfe rief. Der Ehemann wollte verhindern, dass sie den gemeinsamen Sohn mitnimmt. Unmittelbar vor der blutigen Auseinandersetzung hatte er deshalb einen Selbstmordversuch unternommen und war in die Psychiatrie gebracht worden. Dies hatte die Atmosphäre zusätzlich aufgeheizt. Am Tattag waren schließlich Mitglieder beider Familien aneinandergeraten.
Es wird damit gerechnet, dass die Staatsanwaltschaft in Revision geht. Ihr Vertreter hatte für den Angeklagten mehr als zehn Jahre Haft gefordert.(dpa)
(26.01.2012) "OCCUPY RÖMER" DER HUMORIST UND TITANIC EX-CHEFREDAKTEUR OLIVER MARIA SCHMIDT KANDIDIERT FÜR OB-WAHL:
Am Donnerstag stellte er sein Wahlprogramm vor: Das Bankenviertel wird unter die Erde verlegt, die Nachbarstadt Offenbach eingemeindet, mehr niedliche Tiere für den Zoo. Für seinen Wahlkampf plant er Diskussionsrunden in Bahnhofskneipen („Trinker fragen - Politiker antworten“). Schmitt hatte nach eigenen Angaben bereits für den OB-Posten in Heilbronn und für den baden-württembergischen Landtag kandidiert und jeweils 0,2 Prozent der Stimmen bekommen.
SANIERUNG DES FRANKFURTER MUSEUMS STÄDEL IST ABGESCHLOSSEN:
Rund 52 Millionen Euro hat die Erweiterung und Sanierung des Frankfurter Städel Museums gekostet. Seit gestern ist klar: Die Finanzierung ist komplett gesichert. Der Städelsche Museums-Verein übergab einen Scheck über drei Millionen Euro und setzte damit den Schlusspunkt, wie das Museum mitteilte. „Wir sind stolz und glücklich“, sagte Städel-Direktor Max Hollein laut Mitteilung. Dank der Hilfe von Bürgern, Unternehmen und Politik habe das Museum ein weiteres Mal maßgeblich weiterentwickelt werden können.
BAHN SPENDIERT HESSISCHEN PENDLERN MASSAGE IM ZUG:
Fahrgäste auf der Strecke zwischen Nidderau und Bad Vilbel können der Zeit vom 30. Januar bis 1. Februar entspannt entgegensehen. Masseure und Stylisten werden und stressgeplagte Pendler vor Arbeitsbeginn im Zug mit einer Schulter- und Nackenmassage verwöhnen und kostenlos schminken, wie die Deutsche Bahn am Donnerstag in Frankfurt am Main mitteilte.
Der „Entpannnungszug“ fährt demnach an allen drei Tagen um 8.01 Uhr in Nidderau ab und soll planmäßig um 8.44 Uhr am Frankfurter Hauptbahnhof sein. Ob die Massagen auch dem Ärger über Verspätungen vorbeugen sollen, ist nicht bekannt.
(25.01.2012) NEUE TREPPEN IN DIE TIEFE: Von den 269 Rolltreppen, die die Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Laufen halten soll, stehen derzeit nur sechs. Das verwundert, weil Fahrgäste von U- und S-Bahnen doch meist den offensichtlich falschen Eindruck haben, dass in jeder Station mindestens eine Fahrtreppe gerade Siesta macht. Immerhin drei „Roller“ an der Hauptwache verweigern gerade ihren Beförderungsauftrag. Es soll aber besser werden.
3,9 Millionen Euro nimmt die VGF in diesem Jahr in die Hand, um zwölf neue Rolltreppen an der Hauptwache, der Alten Oper, dem Schweizer Platz, dem Südbahnhof, der Seckbacher Landstraße und der Bockenheimer Warte zu installieren. Die neuen Kurzstrecken-Fahrzeuge sollen leiser und komfortabler, vor allem aber weniger störanfällig sein. Eine lohnende Investition also. Arbeitslos werden die 20 Mitarbeiter, die ausschließlich für die Wartung der Rolltreppen zuständig sind, aber ganz gewiss nicht. (jah.)
"TIERSCHÜTZERIN" ENTFÜHRT MOPS: Ein Mops ist gemopst worden. Dieses Wortspiel musste sein, auch wenn es geklaut ist. Die Urheberrechte für „Mops gemopst“ liegen bei Isabell Neumann, Pressesprecherin im Polizeipräsidium. Am Dienstag berichtete Neumann über einen gemeinen Fall.
Es ist der 10. Januar. Bei einer 93 Jahre alten Frau im Westend klingeln zwei Damen, die zumindest sehr seriös ausgesehen haben sollen. Sie bieten der Seniorin an, ihren Hund auszuführen. Jenen acht Monate alten Mops. Ein paar Stunden später taucht die Frau auf dem 3. Polizeirevier auf: Der Mops ist gemop…, also, er ist weg.
Die Wendung zum Guten gelingt, als die Polizei die Tierärzte einschaltet. Der Mops trägt einen Chip, auf dem seine Daten gespeichert sind. Anhand der Nummer stellt ein Veterinärmediziner fest, dass er den Hund vor wenigen Tagen behandelt hat. Er sucht die Adresse der vermeintlichen Halterin raus. Tatsächlich: Die 74-Jährige gehörte zu den beiden Frauen, die mit dem Mops Gassi waren. Seit Dienstag ist das Tier wieder bei seiner Besitzerin im Westend. Die Entführerin gab bei der Polizei an, sie sei „Tierschützerin“. Bei ihr, so meinte sie, gehe es dem Mops besser. (geo.)
(24.01.2012) PROTEST GEGEN ERWEITERUNG DES WELTKULTUREN-MUSEUMS KEHRT ZURÜCK:
"Unser Protest wird sichtbar sein“, sagt Hartmut Schröter. Der Sprecher der Bürgerinitiative „Freunde des Museumsparks“ nimmt die Einladung von Kulturdezernent Felix Semmelroth (CDU) an, die Protest-Transparente gegen die Erweiterung des Museums der Weltkulturen wieder im Park aufzuhängen.
Sie waren am Freitag vergangener Woche von der Stadt beseitigt worden. Semmelroth hatte die Aktion alleine Museums-Direktorin Clémentine Deliss angelastet und deren Eingreifen als „unnötig“ und „überzogen“ kritisiert.
Am heutigen Dienstagabend um 19 Uhr will Deliss ihre erste Ausstellung im Museum eröffnen. „Zu diesem Anlass wollen wir unsere Meinung deutlich machen“, versprach Schröter. (jg)
PETER-PETERSEN-SCHULE SOLL ZUR IGS WERDEN:
Die Peter-Petersen-Schule in Eschersheim soll zu einer Integrativen Gesamtschule (IGS) umgestaltet werden. Der Magistrat stimmte für eine entsprechende Teilfortschreibung des Schulentwicklungsplans der Stadt für den Planungsbezirk 9. Schulleiter Bernhard Becker hatte am Montag im Bildungsausschuss für ein entsprechendes Votum geworben. Die Anmeldungen für die weiterführenden Schulen stünden bevor, und es gebe bereits sehr viele Anfragen von Eltern, die sich für eine IGS und G9 interessierten. Die Peter-Petersen-Schule war bisher eine Kooperative Gesamtschule. Den Antrag auf Organisationsänderung hatte sie vor einem Jahr gestellt. Die beiden verbleibenden Kooperativen Gesamtschulen in Nieder-Eschbach und Enkheim haben jeweils gymnasiale Oberstufen. (sha.)
KEINE AUSKUNFT ZU INTEGRATIONSKONZEPT:
Die Koalitionsparteien im Römer haben mit ihrer Mehrheit einen Antrag der SPD im Bildungsausschuss abgelehnt, sich zur Umsetzung des Integrationskonzepts zu äußern. Der SPD-Stadtverordnete und integrationspolitische Sprecher Turgut Yüksel hatte die Dezernate unter dem Titel „Das Integrationskonzept: beschlossen und vergessen“ aufgefordert, detailliert darzulegen, inwiefern sie die Auflagen aus dem Programm erfüllt hätten. Dass der Antrag am Montagabend abgewiesen wurde, nannte er „ein Armutszeugnis“. „Es geht nur um Fragen“, sagte er.
Integrationsdezernentin Nargess Eskandari-Grünberg (Grüne) entgegnete, das Konzept sei nicht vergessen, sondern „ganz aktiv und stark“. Sie versprach einen Zwischenbericht bis zum Sommer und einen ausführlichen Bericht zum Stand des Integrationskonzepts aus allen Dezernatsbereichen im Jahr 2013. (sha.)
EBELING ZIEHT BILANZ FÜR KONJUNKTURPROGRAMM:
Frankfurt hat 170 Millionen Euro aus dem 2009 von Bund und Land beschlossenen Konjunkturprogramm erhalten, und 107 Millionen Euro davon gingen in den Bereich Bildung. Das berichtete Bürgermeisterin Jutta Ebeling (Grüne) am Montagabend im Bildungsausschuss in einer abschließenden Bilanz für das 2010 begonnene Programm.
Davon habe man 8,5 Millionen Euro den Schulen zur freien Verfügung gestellt, so die Bildungsdezernentin. „Das Geld ist für IT, Musikinstrumente oder Möbel ausgegeben worden.“ Weitere 4,5 Millionen Euro flossen in kleinere Projekte wie die Toilettensanierung. Für einen größeren Batzen, nämlich 94 Millionen Euro, wurden laut Ebeling sechs Cafeterien sowie sechs Turnhallen gebaut. (sha.)
BAHN WEIST SCHIFFBRÜCHIGE AM FLUGHAFEN AB:
Mitarbeiter der Bahn haben in Frankfurt Schiffbrüchigen der „Costa Concordia“ die Heimreise mit dem ICE verwehrt - weil diese kein Geld für eine Bahnfahrkarte dabei hatten. Wie ein Sprecher des Unternehmens mitteilte, habe sich der Vorstand inzwischen bei dem 70 Jahre alten Mann und seiner 66 Jahre alten Frau aus dem Westerwald für die Panne am Sonntag entschuldigt. Statt der Bundespolizei am Fernbahnhof des Flughafens die Notlage zu schildern, hätten die beiden mit dem Zugpersonal verhandelt, das für solche Situationen nicht ausgebildet sei. (dpa)
GITARRIST McLAUGHLIN ERHÄLT FRANKFURTER MUSIKPREIS:
John McLaughlin (70), Stargitarrist und einer der bekanntesten Jazzmusiker der Welt, wird mit dem Frankfurter Musikpreis geehrt. Der Künstler, der mit namhaften anderen Musikern wie Carlos Santana zusammenarbeitete und zahlreiche Gitarristen beeinflusste, gehöre zu den Menschen, die man als Weltmusiker bezeichnen könne, hieß es in der Begründung der Jury. Ausgezeichnet werde ein Werk, das „sich immer durch Respekt und Offenheit gegenüber vielen anderen Richtungen, Ausdrucksformen und Kulturen ausgezeichnet hat, und nicht durch Genregrenzen und Dogmatismus“. (dpa)
(23.01.2011) 100 TAGE OCCUPY-CAMP:
Die Occupy-Bewegungen in Deutschland wollen enger zusammenarbeiten. Am Wochenende veranstalteten die Finanzmarktkritiker das erste deutschlandweite Treffen in Frankfurt. „Wir wollen schauen, wo wir Synergien erzeugen können“, sagte ein Sprecher des Camps. Ende Februar wollen sich die Gruppen für eine dreitägige Veranstaltung in Frankfurt treffen und dort über gemeinsame Aktionen beratschlagen.
Zu der Veranstaltung waren am Samstag 120 Mitglieder von 21 deutschen Occupy-Bewegungen gekommen. Die Veranstaltung wurde per Internet übertragen. Am Sonntag trafen sich den Angaben zufolge insgesamt mehr als 250 Menschen in Frankfurt zur Ideensammlung, unter ihnen auch Mitglieder von anderen Protestorganisationen und linken Parteien.
Es war das erste persönliche Treffen der Initiativen - bisher hatten sie sich per Internet oder Telefon ausgetauscht. Das Frankfurter Zeltlager von Occupy vor der Europäischen Zentralbank (EZB) war im vergangenen Oktober errichtet worden. Am Montag wird die Bewegung dort 100 Tage alt.
MONTAGSDEMO GEGEN FLUGLÄRM:
Das Bündnis der Bürgerinitiativen gegen Fluglärm ruft am heutigen Montag, 23. Januar, 18 Uhr, wieder zur Demonstration im Terminal 1 des Flughafens Frankfurt auf. Vergangene Woche waren wieder mehrere tausend Menschen am Flughafen erschienen, um ihren Unmut über den Lärm nach Inbetriebnahme der neuen Landebahn kund zu tun. (sabu)
CDU UND GRÜNE EINIG ÜBER STADTBAHN IM EUROPAVIERTEL:
Der künftige Stadtbahnanschluss ins Europaviertel ist jetzt von den Koalitionsfraktionen CDU und Grüne im Römer in einem gemeinsamen Antrag im Detail vereinbart worden. Die Bahn verkehrt zunächst nur bis zur Station Güterplatz unterirdisch und kehrt dann an die Erdoberfläche zurück. Alle drei westlich anschließenden Stationen, also Emser Brücke, Europagarten und Wohnpark liegen über der Erde.
Im Bereich des Europagartens aber kehrt die Bahn vorübergehend unter die Erde zurück und wird gemeinsam mit dem Autoverkehr in einem Tunnel geführt.
Die oberirdischen Haltestellen werden direkt zu den Gehwegen geöffnet. Die Stadtbahn soll „auf einem echten Rasengleis fahren“, auf straßenbegleitende Zäune wird verzichtet.
Der gemeinsame Antrag von CDU und Grünen soll am 1. März in der Stadtverordnetenversammlung beschlossen werden. Im Mai soll dann die Stadtregierung den Antrag auf Zuschüsse nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) stellen. Heuser und Cunitz geben sich zuversichtlich, dass der Bau der Stadtbahn dann im Herbst des Jahres 2013 begonnen werden kann.( jg.)
DENKMALGESCHÜTZTE VIKTORIA-APOTHEKE WIRD SANIERT:
Oh Schreck, Sie ist weg Eines der markantesten Gebäude an der Fressgass ist hinter einem Baugerüst verschwunden. Der Pavillon der Viktoria-Apotheke wird zurzeit kernsaniert. Die Apotheke selbst ist ausgezogen. Das Erscheinungsbild des denkmalgeschützen Gebäudes werde bei der Renovierung nicht verändert, versichert das Bad Homburger Architekturbüro Bezzenberger. Der Pavillion wurde 1956 nach Entwurf von W. Romberger erbaut. Zu seinen Besonderheiten gehören Rundumverglasung und Leichtmetallfenster mit Messing-Eloxal. Die Viktoria-Apotheke wird nach der Sanierung allerdings nicht wieder dort einziehen. (bil.)
RASANTES WACHSTUM BEI DER TG BORNHEIM:
Die Turngemeinde Bornheim ist weiter rasant auf Wachstumskurs. Wie TG-Vorsitzender Peter Völker beim Neujahrsempfang am Samstag ausführte, konnte der Verein im vergangenen Jahr 2057 neue Mitglieder gewinnen. Allein in den ersten drei Wochen des neuen Jahres kamen weitere 200 Neue hinzu, so dass sich die Gesamtmitgliederzahl beim „hessischen Riesen“ bei aktuell 21447 bewegt.
Zu verdanken sei die jüngste Entwicklung beim größten Sportverein in Hessen vor allem den mehr als 60 Kursangeboten, die seit Inbetriebnahme des nagelneuen „Sportcenters 2“ seit September zusätzlich offeriert werden können. Durch den Neubau sind unter anderem drei neue Gymnastikräume entstanden. (am.)
STADTRAT LÄDT ZUM PROTEST GEGEN ERWEITERUNG DES MUSEUMS DER WELTKULTUREN:
Für „unnötig“ und „überzogen“ hält es Kulturdezernent Felix Semmelroth (CDU), dass die Stadt den Protest gegen die Erweiterung des Museums der Weltkulturen aus dem Sachsenhäuser Museumspark beseitigen ließ. Ein großes Transparent mit der Aufschrift „Rettet den Park!“, das die Bürgerinitiative im September dort angebracht hatte, war am Freitag abgehängt worden. Auch die roten Bänder um alle Bäume, die aus Sicht der Initiative wegen des Bauwerks fallen müssen, waren verschwunden. Semmelroth gab der Direktorin des Museums der Weltkulturen, Clémentine Deliss, die Schuld an der Aktion. „Sie hat alles abhängen lassen.“ Der Kulturdezernent äußerte „emotional“ dafür Verständnis. Schließlich werde am 24. Januar die erste Ausstellung von Deliss im Museum eröffnet. Dennoch sei das Abhängen „nicht nötig“ gewesen.
Mehr noch: Semmelroth lud die Bürgerinitiative ausdrücklich dazu ein, ihren Protest zu erneuern. „Wenn die Gegner der Museumserweiterung die Plakate wieder aufhängen wollen, habe ich nichts dagegen.“ Er werde persönlich dafür Sorge tragen, dass Transparente nicht beseitigt würden: „Ich werde sie schützen.“ Semmelroth bestritt, dass er persönlich oder das Kulturdezernat die Beseitigungsaktion veranlasst hätten. Auch habe es keine Einflussnahme von seiner Grundsatzreferentin Ann Anders (Grüne) gegeben. „Eine solche Anweisung könnte Frau Anders gar nicht geben.“ Am Freitag hatte Museumsdirektorin Deliss erklärt, das Abhängen sei auf Veranlassung und im Einvernehmen mit Anders geschehen. Die Grundsatzreferentin selbst hatte zugegeben, sie habe Deliss „wohl auf die Idee gebracht“. (jg.)
FRANKFURT KASSIERTE 10,7 MILLIONEN EURO VON FALSCHPARKERN 2011:
Einmal das Auto zum Brötchenholen im Halteverbot abgestellt und schon pappt ein Zettel des Ordnungsamtes unter dem Scheibenwischer - ein sogenanntes „Knöllchen“ als Zahlungsaufforderung. Was die Autofahrer ärgert, freut die städtischen Kassen. Denn Kommunen verdienen an Verkehrssündern im sogenannten ruhenden Verkehr nicht schlecht, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa zeigt. Frankfurt etwa konnte im vergangenen Jahr rund 10,7 Millionen Euro von Autofahrern kassieren. Das waren 400.000 Euro mehr als 2010. (dpa)
GOETHE-HAUS SICHERT SICH SELTENE NOVALIS-HANDSCHRIFT:
Eine für 200 Jahre verschollene Handschrift des romantischen Dichters Novalis hat der Träger des Frankfurter Goethe-Hauses erworben. Handschriften zu zentralen Werken der Weltliteratur tauchten nur äußerst selten auf dem Markt auf, teilte das Museum mit. Seit 50 Jahren sei zu Novalis Werk nichts Vergleichbares angeboten worden. (dpa)
NEUER STADTELTERNBEIRAT:
Erstmals seit acht Jahren steht wieder eine Frau an der Spitze des Stadtelternbeirats: Ulrike Fay wurde am Wochenende zur neuen Vorsitzenden gewählt. Zur Abstimmung am Samstag hatten insgesamt 56 Schulen etwa 100 Delegierte in die Walter-Kolb-Schule entsandt. Zwar gibt es in Frankfurt mehr als 150 Schulen; die Beteiligung an der Abstimmung sei aber schon niedriger gewesen, so der Stadtelternbeirat.
Ganz oben auf der Agenda steht für das neu gewählte Gremium nach eigenen Angaben der Kampf gegen den Ausfall von Schulstunden. Pro Schultag müssten in Frankfurt etwa 350 Lehrer vertreten werden – wegen Elternzeit, Schwangerschaft oder längerer Krankheit. Hinzu kämen kurzfristige Vertretungen. Ein weiteres wichtiges Thema sind demnach Gesundheit und Hygiene an den Schulen, vor allem die enorme Belastung durch Fluglärm in den südlichen Stadtteilen.
Zum neu gewählten Stadtelternbeirat gehören 18 Personen. Fay, die von der Helene-Lange-Schule in Höchst kommt, hat vier gleichberechtigte Stellvertreter: Alix Puhl (Textorschule), Kirsten Gerstner (Freie Waldorfschule), Rolf Rieckmann (Michael-Ende-Schule) und Seyed Shahram Iranbomy (Otto-Hahn-Schule). (sha.)
(20.01.2012) HALLENBAD HÖCHST AM WOCHENENDE GESCHLOSSEN:
Wegen einer Sportveranstaltung am Wochenende bleibt das Hallenbad Höchst in der Melchiorstraße 21 am Samstag und Sonntag geschlossen. Das gilt auch für den Sonntag, 29. Januar, teilen die Bäderbetriebe mit.
EX-OBERKIRCHENRAT WEGEN UNTREUE ANGEKLAGT:
Ein ehemaliger leitender Mitarbeiter des Evangelischen Regionalverbands Frankfurt soll etwa 500:000 Euro abgezweigt haben - nun ist gegen den Ex-Oberkirchenrat Anklage wegen gewerbsmäßiger Untreue in 45 Fällen erhoben worden. Das sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Frankfurt, Doris Möller-Scheu, am Freitag.
Nach Darstellung der Ermittler hatte der 46-Jährige Abfindungszahlungen an ausgeschiedene Mitarbeiter fingiert und auf sein Konto geleitet. Er habe die Vorwürfe eingeräumt, sagte Möller-Scheu. Nach ihrer Einschätzung könnte der Prozess im März beginnen. Das Landgericht muss noch über die Eröffnung entscheiden. (dpa)
SCHULE IN NIED SOLL PANORAMASCHULE HEISSEN:
Die zweite Schule für praktisch Bildbare in Nied soll in Zukunft „Panoramaschule“ heißen. Das beschloss der Ortsbeirat 6 in seiner Sitzung am Dienstag.
Schulleiter Michael Stenzel war gekommen, um für eine Zustimmung zu werben. „Es ist kompliziert, immer wieder den Namen zweite Schule für praktisch Bildbare auszusprechen“, sagte Stenzel. „Es wäre schön, wenn Sie den Namen die Zustimmung geben, den die Schüler ausgesucht haben.“ Der Name spiegele das Konzept und die Haltung der Schule wider, fand die SPD, die den Antrag gestellt hatte. (tim.)
RATHAUS-SANIERUNG IN BERGEN WIRD TEURER:
Die Sanierung des Alten Rathauses wird voraussichtlich teurer und umfangreicher als geplant. Zwischen 300000 und 350000 Euro zusätzlich werde der Ortsbeirat beantragen müssen, sagte Ortsvorsteherin Renate Müller-Friese am Dienstagabend. Es solle nach den neuen Planungen etwa der Turm des Rathauses beleuchtet werden. Bisher hatte es einen Etat von 880000 Euro für die Sanierung gegeben. Die Arbeiten sollten ursprünglich bereits 2010 abgeschlossen sein. Sie hatten sich verzögert, weil eine Vorabuntersuchung ergeben hatte, dass der Dachstuhl eine bauliche Rarität aus dem 16. Jahrhundert ist. In der nächsten Ortsbeiratssitzung am 14. Februar wird die Sanierung Thema der Bürgerfragestunde sein. Eine Vertreterin des Kulturamts wird nähere Auskünfte zur Sanierung geben. (juf.)
FLÖRSHEIMER STADTVERORDNETE TAGEN IM FLUGHAFENTERMINAL:
Aus Protest gegen die neue Landebahn am Frankfurter Flughafen verlegt die Stadtverordnetenversammlung der Gemeinde Flörsheim ihre nächste Versammlung in die Abflughalle. Die „symbolische Sitzung“ ist für den kommenden Dienstag (24. Januar) im Terminal 1 angekündigt. Dort soll „öffentlichkeitswirksam“ über eine Resolution zur Flughafenerweiterung debattiert werden, berichtete die vom Fluglärm besonders stark betroffene Gemeinde am Freitag. Diese soll danach dem Flughafenbetreiber übergeben werden. Fraport und Landesregierung seien als Gäste gern gesehen. (dpa)
DER PLATZ VOR DER SCHELMENBURG HAT EINEN NAMEN:
Der Platz vor der Schelmenburg heißt seit Beginn dieser Woche offiziell „Schelmenburgplatz“. Bisher war der Platz ein Teil der Marktstraße gewesen. Im Mai hatte der Ortsbeirat einen Antrag auf Umbenennung gestellt, dem der Magistrat Ende November 2011 zugestimmt hatte. Der Magistrat hatte sich aber noch Zeit erbeten, um die Anlieger über die Adressänderungen zu informieren. Nachdem dies erfolgt ist, bekommt der Platz nun eine neue Beschilderung. Umgangssprachlich nennen die Bergen-Enkheimer den Platz ohnehin seit langem „Schelmenburgplatz“ hatte es in dem Antrag des Ortsbeirats geheißen. (juf.)
(19.01.2012) EIN ASTEROID WIRD NACH DER STADT HANAU BENANNT
Ein zwischen Mars und Jupiter kreisender Asteroid heißt nun offiziell Hanau. Wie die Brüder-Grimm-Stadt am Donnerstag mitteilte, wurde „ihr“ Himmelskörper in die Liste der Kleinplaneten des zuständigen „Minor Planet Centers“ aufgenommen. Auf den Namen habe ihn Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) bereits im Juli 2011 getauft, beim Besuch in Hanaus japanischer Partnerstadt Tottori. Dort war der Asteroid mit der Nummer 75058 im Jahr 1999 entdeckt worden - und Hanau durfte sich bei den Feierlichkeiten zum zehnjährigen Bestehen der Städtepartnerschaft den Namen aussuchen. (dpa)
FLUGLÄRMKOMMISSION GEGEN ENTLASTUNG DER NORDWESTBAHN
Die Frankfurter Fluglärmkommission hat sich gegen eine Verschiebung des Flugbetriebs von der umstrittenen Nordwestlandebahn auf die alte Südbahn ausgesprochen. Im Wahlkampf für die Oberbürgermeisterwahl in Frankfurt im März kursierten derzeit solche Vorschläge von Politikern. Sie seien aber weder ausreichend geprüft, noch entsprächen sie den vom Forum Flughafen und Region sowie der Fluglärmkommission erarbeiteten objektiven Kriterien, kritisierte der Kommissionsvorsitzende und Bürgermeister von Raunheim, Thomas Jühe (SPD), am Donnerstag. „Ein solches Vorgehen beschädigt die fruchtbare konstruktive Arbeit dauerhaft und verhindert ein nachhaltiges Arbeiten in den bestehenden Gremien“, sagte Jühe laut Mitteilung. (dpa)
Mit einem Film über den Missbrauch an der Odenwaldschule und mit zwei „Tatort“-Krimis ist der Hessische Rundfunk (hr) für den diesjährigen Grimme-Preis nominiert. Insgesamt stellen sich fünf hr-Beiträge dem Votum der Jury, wie der Sender am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Dazu zählt in der Kategorie Fiktion neben den beiden „Tatort“-Streifen „Der Tote im Nachtzug“ sowie „Das Dorf“ auch die Tragikomödie „Ein guter Sommer“. In der Sparte Information & Kultur ist der Sender mit der Dokumentation „Die Wahrheit über Dracula“ und der SWR/hr-Koproduktion „Geschlossene Gesellschaft - Der Missbrauch in der Odenwaldschule“ vertreten. (dpa)
(18.01.2012) GROSSE NAMEN ALS BESUCHERMAGNETEN: Die Schirn Kunsthalle in Frankfurt will in diesem Jahr vor allem mit Ausstellungen bedeutender und bekannter Künstler Publikum anlocken. Große Hoffnungen setzt Direktor Max Hollein dabei unter anderem in die Werkschau „Edvard Munch. Der Moderne Blick“, die gerade im Pariser Centre Pompidou gezeigt wird und ab dem 9. Februar in Frankfurt zu sehen ist. Auch Ausstellungen des Impressionisten Gustave Caillebotte (18. Oktober bis 20. Januar 2013) sowie des zeitgenössischen Künstlers Jeff Koons (21. Juni bis 23. September) stehen auf dem Programm, wie die Kunsthalle am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. „Der Schirn steht eines der besucherreichsten Jahre in ihrer Geschichte bevor“, sagte Hollein. Auch das von Hollein geführte Städel Museum in Frankfurt will in diesem Jahr mit großen Namen auf sich aufmerksam machen: Nach der Eröffnung des unterirdischen Erweiterungsbaus Ende Februar sind Ausstellungen mit Arbeiten des Landschaftsmalers Claude Lorrain (3. Februar bis 6. Mai), mit Zeichnungen von Raffael (9. November bis 3. Februar 2013) und zur „Schwarzen Romantik“ (21. September bis 20. Januar 2013) geplant. (dpa)
KINOWOCHEN FÜR SCHULKINDER: Filmklassiker von Charlie Chaplin bis zu „Lola rennt“ stehen im Mittelpunkt der 6. Schulkinowochen in Hessen. Der Kinderfilm „Flussfahrt mit Huhn“ von 1983 eröffnet am 5. März in Kassel das Programm, zum Abschluss am 16. März wird in Frankfurt Chaplins fortschrittskritischer Streifen „Moderne Zeiten“ von 1936 gezeigt. Dazwischen laufen in hessenweit 75 Spielstätten 90 Filme für Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen, geplant sind etwa 1.300 Vorstellungen. „Ich bin gespannt, was die Kinder sagen, die „King Kong“ in der Originalfassung von 1933 zu sehen bekommen“, sagte Kultusministerin Dorothea Henzler (FDP) am Mittwoch bei der Vorstellung des Programms in Wiesbaden. Der Klassiker des Monster- und Abenteuerfilms wird für Schüler ab der 7. Klasse empfohlen, er kann laut Programmheft in Deutsch, Kunst, Religion/Ethik, Geschichte, Philosophie oder Sozialkunde diskutiert werden. Lehrerinnen und Lehrer können ihre Schulklassen bis zum 19. Februar für die Filme anmelden. Seit den ersten Schulkinowochen 2006 haben etwa 200.000 Schüler in Hessen die Vorstellungen besucht. Allein im vergangenen Jahr waren es 42.000, wie Claudia Dillmann, die Leiterin des Deutschen Filminstituts in Frankfurt, sagte. Bundesweit haben die Schulkinowochen 2,8 Millionen Schüler erreicht. (dpa)
WENIGER ZELTE IM OCCUPY-CAMP:
Das Zeltlager der Occupy-Bewegung vor der Europäischen Zentralbank (EZB) ist kleiner geworden. „Wenn der Winter überstanden ist, werden es wieder mehr Zelte“, sagte ein Sprecher vom Info-Telefon des Camps am Montag. Einige Zelte seien wegen der Kälte abgebaut worden. „Aber wir haben mehr Aktivisten.“ Er schätze die Zahl auf rund 300, genau wisse das niemand. Trotz des Aus' für das Camp in Berlin wachse die Bewegung, und für das Wochenende sei ein bundesweites Occupy-Vernetzungstreffen in Frankfurt geplant.
Die Finanzmarktkritiker dürfen mindestens noch bis zum 24. Januar auf der Wiese vor der EZB campen, wie ein Sprecher des Ordnungsamtes sagte. Derzeit gebe es keinen Grund, die Erlaubnis dann nicht noch weiter zu verlängern. „Da ist alles Friede, Freude, Eierkuchen.“ (dpa)
FRANKFURTER ALTSTADT NIMMT GESTALT AN:
Die neue Bebauung der Frankfurter Altstadt nimmt allmählich Gestalt an. Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) legt am nächsten Montag (23.1.) während eines Festakts den Grundstein. Das teilte die DomRömer GmbH am Dienstag mit. Die Vorbereitungen für die Neubebauung seien in vollem Gange: Das ehemalige Technische Rathaus wurde bereits abgerissen, die Tiefgarage am Römer ist mitten im Umbau. Die Bodenplatte, Gründungsebene für die neuen Altstadthäuser, werde derzeit hergestellt.
In den nächsten Monaten sollen die Arbeiten zur Verlegung des U-Bahn-Zuganges am Dom sowie die Absenkung des Krönungswegs beginnen. In der zweiten Jahreshälfte könnte mit dem Bau des ersten Hauses begonnen werden.
Mindestens 15 historische Häuser werden im alten Stil rekonstruiert. Für acht davon tritt die Stadt in Vorleistung. Für sieben der acht anderen angebotenen Rekonstruktionen gibt es Kaufinteressenten. Lediglich für das größte Gebäude (Hühnermarkt 18) fand sich noch kein Interessent. Eine neunte Rekonstruktion (Braubachstraße 27), die ein Hotel beherbergen soll, sei mit verschiedenen Interessenten gesondert verhandelt worden. Die Bauform ist noch offen.
EXPERTEN ERWARTEN STABILES FLUGHAFENGESCHÄFT:
Trotz der starken Anwohnerproteste gegen zunehmenden Fluglärm erwarten Experten in den kommenden Jahren ein stabiles Geschäft für den Frankfurter Flughafen. Die Betreibergesellschaft Fraport werde davon profitieren, dass sich die Lufthansa langfristig auf das Drehkreuz Frankfurt festgelegt hat, erklärte der Analyst Tobias Sittig von der MainFirst Bank am Montagabend vor Journalisten in Frankfurt. Mit der neuen Landebahn und den weiteren Ausbauschritten sei ein stabiles Wachstum möglich.
Jürgen Pieper von der Frankfurter Privatbank Metzler forderte im Luftfahrt-Presseclub die Beteiligten auf, die anstehende Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts zu respektieren und umzusetzen. Der Flughafen in der dicht besiedelten Rhein-Main-Region könne notfalls auch mit einem Nachtflugverbot profitabel betrieben werden. (dpa)
ZDF VERFILMT NEUHAUS-KRIMI:
Die Kriminalromane „Schneewittchen muss sterben“ und „Die ungeliebte Frau“ der Autorin Nele Neuhaus werden für das Fernsehen verfilmt. Das ZDF hat sich die Rechte an der fünf Bücher umfassenden Krimireihe gesichert, sagte ein Sprecher des Senders am Montag. Schon 2012 sollen die Dreharbeiten an Originalschauplätzen in Frankfurt und im Taunus beginnen. Wer das Ermittlerduo spielt, stand zunächst noch nicht fest. Die Produktion der Filme übernimmt die Firma all in production (München). Nach Verlagsangaben ist Neuhaus' meistverkaufter Krimi-Roman „Schneewittchen muss sterben“ bis jetzt rund 850 000 Mal über die Ladentheke gegangen.
BOUFFIER WILL RHEIN-MAIN-REGION UNTER STROM SETZEN:
Mehr Elektroantriebe auf die Straße: Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat heute die Bewerbung Hessens für das Bundesprogramm „Schaufenster der Elektromobilität“ auf den Weg gebracht. Eines dieser „Schaufenster“ soll die Region „Frankfurt Rhein-Main“ werden. Das von der Bundesregierung ausgeschriebene Förderprogramm soll helfen, Deutschland zu einem führenden Markt und Anbieter für diese Technik zu entwickeln und die Emissionen zu senken, um Klimaschutzziele einzuhalten. Es gibt acht Bewerber - darunter laut Bouffier die Regionen München, das Ruhrgebiet oder Stuttgart. Hessen sieht aber für sich eine gute Chance. (dpa)
FRANKFURTER TAXIZENTRALE WILL WIEN EROBERN:
Zwei Frankfurter Brüder wollen den Markt der Wiener Taxi-Vermittlungen aufmischen. Die beiden Betreiber von Main Taxi Frankfurt eröffnen demnächst in der österreichischen Hauptstadt eine Filiale, um den zwei dortigen Funkzentralen Konkurrenz zu machen. Bei Besuchen in Wien kamen Ralph und Holger Brück auf die Idee, zu expandieren. „Zurzeit läuft der Testbetrieb. In drei bis vier Wochen werden wir auf die Taxikundschaft direkt zugehen“, sagte Ralph Brück der Nachrichtenagentur APA.
In Wien gebe es nur zwei Funkzentralen. Von den 4500 Taxis würden aber 2000 auf einen Vertrag mit einer Zentrale verzichten, weil ihnen die Kosten von 600 Euro im Monat zu teuer seien. Das sei ihre Zielgruppe, die sie als Kunden mit ihrer Funkvermittlung für 280 Euro gewinnen möchten. Zum Vergleich: In Frankfurt gebe es bei 1700 Taxis fünf Zentralen. (dpa)
(17.01.2012) TAUSENDE PROTESTIEREN WIEDER GEGEN FLUGLÄRM:
Zum ersten Mal im neuen Jahr haben gestern wieder tausende Menschen im Frankfurter Airport gegen den Fluglärm im Rhein-Main-Gebiet protestiert. Nach Angaben der Organisatoren kamen zu der Demonstration im Terminal des Flughafens rund 5500 Teilnehmer - das wären so viele wie noch nie zuvor. Die Polizei sprach dagegen von rund 2700 Teilnehmern. Die Demonstranten trugen Plakate mit Aufschriften wie „Stop Fluglärm - Hört unsere Stimmen!“ oder „Ihr tretet unsere Gesundheit mit Füßen“. (dpa)
URTEIL GEGEN FLUGHAFEN-ATTENTÄTER ÜBERRASCHEND VERSCHOBEN:
Statt an diesem Donnerstag werde das Urteil gegen den Flughafen-Attentäter möglicherweise erst am 30. Januar gesprochen, teilte das Oberlandesgericht Frankfurt am Dienstag mit.
Zur Begründung hieß es, es seien neue Tatsachen bekanntgeworden, die einen Wiedereintritt in die Beweisaufnahme erforderlich machten. Es werde noch ein weiterer Zeuge vernommen. Wer aussagen soll und welcher Zusammenhang zu dem Fall besteht, wollte ein Gerichtssprecher nicht sagen.
Bei dem ersten islamistisch motivierten Anschlag in Deutschland hatte der 21-jährige Arid U. im März 2011 am Frankfurter Flughafen zwei US-Soldaten erschossen und zwei weitere schwer verletzt. Bundesanwaltschaft, Verteidigung und Nebenklage hatten bereits ihre Plädoyers gehalten. Diese müssen nun ebenfalls wiederholt werden. (dpa)
VORTRAG ÜBER FRANKFURTS WURZELN:
Zu seiner Geschichte habe Frankfurt nach dem Zweiten Weltkrieg ein Missverhältnis gehabt, analysiert der Historiker Andreas Hansert in einem Vortrag. Am 26. Januar, 19 Uhr, zeichnet er im Saal der Frankfurter Sparkasse, Neue Mainzer Straße 49, für das Kuratorium Kulturelles Frankfurt die Entwicklung seit den 20er Jahren nach. Mit der Rolle als Finanz- und Verkehrszentrum habe Frankfurt „seine älteren historischen Wurzeln vergessen“. In der Altstadt-Debatte kämen sie nach 70 Jahren wieder zum Vorschein. Der Eintritt ist frei. (clau.)
(16.01.2012) ALTGLAS-ENTSORGER VEOLIA RÜGT FES:
Der umstrittene Altglas-Entsorger Veolia hat die Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) für ihr Verhalten bei der Beantragung neuer Container gerügt. Das geht aus einem Schreiben des Hamburger Unternehmens vom Donnerstag hervor, das der Frankfurter Rundschau vorliegt. Obwohl Veolia bereits im Oktober angeboten habe, neue Container aufzustellen, und dies am 1. Dezember beschlossen worden sei, sei die FES ihrer vertraglichen Pflicht zur Korrespondenz mit der Stadt „nicht nachgekommen“, so das Unternehmen in dem Schreiben.
Veolia bezieht sich in der Rüge auf ein Schreiben der Stadt, aus dem hervorgeht, dass der FES-Antrag für weitere Container „wegen fehlerhafter Adressierung“ nicht am 19. Dezember, sondern erst am 2. Januar zugestellt wurde. Erst am 12. Januar sei er dann zur Bearbeitung an Veolia weitergeleitet worden, das stelle eine Verzögerung von sechs Wochen dar. Die FES solle den Antrag nun unverzüglich vervollständigen und begründen, andernfalls behalte sich Veolia eine Kündigung der Kooperationsvereinbarung vor.
Bei der FES hieß es am Freitag, dies sei Aufgabe von Veolia, man verfüge gar nicht über die nötigen Daten, um den Antrag zu vervollständigen oder zu begründen. Veolia war wegen überfüllter Altglas-Container zwischen den Jahren in die Kritik geraten. (big.)
SPD SPRINGT BOUFFIER BEI FLUGLÄRM-FONDS BEI:
Die Frankfurter SPD sieht den Vorschlag von Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU), einen Fonds zu gründen, um daraus Schutzmaßnahmen gegen den Fluglärm zu finanzieren, grundsätzlich als richtig an. Allerdings verweist der SPD-Fraktionsvorsitzende Klaus Oesterling in einer Pressemitteilung darauf, dass auch die privaten Anteilseigner, die 48 Prozent der Fraport-Aktien halten, in den Topf einzahlen müssten. Die Gewinne des Flughafens zu privatisieren, aber die Kosten zu sozialisieren, sei keine vernünftige Politik. (jah.)
MAGISTRAT WILL BÄUME FÜR HOTEL AM OPERNPLATZ FÄLLEN:
In der Liesel-Christ-Anlage am Opernplatz sollen 18 Bäume fallen, um Platz für ein Hotel- und Geschäftsgebäude an der Stelle des früheren Umspannwerks (rechts) zu schaffen. Das geht aus einem aktuellen Vortrag des Magistrats hervor. Darin wird das Stadtparlament aufgefordert, der Aktion bei neun von der Baumschutzsatzung geschützten Bäumen die Zustimmung zu erteilen.
Wie der Magistrat ausführt, wird der Platz entlang der Grundstücksgrenze Opernplatz 14 und Hochstraße 44, auf dem die Bäume stehen, für die Bauarbeiten weichen. Weil beim technischen Tiefbau auch Bohrpfahlwandarbeiten durchgeführt würden, bräuchten die Arbeitsgeräte mehr Raum. Zehn der Bäume stehen entlang der Grundstückgrenze, weitere acht in der Anlage – allerdings auf einem unterirdischen Schachtbauwerk, das ebenfalls abgerissen werden soll. Einem Gutachten zufolge seien alle Bäume in einem „vitalen Zustand“. Für die neun geschützten Bäume werde Ersatz geschaffen, heißt es in dem Vortrag an das Stadtparlament weiter. Sie sollen einen Stammumfang von 25 bis 30 Zentimetern haben. Die übrigen zu fällenden Bäume haben teilweise Stammumfänge von mehr als einem Meter. (big.)
LEERUNGSTAGE DER MÜLLABFUHR ÄNDERN SICH:
Wann in diesem Jahr die Müllabfuhr kommt – das kann man nun auch im Internet erfahren. Die Leerungstage für Restmüll-, Bio- und Papiertonnen werden sich in den folgenden Stadtteilen ab 16. Januar ändern: Bergen-Enkheim, Seckbach, Bornheim, Nordend, Fechenheim, Riederwald, Ostend und Osthafen. Als Gründe gibt die Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) die „Optimierung betrieblicher Abläufe“ und die „Einführung neuer Fahrzeugtechnik“ an. Außerdem können sich die Bürger auch telefonisch informieren. (ft.)
Servicenummer: 01803/372255-0, Internet: www.fes-frankfurt.de
NEUE KITA FÜR HEDDERNHEIM:
In Heddernheim soll eine Kindertagesstätte für 50 Kinder gebaut werden. Das hat der Magistrat am Freitag beschlossen. In der Nähe der Maybachbrücke wird mit dem 4,7 Millionen Euro teuren Bau voraussichtlich im kommenden Frühsommer begonnen. Die neue Kita ist für die unter Dreijährigen gedacht, für die in Frankfurt noch etwa 3000 Plätze geschaffen werden müssen, um den Rechtsanspruch dieser Altersgruppe auf Betreuung einzulösen.
Betrieben wird die Kita, die Ende 2013 fertig sein soll, von der Caritas. (ft.)
WIEDER DEMO GEGEN FLUGLÄRM:
Das Bündnis der Bürgerinitiativen gegen Fluglärm ruft am heutigen Montag, 16. Januar, wieder zur Demonstration im Terminal 1 des Flughafens auf. Ziel der Kundgebung ist es, „den Lärmterror am Himmel in der gesamten Region zu beenden“, heißt es im Aufruf. Im Dezember waren an jedem Montag mehrere tausend Menschen am Flughafen erschienen, um ihren Unmut über den Lärm nach Inbetriebnahme der neuen Landebahn kund zu tun. „Die Bürgerinnen und Bürger sind nicht länger bereit, den unerträglichen Lärm weiter hinzunehmen“, schreibt Herbert Oswald als Anmelder der Demo. (jah.)
MINISTER ERWÄGT WEITERES HAUS DES JUGENDRECHTS:
Der hessische Justizminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) prüft die Einrichtung eines weiteren Hauses des Jugendrechts in Frankfurt. Das teilte sein Ministerium am Freitag mit. In den bisherigen Einrichtungen in Wiesbaden und Frankfurt-Höchst arbeiten Staatsanwaltschaft, Polizei und Jugendamt zusammen – laut Hahn ein „wichtiger Baustein zur Bekämpfung der Jugendkriminalität“. Vorrangiges Ziel müsse es sein, Jugendliche zu erreichen, bevor sie straffällig würden.
Den Aufbau eines zweiten Hauses in Frankfurt hatte Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld (CDU) angeregt. (big)
(13.012012) VOLKSBEGEHREN GEGEN STARTBAHN WEST VOR 30 JAHREN ABGELEHNT:
Die Erweiterung des Frankfurter Flughafens hat seit jeher zu massiven Protesten in Hessen geführt - auch während des Baus der Startbahn West vor drei Jahrzehnten. Damals wollten Flughafengegner ein Volksbegehren gegen den Ausbau erreichen, scheiterten aber vor dem hessischen Staatsgerichtshof. Trotz 220.000 Unterschriften entschieden die Verfassungsrichter am 15. Januar 1982, dass der Antrag dem Grundgesetz widerspreche. Damit versagte das letzte Rechtsmittel der Ausbaugegner. zwei Jahre später ging die neue West-Piste in Betrieb. (dpa)
MUSIKANTENSTADL KOMMT ERSTMALS NACH FRANKFURT:
er Musikantenstadl wird am 4. Februar erstmals in Frankfurt am Main zu Gast sein. Neben Moderator Andy Borg treten unter anderem die Ursprung Buam aus dem Zillertal, Gaby Albrecht und das oberösterreichische Schwesternduo Sigrid und Marina in der Jahrhunderthalle auf, wie der Veranstalter am Freitag in Darmstadt mitteilte. Begleitet werden die Volksmusiker von der Wolfgang Lindner Band. Das Fernsehformat geht den Angaben zufolge seit 2008 regelmäßig auf Tournee durch den deutschsprachigen Raum.(dpa)
PRIVATNUTZUNG DES DIENSTHANDYS IST GRUND ZUR KÜNDIGUNG:
Wer mit dem Diensthandy im Urlaub ausgiebig privat telefoniert, muss selbst als langjährig Beschäftigter mit fristloser Kündigung rechnen. Das geht aus einem Urteil des Landesarbeitsgerichts in Frankfurt hervor. In zweiter Instanz wiesen die Richter die Klage eines Hubwagenfahrers gegen die Lufthansa-Service-Gesellschaft (LSG) zurück.
Der Mann war länger als 25 Jahre bei der LSG tätig. Um für Kollegen und Vorgesetzte im Dienst auf dem Rollfeld des Flughafens jederzeit erreichbar zu sein, hatte man ihm das Mobiltelefon zur Verfügung gestellt. Nach einem Urlaub erhielt die Firma vom Netzanbieter eine Rechnung für Auslandsgespräche von über 500 Euro. Zur Rede gestellt, erklärte der Mitarbeiter, versehentlich die dienstliche statt die private Pin-Nummer eingegeben zu haben. Vom Gericht musste er sich aber vorhalten lassen, dies offenbar in 113 Einzelfällen verwechselt zu haben, was nicht sehr wahrscheinlich sei.
Eine ausgiebige Privatnutzung eines Diensthandys auf Kosten der Firma sei für den Arbeitgeber ein Grund zur fristlosen Kündigung, befand das Gericht. (dpa)
Az: 17 Sa 153/11
WIE DIE REPTILIEN IM ZOO ANS LICHT KAMEN:
Wie die Reptilien des Frankfurter Zoos aus dem Schatten ans Licht kamen, erläutert Sabine Binger bei der nächsten Abendführung im Exotarium am Freitag, 13. Januar, um 19.30 Uhr. Vor 150 Jahren wohnten etwa die Krokodile noch in feuchten Grotten – erst 1904 zogen sie um in die sonnendurchflutete Reptilienhalle.
Von Tieren, die aus dem Wasser an Land kamen und wieder ins feuchte Element zurückkehrten, berichtet Rudolf Wicker bei der Zooführung am Sonntag, 15. Januar, um 11 Uhr. Treffpunkt dafür ist ebenfalls das Exotarium, die Teilnahme kostet jeweils nur den Zoo-Eintritt. (ill.)
FLUGHAFEN MIT NEUEM PASSAGIERREKORD:
Der Frankfurter Flughafen hat im Jahr 2011 einen erneuten Passagierrekord erzielt. 56,44 Millionen Passagiere und damit 6,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor nutzten Deutschlands größten Flughafen. Einen noch geringen Anteil am Zuwachs hatte die im Oktober eröffnete neue Landebahn, die dem Flughafen über Jahre weiteres stabiles Wachstum ermöglicht. Bei der Luftfracht zeigte die Entwicklung nach dem vorangegangenen Spitzenjahr allerdings nach unten.
Am Frankfurter Flughafen wurden im vergangenen Jahr 2,2 Millionen Tonnen Fracht und Luftpost abgefertigt, ein Rückgang um knapp rund drei Prozent. Konzernweit kam Fraport auf 2,5 Millionen Tonnen, rund zwei Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Dabei machte sich die schwächere Konjunktur bemerkbar. Die Frachtentwicklung gilt als Frühindikator für die Wirtschaftsentwicklung. Sinkt das Frachtaufkommen, steht meist ein Wirtschaftsabschwung bevor.
(12.1.2012) CHANCEN FÜR BÖRSENFUSION SCHWINDEN
Nach Berichten über wachsenden Widerstand der EU-Kommission gegen die Fusion der Deutschen Börse mit der New Yorker NYSE Euronext sehen SPD, FDP und Grüne die Chancen für das Vorhaben schwinden. Der Frankfurter FDP-Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Hans-Joachim Otto, nannte es fraglich, ob sich die zunehmend größer werdenden Bedenken gegen die Börsenfusion noch ausräumen ließen. Augenscheinlich seien die Fusionsbedingungen nachteilig für den Finanzplatz Frankfurt und den Wettbewerb in Europa. Unter anderem die „Financial Times Deutschland“ und das „Handelsblatt“ hatten berichtet, dass die EU-Wettbewerbsbehörde nahegelegt habe, den Zusammenschluss der Deutschen Börse mit der New Yorker NYSE Euronext zu verbieten. (dapd)
EX-HAHN-AUFSICHTSRATSCHEF FORDERT NEUE MEDIATION
Der ehemalige Aufsichtsratschef des Flughafens Hahn, Jochen Langen, hat wegen des Fluglärm-Streits am Frankfurter Aiport einem Bericht zufolge eine neue Schlichtung vorgeschlagen. In dem neuen Mediationsverfahren solle der Flughafenbetreiber Fraport verbindlich auf Flüge in der Zeit von 23 bis 5 Uhr verzichten - unabhängig von der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts, berichtete die Mainzer „Allgemeine Zeitung“ am Donnerstag unter Berufung auf ein Papier von Langen (CDU) und dem Binger FDP-Kommunalpolitiker Hasso Mansfeld.
In dem „Fünf-Punkte-Programm zur Befriedung der Region“ solle auch geklärt werden, in welchem Umfang Flugbeschränkungen von 22 bis 23 Uhr sowie 5 bis 6 Uhr möglich sind. Außerdem wird der schnellstmögliche Ausbau von Schallschutz gefordert. Dafür sollen die Bürgerinitiativen auf ihre Montagsdemos am Flughafen verzichten. Fraport soll darüber hinaus von Rheinland-Pfalz und Hessen die Anteile am Flughafen Hahn zurückerwerben. Damit könne das auf Eis gelegte Flughafensystem Frankfurt/Rhein-Main-Hahn wieder aufleben. Rheinland-Pfalz hält 82,5 Prozent am Hahn, Hessen 17,5 Prozent. Fraport hatte Anteile zurückgegeben. (dpa)
MESSERSTECHER VOR GERICHT
Für ein blutiges Familiendrama muss sich am heutigen Donnerstag ein Mann vor dem Landgericht Frankfurt verantworten. Der 29-Jährige soll im April 2011 den Schwager seiner Ehefrau nach einem Streit erstochen haben. Ursache dafür waren laut Anklage offenbar Trennungsabsichten der Ehefrau, die deren auswärts wohnenden Verwandten auf den Plan riefen. So kam es am Tattag zwischen den beiden Familien zum Streit, der für den 22 Jahre alten Schwager tödlich endete. Die Anklage legt dem 29-Jährigen Totschlag zur Last. Er habe zumindest mit bedingtem Tötungsvorsatz das Messer gegen den Verwandten gerichtet. (dpa)
NEUES KLINIKZENTRUM FÜR NERVENKRANKHEITEN
Krankheiten wie Alzheimer, Parkinson oder auch Schizophrenie sollen in den kommenden Jahren in Frankfurt erforscht werden. „Wir planen die Einrichtung eines bundesweiten Kompetenzzentrums zur Erforschung neuronaler Krankheiten“, sagte der Direktor des zur Max-Planck-Gesellschaft gehörenden Ernst-Strüngmann-Instituts (ESI), Pascal Fries, in Frankfurt bei der Unterzeichnung einer Finanzierungsvereinbarung mit dem Land Hessen.
„Mit dem Aufbau des Ernst-Strüngmann-Instituts auf dem Campus des Universitätsklinikums wird sichergestellt, dass die Grundlagenforschung mit der klinischen Praxis verknüpft bleibt“, sagte der Hirnforscher und ehemalige Direktor des Max-Planck-Instituts für Hirnforschung, Wolf Singer. Die nun zugesagten Landesmittel werden für den Bau neuer Labore sowie den Umbau bestehender Gebäudeinfrastruktur verwendet. (dapd)
MENSCHENHÄNDLER VERURTEILT
Ein Mann aus der Dominikanischen Republik ist in Frankfurt wegen gewerbsmäßiger Schleusung zu zwei Jahren Haft verurteilt worden. Der 58-Jährige hat zehn Landsleute mit gefälschten Visa über den Frankfurter Flughafen nach Spanien eingeschleust, wie die ermittelnde Bundespolizei am Donnerstag mitteilte. Das Frankfurter Amtsgericht sah als erwiesen an, dass die Opfer dort unerlaubt arbeiten oder vereinzelt der Prostitution nachgehen sollten. Demnach hat der Mann mit den Schleusungen seinen Lebensunterhalt verdient.
Einem der Opfer habe er über 1000 Dollar Falschgeld zum Wechselkurs echter Dollarnoten verkauft, teilte die Polizei weiter mit. Daher sei eine Bewährungsstrafe für das Gericht nicht infragegekommen. (dapd)
(11.01.2012) DAS BAHNHOFSVIERTEL IST SCHAUPLATZ FÜR EIN THEATERPROJEKT:
Das Frankfurter Bahnhofsviertel wird zur Kulisse eines neuen interaktiven Theaterprojekts. Mit Audio-Guides ausgestattet solle das Publikum Teil einer multimedialen Aufführung werden, teilte das Frankfurter Schauspiel mit. Der Berliner Regisseur Pedro Martins Beja erkunde mit seiner ersten Arbeit in der Mainmetropole „die Strukturen von fiktiver und realer Sinnlichkeit in einer digitalen Welt“, hieß es in der Mitteilung. Beja wurde 1978 als Sohn portugiesischer Gastarbeiter in Sindelfingen geboren. Er ist Regie-Absolvent der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin. (dpa)
VIERTHÖCHSTES BÜROHOCHHAUS - TOWER 185 - IST FERTIG:
Das rund 200 Meter hohe Gebäude zwischen Messe und Hauptbahnhof sei termingerecht übergeben worden, teilte Bauherr CA Immo am Mittwoch in Frankfurt mit. Das Budget von rund 450 Millionen Euro für den 49 Stockwerke hohen Turm sei auch eingehalten worden. Hauptmieter ist die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC), die auf rund 68.000 der 100. 000 Quadratmeter ihre Frankfurter Standorte zusammenführt. Der von Christoph Mäckler entworfene Tower 185 ist zusammen mit dem Maintower das vierthöchste Bürohochhaus in Frankfurt, nach Commerzbank-Tower, Messeturm und Westend Tower - und damit auch das vierthöchste in ganz Deutschland.
FRANKFURT ÜBERNIMMT BOTANISCHEN GARTEN VOM LAND:
Im botanischen Garten hat künftig die Stadt das Sagen. Zum Jahresbeginn hat Frankfurt den naturwissenschaftlichen Lehrgarten der Johann Wolfgang Goethe-Universität übernommen. Auf dem rund sechs Hektar großen Gelände direkt neben dem Palmengarten wachsen etwa 5000 verschiedenen Pflanzenarten, darunter zahlreiche Heilpflanzen. Der Garten soll auch in Zukunft als naturwissenschaftlicher Lehrgarten dienen und auch weiterhin ohne Eintritt zugänglich sein.
DER WEIHNACHTSBAUM VORM RÖMER IST WEG:
Die Kettensäge dröhnt. Hundert Jahre alte Äste, noch verziert mit glänzend roten Schleifen, stürzen krachend in einen grauen Abfallcontainer. Einige donnern auf das Kopfsteinpflaster daneben. Die letzten Stunden des Weihnachtsbaums vor dem Frankfurter Römer sind gezählt.
Jörg Renneissen, Geschäftsführer der Firma Elektro Katzmann, steht, mit Kettensäge und Helm ausgestattet, auf der Arbeitsbühne eines Lastwagens. Ast um Ast rückt er dem 28 Meter hohen Giganten zu Leibe. „Wir haben den Baum mit 5000 Lichtern geschmückt, und wir sind es auch, die ihn kleinmachen“, sagt Renneisen während einer Verschnaufpause. Mit Hilfe der Feuerwehr heben er und seine Mitarbeiter am Ende den kahlen Stamm aus der Fassung. Dann wird er zerkleinert. Das Holz will Renneissen seinem Vater geben: „Der hat einen großen Kachelofen.“
Noch bis Ende Januar können Bürger ihre ausrangierten Weihnachtsbäume zum Abholen hinausstellen – oder auch in die braune Biotonne oder die graue Restmülltonne entsorgen. (prts)
GRIESHEIMER KITA WIRD FÜR MUSIKALISCHE FRÜHERZIEHUNG AUSGEZEICHNET:
Die evangelische Kindertagesstätte Griesheim wird für ihr musikalisches Förderangebot ausgezeichnet. Am Freitag (13. Januar) verleiht der Deutsche Chorverband der Einrichtung das Gütesiegel „Der singende Kindergarten“.
Die musikalische Frühförderung sei dem Erzieherteam sehr wichtig, sagt Leiterin Claudia Spang. Sie wirke sich positiv auf die Entwicklung der Kinder aus. „Im Vordergrund steht natürlich die Freude am Musizieren und Bewegen“, betont Spang.
Die undotierte Auszeichnung wird seit über elf Jahren an Kindergärten und Tagesstätten verliehen, die sich in besonderem Maße für die musikalische Frühförderung einsetzen. (dapd)
DEMOS GEGEN FLUGLÄRM GEHEN WEITER:
Nach der Weihnachts- und Jahreswechselpause sollen die Demonstrationen gegen den Fluglärm in Frankfurt weitergehen. Am kommenden Montag, 16. Januar, würden die Proteste im Terminal 1 des größten deutschen Flughafens in „gewohnter Weise und gleicher Intensität“ fortgesetzt, kündigte das Bündnis der Bürgerinitiativen am Mittwoch an. Ziel sei es, „den Lärmterror am Himmel in der gesamten Region zu beenden“. (dpa)
UMFRAGE: VERWANDTE SIND DIE WICHTIGSTEN GELDBERATER
Familie und Verwandte sind für junge Hessen einer Umfrage zufolge die wichtigsten Berater in Geldfragen. Mehr als zwei Drittel (70 Prozent) der 19- bis 29-Jährigen Hessen vertrauen bei ihren Finanzen auf die Informationen ihrer Angehörigen. Das geht aus einer am Mittwoch in Frankfurt veröffentlichten repräsentativen Umfrage der Sparda-Bank Hessen hervor. 1000 Menschen hatte das Geldinstitut für die Studie im Juli 2011 befragen lassen. (dpa)
(10.01.2012) 212 MILLIONEN FAHRGÄSTE NUTZEN NAHVERKEHR 2010:
Gut 212 Millionen Fahrgäste haben im Jahr 2010 Busse und Bahnen in Frankfurt benutzt. Die Stadtkasse hat sich die Beförderungsleistung von 16,7 Millionen Bus- und 25,1 Millionen Schienenkilometern rund 265 Millionen Euro kosten lassen. So steht es im "Gesamtbericht über den Frankfurter Nahverkehr". Herausgekommen ist im Jahr 2010 demnach auch, dass die Frankfurter zwar viel und gerne über den ÖPNV lästern und nörgeln, im Grunde aber nach der ebenfalls obligatorischen Qualitätsumfrage Bussen und Bahnen die Note 2,1 (eher zufrieden) auf der Skala von 1 bis 5 (sehr unzufrieden) erteilen.
Für schmutzige Busse und unfreundliche Fahrer bittet die Stadt die Unternehmen auch zur Kasse. 150.000 Euro an Malus-Gebühren kamen herein. 4000 Euro hat die Stadt an Bonuszahlungen für vorbildliche Leistungen ausgezahlt. (jah)
KIRCHENBÄNKE ABZUGEBEN:
Wer schon immer einmal davon geträumt hat, eine historische Kirchenbank bei sich zu Hause stehen zu haben, der kann sich nun das Möbel direkt ins Haus holen. Am Samstag, 14. Januar, können Interessierte von 10 bis 12 Uhr in der katholischen Marienkirche beim Ausbau der Bänke helfen und sie anschließend mitnehmen. Es wird gebeten, passendes Handwerkszeug wie Hammer, Schraubenzieher, Akkuschrauber, Handkreissäge, Arbeitshandschuhe und ein Transportfahrzeug selbst mitzubringen. Um 13 Uhr können sich die Helfer mit Suppe stärken. Die Bänke werden gegen Spenden abgegeben, um Kosten zu sparen und Geld für die anstehende Kirchensanierung einzunehmen. (leg.)
Infos und Anmeldung: Telefon 479131
14.000 QUADRATMETER IM MAINTOR-KOMPLEX VERMIETET:
Der neue Bürokomplex im Maintor-Quartier in der Frankfurter Innenstadt ist zum größten Teil vermietet. 14.000 Quadratmeter und damit 70 Prozent der gesamten zur Verfügung stehenden Fläche miete ab Frühjahr 2014 der Finanzdienstleister Union Investment, teilte die in Frankfurt ansässige Immobiliengesellschaft DIC am Dienstag mit. Sie sprach von der größten Neuvermietung in der Stadt, die im vergangenen Jahr angebahnt wurde.
Die Baumaßnahmen für diesen zweiten Abschnitt auf dem Areal am ehemaligen Degussa-Gelände in der Nähe des Willy-Brandt-Platzes mit einem Projektvolumen von rund 140 Millionen Euro sollen den Angaben zufolge noch im ersten Quartal 2012 beginnen. Der Mietvertrag mit der Union Asset Management Holding läuft demnach über zehn Jahre. (dpa)
PLÄNE FÜR INDUSTRIEPOLITIK:
Die Wirtschaftsförderung der Stadt Frankfurt will im Februar damit beginnen, das industriepolitische Leitbild zu überarbeiten, das aus den 1990er Jahren stammt. Wie die Referentin von Wirtschaftsdezernent Markus Frank (CDU), Andrea Brandl, am Montag bestätigte, soll das „industriepolitische Kompetenzzentrum“ mit drei Leuten einen Masterplan für die Entwicklung der Industrie entwerfen. Dabei gehe es nicht nur um die Diskussion, welche Flächen aktuell und welche in Zukunft genutzt werden, sondern auch um Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit. (ft.)
WAS IST NEU IM KLINIKUM HÖCHST?
Vor zwei Jahren wurde aus dem städtischen Krankenhaus in Höchst eine gemeinnützige GmbH. Vorher war es viele Jahre ein Eigenbetrieb der Stadt. Die Linke im Römer möchte am Donnerstag, 12. Januar, 19 bis 21 Uhr im Bildungs- und Kulturzentrum, Michael-Stumpf-Straße 2, klären, was sich geändert hat. Auf dem Podium sitzen Margarete Wiemer, die Betriebsratsvorsitzende des Krankenhauses, und Walter Ofer vom Ortsverband Sindlingen des Sozialverbandes VdK. Die OB-Kandidatin der Linken für Frankfurt, Janine Wissler, Fraktionschefin im Landtag, spricht über Erfahrungen mit der Privatisierung der Unikliniken Gießen/Marburg. (ft.)
BABYS, IMMER MEHR BABYS IM BÜRGERHOSPITAL:
Auch 2011 wurden im Bürgerhospital mehr Babys geboren als in jeder anderen hessischen Klinik. Entgegen dem bundesweiten Trend bedeuten die 2679 Geburten noch einmal eine Zunahme von rund drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Mit einer Vierlings-, vier Drillings- und 155 Zwillingsgeburten ist das Bürgerhospital auch bei den Mehrlingsgeburten in Hessen Nummer eins.
Während laut Chefarzt der Frauenklinik, Franz Bahlmann, die Mehrzahl der Geburten „völlig unproblematisch“ verläuft, ist die Klinik auch für die Versorgung von Risikoschwangerschaften bekannt: vom Zentrum für Ultraschalldiagnostik und Pränatalmedizin, der Klinik für Neonatologie für die intensivmedizinische Betreuung auch extrem kleiner Frühgeborener bis zur Klinik für Neugeborenen- und Kinderchirurgie alles unter einem Dach. (ft.)
(09.01.2012) S2 NUR HALBSTÜNDIG IM BERUFSVERKEHR:
Aufgrund eines Blitzeinschlags am Freitag kommt es am heutigen Montag und am Dienstagmorgen zu Beeinträchtigungen auf der S-Bahnlinie 2. Sie fährt im Berufsverkehr zwischen Niedernhausen und Frankfurt nur halbstündig, also wie außerhalb der Hauptverkehrszeit. Dafür halten die Regionalzüge auf der Strecke an allen Stationen bis Zeilsheim. Bei dem Blitzeinschlag am Freitagnachmittag war ein Signalkabel zwischen Lorsbach und Eppstein zerstört worden. Am Wochenende fuhren die Züge nach Plan. Nur die höhere Taktung im Berufsverkehr kann wegen des Blitzeinschlags noch nicht eingehalten werden. (moz.)
UMGESTALTUNG DER HONSELLBRÜCKE BEGINNT:
Die Sanierung an der Honsellstraße und Honsellbrücke im Frankfurter Osten schreitet voran: Neben Ertüchtigungsarbeiten an der in die Jahre gekommenen Brücke beginnt das Amt für Straßenbau und Erschließung heute mit der Umgestaltung der Vorlandbrücke, dem neuen Rampenbauwerk zur Honsellbrücke.
Grundlage für die aufwendigen Bauarbeiten ist ein mit dem Landesamt für Denkmalpflege Hessen erarbeitetes Sanierungskonzept. Durch Umgestaltung der Vorlandrampe und statische Verstärkung der Honsellbrücke sichert es mit Erhalt von Natursteinverkleidungen, Stahlkonstruktionen, Skulpturen, Lampen und Geländer das Erscheinungsbild des fast 100 Jahre alten historischen Ensembles. (FR)
Info unter www.honsellbruecke-frankfurt.de und Telefon 4800-2686.
BESUCHERBOOM IM ZOO:
Trotz Großbaustelle kamen 2011 928.000 Besucher in den Frankfurter Zoo. Das waren so viele wie seit 2008 nicht mehr. Damals kamen im Jubiläumsjahr des 150-jährigen Zoobestehens 944.000 Tierfreunde in den Park im Ostend. Dass es nun nach zwei Jahren mit etwas schwächerem Besuch gleich einen Aufschwung um 11,4 Prozent gegenüber 2010 gab, sieht Zoodirektor Manfred Niekisch vor allem als Verdienst der Tiere. Im Mai kamen die Tigerbabys Asim und Taru zur Welt – „ein bedeutender Besuchermagnet“, urteilt Niekisch, ebenso der im Februar geborene Okapibulle Maiko und Gorillababy Quembo.
Das nächste Ziel des Zoos: eine Millionen Besucher. „Ich bin sicher“, sagt Niekisch, „dass wir mit der neuen attraktiven Anlage für Brillenbären und Brüllaffen und dem geplanten Pinguin-Haus auf einem sehr guten Weg dorthin sind.“ (ill)
WENIGER ARBEITSLOSE, MEHR FLUGHAFEN:
Der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Römer, Helmut Heuser, führt die niedrigsten Arbeitslosenzahlen in Hessen seit 20 Jahren auch auf den Flughafenausbau zurück. Bei allen notwendigen Maßnahmen zur Reduzierung des Fluglärms in Frankfurt und der Region sollte nicht vergessen werden, „dass zu guten Lebensbedingungen auch die Möglichkeit für die Menschen und ihre Familien gehört, ihren Lebensunterhalt zu verdienen“, heißt es in der Pressemitteilung. (ft.)
GENERALANGRIFF AUF ZWEITEN BILDUNGSWEG:
Die Kürzungen der Lehrerzuweisungen für die Abendgymnasien und das Hessenkolleg sind für Harald Fiedler „ein Generalangriff auf den zweiten Bildungsweg“. Fiedler ist nicht nur Chef des Deutschen Gewerkschaftsbundes Frankfurt/Rhein-Main, sondern auch im Verein zur Förderung der Kooperation von Hochschule und Gewerkschaften engagiert. Es sei unverantwortlich, wenn in der wirtschaftsstarken Rhein-Main-Region der Fachkräftemangel beklagt und andererseits die Qualifizierung und Weiterbildung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern beschnitten werde. „Wir brauchen nicht weniger, sondern mehr Möglichkeiten für bildungswillige Menschen – gerade auf dem zweiten Bildungsweg.“ (ft.)
PETRA ROTH GEHT ES BESSER:
Vergangene Woche war Oberbürgermeisterin Petra Roth mit einer Lungenentzündung ins Krankenhaus gekommen. Nun geht es ihr besser. Wie ihre Referentin Franziska Kiermeier am Montag auf Anfrage sagte, ist die 67-Jährige inzwischen wieder zu Hause. Allerdings sei Roth noch nicht wieder richtig fit. Ob sie am Dienstagabend wie geplant an ihrem letzten Neujahrsempfang der Stadt Frankfurt teilnehmen kann, ist noch unklar. (dapd)
KARTEN FÜR MUNCH GIBT'S SCHON IM INTERNET:
Die Schirn Kunsthalle zeigt ab dem 9. Februar bis zum 13. Mai die Ausstellung „Edvard Munch. Der moderne Blick“. Munch, der heute für seine ausdrucksstarke symbolistische Malerei gefeiert wird, gilt als Bahnbrecher des Expressionismus. Die Ausstellung ist in Zusammenarbeit mit dem Centre Pompidou in Paris entstanden, wo sie zurzeit mit über 300000 Besuchern alle Besucherrekorde bricht. Im Vordergrund der Schau steht das bislang wenig erforschte Spätwerk des Künstlers bis 1944. Wer sich jetzt schon Tickets sichern möchte, kann das im Internet unter www.munch-in-frankfurt.de tun. (greg.)
FELDMANN MUSS HEILIG AUF DEN STIMMZETTELN DEN VORTRITT LASSEN:
Zehn Kandidaten, acht Männer und zwei Frauen, treten bei der OB-Wahl am 11. März an. An der Spitze des Stimmzettels wird der CDU Kandidat Boris Rhein stehen, hessischer Innenminister und Frankfurter CDU-Vorsitzender. Die Reihenfolge richtet sich nach der Fraktionsstärke im Römer. Deshalb muss auch Peter Feldmann (SPD) der Grünen-Kandidatin Rosemarie Heilig den Vortritt lassen. Auch drei Einzelbewerber haben sich für den Stimmen-Wettkampf um den OB-Sessel gemeldet. (ox.)
UNTERIRDISCHE STADTBAHN IM EUROPAVIERTEL ZU TEUER:
Die Planungen für die Stadtbahn im Europaviertel müssen geändert werden. Statt einer wie bisher vorgesehenen unterirdischen, soll es nun eine teils oberirdische Lösung von der Emser Brücke an geben, teilte Verkehrsdezernent Stefan Majer am Freitag mit. Die komplett unterirdische Variante wäre 80 Millionen Euro teurer geworden. Bund und Land hätten der Finanzierung dieser Lösung nicht zugestimmt. Die teils oberirdische Linienführung werde dagegen unter 200 Millionen Euro bleiben. Majer will den Vorschlag in den nächsten Wochen in die zuständigen Gremien einbringen. Die neue Planung sei mit Bund und Land abgestimmt. Einen Vorplanungsbeschluss hatte die Stadtverordnetenversammlung bereits gefasst. Ein Finanzierungsantrag soll im Mai gestellt werden, Baustart 2013 sein. (alu.)
PLÄDOYERS IM PROZESS UM FLUGHAFEN-ATTENTÄTER:
Im Prozess gegen den islamistisch motivierten Todesschützen vom Frankfurter Flughafen werden heute die Plädoyers erwartet. Dem 21 Jahre alten Arid U. droht eine lebenslange Haftstrafe. Möglicherweise wird das Oberlandesgericht auch eine besondere Schwere der Schuld feststellen. Der im Kosovo geborene Frankfurter ist vor dem Staatsschutzsenat des zweifachen Mordes und des dreifachen Mordversuchs angeklagt. Er hatte zu Prozessbeginn gestanden, am 2. März zwei US-Soldaten mit Kopfschüssen getötet und zwei andere mit Schüssen schwer verletzt zu haben. Als Uka auf einen fünften Soldaten zielte, versagte die Waffe.
Das Attentat gilt als der erste islamistische Anschlag in Deutschland mit Toten und Verletzten. Nach Einschätzung eines Sachverständigen ist der Angeklagte voll schuldfähig. Er hat vermutlich auch in Kauf genommen, bei dem Attentat selbst ums Leben zu kommen. (dpa)
(06.01.2012) BÄRBEL SCHÄFER VERRÄT GLÜCKSGEHEIMNISSE:
Die TV-Moderatorin Bärbel Schäfer stellt ihr neues Buch „Glücksgeheimnisse: Paare erzählen vom Gelingen der Liebe“ im Hessischen Hof vor. Damit startet eine mehrteilige Lesereise in dem einzigen privat geführten Frankfurter Luxushotel. Die Autorin wird am Montag, 23. Januar, eine Dreiviertelstunde unter dem Motto „Kultur und Genuss“ lesen. Die Veranstaltung kostet 65 Euro, inklusive Sektempfang, Drei-Gänge-Menü, Weiß- und Rotwein, Wasser und Kaffee. Weitere Informationen unter: www.hessischer-hof.de (ber.)
RESTAURANT "NIZZA" BEKOMMT NEUES OUTFIT:
Frankfurter können sich jetzt schon auf das Frühjahr am Mainufer freuen. Das Restaurant „Nizza“ hat einen neuen Eigentümer und soll am 1. Mai mit einem „neuen Gastronomiekonzept“ wiedereröffnet werden. Betreiber des traditionsreichen Restaurants werden Ulrich Mlcoch und Hartmut Schranz sein. Mlcoch hatte viele Jahre das „Frankfurter Haus“ geführt und betreibt das „Druckwasserwerk“ am Westhafen. (ber.)
BECKMANN-SCHAU LOCKT WOHL 100.000 BESUCHER AN:
Die Ausstellung „Beckmann & Amerika“ im Frankfurter Städel Museum wird wohl die Marke von 100 000 Besuchern streifen. „Das ist eine klasse Zahl für uns“, freute sich Pressesprecher Axel Braun. Bislang wurden 90 000 Besucher gezählt, an den letzten drei Ausstellungstagen rechnet das Museum noch einmal mit etwa 3000 Kunstinteressierten täglich. Am Sonntag endet die Schau, die am 7. Oktober begonnen hatte.
Die Ausstellung mit 110 Exponaten widmet sich dem Spätwerk des Expressionisten Max Beckmann (1884-1950), der ab 1947 bis zu seinem Tod in den USA gelebt hat. „Sie ist für uns eine ganz besondere Schau“, sagte Braun. Der Künstler war von 1925 bis 1933 Professor an der Städelschule.
Am 3. Februar 2012 eröffnet im Städel die Werkschau „Claude Lorrain. Die verzauberte Landschaft“ (bis 6. Mai 2012). Es werden 130 Werke aus allen Schaffensphasen des Barockmalers gezeigt. (dpa)
RUSSISCH-ORTHODOXE KIRCHE FEIERT WEIHNACHTEN:
Die russisch-orthodoxe Kirche richtet sich in der Begehung des Weihnachtsfestes nach dem Julianischen Kalender, daher stehen die Feiertage für Dimitri Graf Ignatiew erst 13 Tage nach dem 24. Dezember an. Der 77-Jährige ist Erzpriester der russisch-orthodoxen Kirche in Frankfurt und wird in den kommenden Tagen mehrere Gottesdienste halten.
„Das Wesentliche ist der Gottesdienst als Verherrlichung Gottes“, sagt Dimitri Graf Ignatiew, der seit 46 Jahren als Priester tätig ist. Er wird am Freitag nach dem Gottesdienst mit seiner Familie unter dem geschmückten Tannenbaum sitzen und vielleicht ein paar Weihnachtslieder singen. Der Tradition gemäß wird es zum Festessen Fisch geben.
Am Samstag findet der Hauptgottesdienst statt, anschließend wird der Erzpriester ein paar Gemeindemitglieder anrufen, die schon über 90 Jahre alt sind und nicht mehr in die Kirche kommen können. „Damit kann ich zeigen, dass sie nicht vergessen worden sind.“
Er persönlich verschenke nur etwas, wenn ihm danach zumute sei und er auch etwas Passendes finde. Seinem Schwiegersohn werde er beispielsweise „ein paar schöne Flaschen Rotwein“ schenken. „Mit Freunden und Familie ist das Fest wunderschön“, sagt er voller Vorfreude.“ (prfg.)
ZEHN BEWERBER FÜR FRANKFURTER OB-WAHL:
Zur Oberbürgermeisterwahl in Frankfurt wollen insgesamt zehn Männer und Frauen antreten. Als letzter Kandidat reichte der parteilose Harald Frenzel am Donnerstag fünf Minuten vor Ende der Abgabefrist seine Unterlagen ein. Das sagte der Projektleiter Wahlen in Frankfurt, Hans-Joachim Grochocki, am Freitag. Der Wahlausschuss wird nun bis kommenden Donnerstag entscheiden, wer zur Wahl am 11. März zugelassen wird. Die 67 Jahre alte bisherige Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) tritt aus Altersgründen nicht mehr an. Nach rund 17 Amtsjahren an der Spitze Frankfurts hört sie ein Jahr früher auf als geplant.
Neben dem Wunschnachfolger der scheidenden OB Petra Roth, dem hessischen Innenminister Boris Rhein (beide CDU), treten die Grüne Rosemarie Heilig und der Sozialdemokrat Peter Feldmann an. Für die Linke kandidiert die Chefin der Landtagsfraktion, Janine Wissler, die Piraten schicken den Tee-Sommelier Herbert Förster ins Rennen.
Weitere Kandidaten sind der ehemalige Chefredakteur des Frankfurter-Satiremagazins „Titanic“, Oliver Maria Schmitt (Die Partei), und Ursula Fechter von den Flughafenausbaugegnern (FAG). Als Einzelbewerber treten auch Jean-Jules Tatchouop und Carl Maria Schulte an.(dpa)
SCHUBERT HAT WOHL 14 MILLIONEN EURO SCHULDEN VERERBT:
Das Erbe des Ehrenbürgers Bruno H. Schubert steckt voller Verbindlichkeiten. Wie bereits seit einiger Zeit von mit dem Nachlass vertrauten Rechtsanwälten angenommen worden war, hat der einstige Besitzer der Henninger-Brauerei nicht etwa ein Vermögen in Millionenhöhe hinterlassen, sondern wegen Steuernachzahlungen einen Schuldenberg – die Rede ist von etwa 14 Millionen Euro. Das Amtsgericht hat deshalb auf Betreiben des Nachlasspflegers ein Insolvenzverfahren eingeleitet.
Um das Erbe streiten seit geraumer Zeit Schuberts Witwe Meharit, die er erst kurz vor seinem Tod geheiratet hatte, und die von seinem unehelichen Sohn geführte Umweltstiftung, die er mit seiner langjährigen Ehefrau gegründet hatte. In erster Instanz hatte das Landgericht Meharit das Erbe zugesprochen. Eine Insolvenz würde sie nun davor schützen, nur Schulden zu erben. (big.)
NEUES HOTEL AM FLUGHAFEN:
Frankfurt ist um ein weiteres Hotel reicher: Gestern wurde ein Meininger-Hotel am Frankfurter Flughafen eröffnet. Es liegt am zentralen Park des Erschließungsgebiets Gateway Gardens. Damit ist es das erste Haus der Meininger-Gruppe an einem internationalen Flughafen, aber schon das zweite in Frankfurt; ein weiteres liegt am Südeingang der Messe.
Das Konzept liegt zwischen Hotel und Hostel: Neben Einzel- und Doppelbetten kann man auch Schlafplätze in Mehrbettzimmern buchen. Das neue Hotel am Flughafen bietet 168 Zimmer auf sieben Etagen. Die Inneneinrichtung stammt von dem Architekten Stephen Williams.(leg.)
(04.01.2012) FILMMUSEUM ZEIGT STÜCKE AUS CHAPLIN-ARCHIV:
Gegen Charles Spencer Chaplin ist eigentlich wenig einzuwenden. Bis auf die unglaublich blöden Porzellan- und Blechfigürchen mit Krückstock, Schnauzbärtchen und Melone, die einen auf jedem Nippes-Markt verfolgen.
Ebenjenem Phänomen widmet sich die Ausstellung „Charlie, the Bestseller: Chaplins Tramp: Ikone zwischen Kino, Kunst & Kommerz“, die vom 22. Februar bis zum 13. Mai im Filmmuseum am Schaumainkai 41 zu sehen sein wird. Gezeigt werden dort Dokumente und Objekte aus dem Chaplin-Archiv Wilhelm Staudinger, das die Adolf-und-Luisa-Haeuser-Stiftung dem Museum als Dauerleihgabe überlassen hat. „Rare Sammlerstücke und Kuriosa, jahrzehntelang in der ganzen Welt zusammengetragen“, versprechen die Veranstalter, „Gebrauchsgegenstände, Plakate, Postkarten, Programmblätter, Kitsch und Kunst“.
Es soll ausdrücklich keine Ausstellung werden, die Chaplins Lebenswerk würdigen soll. „Vielmehr zeigt die Ausstellung“, schreibt das Filmmuseum, „wie die einzigartige Figur des Tramps Eingang in die Alltagskultur gefunden hat und losgelöst von den Filmen ein eigenständiges Leben führt.“ (skb.)
FUNDSACHEN AUS BUSSEN UND BAHNEN:
Die VGF bittet für Freitag, 6. Januar, ab 15 Uhr zur ersten Fundsachenversteigerung des Jahres in die Halle an der Schwabstraße 18. Versteigert wird so ziemlich alles , was die Leute in Bus, Tram und Zug vergessen, „von A wie Armband bis Z wie Zelt“. Die Halle erreicht man am einfachsten mit der U5 oder der Buslinie 34, Haltestelle Eckenheimer Landstraße/Marbachweg. Aber bitte nichts vergessen. (skb.)
HILFE FÜR DEN KOBELT-ZOO NACH BRAND:
Kurz vor Weihnachten zerstörte ein Brand, der durch einen technischen Defekt ausgelöst wurde, eine rund 150 Quadratmeter große Scheune im Kobelt-Zoo. Rund 100 Vögel, die dort in einer Voliere untergebracht waren, verendeten im Feuer. „Es war ein riesengroßer Schock für uns“, sagt Zoo-Kassiererin Monika Greitzke. Nicht nur für die Ehrenamtlichen, die im Zoo arbeiten, auch für die Bürger war es das. Die spenden fleißig, um dem Zoo in der Notlage zu helfen. Greitzke schätzt, dass insgesamt rund 10.000 Euro gespendet wurden. „Jeder Euro hilft, viele kleine Spenden bewirken etwas Großes.“
1000 Euro Soforthilfe gab es von Infraserv Höchst vergangene Woche. „Der Kobelt-Zoo ist eine Institution im Frankfurter Westen“, sagt Pressesprecher Robert Woggon. Eigentlich mache man so etwas nicht, habe ein festes Spendenkonzept. „Die Situation des Zoos war aber so dramatisch“, da habe man eine Ausnahme gemacht.
Bis spätestens Mai wolle man eine neue Hütte haben. „Es gibt viel zu tun, wir sind ja alle ehrenamtlich tätig“, so Greitzke. Auch die beiden Katzen des Zoos freuen sich über den Geldsegen. Sie haben neue Häuschen bekommen. Die alten waren abgebrannt. (lwa)
Wer dem Kobelt-Zoo helfen möchte, kann dies mit einer Spende auf das Konto 492809 bei der Volksbank Griesheim tun (BLZ 50190400).
2011 GAB'S WENIGER GEBURTEN UND MEHR EHESCHLIESSUNGEN:
Weniger Kinder als im Vorjahr sind 2011 in Frankfurt am Main zur Welt gekommen. Mit 10.926 Beurkundungen von Geburten wurde der Vorjahreswert von 10.980 knapp verfehlt, wie Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld (CDU) am Mittwoch bei der Vorstellung der Jahresstatistik des Standesamtes sagte. Bei den Neugeborenen lagen Jungen mit 51 Prozent vorn. Gesunken ist im gleichen Zeitraum auch die Zahl der beurkundeten Sterbefälle, von 7.366 auf 7.067.
Gestiegen ist dagegen die Zahl der Hochzeiten in Frankfurt. 2011 wurden 2.647 Ehen geschlossen, 2010 waren es 2.624. Die Zahl der gleichgeschlechtlichen Partnerschaften stieg von 132 auf 183. (dpa)
KÜNDIGUNG WEGEN EIGENBEDARF AUCH NACH 40 JAHREN ZULÄSSIG:
Auch langjährige Mieter müssen mit einer Kündigung wegen Eigenbedarf rechnen. Das berichtet die Fachzeitschrift „Neue Juristische Wochenschrift“ unter Berufung auf ein Urteil des Landgerichts Frankfurt. Nach Auffassung des Gerichts liegt weder in der langen Mietzeit noch in dem hohen Alter eines Mieters eine besondere Härte, die eine Kündigung des Vermieters ohne weiteres unzulässig macht.
In dem verhandelten Fall hatte ein Vermieter einem 84 Jahre alten Mieter, der seit 40 Jahren in der Wohnung lebt, wegen Eigenbedarf gekündigt. Der Vermieter hatte die 68 Quadratmeter große Eigentumswohnung 1996 gekauft, aber zunächst nicht bezogen. Stattdessen wohnte er mit seiner vierköpfigen Familie in einer 54 Quadratmeter großen Wohnung. Als er nun in die Eigentumswohnung umziehen wollte, weigerte sich der Mieter, die Wohnung zu verlassen. Das Landgericht sah die Kündigung dagegen als rechtmäßig an. (dpa)
(03.01.2012) FES HOLT WEIHNACHTSBÄUME AB:
Die Geschenke sind verteilt, das Festessen verspeist, der Weihnachtsmarathon vorüber. Spätestens jetzt geht es ans Aufräumen. Auch in diesem Jahr können Christbäume im Januar über die graue Restmülltonne oder die braune Biotonne entsorgt werden. Allerdings sollte man jedwede Dekoration entfernen und die Bäume in Stücke von maximal einem Meter Höhe kürzen, bevor man sie an den entsprechenden Leerungstagen neben die Mülltonnen stellt.
Die Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) weist darauf hin, dass nicht alle Weihnachtsbäume in der gleichen Kalenderwoche mitgenommen werden können. Daher kann man die Bäume auch von Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr (samstags von 9 bis 12 Uhr) bei der Rhein-Main Biokompost GmbH in der Peter-Behrens-Straße 8 kostenlos abgeben. Außerdem können die Tannen im Rahmen des Kofferraumservices an folgenden FES-Betriebsstätten ohne Entgelt abgegeben werden: Kleinmüllplätze Landgraben (Bergen) und Barbarossastraße (Enkheim), Betriebsstätte Weidenbornstraße 40 (Bornheim), Betriebsstätte Seehofstraße 48 (Sachsenhausen), Betriebsstätte Breuerwiesenstraße 2 (Höchst). (prfg.)
DRILLINGE IM KLINIKUM HÖCHST GEBOREN:
Drillinge haben kurz vor dem Jahreswechsel am Klinikum Frankfurt Höchst das Licht der Welt erblickt. Tobias, Florian und Vanessa wurden ohne Komplikationen per Kaiserschnitt entbunden und liegen noch auf der Frühchen-Station, wie das Klinikum am Dienstag mitteilte. Die Babys wogen bei ihrer Geburt 2200, 2100 und 1660 Gramm. Die Schwangerschaft verlief trotz der Mehrlinge nach Angaben von Mutter Kerstin „super problemlos“.
Im Klinikum Frankfurt Höchst kommen pro Jahr über 1800 Kinder zur Welt. Im vergangenen Jahr waren darunter 56 Zwillingspärchen und eine Drillingsgeburt. (dpa)
EBBELWEI KREDENZEN MIT ZERTIFIKAT:
Zum „zertifizierten Apfelweinwirt“ können sich Gastronomen in einem Seminar im kommenden Frühjahr ausbilden lassen. Der zweitägige Kurs ist ein Angebot des Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga Hessen, der hessischen Apfelwein- und Fruchtsaftkeltereien, der Vereinigung der Apfelweinwirte und der „Gutes aus Hessen“ GmbH. Worin unterscheiden sich die Äpfel und Apfelweine, wie und wo werden sie hergestellt? Wie bringt man Gästen näher, dass der Ebbelwei eine echte Spezialität ist? Was bitte schön soll ein Süßgespritzter sein? Das können die Wirtinnen und Wirte im Seminar bei Fachreferenten lernen, und dafür bekommen sie am Ende das Zertifikat. Wer Näheres erfahren will, sendet eine E-Mail an den Keltereienverband: apfelwein@apfelwein.de. (ill.)
ANSTURM AUF OPERN-KARTEN:
Bayreuth ist überall. Am Montagmorgen, so berichtet Opern-Sprecher Holger Engelhardt, säumten „willig wartende Wagnerianer“, teilweise mit Klappstühlen ausgerüstet, die Straße vor der Oper. Der Grund: Um 10 Uhr begann der Vorverkauf für das zweite Kontingent der beiden für den Sommer 2012 angesetzten „Ring der Nibelungen“-Zyklen. Kurze Zeit später waren auch diese Karten komplett ausverkauft. Bereits um Mitternacht war das erste Kontingent an Karten online im Internet feilgeboten worden – und nach einer halben Stunde komplett verkauft. Wer keine Karten hat, bekommt immerhin Anfang 2013 erneut eine Chance, dann werden zwei weitere Zyklen aufgeführt. Die Zelte gegenüber der Oper sind aber nach wie vor der „Occupy“-Bewegung zuzuordnen, nicht wartenden Wagnerianern. (skb.)
BOUFFIER TRIFFT AM 18.1. FLUGLÄRMOPFER:
Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) wird sich am 18. Januar mit Vertretern der Bürgerinitiativen gegen Fluglärm treffen. „Mir ist es wichtig, deutlich zu machen, dass wir die mit Fluglärm belasteten Menschen im Rhein-Main-Gebiet mit ihren Problemen nicht allein lassen“, sagte Bouffier am Montag in Wiesbaden. Kurz vor Weihnachten hatte sich der Regierungschef mit Vertretern des Flughafenbetreibers Fraport, der Lufthansa und anderen Verantwortlichen getroffen. Dabei hatte er Maßnahmen zur Verringerung des Lärms fürs erste Quartal 2012 angekündigt. (dapd.)
(23-12.2011) MUTMASSLICHES ERPRESSER-TRIO VOR GERICHT:
Zwei Männer und eine Frau wollten angeblich eine halbe Million Euro erpressen und sollen deshalb eine Bekannte in deren Wohnung überfallen haben: Seit Donnerstag muss sich das Trio nun vor dem Landgericht Frankfurt verantworten. Bei Prozessbeginn machten die 24 und 31 Jahre alten Männer zunächst keine Angaben. Die mitangeklagte 43-Jährige sagte, ihr sei von dem Geld nichts bekannt gewesen.
Laut Anklage waren die drei im März in die Wohnung eingedrungen und sollen die Frau geschlagen und mit einer Waffe bedroht haben. Sie mussten aber ohne Geld abziehen und sollen der Familie des Opfers danach Gewalttaten angedroht haben. (dpa)
HEILIGABEND FAHREN BUSSE UND BAHNEN WIE IMMER - FAST:
Früher war fast alles anders. Früher sind die meisten Leute an Heiligabend zu Hause geblieben. Heute gibt es auch in der angeblich so stillen Nacht Betrieb „uff de Gass“, wie die Frankfurter Nahverkehrsgesellschaft Traffiq mitteilt. Wer sich ins Nachtleben stürzt, will eventuell auch mit Bussen und Bahnen befördert werden.
Deshalb ändert sich am Fahrplan fast nichts. Bis nach Mitternacht fahren die öffentlichen Verkehrsmittel mit ganz wenigen Ausnahmen wie an jedem anderen Samstag auch.
Zu den Ausnahmen zählt die Buslinie 38, die Seckbach mit der U4 und Bornheim verbindet. Der Bus bleibt in der Garage, weil die Linie 43 bis auf wenige Haltestellen den gleichen Weg fährt. Seit 2003 fahren auch die Nachtbusse in der Heiligen Nacht. Einem Disco-Besuch ohne Auto steht also nichts im Wege. Wer in den 1600 Seiten starken Fahrplan blickt, sollte auf das angefettete „nHA“ achten. Es steht für: „nicht an Heiligabend“. (jah.)
BUSFAHRER NACH TÖDLICHEM FLUGHAFENUNFALL ANGEKLAGT:
Wegen des tödlichen Busunfalls am Frankfurter Flughafen im Januar dieses Jahres ist gegen den Fahrer Anklage erhoben worden. Der Vorwurf laute auf fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung, sagte die Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft am Donnerstag auf dpa-Anfrage. Der Pendel-Bus für Flughafenmitarbeiter war am Morgen des 20. Januar am Flughafen in eine Menschengruppe gefahren und hatte eine 26 Jahre alte Frau getötet, mehrere Menschen wurden verletzt. Eine Frau habe einen beidseitigen Beckenbruch erlitten, sagte die Sprecherin.
Die Ermittler gehen davon aus, dass der Busfahrer einen Fehler gemacht hat. „Technisch hatte der Bus nichts“, sagte die Sprecherin. Der Fahrer selbst erlitt bei dem Unfall einen schweren Schock.
Der Mann könne nun zu der Anklage Stellung nehmen und bei Gericht weitere Ermittlungen beantragen, sagte die Sprecherin. Das Gericht muss noch entscheiden, ob es zum Prozess kommt und wann dieser beginnt. „Das wird sicher Frühjahr“, sagte die Sprecherin. (dpa)
URTEIL GEGEN TERRORHELFER ERWARTET:
Im Prozess gegen einen mutmaßlichen Helfer des Terrornetzwerks Al-Kaida wird heute (Freitag/12.00) vor dem Oberlandesgericht Frankfurt das Urteil erwartet. Der Staatsschutzsenat muss entscheiden, ob der 26 Jahre alte Student noch eine Bewährungsstrafe erhält oder aber ins Gefängnis kommt. Der Vertreter der Bundesanwaltschaft hat zweieinhalb Jahre Haft beantragt, die Verteidigung dagegen eine Bewährungsstrafe.
Der Angeklagte hatte in dem seit August laufenden Verfahren zugegeben, im Internet Al-Kaida-Propagandafilme veröffentlicht sowie anderen Extremisten Tipps im Umgang mit Sprengstoff erteilt zu haben. Darüber hinaus wurde bei einer Durchsuchung seines Elternhauses in Offenbach Sprengstoff und Brandbeschleuniger sichergestellt. Der Angeklagte will sich aber mittlerweile davon distanziert haben und demnächst ein Technikstudium aufnehmen. (dpa)
AUFBRUCHSTIMMUNG IM OCCUPY-CAMP:
Im Occupy-Camp vor der Europäischen Zentralbank herrscht kurz vor Weihnachten Aufbruchstimmung. „Wir sind mitten in der Umstrukturierung“, sagte der 27-Jährige Erik, einer der Aktivisten, die von Anfang an dabei sind. Die Gemeinschaftszelte in dem Protestcamp würden anders angeordnet. Geplant sei, eine Art Internetcafé einzurichten. Am 24. werde es ein besonderes Essen geben. „Mehrere Unterstützer haben angekündigt, dass sie kochen wollen.“ Was auf dem Speiseplan steht, sei aber noch unklar.
Bescherung war für Freitagabend geplant: Die evangelische Pröpstin Gabriele Scherle hat sich mit Weihnachtsplätzchen und anderen süßen Sachen angekündigt. Es sei wichtig, das Verständigungspotenzial der Gesellschaft zu vergrößern, hatte die Hoffnungsgemeinde bei der Ankündigung des Besuchs mitgeteilt. Kirchen seien Orte des Gesprächs, vor allem aber auch Orte der Solidarität.
Das Ordnungsamt hat die Erlaubnis für das Zeltlager bis 10. Januar verlängert, wie ein Sprecher sagte. Noch immer hielten sich in dem Camp regelmäßig 50 bis 80 Menschen auf, die Zahl der Zelte schwanke zwischen 40 und 60. Seit Mitte Oktober harren die Demonstranten mit ihrem Protest gegen die Macht der Banken aus. Die nächste Demo planen die Kapitalismuskritiker für den Silvester-Tag. (dpa)
KULTURCAMPUS-WERKSTÄTTEN STARTEN:
Es geht los. Ab sofort können alle Bürger sich anmelden, die bei den Planungswerkstätten zum Kulturcampus Frankfurt mitmachen wollen. Jetzt wird sich zeigen, ob die Bürgerbeteiligung tatsächlich zustande kommt, für die drei Initiativen kämpfen.
Die erste Reihe der Planungswerkstätten wird am Freitag, 13. Januar, und Samstag, 14. Januar, im Saalbau Bockenheim, Schwälmer Straße 28, angeboten. Am 13. Januar ab 14 Uhr geht es um das Thema „Kultur“. Ab 18 Uhr schließen sich „Öffentlicher Raum, Grün, Klima und Verkehr“ an. Der Samstag, 14. Januar, steht von 10 Uhr an zunächst im Zeichen der Themen „Wohnen, Soziale Infrastruktur, Nahversorgung und Handel“, bevor am Nachmittag von 14 Uhr an die „Städtebauliche Entwicklung und der Denkmalschutz“ zur Sprache kommen.
Bürger, die sich anmelden wollen, können das per E-Mail tun, an die Adresse: kulturcampus@stadt-frankfurt.de. (jg.)
(22.12.2011) AUTOFAHRER BESCHULDIGT SCHNEEBALLWERFER Nach einem Verkehrsunfall in der Bernhard-Grzimek-Allee am Zoo sucht die Polizei nach Zeugen. Dort war am Dienstagvormittag das Auto eines 40-jährigen Frankfurters mit dem Transporter eines 18-Jährigen kollidiert. Der Autofahrer gab gegenüber der Polizei an, durch mehrere Schneeballwürfe auf die Windschutzscheibe so erschreckt worden zu sein, dass er scharf abbremste. Der Transporter fuhr auf. Dabei entstand laut Polizei ein erheblicher Schaden an beiden Autos, der 40-Jährige und seine 75-jährige Beifahrerin wurden leicht verletzt. Mehrere Schüler seien nach den Würfen in Richtung Hölderlinstraße geflohen, gab der Fahrer an.
VERLETZE FRAU BEI WOHNUNGSBRAND GERETTET Bei einem Feuer in einem Wohnhaus in Rödelheim ist am Dienstag nach Polizeiangaben eine Bewohnerin verletzt worden. Sie musste über eine Drehleiter aus dem dritten Stock des Hauses in der Seelenberger Straße gerettet und mit einer Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus gebracht werden. Das Feuer, das Nachbarn bemerkt hatten, konnte durch die Einsatzkräfte der Feuerwehr schnell gelöscht werden. Der Schaden beläuft sich auf etwa 60000 Euro. Die Brandursache ist noch nicht bekannt.
POLIZEI FINDET DIEBESGUT VON AUTOAUFBRÜCHEN Die präzisen Angaben eines Zeugen haben die Polizei am Dienstag in den Ginnheimer Rebgärten zum Diebesgut eines 30-jährigen Wohnsitzlosen geführt. Der Zeuge hatte den Mann dabei beobachtet, wie er die Heckscheibe eines Autos mit einem Stein einwarf und einen Rucksack entwendete. Als die Polizei einen ihr bekannten Unterschlupf des ihr bekannten Mannes aufsuchte, entdeckte sie das Diebesgut von insgesamt sechs Autoaufbrüchen. Den Beschuldigten trafen die Polizisten allerdings nicht an.
(20.12.2011) DIEBE KLAUEN INSGESAMT 28 KANALDECKEL. Bislang 25 runde und 3 rechteckige Kanalschachtabdeckungen entwendeten unbekannte Diebe im Zeitraum vom 05.12.2011 bis zum 14.12.2011 von der B 40 im Streckenabschnitt zwischen der Anschlussstelle Sindlingen und dem Krifteler Dreieck. Der entstandene Schaden wird auf etwa 6.500.- Euro beziffert.
EIN TAG VOR BEGINN DER WEHNACHTSFERIEN IN HESSEN HAR DER ERSTE SCHNEE DES WINTERS ÜBERALL IM LAND AUTORFAHRER UND FLIEGER AUSGEBREMST. Im dichten Schneetreiben kam es zu Unfällen und Behinderungen, in Nordhessen wurden zwei Menschen schwer verletzt.
DER EHRLICH-PREIS "=!! GEHT AN DEN ZELLBIOLOGEN PETER WALTER. Der mit 100 000 Euro dotierte Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstädter-Preis 2012 geht an den Zellbiologen und Biochemiker, Prof. Peter Walter (57). Der gebürtige Berliner wird damit für seine herausragenden Forschungsleistungen auf dem Gebiet der Zellbiologie gewürdigt, wie die Paul Ehrlich-Stiftung und die Goethe-Universität am Dienstag in Frankfurt mitteilten. Die Ehrung gilt als bedeutendste Auszeichnung für Mediziner in Deutschland.
(15.12.2011) HAFTSTRAFE FÜR PANZERKNACKER
Das Frankfurter Landgericht hat einen 32-Jährigen wegen versuchten schweren Raubes zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und zehn Monaten verurteilt. Der Mann hatte am 10. März 2011 mit zwei Komplizen versucht, den Tresor eines kleinen Hotels im Westend aufzuschweißen, in dem sie 120000 Euro und Kokain vermuteten. Eine Angestellte wurde bedroht und gefesselt. Das Gericht hielt dem Mann sein außergewöhnlich offenes Geständnis zugute, ebenso wie erkennbare Reue und die Tatsache, dass er nicht die treibende Kraft hinter dem Raub, sondern eher Mitläufer war. Eine Rolle spielte wohl auch die fast possierliche Ungeschicktheit, mit der die Panzerknacker zu Werke gingen. (skb.)
FESTE DER WELT IM MULIT-KULTI-KALENDER
Bereits zum 20. Mal bietet das Amt für multikulturelle Angelegenheiten zum Jahresende einen multikulturellen Kalender an. „Feste der Welt“ heißt das großformatige Fotoprodukt für 2012, für das der algerisch-kabylische Reportagefotograf Ferhat Bouda eine Vielzahl von Festen in Frankfurt abgelichtet hat. Der Kalender enthält außerdem die Feiertage von mehr als 70 Nationen und über 23 Religionsgemeinschaften. Er sei damit „das umfangreichste internationale Kalendarium im deutschsprachigen Raum“, so die Stadt. Der Kalender kostet 9,80 Euro. Man bekommt ihn im Buchhandel oder beim Verlag für akademische Schriften (www.vas-verlag.de). (rü.)
BRÜCKE VERBINDET ALTES UND NEUES VIERTEL
Die „alte“ Kuhwaldsiedlung und das brandneue Europaviertel werden im kommenden Jahr durch eine vier Meter breite und 33 Meter lange Brücke über die Straße der Nationen verbunden. Mit dem Bau des ausschließlich für Fußgänger und Radfahrer gedachten Übergangs wird auch eine Brücke zwischen dem Taschen- und dem Zeppelinpark geschlagen. Gebaut wird die Brücke von der Firma Aurelis, die im Auftrag der Stadt das Europaviertel erschließt. In ein paar Jahren sollen im Westen der Stadt bis zu 14000 Menschen wohnen und arbeiten. (jah.)
HALLENBAD WOCHENENDS NUR HALBTAGS OFFEN
Wegen einer Sportveranstaltung ist das Hallenbad, Melchiorstraße 21, am kommenden Wochenende nur eingeschränkt geöffnet: Am Samstag von 7 bis 15 Uhr und am Sonntag, von 9 bis 13 Uhr. Kassenschluss ist jeweils eine Stunde vorher. Die Sauna bleibt an beiden Tagen geschlossen. (dit.)
VGF NIMMT NEUEN HALT AM BÖRNEPLATZ IN BETRIEB
Die VGF wird voraussichtlich am morgigen Freitag die neue Haltestelle „Börneplatz / Stoltzestraße“ eröffnen – vorausgesetzt, die Abnahme ist erfolgreich. Wegen eines schwierigen Baugrundes konnte sie nicht wie geplant am vergangenen Wochenende in Betrieb genommen werden. Künftig werden dort die Straßenbahnlinien 12 und 18 halten. Die bereits vorhandene Haltestelle „Börneplatz“ soll dennoch erhalten bleiben.
FELIX MUSSIL ERHÄLT GOETHE-PLAKETTE
Rund 50 Jahre lang hat der Karikaturist Felix Mussil mit dem Zeichenstift das Erscheinungsbild der Frankfurter Rundschau geprägt. Am 16. Januar 2012, kurz nach seinem 91. Geburtstag, wird ihm, dem früheren „Markenzeichen der Zeitung“, im Frankfurter Römer die Goethe-Plakette verliehen. Die Stadt ehrt damit „einen der bekanntesten politischen Karikaturisten des 20. und 21. Jahrhunderts in Deutschland“. Seine Zeichnungen, die bis in sein 80. Lebensjahr rund 5000-mal auf der ersten Zeitungsseite erschienen, hätten sich "in das kollektive Gedächtnis der Bevölkerung eingeprägt."
(14.12.2011) TOWER 185 WIRD OFFIZIELL IN SKYLINE AUFGENOMMEN:
Premiere für den Tower 185, Frankfurts jüngstes Hochhaus: Am Freitag, 16. Dezember, wird das vierthöchste deutsche Bürogebäude, das nahe der Messe steht, offiziell in die Skyline der Stadt aufgenommen. Zum ersten Mal nämlich erstrahlt das 200 Meter hohe Haus dann im Glanz seiner Beleuchtung.
Der Architekt des Bürogebäudes, der Frankfurter Christoph Mäckler, hat gemeinsam mit den Fachleuten des Büros Day and Light aus München ein spezielles Lichtdesign für den Turm entwickelt, bei dem eine computergesteuerte stromsparende LED-Beleuchtung zum Einsatz kommt. Sie soll die architektonischen Vorzüge des Turms zur Geltung bringen.
Am Freitag, 16. Dezember, ab 18 Uhr wird die neue Beleuchtung zum ersten Mal vorgeführt. Der Hochhaus-Besitzer, das Immobilienunternehmen CA Immo, lädt „alle Frankfurterinnen und Frankfurter“ zu dieser Premiere ein. Zu sehen sein sollen Beleuchtungsprogramme, die eigens für diesen Tag entwickelt wurden – und danach dann die „deutlich dezentere Alltagsbeleuchtung“. (jg.)
CHRISTA-METTE MUMM VON SCHWARZENSTEIN; "MUTTER DER KÜNSTLER", IST TOT:
Sie war eine couragierte Frau und eine engagierte Streiterin für das Frankfurter Kulturleben. Christa-Mette Mumm von Schwarzenstein, die jetzt im Alter von 93 Jahren gestorben ist, hielt stets den Namen der traditionsreichen Frankfurter Familie hoch, in die sie 1940 eingeheiratet hatte. Ihr Ehemann Georg Mumm von Schwarzenstein war der Enkel des ersten Frankfurter Oberbürgermeisters, der unter preußischer Besatzung 1869 sein Amt angetreten hatte.
Fast hätte sie schon Anfang 1945 den Ehemann verloren: Als Mitglied des Widerstands gegen das nationalsozialistische Terrorregime war Georg zum Tode verurteilt worden. Er entging der Hinrichtung nur durch den Zusammenbruch des Nazi-Reichs.
Christa Mette Mumm von Schwarzenstein lebte und arbeitete als CDU-Kommunalpolitikerin stets in dem Bewusstsein, dass die Errungenschaften des neuen demokratischen Nachkriegsdeutschlands nicht selbstverständlich waren. Von 1968 bis 1989 gehörte sie der CDU-Fraktion des Stadtparlaments an. Sie führte die Heussenstamm-Stiftung, die sich um Arme in der Kulturszene und in Not geratene ältere Menschen kümmerte, galt als „Mutter der Künstler“. Ihr besonderes Engagement galt dem Wiederaufbau rund um den Römerberg und der Wiederbelebung der zerstörten Oper, aus der das Konzerthaus Alte Oper erwuchs. Als 1983 die Fachwerk-Ostzeile am Römerberg errichtet wurde, bezog sie eine der Wohnungen im Haus „Schwarzer Stern“. (jg.)
FÄLLARBEITEN IM STADTGEBIET:
Wenn in den kommenden Wochen in Ihrer Nachbarschaft Motorsägen ertönen, nicht erschrecken. Das Grünflächenamt will kranke Bäume fällen, die eine Gefahr darstellen.
Im Ben-Gurion-Ring stehen ein Ahorn und eine Linde auf der Liste. Im Harheimer Stadtweg müssen eine Weide und eine Pappel weichen, die von Pilzen befallen sind. Am Niddatalarm in Bonames wird eine abgestorbene Weide gekappt, in der Spitzenstraße in Harheim eine faule Linde. Nicht besser ergeht es einer Pappel an der Ludwig-Landmann-Straße. Am Rossmarkt geht es drei gesunden Kirschbäumen an den Kragen – für einen Neubau. (bos.)
COMMERZBANK SPART BEI WEIHNACHTSFEIERN:
Im Kampf gegen ihre milliardenschwere Kapitallücke spart die Commerzbank, wo sie kann. Zahlreiche Weihnachtsfeiern von Abteilungen fallen in diesem Jahr aus, wie Bankkreise der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX am Mittwoch bestätigten. So müssen etwa die Investmentbanker auf die traditionelle Sause verzichten, die sie auch auf dem Höhepunkt der Finanzkrise 2008 nicht ausfallen ließen. Weihnachtsfeiern passten nicht in das derzeitige Umfeld, heißt es nun. Offiziell kommentierte die Bank das nicht. Ein Sprecher verwies lediglich auf den bereits verschärften Sparkurs der Bank. So verzichtet sie etwa auf externe Berater.
Die Commerzbank muss nach dem neuerlichen Stresstest der europäischen Bankenaufsicht EBA bis Ende Juni 2012 eine Kapitallücke von 5,3 Milliarden Euro schließen. Das seit der Finanzkrise zu gut 25 Prozent verstaatlichte Institut will das unbedingt aus eigener Kraft schaffen, um auf neuerliche Staatshilfe zu verzichten. (dpa)
SCHAUSPIELERIN HOPPE VERLETZT SICH AUF BÜHNE:
Die Schauspielerin Bettina Hoppe (rechts) hat sich in der Titelrolle des „Hamlet“ in der Vorstellung des Schauspiels am 9. Dezember auf der Bühne eine Verletzung am Fuß zugezogen. Sie kann bis auf weiteres nicht auftreten.
Das Schauspiel muss den Spielplan umstellen. Dadurch entfallen die Vorstellungen des „Hamlet“ am 15., 18. und 19. Dezember sowie „Die Pest“ am 15. Dezember und „Die Frau, die gegen Türen rannte“ am 17. Dezember.
Neu im Plan sind „Die Physiker“ am 15. Dezember um 19.30 Uhr im Schauspielhaus, „Der große Gatsby“, am 15., 20 Uhr (Kammerspiele), „Der Herr der Fliegen“ am 17., 20 Uhr, „Die Legende vom heiligen Trinker“ am 18., 16 Uhr und „Der nackte Wahnsinn“ am 19. ,19.30 Uhr. (jg.)
SATIRIKER OLIVER MARIA SCHMITT KANDIDIERT FÜR OB-WAHL:
Am Mittwoch wird der Satiriker und langjährige Titanic-Chefredakteur Oliver Maria Schmitt offiziell seine Kandidatur für die Wahl zum Oberbürgermeister bekanntgeben und sein "9,5-Thesen-Programm" vorstellen. Er tritt an für die Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative (Die PARTEI), deren Ehrenvorsitzender er seit Gründung im Jahr 2004 ist.
SANIERUNG AM STÄDEL ABGESCHLOSSEN:
Nach 15 Monaten Bauzeit präsentiert das Frankfurter Städelmuseum wieder seine Gemäldesammlung „Alte Meister“. Die Bilder sind ab Donnerstag zu sehen, wie Städel-Direktor Max Hollein am Mittwoch sagte. Während der Sanierung des Gebäudes seien die Gemälde und die Rahmen gereinigt worden. Das Museum zeigt in den 21 Ausstellungsräumen auch zwei erst kürzlich erworbene Werke: Ein von Raffael gemaltes Porträt von Papst Julius II. sowie ein Bildnis Martin Luthers von Lucas Cranach dem Jüngeren.
Mit der Eröffnung ist die Sanierung des Städel-Altbaus abgeschlossen. Im Februar 2012 soll der neue Erweiterungsbau als Fläche für die Sammlung „Gegenwartskunst“ fertiggestellt sein. (dapd)
"TOUR DE BEMBEL" ALS BUCH:
Mit dem Bembel in der Fahrradtasche haben sich Apfelwein-Freunde aus Frankfurt auf den Weg gemacht, die besten Wirtshäuser der Gegend nach dem sauer schmeckenden Durstlöscher besucht - und ihre Geschmackserlebnisse in Worte gefasst. Unter dem Titel „Tour de Bembel“ ist das Buch von Andrea Euler und Stephan Siemon nun erschienen.
Gemeinsam mit einer Handvoll anderer Radler radelten beide im Juli in einer Woche satte 600 Kilometer von einem hessischen Wirtshauskelterer zum nächsten. Auf den Etappen steuerten sie die Lokale und Keltereien der Apfelweinszene an und besuchten andere regionale Betriebe. Auch die Winzer traten hin und wieder in die Pedale. „Einer von ihnen schaffte es sogar vom Start bis ins Ziel“, erinnert sich Euler.
Die gemeinsame Route ging dabei vom Vogelsberg in die Hohe Rhön, von dort weiter in den Spessart, danach über Frankfurt in den Taunus und zum Schluss in den Odenwald.
Auf den Rädern immer mit dabei: ein Spenden-Bembel und ein verschließbarer Bembel mit dem Saft der Auftakt-Kelterei, eine Art „Olympische Flamme“, die kreuz und quer durch das Land gefahren wurde. (dpa)
(13.12.2011) RÖMER-KOALITION LEGT POSITIONSPAPIER ZU FLUGHAFEN VOR:
In Absprache mit anderen Kommunen im Rhein-Main-Gebiet haben die CDU-Fraktion und die Grünen im Römer jetzt ein Positionspapier „Die Region und der Flughafen“ vorgelegt. Es enthält Forderungen zum Schutz der Lebensqualität und der Gesundheit. Nach Auffassung der Kommunen bestehen „erhebliche Zweifel“ daran, dass die immer wieder beschworene Balance des Mediationsergebnisses, nämlich Ausbau einerseits, Nachtflugverbot und Lärmschutz auf der anderen Seite, von der hessischen Landesregierung beachtet werde. „Zur Wiedererlangung von Vertrauen“ sei als erster unverzichtbarer Schritt ein sofortiges und uneingeschränktes Bekenntnis zum Nachtflugverbot von der Landesregierung und dem Flughafenbetreiber Fraport nötig.
Außerdem soll die Landesregierung für den Frankfurter Flughafen eine „Lärmobergrenzenregelung“ erarbeiten und verbindlich festschreiben. Die Möglichkeiten des aktiven Schallschutzes würden zulassen, dass das gegenwärtige Lärmniveau nicht überschritten wird. „Die in den besonders belasteten Gebieten lebenden Menschen müssten sich darauf verlassen können, dass es nicht noch lauter wird“, heißt es in dem Papier. Die Maßnahmen des aktiven Lärmschutzes – also Verhinderung und Reduzierung von Lärm – seien Teil des Mediationsversprechens und sollten deshalb „jetzt, unmittelbar nach Inbetriebnahme der neuen Bahn zur Umsetzung kommen“. (ft.)
BÄUME MÜSSEN GEFÄLLT WERDEN:
Das Grünflächenamt ist wieder mit der Motorsäge unterwegs. An der Kreuzung Fallersleben-/Raimundstraße im Dornbusch werden Mitarbeiter eine 16 Meter hohe Linde fällen, die morsch ist und von Pilzen befallen. 2013 soll dort ein neuer Baum gepflanzt werden. Ebenfalls aus Gründen der Verkehrssicherheit wird eine Birke mit Faulstellen am Damaschkeanger gefällt – und 2013 nachgepflanzt. An der Bockenheimer Anlage wird eine Pappel gekappt. Sie soll im Frühjahr nachgepflanzt werden. (bos.)
URTEIL ZU FLUGHAFEN-ATTENTAT AM 19. JANUAR:
Im Prozess gegen den Frankfurter Flughafen-Attentäter Arid U. (21) soll am 19. Januar das Urteil verkündet werden. Das gab der Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts am Montag in Frankfurt bekannt. Zehn Tage vorher, am 9. Januar, sollen die Bundesanwälte, die Verteidigung sowie die Nebenklagevertreter ihre Plädoyers halten. (dpa)
FRANKFURTER FÜHLEN SICH SICHER:
Das subjektive Sicherheitsempfinden der Frankfurter bewegt sich laut Sicherheitsdezernent Markus Frank „auf gutem Niveau“. Im Rechtsausschuss stellte Frank am Montagabend die Ergebnisse einer Studie der Uni Greifswald vor. Die hatte im April 240 Bürger befragt. 85 Prozent der Befragten fühlen sich laut Frank „tagsüber sehr sicher beziehungsweise sicher“. Naturgegeben „verringert sich dieser Prozentsatz bei Dunkelheit auf 71“.
Die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung schätze die Möglichkeit, selbst Opfer einer Straftat zu werden, als „gering“ ein – und wenn überhaupt, dann „Betrug, Vandalismus oder Diebstahl“. Ebenso sähen die meisten der Befragten „sich in der Lage, richtig zu reagieren“, falls sie Straftaten beobachten sollten.
Die Ergebnisse der Studie, sagte Frank, stünden auf der Internetseite der Stadt. Falls dem so ist, sind sie gut versteckt. In diesem Zusammenhang kündigte Volker Stein (FDP), Dezernent für Infrastruktur, im Ausschuss an, den Online-Auftritt verbessern zu wollen. Dies werde aber „deutlich länger als ein Jahr“ dauern. (skb.)
FRANKFURT HAT DEN GRÖSSTEN BÜROLEERSTAND DEUTSCHLANDS:
Der Leerstand in Bürogebäuden ist einer Studie zufolge in keiner deutschen Stadt so groß wie in Frankfurt am Main. Mehr als 18 Prozent der Büroimmobilien wurden dort im vergangenen Jahr nicht genutzt, wie das Institut der deutschen Wirtschaft am Dienstag in Köln mitteilte. Bundesweit standen in den 125 größten Städten im Schnitt 7,5 Prozent der Gebäude leer.
Zur Begründung hieß es, die Nachfrage nach Büroimmobilien hinke seit zehn Jahren dem Angebot hinterher. Zudem wünschten viele Mieter energieeffiziente Gebäude. Dafür sei es günstiger, neue Gebäude zu bauen, statt alte zu sanieren. (dapd)
CHRISTDEMOKRATEN IM AMT BESTÄTIGT:
Die CDU-Stadtbezirke haben gewählt. In Seckbach haben die Mitglieder die Unternehmerin Birgit Busold für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt. Ihr zur Seite stehen Gerda Wiesner und Klaus Volk. Ebenso im Amt als Vorsitzende bestätigt haben die Bornheimer Christdemokraten die Stadtverordnete Sabine Fischer. Unterstützt wird sie von Martin Gerhardt, Klaus Knipschild und Arndt Koeppen. Der CDU-Stadtbezirksverband Schwanheim/Goldstein wählte den Juristen Jörg Löllmann zum ersten gemeinsamen Vorstandsvorsitzenden. Zu seinen Stellvertretern benannten die Mitglieder die Stadtverordnetenvorsteherin Bernadette Weyland und Sven Kleinschmidt. (bos)
(12.12.2011) VOLKER STEIN GREIFT GRÜNE OB-KANDIDATIN AN:
Volker Stein, Dezernent und stellvertretender FDP-Kreisvorsitzender, hält die grüne OB-Kandidatin Rosemarie Heilig für ein „politisches Leichtgewicht“. Heilig hatte jüngst kritisiert, dass das Land Frankfurt die Stellplatzablöse sowie die Grunderwerbssteuer weggenommen habe. Das fehle der Stadt bei der Kinderbetreuung. Stein findet, die Grünen in Stadt und Land blieben die Antwort auf die Frage schuldig, wie im Rahmen der Schuldenbremse das Land Schulden reduzieren soll, wenn Grüne stets neue Ausgabenfelder kreierten. Das Vermeiden von Mehrkosten bei Projekten, die von grünen Dezernenten zu verantworten sind – jüngstes Beispiel Höchster Klinik – könne Frankfurt mehr Geld bringen. (sah./ox.)
NOCH KEINE ELEKTRONISCHE STEUERKARTE:
Kürzlich wurde der Start der elektronischen Lohnsteuerkarte noch angekündigt. Die neue Mitteilung des Finanzministeriums heißt: Die Einführung wurde „wegen unerwarteter technischer Probleme bundesweit um ein Jahr auf den 1. Januar 2013 verschoben“. Für den Arbeitnehmer bedeutet dies: Die Eintragungen auf der Lohnsteuerkarte 2010 oder der vom Finanzamt ausgestellten Ersatzbescheinigung 2011 (Steuerklasse, Freibeträge, Kirchensteuer) gelten bis zum Start des Verfahrens, also auch für das Jahr 2012. Hat es Änderungen gegeben, muss dies dem Finanzamt mitgeteilt werden, das eine Bescheinigung für den Arbeitgeber ausstellt. Beim Finanzamt telefonisch nachzufragen, ist derzeit schwierig. FR-Leser berichten, dass die Frankfurter Finanzämter seit Montag nicht zu erreichen seien. (ox.)
LÄNGERES BEWOHNERPARKEN IM WESTEND GEFORDERT:
Das Bewohnerparken im Westend soll erheblich ausgeweitet werden. Zumindest nach dem Willen des Ortsbeirats, den der fraktionsübergreifend äußerte. Es sei zu beobachten, dass der Stadtteil zu unterschiedlichsten Anlässen auch am Wochenende als „innenstadtnahes kostenfreies Parkgebiet“ genutzt werde, heißt es im Antrag. So etwa von Freunden verkaufsoffener Sonntage und Besuchern der Alten Oper, des Bockenheimer Depots oder der Messe. Um das Westend vor Parkplatzmangel zu schützen, fordert der Ortsbeirat den Magistrat auf, die Zeiten des Bewohnerparkens auf das Wochenende auszuweiten und zwar von zehn bis 21 Uhr.
Zudem soll das Bewohnerparken werktags verlängert werden – ebenfalls bis 21 Uhr. Diese Neuregelung soll den zahlreichen Berufstätigen zugute kommen, die erst nach 19 Uhr nach Hause kommen und momentan große Schwierigkeiten hätten, in der Nähe ihrer Wohnung einen Parkplatz zu finden. (lic.)
AIDS-BERATUNG FEIERT JUBILÄUM:
Die Aids-Aufklärung hat ihr 25-jähriges Bestehen gefeiert. Der gemeinnützige Verein wurde unter anderem von den Aids-Forschern Wolfgang Stille und Eilke-Brigitte Helm ins Leben gerufen. Der Verein bietet Information, Beratung und Unterstützung zu den Themen HIV und Aids für verschiedene Zielgruppen an, wie Schulen, Betriebe, Haftanstalten und Einzelpersonen. (ft.)
www.aids-aufklärung.de
FLUGHAFEN ERZIELT BEI PASSAGIEREN NOVEMBER-REKORD:
Der Flughafenbetreiber Fraport hat im November an seinem Heimatstandort Frankfurt deutlich mehr Passagiere abgefertigt als im Vorjahr. Wie das MDAX-Unternehmen am Montag mitteilte, wurden im ersten Monat mit Betrieb der Landebahn Nordwest 4,3 Millionen Reisende begrüßt. Das seien 178.000 beziehungsweise 4,3 Prozent mehr als im November 2010 gewesen. Der bisherige höchste Novemberwert aus dem Jahr 2007 sei um etwa 92.000 Passagiere überschritten worden. Von Januar bis November habe der Flughafen Frankfurt insgesamt 52,2 Millionen Passagiere verzeichnet, was einem Anstieg von sechs Prozent entspreche.
ACHT HISTORISCHE HÄUSER IN DER ALTSTADT VOR WIEDERAUFBAU:
In der Frankfurter Altstadt werden vermutlich acht historische Häuser wiederaufgebaut. Bis zum vergangenen Freitag hatten Kaufinteressenten Zeit, sich für eine der Rekonstruktionen zu bewerben. 18 potenzielle Käufer hätten eine verbindliche Reservierungsvereinbarung unterschrieben, berichtete die DomRömer GmbH am Montag.
Demnach gibt es für sieben von acht angebotenen Rekonstruktionen Käufer. Lediglich für das größte Gebäude (Hühnermarkt 18) fand sich kein Interessent. Eine neunte Rekonstruktion (Braubachstraße 27), die ein Hotel beherbergen soll, sei mit verschiedenen Interessenten gesondert verhandelt worden. Wer bei den Häusern, für die es mehr Interessenten gibt, den Zuschlag bekommt, entscheidet eine Jury anhand einer Punkteliste, bei Gleichstand das Los.
Hintergrund: Die Bauten werden nur dann als Rekonstruktion errichtet, wenn sich dafür Käufer finden. Andernfalls werden die Entwürfe für Neubauten realisiert. Anfang nächsten Jahres soll der Grundstein für den Altstadt-Umbau gelegt werden. Ebenfalls 2012 sollen die Arbeiten zur Verlegung des U-Bahn-Zuganges am Dom sowie die Absenkung des Krönungswegs beginnen. In der zweiten Jahreshälfte könnte mit dem Bau des ersten Hauses begonnen werden. (dapd)
BÜRGER MACHEN 1100 VORSCHLÄGE ZUM HAUSHALT:
Der Frankfurter Bürgerhaushalt 2013 geht in eine zweite Phase. Bis zum 18. Dezember können Bürger noch die vorhandenen Vorschläge unter www.ffm.de im Internet bewerten. Neue Vorschläge können aber keine mehr gemacht werden. Bisher sind nach Mitteilung der Stadt knapp 1100 Vorschläge eingegangen. Davon rund 400 Sparanregungen. Etwa 100 Vorschläge beschäftigen sich mit strukturellen Fragen oder mit Themen, für die die Stadt nicht zuständig ist. Besonders viele Vorschläge sind zu den Bereichen Wohnen, Verkehr und Umwelt (knapp 540) sowie Bildung, Gesundheit und Soziales (rund 160) gemacht worden. Kämmerer Uwe Becker (CDU) ist zufrieden. Die eingegangenen Vorschläge seinen „qualitativ hochwertig“ sowie „konstruktiv“. Die Diskussion verlaufe sachlich und gemäßigt.
Die 100 am besten bewerteten Vorschläge werden am 20. Dezember vorgestellt und dann von der Verwaltung überprüft. Weiter geht es im März 2012 mit dem Bürgerforum, bei dem die „Top 100“ diskutiert werden. (ox.)
ANKLAGE WEGEN BABYENTFÜHRUNG AUS DEM KRANKENHAUS:
Die Frankfurter Staatsanwaltschaft hat gegen eine 29 Jahre alte Frau Anklage wegen Kindesentzug und Körperverletzung erhoben. Die Frau hatte am 9. Dezember 2010 ein neugeborenes Baby aus der Kinderstation der Höchster Klinik entführt.
Zuvor hatte die Frau monatelang eine Schwangerschaft vorgetäuscht – so professionell, dass ihr persönliches Umfeld, selbst ihre Lebensgefährtin, nichts ahnte. Am Tattag betrat sie gegen 12.30 Uhr die Kinderstation, bekleidet mit Jeans, einem weißen Pullover und Gummihandschuhen. Sie betrat gleich das erste Patientenzimmer, wo neben anderen eine Mutter mit ihrem Kind lag, das erst wenige Stunden zuvor geboren worden war. Die Mutter hielt die Frau für eine Schwester, die beiden redeten noch miteinander, dann verschwand die falsche Schwester mit dem Kind.
Zu Hause spielte die Frau ihrer Lebensgefährtin weiterhin vor, dass es sich um ihr eigenes Kind handele. Die Täuschung gelang ihr offenbar so glaubwürdig, dass die Frankfurter Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen die Lebensgefährtin mittlerweile eingestellt hat.
Das Kind wurde während seiner Entführung gut behandelt. Die Anklage lautet auch auf Körperverletzung, weil die Eltern des Kindes einen Schock erlitten – und heute noch unter den Folgen leiden.
Ein Prozesstermin steht noch nicht fest. (skb.)
(9.12.2011) LUFTHANSA TESTET NEUEN JUMBO IN FRANKFURT:
Mit ihren 76 Metern Länge ist die Boeing 747-8 das längste Flugzeug der Welt. Aber in den A380 passen trotdem mehr Passagiere rein. Die Lufthansa hat 20 Exemplare der neuen Boeing bestellt (Listenpreis pro Flieger 317,5 Millionen Dollar) und konnte jetzt eines davon in Frankfurt auf Herz und Nieren prüfen. Am Freitag fliegt das Test-Exemplar zurück nach Seattle. (ft)
MESSE FRANKFURT MIT REKORDUMSATZ:
Die Messe Frankfurt will nach einem Rekordumsatz 2011 im nächsten Jahr die 500-Millionen-Marke knacken. Für das zu Ende gehende Jahr erwartet das Unternehmen einen Umsatz von rund 457 Millionen Euro, wie die Messe Frankfurt GmbH am Freitag mitteilte. Im Vergleich zum bisherigen Spitzenjahr 2010 (448 Mio Euro) wäre das eine leichte Steigerung um zwei Prozent. Die Vorbuchungen für 2012 seien bestens, zudem stünden mit der Light + Building, der Automechanika, der Texcare und der Achema vier große Leitmessen auf dem Veranstaltungskalender. Der Vorsteuergewinn 2011 werde mit rund 30 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert von 41,8 Millionen Euro liegen - unter anderem weil in Personal und eine neue Halle investiert wurde. (dpa)
FRANKFURTER HOCHSCHULE FÜR MUSIK AUSGEZEICHNET:
Die Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Frankfurt ist für ihre exzellente Lehre vom hessischen Wissenschaftsministerium ausgezeichnet worden. Der mit 150.000 Euro dotierte Preis ging an die Gesangsabteilung, wie das Ministerium am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Weitere Auszeichnungen erhielten der Fachbereich Maschinenbau der Technischen Universität Darmstadt und der Fachbereich Biologie und Chemie der Justus-Liebig-Universität Gießen. Sie bekamen 100.000 beziehungsweise 50.000 Euro. Der hessische Hochschulpreis für Exzellenz in der Lehre wird seit 2007 verliehen. (dapd)
DEUTSCHE BAHN FÄHRT ERST 2015 NACH LONDON:
Die Deutsche Bahn fährt erst 2015 von Frankfurt nach London. Das berichteten am Donnerstag die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ und die „Süddeutsche Zeitung“ übereinstimmend unter Berufung auf Konzernkreise. Damit verzögert sich die prestigeträchtige Verbindung von Frankfurt am Main durch den Kanaltunnel um weitere Jahre.
Ursprünglich sollten die ersten Züge zu den Olympischen Spielen in London 2012 verkehren. Der dann ins Auge gefasste Termin 2013 wurde obsolet, nachdem Siemens kürzlich einräumte, dass die für die Verbindung benötigten 16 ICE-3-Züge „Velaro D“ nicht vor Ende 2013 in Betrieb gehen könnten. (dpa)
URTEIL FÜR FLUGHAFEN-ATTENTÄTER IM JANUAR:
Der Prozess gegen den Attentäter vom Frankfurter Flughafen, Arid U. soll Mitte Januar zu Ende gehen. Das bestätigte ein Mitglied des Staatsschutzsenates beim Frankfurter Oberlandesgericht heute auf Anfrage. Uka ist wegen zweifachen Mordes und dreifachen Mordversuchs angeklagt. Er tötete im März dieses Jahres am Flughafen zwei US-Soldaten und verletzte zwei weitere schwer. Als er noch einen Schuss abgeben wollte, versagte die Waffe. Vor Gericht hatte der 21-Jährige gestanden. Die Bluttat war islamistisch motiviert. (dpa)
EINSPURIGE HANAUER FÜR MINDESTENS FÜNF MONATE:
Dramatische Zuspitzung auf der Hanauer Landstraße. Seit dieser Woche dürfen Autos in Höhe der Brücke an der ehemaligen Neckermann-Zentrale sowohl stadteinwärts als auch stadteinwärts diesen Bereich nur noch einspurig passieren. Für den Verkehr für Lkws mit einer Last von über 30 Tonnen ist das Brückenbauwerk ohne Namen schon seit längerem gesperrt. „Der Zustand hat sich weiter bedenklich verschlechtert. Durch eindringende Nässe sind starke Beschädigungen festgestellt worden“, sagte Gabriele Dehmer, die Leiterin des städtischen Amtes für Straßenbau und Erschließung, der FR.
Um die Belastungen für die Brücke zu reduzieren, musste die Straße in diesem Bereich von zwei Fahrspuren auf eine verengt werden. Zudem ist eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Kilometer pro Stunde unerlässlich. Eine komplette Sperrung dieser wichtigen Verkehrsverbindungs-Achse in Richtung Osten, die wegen ihres Zustandes seit geraumer Zeit von Spezialisten gesondert überwacht wird, droht Gabriele Dehmer zufolge jedoch nicht. „Die Situation ist zwar dramatisch, aber eine Vollsperrung wird es nicht geben.“ Mit der gerade eingetretenen Verkehrs-Situation werden sich die Kraftfahrer mindestens noch fünf Monate abfinden müssen, bis eine Stabilisierung der Brücke herbeigeführt worden ist. (am.)
GRÜNE HALTEN SEXUALMEDIZINISCHE AMBULANZ AN UNIKLINIK FÜR UNVERZICHTBAR:
Der Wegfall der Sexualmedizinischen Ambulanz am Frankfurter Universitätsklinikum wird demnächst auch den Hessischen Landtag beschäftigen. Die Fraktion der Grünen, die einen entsprechenden Antrag gestellt hat, hält die Ambulanz für unverzichtbar, um die Versorgung von Menschen mit sexuellen Störungen zu gewährleisten.
In der Diskussion über sexuellen Missbrauch sei ein dringender Bedarf an Beratungs- und Therapiestellen festgestellt worden; in Hessen werde eine solche Stelle einfach abgewickelt, hieß es am Donnerstag in einer Mitteilung an die Presse. (ft.)
RUNDGANG DURCH BOCKENHEIM ZUM THEMA MIETSPIEGEL:
„Auf der Suche nach der gehobenen Lage“ lautet das leicht ironische Motto eines Stadtteilspaziergangs durch Bockenheim am Samstag, 10. Dezember.
Der Satz ist eine Anspielung auf den aktuellen Mietspiegel, in dem, anders als in den Vorjahren, fast der gesamte Stadtteil ohne Unterschied zur „Innenstadtlage 2“ gezählt wird, der zweitteuersten Lage Frankfurts. Viele Bockenheimer haben nun kräftig die Mieten erhöht bekommen – bis zu 1,24 Euro pro Quadratmeter sind erlaubt – und fühlen sich nicht nur von der Politik alleingelassen, sondern auch auf den Arm genommen. Nicht nachvollziehbar ist für sie, warum unterschiedlichste Wohnlagen vom Villenviertel Frauenlobstraße bis hin zur verkehrsgeplagten Schlossstraße zusammengefasst wurden.
Vor diesem Hintergrund stellt der Arbeitskreis „Wir Bockenheimer bleiben hier“ die Frage: „Wem gehört Bockenheim eigentlich?“ Um diese und andere Themen geht es beim Spaziergang, zum der Arbeitskreis um 12 Uhr ab Kirchplatz einlädt. (lic.)
JOBCENTER FÜR JUGENDLICHE:
Für junge Leute wird es demnächst ein eigenes „Jugendjobcenter“ geben. Es soll am Standort des Jobcenters Frankfurt am Main Süd, in der Geleitsstraße 25 eingerichtet und am 1. Februar 2012 eröffnet werden.
Der Leiter der Arbeitsagentur Frankfurt, Karl-Heinz Huth, versprach am Freitag, dass jeder Jugendliche in Frankfurt ein Angebot zur Ausbildung erhalten solle. Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld (CDU) geht davon aus, dass die jungen Menschen in dem Pilotprojekt dank der kurzen Wege ganzheitlich betreut werden können. Zielgruppe sind junge Menschen „mit besonderen Schwierigkeiten“, wie es in einer Mitteilung heißt.
Wie die anderen Jobcenter wird auch das Jugendjobcenter gemeinsam von der Stadt und der Agentur betrieben. (ft.)
NASSAUISCHE HEIMSTÄTTE WARNT MIETER VOR DRÜCKERN:
In den Siedlungen der Wohnungsgesellschaft Nassauische Heimstätte (NH) sind Drückerkolonnen unterwegs. Diese geben vor, von der NH zu kommen, und verschaffen sich so Zutritt zu Wohnungen insbesondere von älteren oder behinderten Menschen. Dort wollen sie angeblich „die Wohnverhältnisse überprüfen“. Und überreden dann „arglose und ältere Mieter“, so die NH, mehrjährige Verträge über „haushaltsnahe Dienstleistungen“, wie zum Beispiel Einkaufshilfen, zu unterschreiben. Auch die Bankverbindung wird eingefordert.
Die Nassauische Heimstätte warnt jetzt dringend ihre Mieter, dass diese Drücker keinesfalls zur Wohnungsgesellschaft gehören. Die NH komme niemals unangekündigt und mache „keine Haustürgeschäfte“. Mehrere Fälle aus Westhausen, Zeilsheim und Goldstein sind bereits bekanntgeworden, vermutlich aber sei das gesamte Stadtgebiet betroffen. (ox.)
(8.12.2011) ZU WENIG HORTPLÄTZE IN HARHEIM:
Es ist eine paradoxe Situation: Zu wenige Hortplätze, aber zu viele Kindergartenplätze. Bis zum Sommer 2012 werden es 24 Plätze sein, die für die Betreuung von Kindern nach Schulschluss im Ort fehlen, warnt die Kinderbeauftragte Kristina Luxen (SPD). Deshalb müsse jetzt schon etwas getan werden. Zumal es bis dahin an der Grundschule Harheim drei erste Klassen geben wird: 62 Kinder werden dann eingeschult werden. Sie benötigen voraussichtlich zwischen 40 bis 50 Hortplätzen, schätzt Luxen.
Die bestehenden Einrichtungen in Harheim sind bereits voll. Dazu gehört auch das Kinderzentrum In den Schafgärten, aber auch die erst kürzlich eröffnete Kita In den Aspen mit ihrer Hortgruppe, in der überwiegend Mädchen und Jungen der zweiten Klassen betreut werden.
Warum aber die 21 Plätze für Drei- bis Sechsjährige in den Kindergärten noch frei sind, kann sich Luxen hingegen nicht erklären. „Vielleicht sind die Eltern in andere Stadtteile gezogen“, mutmaßt sie. Möglicherweise ließen sich die Plätze „umschichten“.
Ende Januar soll es ein Treffen aller Einrichtungen aus Harheim geben, um „die Zusammenarbeit zu intensivieren“. Aber auch um „gemeinsame Standards“ zu setzen – etwa für Deutschkurse. Die sollen auch helfen, die Platznot in den Griff zu kriegen. Dabei soll allerdings keinesfalls in die individuellen Konzepte der Einrichtungen eingegriffen werden.
SCHATTENSEITE DER STADT:
"Kennt ihr die Armen Eurer Stadt?“ fragt das katholische Haus am Dom am Donnerstag und setzt damit einen Kontrapunkt zu Glanz, Glitzer und fröhlichem Geschenkekauf in der Adventszeit.
Im Frankfurter Pastoralgespräch geht es ab 19.30 Uhr im Haus am Dom, Domplatz 3, um diejenigen, die am sozialen Leben der Stadt kaum teilhaben können, weil ihnen das Geld dazu fehlt: um Menschen, die trotz Arbeit auf Hartz IV angewiesen sind, gar keinen Job finden oder nur ein prekäres Arbeitsverhältnis haben. Der katholische Arbeiterpriester Thomas Schmidt und Ute Schäfer, Projektleiterin der Aktion „Kirche für Arbeit“, berichten von ihren Erfahrungen mit dieser Schattenseite der an sich reichen Stadt.
Schmidt ist von der Kirche freigestellt und als Betriebsrat beim krisengebeutelten Unternehmen Neckermann tätig. Die Aktion „Kirche für Arbeit“ stößt unter anderem Patenschaften für benachteiligte Jugendliche und arbeitslose Erwachsene an. (rü.)
GRÖßER STATT NEU:
Eine schnelle Lösung für ein neues Oberstufengymnasium in Frankfurt ist nicht in Sicht. Deshalb soll nun zunächst versucht werden, bestehende Einrichtungen zu vergrößern. „Wir streben Kapazitätserweiterungen an“, sagte Bildungsdezernentin Jutta Ebeling (Grüne). Sie reagierte damit auf die Forderung der SPD, „schnell eine Perspektive“ zu schaffen.
„Wir möchten verhindern, dass es noch vier bis fünf Jahre dauert“, sagte SPD-Bildungspolitikerin Sylvia Weber im Bildungsausschuss und regte an, als Übergangslösung bestehende Gebäude zu nutzen. Ebeling erwiderte, in Frankfurt sei keine geeignete Liegenschaft vorhanden.
Zuvor hatte der Magistrat einen Bericht vorgelegt. Danach wird eine Planungsgruppe eingesetzt, die einen geeigneten Standort für das neue Gymnasium ab Klasse fünf empfehlen soll. Sollte dabei eine Übergangslösung – etwa eine Pavillonanlage – erwogen werden, müsse mit einer Planungs- und Bauzeit von mindestens einem Jahr gerechnet werden. Für den Haushalt 2012 seien dafür keine Mittel vorgesehen, heißt es im Magistratsbericht. Für den Neubau eines Oberstufengymnasiums müsse eine Dauer von mindestens vier Jahren veranschlagt werden.
(7.12.2011) MITMACH-MUSEUM "EXPERIMINTA" VOR DEM AUS
Schon im Februar 2012 droht dem Mitmach-Museum in Bockenheim, das zum Erleben von Technik und naturwissenschaftlichen Zusammenhängen einlädt, das Aus – gerade einmal elf Monate nach der Eröffnung. Der Trägerverein hat ein gravierendes Finanzierungsproblem. Das Land Hessen hatte die Umbaumaßnahmen des Ausstellungshauses an der Hamburger Allee 22–24 maßgeblich mitfinanziert; Sponsoren stifteten Startkapital in Höhe von rund 700.000 Euro – nicht genug, wie sich nun herausstellt. „Wir haben gehofft, die anfallenden Mietzahlungen von 331.296 Euro im Jahr leisten zu können“, sagt Herbert Schnell. Für das kommende Jahr sieht er jedoch keine Möglichkeit, die Miete für die 2500 Quadratmeter ohne weitere Zuschüsse aufzubringen. In der Kalkulation fehlen 240.000 Euro.
Ursache für das Defizit sei das Ausbleiben erwachsener Besucher. Das Experiminta-Publikum bestehe zu etwa 60 Prozent aus Schülergruppen. Diese zahlen einen ermäßigten Eintritt von vier Euro pro Person. Erwachsene müssen das Doppelte aufbringen. Deshalb könne die Ausstellung auch dann nicht ausreichend finanziert werden, wenn das gesteckte Ziel von 100.000 Besuchern bis März erreicht würde. In den ersten neun Monaten des Bestehens waren laut Schnell 65000 Besucher registriert worden.
Derzeit befindet sich der Förderverein der Experiminta in Verhandlungen mit dem Eigentümer des Hauses an der Hamburger Allee, dem Land Hessen. Schnell hofft auf ein Entgegenkommen. Dass die Stadt einspringt, ist nicht abzusehen. Doch in der Sitzung des Römer-Kulturausschusses vergangene Woche äußerte Sebastian Popp (Grüne), man sei „mit dem Land im Gespräch“.
„Wir haben dem Projekt für drei Jahre jeweils 60.000 Euro zugestanden“, sagt Martin Müller-Bialon, Referent im Bildungsdezernat. „Das ist die Grenze dessen, was wir derzeit machen können.“ Falls das Land nicht einspringe, schließe er ein Treffen der Stadt mit Sponsoren, wie es der Ortsbeirat 2 anregt, nicht aus. (Johannes Vetter)
KOSTENLOS SURFEN AUF DEM FRANKFURTER FLUGHAFEN:
Als erster deutscher Flughafenbetreiber bietet die Fraport AG Fluggästen und Besuchern an, 30 Minuten kostenlos im Internet zu surfen. „Nutzer sind mit wenigen Klicks online, haben Zugriff auf ihre E-Mails und alle Informationen des Internets“, heißt es in einer Mitteilung. Nach 30 Minuten wird die Verbindung automatisch gekappt. Wer weiter surfen möchte, zahlt 4,95 Euro pro Stunde. (ft.)
AM BOCKENHEIMER DEPOT ENTSTEHEN DIE ERSTEN WOHNHÄUSER:
"Kulturcampus Frankfurt. Wir fangen an“, bekundete die Stadt am Dienstag und lud an die Bockenheimer Warte. Tatsächlich hat dann Oberbürgermeisterin Petra Roth neben der Depothalle persönlich den Bohrer angesetzt. Mittels einer von Hand bewegten Spirale ging es zur Errichtung des ersten Hochbaus auf dem Schotterparkplatz in die Tiefe.
Bauherrin der Wohnhäuser entlang der Straßenkante Sophienstraße/Gräfstraße ist die ABG Frankfurt Holding. Zum Bockenheimer Depot hin bildet der auf der Brachfläche entstehende Neubau eine runde Ecke aus. Diesen Abschluss einer aus zwölf einzelnen Gebäuden bestehenden Häuserreihe hat der Architekt Stefan Forster entworfen. Außerdem hat Architekt Jens Jakob Happ einen Auftrag; er errichtet vier, das Büro Karl Dudler fünf Einheiten.
Die Entwürfe hat der Wettbewerb für das Areal erbracht, dessen Entwicklung der Realisierung des eigentlichen Kulturcampus vorausgeht. 200 Wohnungen entstehen laut ABG-Chef Frank Junker, 120 davon sind zu mieten, 80 werden Eigentumswohnungen. Die Sozialwohnungen würden „eingestreut ins Quartier“, nicht gesondert angeordnet. Der geplante Rewe-Markt belegt das Erdgeschoss, nur die 300-Plätze-Tiefgarage verbinde die Häuser in ihren „klar unterscheidbaren Stilen“.
2012 dann soll das Signal vom Dienstag laut Junker „ausstrahlen“ auf den jenseits der Bockenheimer Landstraße konzipierten Kulturcampus. Dessen Entwicklung sieht der Bund Deutscher Architekten (BDA) aber in einer Stellungnahme „mit Sorge“. Auf dem Unigelände vergebe man „eine einmalige Chance“, wenn „zu schnell Entscheidungen getroffen werden“. Der ausgesuchte städtebauliche Entwurf von 2003 sehe ja „einen durch Wohnen ergänzten Bürostandort“ vor; diese Typologie sei aber „dem neuen Planungsziel nicht angemessen“. Es fehle „an einer Expertise für die kulturelle Nutzung“.
Auch die Bürgerinitiative „Zukunft Bockenheim“ ist unzufrieden. Die Zahl der geförderten, erschwinglichen Wohnungen im Neubau am Depot sei zu gering; hohe Mieten aber würden die Struktur von Bockenheim weiter ,nach oben’“ verändern. Der Initiative erscheint die Anlage nach außen „hermetisch abgeriegelt“. Und nur einen großen Markt statt einzelner Läden reinzunehmen, das zeuge von Ideenlosigkeit. (clau)
BANKER SCHICKT SICH VERTRAULICHE DATEN - FRISTLOS ENTLASSEN:
Von der Arbeit freigestellt, hat ein Bankmitarbeiter vertrauliche Kundendaten noch an seine private E-Mail-Adresse geschickt. Das kostet ihn nun die vereinbarte sechsmonatige Weiterzahlung seines Gehalts. Das Verhalten des 36-jährigen Kundenbetreuers sei eine schwere Pflichtverletzung und rechtfertige eine fristlose Kündigung auch noch nach der Vereinbarung über das Ende des Arbeitsverhältnisses, entschied das Landesarbeitsgericht.
Die Bank hatte sich mit ihrem Mitarbeiter über das Ende des Arbeitsverhältnisses geeinigt. Danach wurde er für die letzten sechs Monate bei Weiterzahlung seines Gehalts freigestellt. Zwei Tage vor Beginn der Freistellung schickte der Mann 94 E-Mails an sein privates Postfach – mit Daten, die dem Bankgeheimnis unterliegen, darunter Kreditlinien und Risikoanalysen für Unternehmen oder Kreditverträge. Als die Bank eine Woche später davon erfuhr, kündigte sie fristlos. Dagegen klagte der 36-Jährige mit Erfolg vor dem Arbeitsgericht Frankfurt.
Die Richter des Landesarbeitsgerichts kassierten das Urteil und gaben der Bank recht. Der Mitarbeiter habe das in ihn gesetzte Vertrauen so schwer erschüttert, dass ihr das Festhalten am Arbeitsverhältnis und die Zahlung der Bezüge nicht zumutbar seien. Seine Erklärung, er habe die Daten auf seinem Rechner nicht an Dritte weitergeben, sondern nur zu Trainingszwecken verwenden wollen, wertete das Gericht als Schutzbehauptung. (dpa)
RADAR SOLL RASER AUF KÖNIGSTEINER STRASSE BREMSEN:
Nach dem tödlichen Unfall eines fünfjährigen Jungen auf der Königsteiner Straße in Unterliederbach vor wenigen Tagen ergreift das Straßenverkehrsamt nun Maßnahmen, um die Verkehrssicherheit für Fußgänger zu erhöhen. Das Kind war beim Überqueren der Straße vom Mercedes eines 19 Jahre alten Mannes erfasst und tödlich verletzt worden. Der Autofahrer hatte eine rote Ampel überfahren.
An der Stelle wird nun eine zusätzliche Mittelinsel mit einer Ampel in beiden Richtungen installiert, teilte Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne) am Dienstagabend im Verkehrsausschuss mit. In Kürze werden im Bereich der Kreuzung sowohl eine stationäre Radar- als auch ein Blitzanlage für Rotlichtsünder gebaut. Vorher sollen bereits mobile Kontrollen Raser einbremsen. (jah.)
(6.12.2011) BETTINASCHULE VERPACKT:
Eine Lärmschutzfolie an der Fassade der Bettinaschule soll den Krach von der gegenüberliegenden Großbaustelle künftig fernhalten. Wie Bildungsdezernentin Jutta Ebeling (Grüne) am Montag im Bildungsausschuss weiter bekanntgab, übernimmt der Bauherr der Großbaustelle, die Firma F 40, die Kosten. Laut Ebeling handelt es sich dabei um 82000 Euro. Mehrere Nachbarn der Baustelle in der Feuerbachstraße hatten geklagt; das Gymnasium im Westend hatte sich der Beschwerde angeschlossen. Jetzt sei die Schule „in Christo-Manier eingepackt“, sagte Ebeling. Durch die Folie könne eine Lärmminderung von zehn Dezibel erreicht werden, „das ist sehr viel“. Die Stadt müsse für die Verkehrssicherung und den Schutz vor Diebstahl sorgen. Dazu sei ein mobiler Bauzaun errichtet worden. (sha.)
WOHNRAUM FINDEN:
Das Problem ist bekannt: Es fehlt an Wohnraum, die bebaubare Fläche wird immer knapper und viele Büros liegen brach. Eine mögliche Lösung könnte der Leerstandsmelder bieten, der seit Monatsanfang im Internet zu finden ist. Dort können leerstehende Gebäude oder Flächen in Frankfurt gemeldet, gesucht und mit Kommentaren versehen werden.
Die Idee stammt aus Hamburg, wo es ähnliche Probleme mit dem Wohnraum wie in Frankfurt gibt. Der Leerstandsmelder ist dort bereits ein Jahr alt und verzeichnet bisher 523 Einträge. In Frankfurt sind es schon 74. Hier wird die Seite vom „Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen e.V.“ betreut. „Der Leerstandsmelder ist ein Instrument, um Informationen über Flächen zu koordinieren“, sagt Birgit Kasper vom Netzwerk. „Wir hoffen, dass sich Flächen finden, auf denen Projekte für das gemeinschaftliche Wohnen entwickelt werden können.“ Die Erfahrung aus Hamburg zeige, dass auf diese Weise Raum auftauche, der neue Perspektiven biete.
Der Verein „Netzwerk für gemeinschaftliches Wohnen“ will nach eigener Aussage den Leerstandsmelder so wenig wie möglich moderieren, überprüft aber die eingegebenen Daten und löscht auch Objekte, die der Besitzer einer Immobilie nicht veröffentlicht sehen möchte.
In Frankfurt stehen derzeit über zwei Millionen Quadratmeter Bürofläche leer, also 15 Prozent der Gesamtbürofläche. Damit ist die Stadt Spitzenreiter in Deutschland. Wie viel Wohnfläche leer steht, ist nicht belegt. Nach Angaben des Netzwerks sollen bis zum Jahr 2020 voraussichtlich 27000 zusätzliche Wohnungen gebraucht werden. (leg.)
Infos: www.leerstandsmelder.de
GEGEN KINDERARMUT:
Frankfurt ist zu reich für arme Kinder.“ Mit diesen Worten eröffnete Peter Feldmann am Montag eine Pressekonferenz in der Nassauischen Sparkasse, auf der er die von ihm ins Leben gerufene Mainkind-Initiative gegen Kinderarmut in Frankfurt präsentierte. Feldmann, der als möglicher SPD-Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters gehandelt wird, ist Vorsitzender des Vereins. Zu den Erstaufrufern gehören neben Feldmann auch der HR-Moderator Tim Frühling und der Manager und Fußballfunktionär Bernd Reisig.
Nach Angaben von Feldmann wächst fast jedes vierte Kind in Frankfurt in ärmlichen Verhältnissen auf – an der Zahl also fast 25000 Kinder. In manchen Stadtteilen seien sogar 40 Prozent der Heranwachsenden von Armut betroffen.
Die Initiative Mainkind ist eine Spenden-Plattform, die seit Oktober vergangenen Jahres existiert und bereits bestehende Projekte unterstützt. Derzeit werden fünf soziale Projekte gefördert, wie beispielsweise das Kinderhaus am Bügel oder die Kinderwerkstatt Bockenheim.
Hinter der Initiative Mainkind steht die Idee, dass jeder gezielt und direkt spenden kann – sei es durch Sachspenden wie ein Puppenhaus, Zeitspenden in Form von ehrenamtlicher Arbeit in einem der Projekte, oder durch Geldspenden. Ein Internet-Auftritt wird derzeit noch für die Vorweihnachtszeit vorbereitet. (prfg.)
(5.12.2011) 1500 ANTRÄGE VON FLUGLÄRM-GEPLAGTEN FÜR SCHALLSCHUTZ EINGEGANGEN:
Von den 81.000 Anwohnern, die rund um den Flughafen besonders stark unter dem Fluglärm leiden, haben bislang 1500 einen Antrag auf die Förderung von Schallschutzmaßnahmen gestellt. Das teilte das Regierungspräsidium Darmstadt mit. Gleichzeitig weist es darauf hin, dass es für viele Fragen, die am Beratungstelefon gestellt werden, nicht zuständig sei:
Verstöße gegen Flugverfahren: Aufsichtsamt für Flugsicherung, Telefon: 06103/8043-0, LFR@baf.bund.de.
Fluglärmbeschwerden: Deutsche Flugsicherung, Telefon: 06103/7070, fluglaerm@dfs.de:
Fragen zum Fluglärm: Fraport AG Servicestelle, Telefon: 0800-2345679, www.ausbau.flughafen-frankfurt.de.
Fragen zu den Lärmschutzbereichen: Wirtschaftsministerium, info@hmwvl.hessen.de (ft.)
NUR 100 TEILNEHMER BEI OCCUPY-DEMO:
Bei Regen sind am Samstag rund 100 Bankenkritiker der „Occupy Frankfurt“-Bewegung durch die Innenstadt gezogen. Es seien deutlich weniger Teilnehmer gewesen als sonst, sagte eine Polizeisprecherin. Die Demonstration verlief ohne Zwischenfälle. Die Veranstalter hatten etwa 1500 Teilnehmer erwartet. Der Protestzug unter dem Motto „Wir bewegen die Welt“ startete am Rathenauplatz und führte zur Europäischen Zentralbank. (dapd)
WELTMEISTERIN VOS GEWINNT FRANKFURTER RADCROSS:
Weltmeisterin Marianne Vos hat den 37. Frankfurter Radcross souverän gewonnen. Die Niederländerin setzte sich am Sonntag vor 3000 Zuschauern am Bornheimer Hang mit einem Start-Ziel-Sieg in 39:13 Minuten durch. Auf den sechs Runden des 2,5-Kilometer-Kurses war die Französin Lucie Chainel (40:36) Schnellste einer vierköpfigen Verfolgergruppe. Ex-Weltmeisterin Hanka Kupfernagel (Staufen/Breisgau) wurde fünf Sekunden dahinter Dritte vor Sabrina Schweizer (Wangen/Allgäu).
„Ohne die gute Stimmung hier wäre ich nicht durchgefahren und nicht auf Platz drei gekommen“, sagte die sichtlich erschöpfte Kupfernagel. Die 37-Jährige hatte nicht nur der tiefe Boden zu schaffen gemacht, sondern auch ein Trainingsrückstand durch eine Erkältung. Montainbike-Olympiasiegerin Sabine Spitz (Murg-Niederhof) belegte Rang acht.
Bei den Männern siegte der 24-jährige Christoph Pfingsten (Kleinmachnow) nach zehn Runden in 1:02:08 Stunden mit 21 Sekunden Vorsprung auf Sascha Weber (St. Wendel). Er feierte damit seinen vierten Sieg im Deutschland-Cup. Dritter wurde der Tscheche David Kasek (1:02,34). (dpa)
ANWOHNER DER BERGER STRASSE WOLLEN LÄRM EINDÄMMEN:
Wolfgang Schmitt wohnt gerne in Bornheim. Der 62-Jährige schätzt den Stadtteil auch wegen seiner Lebendigkeit. Doch in den letzten Jahren wurde es ihm zwischen Fünffingerplätzchen und Hohem Brunnen zu laut. Schmitt hat sich mit anderen Anwohnern zur „Interessengemeinschaft Anwohner Obere Berger Straße“ zusammengeschlossen, um für nächtliche Ruhe zu sorgen. „Ich freue mich, wie sich das öffentliche Leben entwickelt hat“, sagt Schmitt. Trotzdem dürfe man die negativen Begleiterscheinungen nicht kleinreden.
Überlaute Musik in den Lokalen, Fernsehübertragungen, Gäste, die nachts vor den Kneipen rauchen, sich dabei laut unterhalten. An Schlaf sei da kaum zu denken. Die Probleme sorgen für reichlich Zündstoff bei Anwohnern und Wirten. Die einen wollen schlafen, die anderen ihren Betrieb am Laufen halten.
Im Herbst kamen Anwohner, Wirte und Amtsvertreter bei einem Runden Tisch zusammen. „Das war ein erstes Kennenlernen“, sagt Schmitt, der auf ein längeres Mediationsverfahren hofft. „Das wird ein langer Prozess.“ Doch nicht alles liegt in der Hand der Wirte. „Uns geht es nicht darum, ein Feindbild des Wirtes aufzubauen“, so Schmitt. Auch die Stadt sei gefragt. An einigen Plätzen treffen sich Leute, um auf der Straße zu trinken und zu pöbeln. „Dafür können auch die Wirte nichts.“ Wie bei der Sitzung des Ortsbeirats 4 am vergangenen Dienstagabend bekannt gegeben wurde, soll im Januar ein zweiter Runder Tisch einberufen werden. Schmitt hofft auf eine gemeinsame Lösung und ein friedliches Miteinander. (lwa.)
TEURE SANIERUNG DES BRUNNENS IN BRUNO-ASCH-ANLAGE:
Die Sanierung des Brunnens in der Bruno-Asch-Anlage wird teurer als bisher angenommen. Das teilte Stephan Slachmuylders, Leiter des Grünflächenamts West, dem zuständigen Ortsbeirat 6 mit. Statt der geschätzten 230.000 Euro hat sich in der Detailplanung herausgestellt, dass die Sanierungsarbeiten rund 400.000 Euro kosten werden.
Der Brunnen, der dem Kulturamt gehört, sei abgesackt und in Schieflage geraten. „Damit haben sich die technischen Gegebenheiten geändert“, erklärte Slachmuylders die massive Kostensteigerung. „Das konnte man vorher nicht absehen.“ Ebenfalls schwierig: Der Brunnen kann nicht als Ganzes aus seiner Fassung gehoben werden, er muss in Einzelteile zerlegt werden.
Das Grünflächenamt will die zusätzlich entstandenen Kosten über das investive Programm des Amts ausgleichen. Die Ausschreibung für die Einsetzung des Brunnens in die mittlerweile sanierten Bruno-Asch-Anlage läuft noch. Slachmuylders ist zuversichtlich, „dass wir im Frühjahr anfangen können zu bauen“. Im Sommer soll er dann endlich fertig sein. Ursprünglich war das Ende der Arbeiten für April geplant. (tim.)
FRANKFURT FEIERT LINIE 18:
Sein Licht lodert noch im Verborgenen, aber ab Sonntag, 11. Dezember, soll der „Leuchtturm“ die Stadt erhellen. „Leuchtturm“, so nennen der Frankfurter Verkehrsdezernent Stefan Majer und der Geschäftsführer der lokalen Nahverkehrsgesellschaft Traffiq, Hans-Jörg von Berlepsch, die neue Straßenbahnlinie 18. Am dritten Advent wird nach knapp dreijähriger Bauzeit die Strecke zwischen dem Gravensteiner Platz im Norden und der Rohrbachstraße eröffnet. Aus den Worten von Majer und Berlepsch spricht vor allem Stolz, dass nun ein weiteres großes Projekt des öffentlichen Personennahverkehrs in Betrieb gehen kann. Aus den Worten der Verkehrsexperten spricht aber auch Erleichterung, da die 3,5 Kilometer lange Baustelle sowohl die Frankfurter als auch die Pendler einiges an Nerven gekostet hat.
Die Linie 18, die nach der Prognose täglich 13000 Menschen im Zehnminutentakt befördern soll, wird bis Ende Dezember noch ihren kleinen Beitrag zu einer historischen Marke beisteuern können. 200 Millionen Fahrgäste werden 2011 in Frankfurt in Busse und Bahnen des lokalen Verkehrs gestiegen sein. (jah.)
(02.12.2011) EZB SIEHT IHREN NEUBAU IM PLAN:
Fast die Hälfte der Stockwerke des Doppelturms der Europäischen Zentralbank (EZB) steht. Die ersten von insgesamt 14 riesigen Stahlstreben im Atrium werden derzeit verankert. Damit sei der rund 500 Millionen Euro teure Neubau nach wie vor im Plan, sagte Andrea Jürges von der EZB am Freitag in Frankfurt vor einem Rundgang über die Baustelle.
Anfang oder Mitte 2014 will die Zentralbank mit ihren rund 1500 Beschäftigten, die derzeit auf mehrere Gebäude in der Innenstadt verteilt sind, in das neue Domizil im Osten Frankfurts ziehen. Die Türme am Main werden rund 2300 Arbeitsplätze bieten und sollen bis zu 185 Meter hoch werden. Rund 20 der 45 Stockwerke des Nordturms sind im Kern fertig, die Decke ist schon fast genauso hoch betoniert.
Der EZB-Neubau bringt neue Superlative in die Frankfurter Skyline. Der Bau des Doppelturms mit seinen 99 Betonpfeilern, die 40 Meter tief in den Boden reichen, gilt ebenso als Herausforderung wie die Neugestaltung der alten Markthalle. Die Baukosten von 500 Millionen Euro (zu Preisen von 2005) sollen nicht überschritten werden. Darauf hat sich die EZB festgelegt. Dieser enge Rahmen hat das Projekt bereits um zwei Jahre verzögert. (dpa)
SPD FÜRCHTET LUXUSWOHNEN AUF HENNINGER-GELÄNDE:
Die SPD Sachsenhausen vermisst klare Vorgaben der Stadt für die künftige Bebauung des Henninger-Geländes in Sachsenhausen. Stattdessen stelle es der schwarz-grüne Magistrat dem Investor anheim, was aus der großen Brachfläche werde, sagte der Sachsenhäuser SPD-Chef Frank Brückner. Die Sozialdemokraten fürchten, dass jetzt Wohnungen entstehen, die sich nur wenige Bürger leisten können. Das neue Quartier biete aber die Chance, die Verdrängung von Gering- und Durchschnittsverdienern an den Stadtrand zu stoppen. (jg.)
MIT GRÜNEM PFEIL GEGEN DAUERSTAU IN BORNHEIM?
Stau, Gehupe und Gedränge. Von der Seckbacher Landstraße zieht sich die Autokolonne in Richtung Innenstadt. Um dem dichten Verkehr zu entgehen, weichen viele Autofahrer auf die Weidenborn- und Comeniusstraße aus. Durch die Nutzung als Schleichweg fühlen die Anwohner sich gestört. Der zuständige Ortsbeirat 4 will für eine Entspannung der Situation sorgen.
Wie genau, das weiß das Stadtteilgremium nicht. Die Grünen überlassen in ihrem Antrag diese Entscheidung dem Magistrat. „Wir wollen wissen, was überhaupt geht“, sagt Antragsteller Martin Ried. Die SPD hat da schon genauere Vorstellungen. Sie fordert einen grünen Rechtsabbiegerpfeil an der Ampel an der Einmündung Neebstraße in die Saalburgstraße. Dadurch käme es nicht zum Stau entlang der Neebstraße und der Verkehr könne wieder fließen. Alternativ schlägt die SPD vor, den Pfeil als Lichtsignal taktgleich mit dem Linksabbiegerpfeil für den Abbiegeverkehr aus der Saalburgstraße zu schalten. Beide Anträge wurden in der Sitzung am Dienstagabend angenommen. Allerdings hoffen manche auch, das das Problem mit dem Ende der Dauerbaustelle Friedberger von selbst verschwinde. (lwa.)
AMANATIDIS-KOLLEKTION IN DER ZEILGALERIE:
Die Zeilgalerie soll jetzt noch cooler werden, nachdem im vergangenen Jahr schon ihre Fassade mit 14000 LED-Lampen runderneuert wurde. Und wenn es darum geht, cool zu sein, darf auch ein Concept-Store nicht fehlen. Einer, in dem man vom Stuhl über den Stiefel und die Body-Lotion alles kaufen kann, was das shoppende Herz begehrt.
So begleitete gestern der für das Interieur des King Kamehameha Clubs und der Havanna Bar verantwortliche Architekt Kay Mack seine Frau, die Tuchdesignerin Natali Mack, zur Eröffnung des für drei Monate installierten Szeneladens „The Hub“. Der soll dazu dienen, auf den Onlinestore fashion hub aufmerksam zu machen. Auch der ehemalige Eintracht-Spieler Ioannis Amanatidis kam auf ein Gläschen vorbei. „Landsleute helfen einander,“ sagte der 29-Jährige. Schließlich hat der Geschäftsführer des Online-Stores, Theo Poursanidis, griechische Wurzeln. Die T-Shirts aus Amanatidis’ Kollektion „i am“ verkaufe er aber natürlich nur, weil sie so stylish seien, versicherte der Begründer der Online-Plattform für Kleidung, die er als das „Amazon des Luxusfashion-Bereichs“ bezeichnete.
Und während auf 400 Quadratmetern in der dritten Ebene der Zeilgalerie modelartig aussehende Frauen zur Musik von Prince mit den Stöckelschuhen wippten, wurde zwei Etagen darüber der Pop-up-Store „Genusswolke“ eröffnet, mit dem sich Marina Caktas, Leserin der Zeitschrift Für Sie, bis zum Jahresende den Traum eines eigenen Ladens erfüllt. Wenn das keine konsumfreundlichen Aussichten sind. (greg)
FORSCHER AUS FRANKFURT UND NEPAL KOOPERIEREN:
Forscher aus Frankfurt und Nepal wollen künftig in den Bereichen Klimawandel und Gesundheit enger zusammenarbeiten. Das Forschungszentrum Biodiversität und Klima und der Nepal Health Research Council haben ein Rahmenabkommen zur Zusammenarbeit geschlossen, wie das Frankfurter Institut am Freitag mitteilte. Derzeit erforschen die Wissenschaftler bereits gemeinsam tropische Stechmücken, die das Dengue-Fieber übertragen. Die Ergebnisse seien auch für Europa interessant, da es eine Stechmückenart geschafft habe, in weite Teile des Mittelmeerraums vorzudringen.(dapd)
(1.12.2011) SCHWARZARBEIT AUF DEM WEIHNACHTSMARKT. Schluss mit der Besinnlichkeit: Zollfahnder haben bei Kontrollen auf Weihnachtsmärkten in Frankfurt und Offenbach zahlreiche Verstöße festgestellt, wie das Hauptzollamt Darmstadt am Donnerstag mitteilte. Von 16 überprüften Schausteller- und Gastronomiebetrieben hätten 11 ihre neuen Beschäftigten nicht sofort bei der Sozialversicherung gemeldet. Die Beamten leiteten Bußgeldverfahren ein. 16 Mitarbeiter auf den Märkten wurden verwarnt, weil sie sich nicht ausweisen konnten.(dpa).
VERWIRRENDE STRASSENFÜHRUNG: Wer von der Homburger Straße kommend nach links in Richtung Bad Vilbel abbiegen will, hat verloren. Es bleibt dann nur ein Ausweg in Richtung Stadtmitte, dann in die Dortelweiler Straße und um den neuen Kreisel herum zurück auf die Friedberger. Hier ist es nun auch möglich, nach links stadteinwärts abzubiegen. An der Straßenbahnlinie 18 wird seit fast drei Jahren gearbeitet. (jah.)
IMMER STRESS MIT DEM EURO: Die Stadt Frankfurt solle schleunigst die "peinliche Posse" um die Euro-Skulptur am Willy-Brandt-Platz beenden, sagte der parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Hans-Joachim Otto. Die Stadt solle endlich einen dauerhaften Standort für das Kunstwerk finden. Kulturdezernent Felix Semmelroth (CDU) hat sich bisher nur ausweichend zur Zukunft der Skulptur geäußert. 2014 will die EZB in den neuen Bau im Ostend umziehen. (jg.)
RUHIG BLEIBEN. In der VHS geht es im ersten Halbjahr 2012 um das Thema "Zeit". "Wir wollten em Druck, dem Diktat der Zeit etwas entgegensetzen", sagt Direktorin Barbara Çakir-Wahl. Auf dem Titel der neuen Broschüre, erhältlich ab kommender Woche, ist eine Sanduhr abgebildet. Aktuelle Kurse tragen Namen wie Kreative Stressbewältigung, Die Entdeckung der Langsamkeit oder Zeit für Veränderung. Das Programm finden Sie unter www.vhs.frankfurt.de. (prjv)
(30.11.2011) LÄRMSCHUTZKARTEN LIEGEN AUS:
Die Karten für die drei Lärmschutzbereiche, die durch die Inbetriebnahme der Landebahn Nordwest entstanden sind, können jetzt beim hessischen Wirtschaftsministerium unter www.wirtschaft.hessen.de über Verkehr/Luftverkehr/Lärmschutzbereich Flughafen Frankfurt abgerufen werden. Neben den drei Übersichtskarten im Maßstab 1:50000 gibt es auch parzellenscharfe Detailkarten mit dem Maßstab 1:5000. Alle Karten liegen auch ab Donnerstag, 1. Dezember, für zunächst sechs Monate im Atrium des Planungsdezernats Kurt-Schumacher-Straße 10, montags bis freitags 8.30 bis 18 Uhr aus. (ft.)
NACHTFLUGVERBOT KOSTET LUFTHANSA 40 MILLIONEN:
Eine Aufrechterhaltung des Nachtflugverbots am Frankfurter Flughafen könnte die Frachttochter der Deutschen Lufthansa Millionen kosten. Die Lufthansa Cargo könnte rund 40 Millionen Euro im Jahr verlieren, rechnete der Finanzvorstand der Frachttochter, Peter Gerber, Reuters am Rande einer Veranstaltung am Dienstagabend vor. „Das sind die zusätzlichen Kosten für Köln, gestrichene Flüge und Geschäft, das wir wegen des Verbots verloren haben“, erkärte er. Der Einfluss des Nachtflugverbots mache sich vor allem auf der Nordatlantikroute nach Chicago bemerkbar. 2010 hatte Lufthansa Cargo einen operativen Gewinn von 310 Millionen Euro verbucht.
Der hessische Verwaltungsgerichtshof hatte nach Klagen von Anwohnern gegen den Fluglärm ab dem 30. Oktober alle Nachtflüge in Frankfurt in der Zeit von 23.00 Uhr bis 5.00 Uhr vorläufig untersagt. In dieser Zeit werden vor allem Frachtflüge abgewickelt. Für endgültige Klarheit in Sachen Nachtflugverbot soll das Bundesverwaltungsgericht sorgen. Ein Urteil wird Anfang nächsten Jahres erwartet.
„Den Plan B erarbeiten wir im Moment. Wenn ein Nachtflugverbot in Frankfurt Bestand hat, werden wir unsere Wachstumspläne in Frankfurt deutlich zurücknehmen müssen“, sagte Lufthansa-Cargo-Chef Karl Ulrich Gernadt. Der Sommerflugplan werde Ende des Jahres oder Anfang nächsten Jahres festgezurrt.
Die Lufthansa-Tochter hatte das Nachtflugverbot bereits heftig kritisiert. Aus dem Winterflugplan musste Lufthansa Cargo wegen der Entscheidung zwei Verbindungen nach China streichen und plant die Verschiebung eines Frachtflugs ab Januar zum Standort Köln/Bonn. Zudem wurden Investitionspläne auf Eis gelegt. (rtr)
DÄNISCHE KÜNSTLERGRUPPE NIMMT OCCUPY AUFS KORN:
Die dänische Künstlergruppe Surrend will die bankenkritische Occupy-Bewegung in Frankfurt aufs Korn nehmen. In der ganzen Stadt sollen heute (Mittwoch, 30. Oktober) Poster mit dem Text „Empört Euch nicht - werdet Eskapisten“ aufgehängt werden, wie die Künstler am Dienstag mitteilten. Weder die Politiker des linken noch des mittleren oder rechten Spektrums hätten ausreichende Antworten auf die Krise. Deshalb sollten die Menschen aufhören zu rebellieren, und stattdessen ihr Leben genießen, hieß es.
Surrend plant, die ersten Plakate um 11.00 Uhr an der Europäischen Zentralbank zu kleben. Dort ist das Protestcamp der Frankfurter Occupy- Bewegung.
GEDENKTAFEL FÜR OKORONKWO:
An Emeka Okoronkwo soll demnächst eine Gedenktafel an der Münchener Straße erinnern. Dort war der 21 Jahre alte Nigerianer im Mai 2010 erstochen worden, als er zwei Frauen helfen wollte, die mit zwei Männern in Streit geraten waren. Der Magistrat hatte zunächst den Prozess gegen den Täter abwarten wollen. Mittlerweile lasse sich sagen, dass „eine Erinnerung an Emeka Okoronkwo und seine Zivilcourage angemessen ist“, teilte die Stadtregierung jetzt mit. „Besonders in Zeiten, wo Neonazis überall in der Republik Morde verüben, ist es wichtig, dass eine Stadt wie Frankfurt Menschen wie Okoronkwo gedenkt“, sagte Carmen Thiele, Stadtverordnete der Linken. (geo.)
ERZIEHUNGSTIPPS FÜR TÜRKISCHSTÄMMIGE ELTERN IM TV:
Mit einer Fernsehsendung für türkischstämmige Eltern will der Frankfurter Verein für Kultur und Bildung (Kubi) bei der Erziehung von Kindern helfen. Die erste Show werde am Freitag (2. Dezember) im Römer aufgezeichnet, teilte die Stadt am Dienstag mit. Eingeladen seien dazu unter anderem der türkische Generalkonsul in Frankfurt, Ilham Saygili, sowie die Bundesbeauftragte für Integration, Maria Böhmer (CDU).
Das Ziel der Bildungsreihe „Unsere Kinder - unsere Zukunft“ ist den Angaben zufolge, das Potenzial der Kinder zu nutzen und für alle gleiche Bildungschancen zu sichern. Die Sendung soll beim türkischsprachigen Sender ATV ausgestrahlt werden. (dapd)
(29.11.2011) BAUPLÄNE FÜR ADLERQUARTIERE:
Die heutige Sitzung des Ortsbeirats 1 verspricht spannend zu werden: Nicht nur stellen Projektentwickler von Property Development Investors (PDI) ihre Baupläne zu „Adlerquartieren“ an der Kleyerstraße vor – auch unmittelbar davon Betroffene kommen zu Wort: die Jugendlichen aus dem angrenzenden Galluspark, die dort zwei Bolzplätze haben. Das Unternehmen hat bisher nur zugesagt, einen der beiden Plätze zu erhalten.
Nach der Präsentation der Projektentwickler tragen deshalb die Jugendlichen – zusammen mit Vertretern des Sportkreises, der dort sozialpädagogisch mit ihnen arbeitet – ihre eigenen Entwürfe zur Bebauung der wild bewachsenen Grundstücke vor. Es ist ein Konzept, in dem beide Plätze erhalten werden. (ems.)
Der Ortsbeirat 1 tagt am heutigen Dienstag, 29. November, um 19 Uhr im Rathaus-Südbau, Bethmannstraße 3.
KOSTENLOSES STREUMATERIAL:
Kostenloses Streumaterial für den Winterdienst, zu dem Hauseigentümer gesetzlich verpflichtet sind, stellt die Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) ab sofort zur Verfügung. Mit einem entsprechenden Behältnis könne jeder Bürger eine „haushaltsübliche Menge“ Streugut an den FES-Betriebsstätten in der Seehofstraße (Sachsenhausen), der Breuerwiesenstraße (Höchst) oder der Weidenbornstraße in Bornheim abholen, wie die Stadt mitteilte.
Das Umweltamt weist außerdem darauf hin, dass Streusalz nur dann benutzt werden darf, wenn der Glätte weder mit Sand noch mit Splitt beizukommen sei. Salz schade der Pflanzenwelt und greife auch Hundepfoten an.
Die Räum- und Streupflicht für die Hauseigentümer gilt bei Wintereinbruch von 7 bis 22 Uhr und umfasst die vor dem Grundstück befindlichen Gehwege und Haltestellen. Wer diese Bürgerpflicht vernachlässigt, kann mit Bußgeld von bis zu 1000 Euro belangt werden. (prjv.)
WOLKENKRATZER IN SCHOKOLADE:
Der erste Frankfurter Schoko-Adventskalender ist da! Römer, Wolkenkratzer, Bulle und Bär und natürlich der Frankfurter Weihnachtsmarkt erstrahlen darauf in winterlichem Glanze. Gestaltet hat ihn die Frankfurter Illustratorin Yo Rühmer.
Der Kalender, herausgegeben von der Agentur Amaretis in Kooperation mit der Frankfurter Tourismus und Congress GmbH, erschien in limitierter Auflage von 7000 Exemplaren und ist in den Tourist-Informationen am Römer und auch am Hauptbahnhof für 3,49 Euro und an vielen weiteren Verkaufsstellen erhältlich – natürlich auch auf dem Weihnachtsmarkt. (prjv.)
ZEITSCHRIFT "TRIBÜNE" FEIERT 50-JÄHRIGES BESTEHEN:
Die in Frankfurt am Main erscheinende Zeitschrift „Tribüne“ feiert ihr 50-jähriges Bestehen. Mit einem Symposium zum Thema Antisemitismus und einem anschließenden Festakt in der Deutschen Bibliothek begeht das Quartalsheft „zum Verständnis des Judentums“ am Donnerstag sein Jubiläum.
Herausgegeben wird die Zeitschrift seit 1961 von dem mittlerweile 78 Jahre alten Otto Romberg, der einst als ungarischer Jude in seiner Heimat verfolgt und zum Tode verurteilt wurde, bevor er über Österreich fliehen konnte und nach Deutschland kam.
Die Festrede zum 50-jährigen Bestehen der „Tribüne“ hält der Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland und Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Frankfurt, Salomon Korn. (dapd)
BUDDHISTISCH ESSEN:
Im Erdgeschoss der Doppeltürme der Deutschen Bank wird im Sommer 2012 das vegetarische Restaurant „GoboChia“ eröffnet. Küche und Service des Restaurants sollen sich an buddhistischen Prinzipien orientieren.
Ein Teil des Umsatzes werde bedürftigen Menschen zugutekommen, kündigte die Deutsche Bank am Montagabend an.
Betreiber des „GoboChia“ werden die beiden Frankfurter Unternehmer Alex Urseanu und Micky Rosen sein. Rosen betreibt unter anderem schon das Restaurant in der Gerbermühle und ist für einen der beiden Zeil-Pavillons verantwortlich.
Das Restaurant soll seinen Besuchern auch eine große Terrasse bieten. (jg.)
FRANKFURTS BUSINESS WOMEN'S DAY:
Nach dem Girl’s Day kommt jetzt der erste Frankfurt Business Women’s Day – und zwar am Mittwoch, 16. Mai. Da sollen sich im Tower 185 Geschäftsfrauen, die es geschafft haben, mit Geschlechtsgenossinnen austauschen, die ihre Karriere noch vor sich haben. Die Veranstaltung wird von der Wirtschaftsförderung und dem Frauenreferat organisiert. Grundlage ist ein Beschluss der Stadtverordnetenversammlung. Im Mittelpunkt soll die Frage stehen, welche Voraussetzungen Unternehmen schaffen müssen, um Frauen in Führungspositionen zu bringen und wie sie dabei von Politik, Kommunen und Verbänden unterstützt werden können. Noch immer ist der Prozentsatz von Frauen in Führungspositionen sehr gering. Der Anteil weiblicher Topmanager bei Unternehmen mit mehr als 20 Millionen Euro Umsatz liegt bei nur knapp sechs Prozent. (ft.)

Die Stadt und Region auf einen Blick: unsere neue Übersichtsseite für Frankfurt und Rhein-Main - das Pflicht-Lesezeichen für alle Hessen.
Berichte aus Bad Homburg, Hochtaunus | Bad Vilbel, Wetterau | Darmstadt | Frankfurt | Kreis Groß Gerau | Hanau, Main-Kinzig | Main-Taunus | Mainz | Offenbach | Kreis Offenbach | Wiesbaden.
Frankfurt Flughafen - Rhein-Main leidet und profitiert von dem Verkehrsknoten gleichermaßen: kurze Wege, aber viel Lärm für die Anwohner. Der Ausbau ist seit Jahrzehnten umstritten. Das Spezial.
Sehen Sie auch die Ergebnisse nach Stadtteilen als Grafik-Fotostrecke. Außerdem zeigen wir die Top- und Flop-Ergebnisse von Peter Feldmann und Boris Rhein nach Stadtteilen und noch detaillierter nach Wahlbezirken. Alles Weitere im Wahl-Spezial.
Facebook | Twitter überregional | Google+
Spezial als Feed abonnieren
Info