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19. August 2015

Frankfurt-Praunheim: Mieter monieren hohe Heizkosten

 Von Philip Dingeldey
In der Heinrich-Lübke-Siedlung gibt es Streit wegen überhöhter Heizkosten. (Symbolbild)  Foto: dpa

200 Mieter in der Heinrich-Lübke-Siedlung klagen über überhöhte Heizkosten. Die Sanierung des altes Blockheizkraftwerk treibt die Preise in die Höhe. Die städtische ABG sagt eine Senkung für die nächste Energieabrechnung zu.

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Viele Bewohner der Heinrich-Lübke-Siedlung sind verärgert. 200 Mieter der Sozialsiedlung klagen über überhöhte Heizkosten. Sie haben im März beim Besitzer der Siedlung, der städtischen ABG Frankfurt Holding, Widerspruch dagegen eingelegt. Die Heizkosten lägen etwa 80 Prozent über dem normalen Preis für Gas, so die Kritik. Bis zu 900 Euro mussten manche Mieter dieses Jahr nachzahlen.

Gurbachan Chander und Emmanouil Kiriakakis vom Nachbarschaftsbüro der Heinrich-Lübke-Siedlung erklärten in einer Pressekonferenz, die überhöhten Kosten kämen dadurch zustande, dass vor mehr als zehn Jahren die ABG das Blockheizkraftwerk der Siedlung an die Mainova verkauft hätte. Letztere würde die Energie nicht mehr in Form von Gas, sondern von teurer Fernwärme liefern.

Jürgen Lutz vom Verein Mieter helfen Mieter vermutet, dass im Vertrag zwischen Mainova und ABG hohe Preissteigerungen festgelegt worden seien. So liege nun der für das Jahr 2013 auf die Mieter umgelegte Preis für die gelieferte Fernwärme bei 1,42 Euro pro zehn Kilowattstunden. Bundesweit liegt der Durchschnitt bei 1,15 Euro. „Man dachte wohl, mit den Bewohnern der Heinrich-Lübke-Siedlung kann man das machen“, sagt Lutz.

Lutz zweifelt auch prinzipiell die Legalität des Vertrages an. Das Kraftwerk als Teil der Sozialsiedlung hätte nicht einfach so privatisieren werden dürfen. Außerdem sind die Energiekosten der Mainova 2014 gesunken, aber in der Heinrich-Lübke-Siedlung gestiegen. „Die Kosten sollten nach dem öffentlichen Tarif der Mainova berechnet werden“, meint Jürgen Lutz.

Sanierung Grund für Preis

Der Energieversorger weist die Vorwürfe zurück. Grund für die überhöhten Kosten seien keine heimlich vereinbarten Preissteigerungen, sagt Mainova-Sprecher Thomas Breuer. Denn ein im April 2014 in Kraft getretener Vertrag mit der ABG beinhalte, dass der Wärme-Arbeitspreis von etwa zehn Cent pro Kilowattstunde auf circa sechs Cent sinke. Dagegen sei das veraltete Kraftwerk, das die Firma derzeit saniere, der Grund für die überhöhten Heizkosten. „Dadurch erhalten die Mieter aber ein modernes Heizwerk, welches die Kosten senkt und deutlich umweltfreundlicher ist, da die Emissionen stark verringert werden können“, erklärt Breuer.

Auch ABG-Chef Frank Junker sieht das so. Das Kraftwerk wurde Ende der 1970er Jahre errichtet. „Da hat man noch auf den Energieverbrauch weniger geachtet.“ Durch die Erneuerung der kompletten Anlage würden momentan die Heizkosten immens steigen. 2016 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Die ABG will für eine neue Wärmedämmung und -rückgewinnung für die Siedlung sorgen. „Der Energieverbrauch wird dann sinken“, so Junker. Bei 33 Kilowattstunden pro Jahr werde der Verbrauch danach liegen. „Bei anderen Neubauten liegt er momentan bei 70.“ Die Mieter würden von den Sanierungen und den Preissenkungen bei der nächsten Energieabrechnung profitieren.

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