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28. Mai 2015

Frankfurt-Unterliederbach: Die WM in Sicht

 Von Marc Strotmann
Die Mannschaft spielt mit verbundenen Augen.  Foto: TGU

Die Torballer der TG Unterliederbach beenden ihre Saison. Ihre Mannschaft ist seit Jahren eine der erfolgreichsten Deutschlands. Drei Spieler bereiten sich auf die Torballweltmeisterschaft im Juni vor.

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Mit 100 Stundenkilometer rauscht der Ball flach Richtung Tor. Kurz vor der Torlinie hält ihn in letzter Sekunde ein verteidigender Arm auf. Fußballmoderatoren würden über eine Glanzparade jubeln, im Torball dagegen gehört eine solche Glanztat zum rasanten Spielverlauf. „Kondition und Schnelligkeit sind ein maßgebender Faktor beim Torball“, erklärt Markus Schönbach, Spieler der TG Unterliederbach.

Torball gehört zu den bekanntesten Sportarten für blinde und sehbehinderte Menschen. Je drei Spieler pro Mannschaft befinden sich in kniender Position auf dem Feld, das Ziel ist es den Ball in das gegnerische Tor zu befördern. Das Spielgerät ist ein fußballgroßer Klingelball, sodass die Spieler nur nach dem erzeugten Geräusch ihre Abwehraktionen koordinieren. „Die Reaktionszeit ist extrem kurz, wenn man bedenkt, dass die Abwehrhaltung erst nach dem Abwurf erlaubt ist“, macht Schönbach auf die Herausforderung des Sports aufmerksam.

Die Spieler und Spielerinnen des TG Unterliederbach agieren seit Jahren als eine der erfolgreichsten Mannschaften Deutschlands, auch wenn zunächst unter einem anderen Vereinslogo. Die Herren spielten für die VSG Frankfurt, die Damen für die SG Hessen. Im vergangenen Sommer erfolgte dann der Umzug.

„Bei der VSG herrschten missliche Strukturen“, schildert Schönbach, der sich vor allem über die mangelnde Jugendarbeit beklagt. Die TGU indes zeigte sich von Beginn an bemüht, so der 45-Jährige.

Im März erlangten sie bei den deutschen Meisterschaften in Dortmund direkt die Silbermedaille, für die Damen reichte es nur zum 5.Platz. „Damit waren wir überhaupt nicht zufrieden“, resümiert Gabrielle Eschenbach-Weck, die ebenfalls auf das geringe Nachrücken junger Sportler hinweist.

Ab heute besteht bei einem Turnier in Hannover die Gelegenheit, sich zu rehabilitieren – während die Herren dort die erfolgreiche Saison veredeln wollen. Zeitgleich reisen die drei Nationalspieler Schönbach, sowie Jürgen Becker und David Georgi in das belgische Mol um sich auf die im Juni stattfindende Torballweltmeisterschaft vorzubereiten, an der auch Eschenbach-Weck mit dem Frauenteam teilnehmen wird. „Unser Ziel ist natürlich das goldene Blech“, gibt Schönbach die Zukunftsdevise vor.

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