Aktuell: Hanauer Sektenfall | Widerstand gegen Pegida in Frankfurt | Blockupy Frankfurt | Polizeimeldungen

Frankfurt
Berichte und Bilder von allen wichtigen Ereignissen in Frankfurt

29. Juli 2010

Frankfurter Demo : Solidarität für Gaza-Gefangene

 Von Dusan Backonja
Der Vater von Gilad Shalit fordert die Freilassung seine Sohnes.  Foto: AFP

Pro-Israel-Aktivisten erinnern an das Schicksal von Gilad Shalit. Weltweit forder viele Menschen, dass er endlich von der Hamas freigelassen wird.

Drucken per Mail

Es sind heute 1495 Tage. So lange ist der israelische Soldat Gilad Shalit schon Gefangener der Hamas in Gaza. Und viele Menschen wollen, dass er endlich freigelassen wird. Am Donnerstag haben sie weltweit demonstriert: in Norfolk, Virgina, in London, in Tel Aviv – und in Frankfurt.

Sacha Stawski, Vorsitzender von ILI (I like Israel) und „Honestly Concerned Frankfurt“, steht vor dem Gebäude des Deutschen Roten Kreuzes an der Mendelssohnstraße und blickt in den Himmel. „Eigentlich war Dauerregen angesagt“, sagt er, „aber jemand da oben mag uns wohl.“

Über die Zahl der Demonstranten, knapp an die 150, ist Stawski auch überrascht. Die jüdische Gemeinde und fünf andere Organisationen, unter anderem die Deutsch-Israelische Gesellschaft Frankfurt und die pro-zionistische Linke hatten zu dem Treffen vor dem DRK aufgerufen. „Wir wollen das Thema weiter auf der Agenda halten“, sagt Stefan Szajak, Direktor der jüdischen Gemeinde in Frankfurt.

Andere wollen das auch. Obwohl Sommerferien sind. Der 20-jährige Markus aus Darmstadt steht da, trägt eine Kipa und hält eine Flagge mit dem Stadtwappen Jerusalems. „Als Jude fühlt man sich natürlich zu Israel verbunden“, sagt er, „und von dieser Demonstration habe ich über Facebook erfahren.“ Da war es auch für den 18-jährigen Nils auch keine Frage, mit Markus nach Frankfurt zu kommen: „Als Gilad mit zwei anderen Soldaten gefangen genommen wurde, war das schon ein heißes Thema.“ Mitlerweile sind seitdem knapp mehr als vier Jahre vergangen. „Gilad Shalit darf nicht vergessen werden“, sagt Sacha Stawski in seiner Ansprache, „das internationale Rote Kreuz soll alle Mittel ausschöpfen“, um auf die Hamas einzuwirken, den Korporal endlich freizulassen. Am Ende der Demo wird ein Poster mit dem Foto Shalits und zahlreichen Unterschriften auf der Rückseite ans DRK übergeben.

Die Aktivisten wollen auch, dass die Hamas vor den internationalen Gerichtshof gestellt wird, falls sie nicht zulasse, dass das Rote Kreuz Gilad besuchen könne und seine Familie ihm Briefe schicken könne. Während israelischer Pop aus dem Ghettoblaster kommt, werden israelische Fahnen und Poster mit „Befreit Gilad Shalit“ und dem Foto des damals 19-Jährigen verteilt. Das Schicksal des heute 23-Jährigen bleibt weiter unklar.

Zur Homepage
comments powered by Disqus
Ressort

Nachrichten und Reportagen aus dem Herzen des Rhein-Main-Gebiets - alles über Frankfurt und seine Stadtteile.

FR-Online

Mit unserem neuen Umschalter im Seitenkopf oben rechts können Sie das Geschehen in Frankfurt und Rhein-Main höher gewichten. Probieren Sie's aus!

Umfrage

Die Frankfurter Rundschau und die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände wollen wissen, was die Menschen an der Region mögen, warum sie hier leben und welche Veränderungen sie für die nächste Zeit erwarten.

Twitter
Top Stellenangebote

Anzeige

Südliche Stadtteile
Östliche Stadtteile
Nördliche Stadtteile
Westliche Stadtteile
Bahn-Verkehr

Sehen Sie hier die aktuellen Bahnhofstafeln:

Frankfurt a.M. Hauptbahnhof Abfahrt und Ankunft
Alle anderen Stationen.

Protest gegen EZB-Eröffnung

Blockupy muss sich widersetzen

Von  |
Das andere Gesicht des  Blockupy-Protests.

Blockupy muss sich widersetzen – nicht nur der folgenschweren Krisenpolitik der EU, sondern auch der Gewalt als Mittel der Auseinandersetzung. Sonst riskiert die Bewegung ihre Existenz. Der Leitartikel. Mehr...

Kommentar Blockupy

Verbrannte Werte

Von  |
Die Rauchschwaden über Frankfurt haben die Werte einer kapitalismuskritischen Bewegung nicht nur vernebelt – sondern erstmal verschluckt.

Bei den Protesten gegen die EZB erlebt Frankfurt beispiellose Gewalt. Doch so berechtigt die Wut gegen die europäische Finanzpolitik auch sein mag – jeder Demonstrant, der sie in Gewalt münden ließ, hat sein politisches Anliegen gezielt verraten. Mehr...

Blockupy EZB

Der Protest muss sein

Der Tag vor den Protesten: Polizisten verstärken die Absperrungen vor der Europäischen Zentralbank (EZB).

Drei Gründe, warum es wichtig ist, das Nein zur Erpressungsspirale aus immer neuen Schulden und immer neuen Einsparungen im Süden Europas vor den Frankfurter EZB-Turm zu tragen.  Mehr...

Premium-Fotostrecke
Frankfurt von oben

Mit dem Hubschrauber unterwegs über der Mainmetropole: Fliegen Sie mit!
Zur Premium-Fotostrecke Frankfurt von oben.

Eintracht: Berichte | Spielplan | Team | FR-Videos

ANZEIGE
- Partner