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03. Januar 2013

Henninger-Turm: Stadt genehmigt den Abriss

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Die Tage des Wahrzeichen des Stadtteils Sachsenhausen sind gezählt. Der Henninger Turm, einst das höchste Gebäude in der Stadt, fällt. Foto: Christoph Boeckheler

Ein Frankfurter Wahrzeichen fällt: Der Henninger-Turm, einst Getreide-Silo und erstes Nachkriegs-Hochhaus in Frankfurt, wird vom 7. Januar an bis Ende Juli Stück für Stück abgetragen.

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Ein Frankfurter Wahrzeichen fällt: Der Henninger-Turm, einst Getreide-Silo und erstes Nachkriegs-Hochhaus in Frankfurt, wird vom 7. Januar an bis Ende Juli Stück für Stück abgetragen.

Abschied von einem Frankfurter Wahrzeichen nach knapp 52 Jahren: Die Stadt hat die Genehmigung zum Abriss des Henninger-Turms erteilt. Am 7. Januar beginnen die Arbeiten am Hainer Weg in Sachsenhausen, so Rainer Marquart, Sprecher der Milliardärsfamilie Hopp, der das frühere Brauerei-Gelände gehört.

Spezialmaschinen werden das 118 Meter hohe Gebäude unter einer Einhausung Stück für Stück abtragen. Das soll bis Ende Juli dauern. Tausende von Tonnen Bauschutt fallen an. „Ein Teil des Materials wird vor Ort geschreddert“, sagt Markus Rademacher, Abteilungsleiter der städtischen Bauaufsicht. Es soll verwendet werden, um die riesigen Keller unter dem Turm und unter dem ehemaligen Brauerei-Areal aufzufüllen. Den Rest der Trümmer transportieren Lastwagen über die Darmstädter Landstraße ab. Gefährliche Schadstoffe wie Asbest müssen zu Beginn der Arbeiten beseitigt und auf einer Sondermülldeponie entsorgt werden.

Die Stadt verspricht, Lärm und Staub so weit wie möglich einzudämmen. Um die Staubentwicklung zu hemmen, will man die Baustelle mit Wasser beregnen. Einzelheiten regelt ein Maßnahmenkatalog, den die Bauaufsicht mit dem Bauherrn, der Actris Grundstücksverwertungsgesellschaft Mannheim, abgestimmt hat. So möchte die Stadt Proteste gegen die Arbeiten abwenden, wie es sie etwa im Westend bei vielen Baustellen gegeben hat.

Luxus-Wohnungen und Läden

Die Familie Hopp investiert laut Marquart mindestens 300 Millionen Euro in die neue Bebauung des Henninger-Geländes. Bis Anfang 2016 soll anstelle des Henninger-Turms ein 138 Meter hohes Hochhaus mit etwa 120 Luxus-Eigentumswohnungen entstehen. Es erinnert in seiner Form an den alten Turm. Im Sockel sind Läden geplant, an der Spitze des Wohnturms ist ein öffentlicher Aussichtspunkt mit Restaurant vorgesehen. So will man an die Tradition des Henninger-Turms anknüpfen, der seit seiner Eröffnung am 18. Mai 1961 ein beliebtes Ausflugsziel gewesen war.

Noch 2013 beginnen nach den Worten des Sprechers auch die Arbeiten für die Bebauung des übrigen Henninger-Geländes. Es entsteht ein Quartier mit 800 Miet- und Eigentumswohnungen für mindestens 2000 Menschen.

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