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12. Mai 2014

Höchst Demo NPD Jagsch: Kundgebung gegen NPD-Vize

 Von 
Stefan Jagsch 2009 als Anmelder einer NPD-Demo in Friedberg.  Foto: Sascha Rheker

Stefan Jagsch, stellvertretender NPD-Vorsitzender in Hessen, ist mittlerweile von seiner Tätigkeit im Jobcenter in Höchst freigestellt worden. Gegen seine Beschäftigung gab es am Montag eine Demo.

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Rund 20 Menschen haben sich am Montagnachmittag vor dem Jobcenter in Höchst versammelt. „Stefan Jagsch raus aus dem Jobcenter“, hat einer von ihnen auf ein Schild geschrieben.

Man sei hier, weil Stefan Jagsch, stellvertretender NPD-Vorsitzender in Hessen, in diesem Jobcenter arbeite, ruft eine Frau durch ein Megafon. Damit bekomme er eine Machtposition gegenüber Arbeitslosen und Migranten – Menschen, gegen die die NPD regelmäßig „Hass und Hetze“ verbreite. „Das finden wir ziemlich scheiße – wir sind empört!“

Anfang vergangener Woche hatte die Frankfurter Rundschau öffentlich gemacht, dass Jagsch am Empfangsschalter des Höchster Jobcenters tätig ist. Die Ortsverbände von CDU und Grünen sowie die hessische Linkspartei hatten sich bereits kurz nach dem Bericht besorgt gezeigt, nun schaltet sich auch die linke Initiative Zusammen e.V. ein.

Kleiner Schock

Der Bericht über Jagschs Tätigkeit sei „ein kleiner Schock“ gewesen, sagt Aitak Barani von der Initiative, die die Kundgebung angemeldet hat. „Viele unserer Mitglieder kommen als Erwerbslose hierher, viele kommen aus der Türkei oder aus Afghanistan.“ Selbst wenn Jagsch sich am Infoschalter korrekt verhalte, mache man sich Sorgen, weil er über seinen Job an persönliche Daten herankomme – „Daten von Menschen, die er verachtet“. Für Barani gibt es nur eine Lösung: Jagsch könne nicht weiter für die Behörde arbeiten.

Mit Hochdruck

Das Jobcenter selbst steht während der Kundgebung leer und ruhig da: Das Hartz-IV-Amt hat an diesem Nachmittag extra früher geschlossen. Ein Sprecher sagte der FR, Stefan Jagsch sei mittlerweile von seiner Tätigkeit freigestellt worden. Das Personalamt der Stadt Frankfurt prüfe „mit Hochdruck“ arbeitsrechtliche Konsequenzen gegen den NPD-Funktionär. Die Kommune sei für Jagsch zuständig – er arbeite im Jobcenter als städtischer Angestellter.

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