Noch stehen die zahlreichen Essensstände und Fahrgeschäfte am Mainkai einsam und verlassen herum. Noch ist es still bei den mit Planen bedeckten Spiel- und Schießbuden. Kreuz und quer stehen Lastwagen rum und versperren die Sicht auf den Main. Schausteller und ihre Helfer treffen letzte Vorkehrungen für die große Sause am Wochenende.
Am Freitagabend startet das alljährliche Mainfest am Römerberg. Thomas Feda, Chef der städtischen Tourismus und Congress GmbH, und sein Veranstaltungsleiter Kurt Troscher stellten am Mittwoch Programm und Konzept des Fests vor. „Zur Eröffnung werden etwa 200.000 Menschen erwartet“, verkündet Feda.
„Die größte temporäre Gartenwirtschaft der Stadt wird an diesem Wochenende auf dem Römerberg entstehen.“ 13 Sommergärten werden aufgebaut, davon drei auf dem Römerberg, zehn am Mainufer, insgesamt 1200 Plätze. Wichtig ist Feda vor allem die „historische Traditionsweite“ des Mainfests in Frankfurt, das seit 1340 gefeiert wird. Während es beim Museumsuferfest vor allem um Kultur gehe, sei das Mainfest da, um „dem Main zu huldigen.“ Um eine „kontrastreiche Mischung“ zu bieten, gibt es wie jedes Jahr ein Riesenrad für die „reiferen Gäste“ und Autoscooter, Kettenschaukel und andere Fahrstätten für die Jüngeren. Besonders „das Feuerwerk am Montag wird viele anlocken“, ist sich Feda sicher. „Massiv“ werde das, verspricht er begeistert, eine „Masse am Himmel“. Um den dafür nötigen Sicherheitsabstand zu wahren, werde das gesamte Südufer gesperrt – dort wird das Feuerwerk aufgebaut und gezündet.
Das Frankfurter Mainfest findet vom 30. Juli bis 2. August am Römerberg und auf dem Mainkai am Nordufer statt.
Stadtrat Markus Frank eröffnet am Freitag, 30. Juli, das Mainfest um 19 Uhr am Gerechtigkeitsbrunnen.
Öffnungszeiten sind am Freitag und Samstag von 12 bis 1 Uhr, am Sonnntag und Montag von 12 bis 24 Uhr.
Für weitere Vielfalt sorgen die 38 Gastronomiestände mit ihren internationalen Spezialitäten. Eine der Höhepunkte des Fests wird wieder das traditionelle „Fischerstechen“, eine Art Ritterturnier zu Wasser. Eine „recht lustige Veranstaltung“, findet Feda. Das diesjährige Bühnenprogramm mit Live-Musik ist wie jedes Jahr auf dem Römerberg angelegt und nicht am Mainufer. Da das Mainfest ein traditionell „klassisches Volksfest“ sei, gebe es nichts Neues. Ein neuer Höhepunkt dürfte jedoch der Wein aus dem Gerechtigkeitsbrunnen sein, der dieses Jahr fließen wird.
Auf die Nachbarschaft werde wie jedes Jahr Rücksicht genommen, bekräftigte Stroscher – die Stadt kennt ja ihre Pappenheimer, seit der Weihnachtsmarkt immer um 21 Uhr schließen muss, wegen „Ruhestörung“. Der Römerberg wird beschallt, aber, versichert Stroscher, das „entspricht den Emmissionsrichtlinien“.
Beim Stichwort „Duisburg“ bestätigt Stroscher, dass die Sicherheitsvorkehrungen „wie immer sehr hoch“ seien. Sanitätsdienste, Security, Fluchtwege, Wasserschutzpolizei und regelmäßige Streifen sorgen für Sicherheit. Das weitläufige Mainufer biete sich außerdem als Ausweichort bei Gedränge an. Aber eigentlich „ist das Mainfest keine Massenveranstaltung, da sich die etwa 80.000 über den Tag verteilen“, beruhigt der Veranstaltungsleiter.
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