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Frankfurt
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20. Dezember 2012

Industriepark Höchst: Verletzte bei Chemieunfall

Industriepark Höchst. Foto: Michael Schick

Sechs Chemiearbeiter erleiden am Donnerstagmorgen teilweise schwere Hautverletzungen, als es zu einem Leck in der Bisulfat-Produktion im Industriepark Höchst kommt. Der Austritt des Stoffes kann gestoppt werden, die Angestellten sind in Behandlung.

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Sechs Chemiearbeiter erleiden am Donnerstagmorgen teilweise schwere Hautverletzungen, als es zu einem Leck in der Bisulfat-Produktion im Industriepark Höchst kommt. Der Austritt des Stoffes kann gestoppt werden, die Angestellten sind in Behandlung.

Zur Stunde hat niemand eine Erklärung für den Unfall. Klar ist nur, wie es dazu kommen konnte, dass sechs Mitarbeiter der im Industriepark Höchst tätigen Chemiefirma Grillo-Werke AG drei Tage vor Weihnachten mit zum Teil schweren Hautverletzungen im Hospital liegen:

Am Donnerstag, 20. Dezember, um 7.18 Uhr tritt bei Grillo heiße Natriumbisulfatschmelze aus der Produktionskette aus. Grillo, original in Duisburg ansässig, stellt hauptsächlich Produkte aus Zink und dessen Legierungen, sowie aus Zink und Schwefelchemikalien her. Natriumbisulfat dient zur Herstellung von Haushaltsreinigern; direkter Kontakt mit der Substanz führt in der Regel zu schweren Augenschäden.

Sechs Grillo-Mitarbeiter werden durch die Schmelze verletzt. Der Rettungsdienst des Industrieparks evakuiert sie ins Arbeitsmedizinische Zentrum der Anlage und in umliegende Krankenhäuser. Das Leck kann derweil geschlossen werden. Die Umgebung der Grillo-Anlage wird durch den Unfall nicht in Mitleidenschaft gezogen - das zumindest vermutet das Lagezentrum derzeit. Die Werksfeuerwehr legt einen Wasserschleier, um eine Verbreitung der gefährlichen Substanz zu verhindern. Rund anderthalb Stunden nach dem Unfall wird der Einsatz beendet.

Die zuständigen Behörden sind inzwischen alarmiert. Ihre Vertreter untersuchen zusammen mit Spezialisten des Industrieparks und von Grillo den Unfall. Am Vormittag kann einer der Verletzten das Krankenhaus verlassen.

Die Grillo-Werke sind ein ein Familienbetrieb, der seit 160 Jahren in Duisburg, Frankfurt und an zwei weiteren deutschen Standorten produziert. Die Firma beschäftigt rund 1500 Mitarbeiter, 125 davon in Frankfurt. Der Jahresumsatz liegt bei etwa 500 Millionen Euro. (rut./tim.)

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