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23. Februar 2013

Institut für vergleichende Irrelevanz: Ein Kubus für das IvI

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Eine neue Heimat fürs Institut für vergleichende Irrelevanz wird gesucht.  Foto: dpa

Die Initiative „IvI-Cube“ schlägt eine neue Heimat für das Institut für vergleichende Irrelevanz auf dem Campus Westend vor. Der Plan: aus ausgedienten Containern ein Gebäude mit überdachtem Hof an der Miquelallee, Ecke Hansaallee bauen

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Wenn es nach der Initiative „IvI-Cube“ ginge, könnte der Campus Westend bald um eine nicht nur architektonische Attraktion reicher sein: Die Initiatoren, Frankfurter Wissenschaftler, Künstler und Unternehmer, die sich dem bedrohten „Institut für vergleichende Irrelevanz“ (IvI) als ehemalige Nutzer verbunden fühlen, schlagen vor, dem Projekt aus Containern ein kubusförmiges Domizil am neuen Campus zu schaffen. „Wir sind der festen Überzeugung, dass es Räume wie das IvI geben muss“, sagte Julia König, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Frankfurter Institut für Erziehungswissenschaften, bei der Vorstellung der Idee. „An der Schnittstelle zwischen Universität und autonom verwaltetem Raum“, so König, könnten Studierende sich eigenständig Inhalte aneignen. Als Dozentin wisse sie, wie sehr der Unialltag durch Hierarchien und Verschulung geprägt sei. „Im IvI geht es um selbstständige, gegenseitige Bildung.“

Der Plan der Initiative sieht vor, aus ausgedienten Containern ein Gebäude mit überdachtem Hof an der Miquelallee, Ecke Hansaallee zu bauen – auf einem leeren Platz gegenüber der geplanten Zentralbibliothek. Der Architekt Martin Timm kommt in einer Schätzung auf Kosten von rund 250.000 Euro. Timm betonte, das von ihm geplante Gebäude sei nur „eine von vielen Möglichkeiten“, auch der Ort sei nur ein Vorschlag. Die Kosten könnten durch Eigenleistungen der IvI-Nutzer gesenkt werden. In jedem Fall solle das IvI in der Nähe der Uni bleiben, sagte Timm. „So eine kleine, herrschaftsfreie Zelle würde dem IG-Farben-Campus gut tun.“

Dietmar Flucke, studierter Politikwissenschaftler und Betreiber einer Autowerkstatt, sagte, der Vorschlag sei „politisch und praktisch bestechend“. Schließlich habe sich in den vergangenen Monaten gezeigt, dass es in der Stadt viel Rückhalt für das IvI gebe – gleichzeitig wolle die Immobilienfirma Franconofurt das alte IvI-Gebäude im Kettenhofweg räumen. Dieser Konflikt sei kein juristischer, sondern ein politischer, so Flucke. Daher sollten sich vor allem die Grünen bewegen, die sich zum Erhalt des IvI bekannt hatten. Die Summe von 250.000 Euro erscheine „lächerlich gering“ im Vergleich etwa zu den Profiten, die Franconofurt aus dem alten IvI-Gebäude ziehen werde.

Die Initiatoren betonen, dass Magistrat und Universität keine „monolitischen Blöcke“ seien, die das IvI ablehnten. „Der politische Wille ist auch abhängig von der jeweiligen Eskalationsstufe“, sagte Felix Hanschmann, akademischer Rat am Fachbereich Rechtswissenschaft. Keiner in der Stadt könne ein Interesse an einer „gewaltsamen Auseinandersetzung um das IvI“ haben. Zudem sei das Projekt einer der Orte, „von denen eine Stadt lebt“. Es biete kostenlose Bildung und Kultur an und stemme sich damit gegen eine ausschließlich ökonomisch ausgerichtete Stadtentwicklung.

Ihre Idee will die Initiative als Angebot an die Stadt und die Uni verstanden wissen. „Unsere Forderung ist: Setzt euch damit auseinander“, sagte Hanschmann. Allen Interessenten erkläre man die Idee gerne detaillierter.

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