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19. Februar 2013

Institut für vergleichende Irrelevanz: Franconofurt bietet Besetzern 10.000 Euro

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Das Gericht hat die Räumung des Ivi bereits genehmigt, jetzt bietet der Eigentümer den Ivi-Betreibern sogar Geld, wenn sie das Gebäude freiwillig verlassen.  Foto: peter-juelich.com

Der Geschäftsführer von Franconofurt bietet den Ivi-Betreiber 10.000 Euro an - in bar. Sie müssten das IvI im Gegenzug räumen.

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Nach dem vom Frankfurter Landgericht verhängten Räumungsurteil gegen die Besetzer des Instituts für vergleichende Irrelevanz (IvI) im Kettenhofweg ist die Zukunft des Projekts nach wie vor ungewiss. Die Eigentümerin des Hauses, die Franconofurt AG, hat den Besetzern nach eigenen Angaben 10.000 Euro angeboten, falls sie das Gebäude freiwillig räumen.

„10.000 Euro wäre mir das wert“, sagte Christian Wolf, Geschäftsführer der Franconofurt, am Montag der Frankfurter Rundschau. Er habe den IvI-Betreibern eine Mail geschickt, in der er ihnen diese Summe in bar angeboten habe, sofern sie dafür bis kommenden Freitag abzögen und versprächen, das denkmalgeschützte Haus nicht wieder zu besetzen. „An mir soll’s nicht liegen“, sagte Wolf. Ihm würde für die Quittung sogar eine anonyme Unterschrift reichen, sollte niemand der Besetzer mit seinem richtigen Namen unterschreiben wollen, versicherte er.

Wolf, der nach dem Gerichtsurteil am Freitag betont hatte, eine polizeiliche Räumung vermeiden zu wollen, wies aber auch darauf hin, dass er das Haus räumen lassen werde, sollten die Besetzer nicht einlenken. Die Polizei habe sich für den Fall der Fälle bereits Baupläne des Gebäudes besorgt, sagte er. Seit Freitag ist eine Räumung des Hauses jederzeit möglich, auch wenn gegen das Urteil noch binnen zwei Wochen Einspruch eingelegt werden kann.

Ivi-Betreiber erwarten Unterstützung von den Grünen

Von den IvI-Leuten selbst hieß es am Montag, man sehe in der derzeitigen Lage vor allem den Frankfurter Magistrat in der Pflicht. „Dass es kein einziges leerstehendes Haus gibt, das vom IvI genutzt werden könnte, erscheint uns nicht plausibel“, sagte Oliver Sonnenschein, ein Sprecher des Projekts, in einer Pressekonferenz im neu besetzten Sigmund-Freud-Institut in der Myliusstraße.

Dass die Frankfurter Grünen, die noch im Sommer in dem Streit vermitteln wollten, derzeit so untätig seien, so Sonnenschein, fänden die Besetzer „erschreckend“.

Sollte es in den nächsten Tagen zu einer Räumung des IvI kommen, müsse die Stadt sich in jedem Fall auf heftige Proteste einstellen, sagte Sonnenschein: „Die Leute werden sehr, sehr wütend sein, und das wird sich in Frankfurt bemerkbar machen.“ Außerdem werde man sich dann gezwungen sehen, auf eigene Faust ein Ersatzobjekt zu besetzen. Die Öffnung des Sigmund-Freud-Instituts habe ja gerade erst bewiesen, wie einfach das sei.

Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) und Grünen-Fraktionschef Manuel Stock waren am Montag nicht für eine Stellungnahme zum IvI zu erreichen.

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