International, familiär und karitativ – so will der Winterbasar am Wiesenhüttenplatz sein. Bei einem marokkanischen Pfefferminztee und einem leckeren baskischen Lammragout-Eintopf lässt sich die Adventszeit hier mal ganz anders erleben als sonst. Die Lichter an den Ständen strahlen bunt und ein DJ spielt Lounge-Musik. Das schicke Ambiente setzt mit Absicht einen Kontrast zu anderen Ecken des Bahnhofsviertels.
Nikolaus Münster, Leiter des Frankfurter Presseamtes, hat den Basar eröffnet und erzählt wie die Idee entstand: „Frankfurt hatte noch keinen Internationalen Weihnachtsbasar. Und er gibt Einblick in die Vielfalt des Bahnhofsviertels“. Das Viertel habe in den letzten zehn Jahren einen Aufschwung erlebt. „Es ist bunt. Es gibt zwar immer noch die Prostitution, die Drogen und die Spielhallen, aber wir wollen auch die Frankfurter zurück ins Viertel holen“, sagt Münster. Das Bahnhofviertel sei zunehmend auch „in und schick“. Wenn es nach Wolfgang Selinger vom Meridien Parkhotel ginge, dann sollte die positive Entwicklung im Viertel weitergehen: „Die Leute sollen kommen und es sich ansehen, dann wird auch das Image besser.“
Dazu soll auch der kleine Winterbasar seinen Beitrag leisten. Unter dem Motto „Aus dem Viertel für das Viertel“ bieten Geschäfte, Gastronomen und Künstler aus dem Bahnhofsviertel ihre Produkte an. Am Stand der Weißfrauenschule verkaufen Schüler selbst gemachte Kalender, Seifen und Duftöle. Wer für zwei Euro ein Los für die Tombola kauft, kann Gutscheine und Geschenke der Sponsoren gewinnen. Die Erlöse aus Tombola und Standgebühren gehen an das Internationale Familienzentrum (IFZ), das Jugendlichen beim Berufsstart hilft.
Armen Yegiseyan wohnt eigentlich in Bockenheim. Doch für den Weihnachtsbasar ist sie mit ihrer Mutter in das Bahnhofsviertel gekommen: „Ich finde es schön. Elegant und gemütlich. Das fällt auf, hier im Bahnhofsviertel“.
Der Internationale Winterbasar ist am Freitag, 14. Dezember, noch von 11 bis 18 Uhr am Wiesenhüttenplatz geöffnet.
Nackte Haut, kleines Geld, große Hoffnungen - all das passt in Frankfurts kleinsten Stadtteil. Eine offene Bühne für Menschen aus aller Welt, für Glückssucher und Gescheiterte, für Banker und Bohemiens, für Jedermann.
Foto: Andreas ArnoldWir informieren Sie aus der ganzen Region. Nachrichten aus Ihrer Stadt können Sie als Newsfeed abonnieren - klicken Sie dazu bitte auf das orange Symbol.

Die Zukunft der Frankfurter Rundschau ist gesichert. Die Eigentümer betonen, es gibt keinen Einfluss auf das gewachsene politische Profil. Chefredakteur Festerling blickt nach vorne: "Wir haben einiges vor."
Ein Schwarzer gerät in der U-Bahn in Konflikt mit Fahrkarten-Kontrolleuren und der Polizei Frankfurt. Am Ende liegt er im Krankenhaus. Die Polizei sieht sich Rassismus-Vorwürfen ausgesetzt. Das Spezial.
Derege Wevelsiep steigt Mitte Oktober mit gültigem Fahrausweis in eine Frankfurter U-Bahn - und wird nach einem Wortgefecht mit Kontrolleuren von herbeigerufenen Polizisten verprügelt.
Wegen seiner Verletzungen muss er drei Tage im Krankenhaus bleiben.
Die Frankfurter Polizei ermittelt intern gegen vier Beamte des 6. Reviers, die der äthiopischstämmige Diplom-Ingenieur beschuldigt, ihn geschlagen zu haben. Sein Anwalt wirft den Beamten Hausfriedensbruch, Beleidigung und Körperverletzung vor.
Im Internet bricht ein Sturm der Entrüstung los, über soziale Netzwerke wird eine Solidaritäts-Demo organisiert.
Auch der Landtag befasst sich mit dem Fall.
Frankfurt Flughafen - Rhein-Main leidet und profitiert von dem Verkehrsknoten gleichermaßen: kurze Wege, aber viel Lärm für die Anwohner. Der Ausbau ist seit Jahrzehnten umstritten. Das Spezial.
Frankfurt unter Peter Feldmann - ein Oberbürgermeister sucht seinen eigenen Stil. Das Spezial.