Wegen Gewaltdrohungen hat die Grünen-nahe Heinrich-Böll-Stiftung eine Ungarn-Veranstaltung abgesagt, die für den heutigen Donnerstagabend an der Frankfurter Uni geplant war.
Wie die Stiftung am Mittwoch mitteilte, hatte sie von massiven Drohungen gegen den österreichischen Journalisten Paul Lendvai erfahren, der in Büchern und Fernsehsendungen die Rechtswende in Ungarn anprangert. Sie habe die Sicherheit des Gastes nicht gewährleisten können, schrieb die Heinrich-Böll-Stiftung.
Lendvai sollte auf dem Podium mit dem Berliner Schriftsteller György Dalos und dem Wissenschaftler János Can Togay über die politische Lage in dem osteuropäischen Land diskutieren. Mitveranstalter war die Goethe-Universität.
Die Böll-Stiftung betonte, dass die Absage kein Ende der Auseinandersetzung mit dem Rechtsruck in Ungarn bedeute. Im Gegenteil werde man künftig noch stärker „den zunehmenden Antisemitismus, Nationalismus und Rechtspopulismus dort (und nicht nur dort) zum Thema machen“. (pit)
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