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14. Januar 2016

Jüdisches Museum Frankfurt: Museum Judengasse öffnet bald

 Von 
Direktorin Mirjam Wenzel will die „Vitalität und Vielfalt“ des Judentums hervorheben.  Foto: dpa

Die Dependance des Jüdischen Museums wird am 18. März wieder eröffnet. Die neue Chefin des Museums, Mirjam Wenzel, gibt schon Mal einen Ausblick auf die künftigen Ausstellungen des Hauses. Sie sollen auch Migranten aus muslimischen Ländern ansprechen.

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Noch stehen Bauzäune vor dem Museum Judengasse. Im Inneren sind die Vitrinen der Ausstellungsobjekte leer, die Wände abgehängt. Die archäologischen Überreste des jüdischen Ghettos sind an ihrem alten Ort. Überbaut vom früheren Stadtwerke-Gebäude, in dem nun das Planungsamt sitzt. Seit 1992 auch das Museum Judengasse.

Am 18. März öffnet die Dependance des Jüdischen Museums nach dem Umbau wieder. Seit 2014 war es zu. Der Eingang wird in der Battonstraße sein. Statt an der Kurt-Schuhmacher-Straße. Besucher gehen durch eine Sicherheitsschranke ins Foyer.

Gleich der erste Raum widmet sich dem „Kampf um den Börneplatz“. Und dokumentiert den heftigen Widerstand der Bevölkerung gegen die Überbauung des alten jüdischen Ghettos. Weiter geht es in die neue Dauerausstellung. Sie widmet sich der Geschichte der Frankfurter Juden in der frühen Neuzeit.

Die jüdische Kultur ab dem 18. Jahrhundert zeigen das renovierte Rothschildpalais und der Anbau des Museums am Untermain – nach der Eröffnung im Jahre 2018. Auch die Geschichte der Familie Frank wird in einer neuen Dauerausstellung zu sehen sein.

„Wir haben den Auftrag, sichtbar zu machen, was einst war“, vor der „systematischen Zerstörung“ der jüdischen Kultur durch die Nationalsozialisten“, sagte die neue Direktorin Mirjam Wenzel. Sie leitet das Museum seit Januar. Die „zeitgeschichtlichen Fragen“ des Vorgängers Raphael Gross werde sie „aufgreifen und vertiefen“. Das „historisch“ ausgerichtete Museum solle sich um eine „kulturhistorische“ Dimension erweitern.

Die jüdische Bevölkerung in Deutschland habe sich durch Einwanderung seit 1989 pluralisiert, so Wenzel. Die Adressaten, „die nicht Teil der Erinnerungsgemeinschaft sind“, wolle man ansprechen. Ebenso Migranten aus muslimischen Ländern. Das neu ausgerichtete Projekt „Drei Tage, drei Orte, drei Religionen“ soll die „Gemeinsamkeiten und Differenzen“ der drei Buchreligionen aufzeigen. Ein zweiter Schwerpunkt werde die „Aktualität von Antisemitismus“ in Europa. Die Attentate in Frankreich zeigten, wie relevant das Thema sei. Eine Ausstellung zu „Juden in Europa, 1945-50“ werde vorbereitet.

Die „nomadische Existenz“ des frühen Judentums greife ein „Pop-Up-Museum“ im Stadtraum auf. Als „dritten Standort“ kündige Wenzel die „Online-Präsenz“ des Museums an. Die Thematik des „Märtyrers“ will das Jüdischen Museum in einer ersten Ausstellung behandeln. Neubau und Renovierung des Palais seien „im Zeitplan“, der finanzielle Rahmen von 50 Millionen Euro werde „eisern“ eingehalten, sagte Vize-Direktor Fritz Backhaus.

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