Auch in der neuen Woche müssen die Hessen weiter bibbern: Es bleibt kalt. Und mit minus 15 Grad in der Nacht zum Sonntag verzeichnet Frankfurt ein neues Rekordtief: Die Regel, dass es in der Mainmetropole nicht kälter als minus 13 Grad wird, ist gebrochen.
Der See im Anlagenring ist zugefroren. Foto: Andreas Arnold
Hessen bleibt auch in der neuen Woche ein Gefrierschrank. „Es bleibt bei Dauerfrost“, sagte Meteorologe Christoph Hartmann vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach voraus. Die Nacht zum Sonntag war die bislang eisigste dieses Winters. Das bekamen auch die Frankfurter zu spüren: Mit minus 15 Grad verzeichnete die schneefreie Stadt ein neues Rekordtief. „In Frankfurt war es noch nie so kalt wie jetzt“, stellte Hartmann fest. Die Regel, dass es in der Mainmetropole nicht kälter werde als minus 13 Grad, sei gebrochen.
Was bei Kälte zu beachten ist
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Was bei Kälte zu beachten ist
DICKE SOHLEN:
Mancher moderne Schuh hat für den Winter eine zu dünne Sohle. Bei Minusgraden empfehlen sich Schuhe mit dicken, wasserdichten Sohlen. Der Grund: Der gefrorene Boden kühlt den Körper von unten aus.
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KEIN ALKOHOL:
Heiße Getränke wärmen von innen. Alkohol dagegen betäubt den Körper und sorgt dafür, dass der Fröstelnde nicht merkt, wie sehr er auskühlt. Andererseits erweitert er die Gefäße. Das führt zusätzlich dazu, dass der Körper Wärme abgibt.
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GUT ESSEN:
Hungrige frieren schneller. Viele kleine Mahlzeiten am Tag kräftigen dagegen den Körper und wärmen dadurch indirekt.
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AKTIVITÄT:
Bewegung steigert den Blutdruck, kurbelt den Stoffwechsel an und stärkt den Kreislauf - auch das wärmt. Aktive Menschen sollten aber Feuchtigkeit transportierende Kleidung tragen, weil Nässe den Körper ebenfalls auskühlt, raten die Experten.
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WECHSELDUSCHEN:
Der Winter ist keine Zeit für Warmduscher - abwechselnd warmes und kaltes Wasser aus der Brause härtet ebenfalls ab und vermindert das Kälteempfinden.
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GEWÜRZE:
Auch einige Gewürze haben einen Wärmeeffekt: Ingwer, Schwarzpfeffer oder Chili haben eine thermische Wirkung.
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MÜTZE, HANDSCHUHE UND SCHAL:
Besonders schnell kühlt der Körper über die Arme, Hände und den Kopf aus. Mütze, Handschuhe und Schal sollten zur Grundausstattung beim Gang vor die Tür gehören.
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VORSICHT AUF DEM RAD:
Bei Frost können die Handbremsen am Fahrrad versagen, denn die Feuchtigkeit kann in den Bremszügen gefrieren. Radler merken das erst nach dem Losfahren. Es lohnt deshalb ein Bremstest bei den Velos, die im Winter draußen parken.
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WASSER ABDREHEN:
Riegeln Sie den Wasserzufluss zu Außenleitungen im Winter ab. Sonst können diese bei Minusgraden einfrieren.
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HUNDE INS HAUS:
Wird es kalt und nass, sollten Hunde nicht zu lange draußen sitzen müssen. Sonst könnten sie sich schnell erkälten oder sich eine Blasenentzündung holen. Ältere Tiere sollten nach Empfehlung von Fachleuten bei niedrigen Temperaturen mit einer Decke gewärmt werden.
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Die Nase tropft, die Hände werden steif, die Knie schlottern: Wenn die Temperaturen wie im Moment unter den Gefrierpunkt sinken, ist der Aufenthalt im Freien kein Vergnügen mehr. Hier ein paar Tipps, die bei der Kälte beachtet werden sollten.
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Fotostrecken Frankfurt
Blockupy Frankfurt
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Blockupy Frankfurt
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Der Minusrekord wird möglicherweise am Dienstag noch einmal unterboten, wenn es im ganzen Land noch frostiger wird. Von Mittwoch an rechnet der Meteorologe dann mit steigenden Temperaturen. Italientief „Julia“ bringt warme Luft aus Süden und leichte Schneefälle. Im Rhein-Main-Gebiet könnte immerhin ein Zentimeter Weiß die Straßen bedecken. Schnee liegt derzeit nur auf den höchsten hessischen Bergen. Auf der Wasserkuppe in der Rhön warteten Ski- und Rodelpisten bei 34 Zentimetern Schnee und strahlendem Sonnenschein auf Besucher. Den Tatendrang von Kriminellen lähmt die klirrende Kälte anscheinend. „Nix los. Die Leute bleiben zu Hause“, stellten mehrere Polizeistationen am Wochenende fest. (dpa)