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Kapitalismuskritik: Tausende demonstrieren erneut in Frankfurt

Mindestens 4000 Menschen gehen wieder auf die Straße: Die Anhänger der Bewegung "Occupy Frankfurt" demonstrieren in der Innenstadt gegen die Macht der Banken.

Protest: Auf diesem Plakat eines Demonstranten brennen 500-Euro-Scheine.
Protest: Auf diesem Plakat eines Demonstranten brennen 500-Euro-Scheine.
Foto: dpa
Frankfurt/Main –  

Mehrere tausend Menschen haben am Samstag in Frankfurt erneut gegen die Macht der Banken demonstriert. Aktivisten der Protestbewegung „Occupy Frankfurt“ und von Attac sprachen nach der Abschlusskundgebung vor der Europäischen Zentralbank (EZB) von 6000 Teilnehmern, die Polizei von 4000.

Der Protestzug hatte auch die Börse und die Zentrale der Deutschen Bank passiert. Auf Plakaten hieß es: „Keine Macht den Banken“ und „Banken in die Schranken“. Unterstützer von „Occupy Frankfurt“ campieren seit Tagen aus Protest vor der EZB. Vor einer Woche hatten darum bereits mehrere tausend Menschen in Frankfurt demonstriert. Die Polizei sprach damals von 5000 Teilnehmern, Attac von 8000.

Der stellvertretende hessische Ministerpräsident und FDP-Landesvorsitzende Jörg-Uwe Hahn kritisierte den Protest als ideenlos. Er halte von den Demonstranten gar nichts. „Das hilft uns in dem Entscheidungsprozess keinen Millimeter weiter“, sagte Hahn der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Die Grünen im Landtag äußerten dagegen Verständnis für die Proteste. Sie seien ein „Weckruf“, hieß es in einer Mitteilung. Der Generalsekretär der Hessen-SPD, Michael Roth, forderte angesichts der erneuten Demonstration eine weitreichende Regulierung der Finanzmärkte.

Im Vorfeld hatten sich auch der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und die Piratenpartei mit den Demonstranten solidarisiert. Diese verbannten in Frankfurt allerdings Fahnen und Plakate von Parteien und Verbänden aus dem Protestzug. Eine Sprecherin von „Occupy Frankfurt“ sagte auf der Kundgebung: „Wir sind keine Bewegung von Institutionen, Parteien oder Verbänden, wir sind alle Bürger.“

Alexis Passadakis vom globalisierungskritischen Netzwerk Attac sprach von einer „Revolte der demokratischen Vernunft gegen die Arroganz der Macht“. Es gehe um eine solidarische Gesellschaft und gegen die Banken. „Wir wollen die Märkte verunsichern“, sagte er.

Zeitgleich mit den Unterstützern von „Occupy Frankfurt“ demonstrierten in Frankfurt nach Polizeiangaben auch 100 Anhänger des „Aktionsbündnis Direkte Demokratie“ gegen eine „Euro-Diktatur“. (dpa)

Occupy Frankfurt: Krieg den Banken - und zwar friedlich

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Occupy: Frankfurt - Proteste vor der EZB (17.10.2011)

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Datum:  22 | 10 | 2011
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