Schon der erste Tagesordnungspunkt birgt Zündstoff. Zwei Stunden lang diskutiert der Ortsbeirat 7 (Hausen, Industriehof, Praunheim, Rödelheim, Westhausen) am Dienstagabend über den geplanten Neubau einer Kinderkrippe an der Ecke Rödelheimer Landstraße/Breitenbachstraße. Vertreter vom Stadtschulamt und vom Hochbauamt stellen die Pläne vor und stoßen sofort auf Kritik aus dem Stadtteilparlament und aus dem Plenum.
Bis zum Jahr 2013 will die Stadt 5400 Plätze für Kinder unter drei Jahren in Tageseinrichtungen und in Kindertagespflege schaffen. Damit soll ein Versorgungsgrad von 45 Prozent erreicht werden. Um den Rechtsanspruch zu erfüllen, sind 50 Prozent nötig.
Außerdem will die Stadt 3300 Kindergarten- und 620 Hortplätze schaffen und damit den Bedarf decken. Auch das Angebot der erweiterten schulischen Betreuung soll um 2700 Plätze ausgebaut werden.
14 Krippenneubauten sind bis 2013 geplant. Sie sollen über das gesamte Stadtgebiet verteilt werden, da noch in vielen Stadtteilen Bedarf besteht. Allerdings werden manche voraussichtlich erst 2014 oder 2015 fertiggestellt.
Die Investitionskosten der Stadt für Kindertagesstätten steigen: Im Jahr 2009 wurden noch 31,5 Millionen Euro investiert, 2010 waren es 52,7 und 2011 stieg die Summe auf 59,2 Millionen. In diesem Jahr will die Stadt 74,3 Millionen Euro in den Kita-Ausbau investieren, im kommenden Jahr noch einmal 46,3 Millionen Euro.
Die Fraktionen sind sich einig: Man begrüße den Ausbau an Krippenplätzen, aber man sei weder mit dem Standort noch mit dem Verfahren einverstanden, wie die Entscheidung für diesen gefallen sei – nämlich ohne den Ortsbeirat einzubinden. „Sie haben das Pferd von hinten aufgezäumt“, sagt Ortsvorsteher Christian Wernet (CDU) und spricht von einem „ungewöhnlichen Verfahren“. Stadtteilpolitiker und Bürger kritisieren Probleme mit dem Verkehr und mit dem Umweltschutz. Christa Tzanov-Heil vom Stadtschulamt sagt, es sei schwierig gewesen, eine geeignete Fläche für die Krippe zu finden, und man habe mehrere Optionen geprüft.
5400 neue Plätze werden benötigt
Der Konflikt um diese Kita steht stellvertretend für das Gesamtproblem der Stadt. Da zum 1. August 2013 ein Rechtsanspruch auf Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren besteht, muss die Stadt Plätze schaffen. Um einen Versorgungsgrad von 50 Prozent zu erreichen, müssen noch 5400 neue Plätze entstehen. Mittlerweile schätzt die Stadt diesen Anspruch als unrealistisch ein. Bis 2013 würden, einem Magistratsbericht zufolge, erst 45 Prozent versorgt sein.
Die Schwierigkeit besteht allerdings darin, die passenden Standorte zu finden – keine einfache Angelegenheit in Frankfurt. Die Stadt fährt hierbei dreigleisig: Im Rahmen des Frankfurter Sofortprogramms Kinderbetreuung werden Räume wie Ladenlokale, Büros und Wohnungen gemietet oder bestehende Einrichtungen freier Träger erweitert. Bis 2015 sollen so 3050 Plätze gewonnen werden. Eine weitere Maßnahme besteht in der Erweiterung städtischer Kitas.
Bis zum Frühjahr 2013 müssen Bergen-Enkheimer Eltern die Zeit überbrücken. Dann sollen zwei neue Kitas mit Hortplätzen fertig werden: in der Bessemerstraße und im Florianweg. Das sind rund eineinhalb Jahre, die manches Elternteil den Job kosten können, wie Mütter und Väter sich in einer Ortsbeiratssitzung vor wenigen Monaten beklagten.
„Im Sommer 2012 fehlen voraussichtlich 80 Betreuungsplätze für Schulkinder“, sagte die Kinderbeauftragte des Stadtteils, Alexandra Weizel, vorgestern in der jüngsten Ortsbeiratssitzung. Darum traf sich vor wenigen Tagen die Gruppe Hortplätze zum ersten Mal, um nach unkonventionellen Lösungen für eine Übergangsbetreuung zu suchen. Dabei waren die Ortsvorsteherin, Vertreter des Stadtschulamts, die Kinderbeauftragte Bergen-Enkheims und viele verzweifelte Eltern.
„Eine Idee ist, die Kinder in der Gastronomie der Saalbau unterzubringen, die während der Umbauphase der Stadthalle noch für ein bis anderthalb Jahre leer steht“, berichtet Weizel. Vorerst sei dies nur einer von mehreren Vorschlägen. „Da müsste man dann schauen, ob das überhaupt geht, wie es mit Möbeln, Fluchtwegen und allem Weiteren aussieht“, sagt Ortsvorsteherin Renate Müller-Friese.
Am 31. Januar werde die Gruppe erneut zusammenkommen, so Weizel weiter. Eine Frage, die dort diskutiert werden soll, ist die nach der Finanzierung der Übergangs-Hortplätze. Es bestehe bereits
ein Kontakt zur Jugendhilfe, die noch Gelder zur Verfügung habe. Möglicherweise laufe es aber auch auf eine reine Elterninitiative hinaus. „Wir wollen beim Stadtschulamt auch noch einmal nach dem Stand der Planung
bezüglich Ganztagsschulen fragen“, sagt Weizel. Ein weiterer Plan, über den die Gruppe Hortplätze diskutieren wird, sind
Container, die in unmittelbarer Nähe von Schulen aufgestellt
werden könnten. „Ich habe die Eltern als hoch motiviert empfunden, aber mit großem Leidensdruck“, sagt Weizel. „Das Problem wächst ja schon seit Jahren mit uns mit.“ (juf.)
Gute Nachrichten für Eltern in Fechenheim. An der Dieburger Straße wird voraussichtlich von Juli dieses Jahres an eine neue Kindertagesstätte für insgesamt 60 Kinder im Alter von unter drei Jahren entstehen. Die neue Betreuungseinrichtung soll nach einem Jahr Bauzeit im Sommer 2013 eröffnet werden. Die als Passivhaus und nach einem Baukastensystem konzipierte Kinderkrippe sei bei Bedarf später noch weiter ausbaufähig, verlautet aus dem städtischen Hochbauamt. Sollte diese Option wahrgenommen werden, könnten hier künftig noch weitere 60 Kinder im Alter zwischen drei und sechs Jahren betreut werden, insgesamt also 120 Kinder. Die Baukosten für die von einem Stuttgarter Architektenbüro entworfene städtische Kindertagesstätte belaufen sich auf rund 2,4 Millionen Euro. Die Trägerschaft wurde an den „Sozialpädagogischen Verein zur familienergänzenden Erziehung“ vergeben, der im Stadtteil bereits seit mehr als fünf Jahren das Kinder- und Familienzentrum in der Pfortenstraße unterhält. (am.)
Begeisterungsstürme sehen anders aus. Als Dominik Baur und Marco Amberg vom Stadtschulamt die Pläne für neue Betreuungseinrichtungen in Eckenheim am Dienstagabend im Ortsbeirat 10 vorstellen, weisen Anwohner und Politiker gleich auf die Problemstellen hin. „Da ist jetzt schon alles zugeparkt“, lautet der erste Kommentar der Zuhörer. Denn eine der Kitas, beide ausgelegt auf 60 Kinder unter drei Jahren, soll in die Feuerwehrstraße im Süden Eckenheims gebaut werden. Hier hat die Feuerwehr ihr neues Katastrophenzentrum errichtet. Dazu kommt mit Baubeginn Ende dieses Jahres noch das Technische Hilfswerk. Die Anwohner klagen schon jetzt über volle Straßen und viel zu wenig Parkplätze. „Die Straße ist dicht“, so die einhellige Meinung. Und neben das THW soll die neue Kita kommen. Dominik Baur spricht lieber über den Bedarf an U3-Plätzen, der „unabhängig von anderen Einrichtungen“ bestehe. Die Zufahrtssituation zu Kindertagesstätten in Frankfurt sei aber ein „grundsätzliches Problem“. Im Stadtschulamt hofft man auf eine Staffelung der Ankunftszeiten der Eltern.
Auch im Norden Eckenheims, in der Niederbornstraße, dort wo aktuell noch ein Acker ist, soll eine neue Kita gebaut werden.
Genau wie in der Feuerwehrstraße im Passivhausstandard, mit Platz für 60 Kleinstkinder auf zwei Stockwerken. Die Besonderheit hier: der Bau ist quadratisch und hat ein Atrium als Herzstück in der Mitte. Auch hier sind die Ortspolitiker bei aller Freude über die zusätzlichen Betreuungsplätze skeptisch. Julian Langner (FDP) etwa zweifelt am baulichen Konzept um das offen gestaltete Atrium als Treffpunkt und mahnt Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz der Kinder an. Auch das Grundstück sei nicht optimal geeignet, die Niederbornstraße ebenfalls mit Parkplätzen nicht gesegnet, sagen Anwohner.
Marco Amberg verweist auf eine Wendemöglichkeit, die für die Autofahrer geschaffen werden solle. In Frankfurt sei es „schwierig, geeignete Grundstücke zu finden“. Dazu seien drei Stellplätze für Mitarbeiter vorgesehen. Bei sechs Gruppen und wohl mindestens zwölf Betreuern eine zumindest optimistische Planung. Zum Abschluss der Vorstellung ernten die Stadtvertreter dennoch Applaus. Die vielen Anregungen haben sie mitgenommen. Um die Planungen der Kita in der Niederbornstraße noch mehr Anwohnern vorzustellen, wird es einen Vororttermin geben – am Freitag, 27. Januar, um 15 Uhr. (moz.)
Schon im August 2010 hatte Michael Wanka (SPD), stellvertretender Ortsvorsteher des Ortsbeirats 6, den Antrag gestellt, die Neubaupläne für eine Kindertagesstätte für Kinder unter drei Jahren in Schwanheim vorzustellen. Geplant war der Baubeginn der Kita für 60 Kinder in der Straße „Zur Waldau 14“ nämlich schon für Frühjahr 2011. Doch der Baubeginn verzögerte sich immer wieder. Als die Pläne im November 2011 dann im Ortsbeirat vorgestellt wurden, fühlte sich der Großteil des Ortsbeirat überrumpelt. „Ich fühle mich unter Druck gesetzt“, sagte Wanka in der Sitzung am Dienstag, als über den zugehörigen Magistratsbericht abgestimmt werden sollte. „Wir waren bei der Vorstellung schon nicht zufrieden mit der Verkehrsbetrachtung“, befand Jörg Löllmann, der Fraktionsvorsitzende der CDU. Durch die Kita würde die ohnehin schon belastete Straße „Zur Waldau“ noch chaotischer werden.
Letztlich wurde einem Antrag der CDU zugestimmt, noch einmal prüfen zu lassen, ob es nicht eine Möglichkeit zur Entlastung gibt. Nach halbstündiger Diskussion wurde noch der Passus: „ohne den Baubeginn zu gefährden“ hinzugefügt und dem Magistratsbericht zugestimmt. Die Grünen hatten dagegen gestimmt. „Der Bebauungsplan lässt etwas anderes nicht zu, da es geplant ist, die Straßenbahnlinie 12 in die Straßburger Straße zu verlegen“, begründete Martina Feldmayer (Grüne). Außerdem wolle man nicht auf die 900.000 Euro Zuschuss vom Land Hessen verzichten, die bei einer Fertigstellung nach 2013 hinfällig würden. „Ein neuer Bebauungsplan könnte bis zu einem Jahr dauern“, sagte Karin Röser vom Hochbauamt. Im Sommer hofft Röser beginnen zu können und kalkuliert mit einer Bauzeit von 14 Monaten. 4,4 Millionen Euro kostet die Kita. Dabei werden auch drei Parkplätze entstehen, einer mehr als von der Bauaufsicht vorgesehen. Außerdem gebe es in 50 Meter Entfernung Parkplätze. In Abstimmung mit dem Straßenverkehrsamt könnte man bei Bedarf auch noch zusätzliche Kurzparkmöglichkeiten einrichten. (tim.)
Begeisterungsstürme sehen anders aus. Als Dominik Baur und Marco Amberg vom Stadtschulamt die Pläne für neue Betreuungseinrichtungen in Eckenheim am Dienstagabend im Ortsbeirat 10 vorstellen, weisen Anwohner und Politiker gleich auf die Problemstellen hin. „Da ist jetzt schon alles zugeparkt“, lautet der erste Kommentar der Zuhörer. Denn eine der Kitas, beide ausgelegt auf 60 Kinder unter drei Jahren, soll in die Feuerwehrstraße im Süden Eckenheims gebaut werden. Hier hat die Feuerwehr ihr neues Katastrophenzentrum errichtet. Dazu kommt mit Baubeginn Ende dieses Jahres noch das Technische Hilfswerk. Die Anwohner klagen schon jetzt über volle Straßen und viel zu wenig Parkplätze. „Die Straße ist dicht“, so die einhellige Meinung. Und neben das THW soll die neue Kita kommen. Dominik Baur spricht lieber über den Bedarf an U3-Plätzen, der „unabhängig von anderen Einrichtungen“ bestehe. Die Zufahrtssituation zu Kindertagesstätten in Frankfurt sei aber ein „grundsätzliches Problem“. Im Stadtschulamt hofft man auf eine Staffelung der Ankunftszeiten der Eltern.
Auch im Norden Eckenheims, in der Niederbornstraße, dort wo aktuell noch ein Acker ist, soll eine neue Kita gebaut werden.
Genau wie in der Feuerwehrstraße im Passivhausstandard, mit Platz für 60 Kleinstkinder auf zwei Stockwerken. Die Besonderheit hier: der Bau ist quadratisch und hat ein Atrium als Herzstück in der Mitte. Auch hier sind die Ortspolitiker bei aller Freude über die zusätzlichen Betreuungsplätze skeptisch. Julian Langner (FDP) etwa zweifelt am baulichen Konzept um das offen gestaltete Atrium als Treffpunkt und mahnt Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz der Kinder an. Auch das Grundstück sei nicht optimal geeignet, die Niederbornstraße ebenfalls mit Parkplätzen nicht gesegnet, sagen Anwohner.
Marco Amberg verweist auf eine Wendemöglichkeit, die für die Autofahrer geschaffen werden solle. In Frankfurt sei es „schwierig, geeignete Grundstücke zu finden“. Dazu seien drei Stellplätze für Mitarbeiter vorgesehen. Bei sechs Gruppen und wohl mindestens zwölf Betreuern eine zumindest optimistische Planung. Zum Abschluss der Vorstellung ernten die Stadtvertreter dennoch Applaus. Die vielen Anregungen haben sie mitgenommen. Um die Planungen der Kita in der Niederbornstraße noch mehr Anwohnern vorzustellen, wird es einen Vororttermin geben – am Freitag, 27. Januar, um 15 Uhr. (moz.)
Gute Nachrichten für Eltern in Fechenheim. An der Dieburger Straße wird voraussichtlich von Juli dieses Jahres an eine neue Kindertagesstätte für insgesamt 60 Kinder im Alter von unter drei Jahren entstehen. Die neue Betreuungseinrichtung soll nach einem Jahr Bauzeit im Sommer 2013 eröffnet werden. Die als Passivhaus und nach einem Baukastensystem konzipierte Kinderkrippe sei bei Bedarf später noch weiter ausbaufähig, verlautet aus dem städtischen Hochbauamt. Sollte diese Option wahrgenommen werden, könnten hier künftig noch weitere 60 Kinder im Alter zwischen drei und sechs Jahren betreut werden, insgesamt also 120 Kinder. Die Baukosten für die von einem Stuttgarter Architektenbüro entworfene städtische Kindertagesstätte belaufen sich auf rund 2,4 Millionen Euro. Die Trägerschaft wurde an den „Sozialpädagogischen Verein zur familienergänzenden Erziehung“ vergeben, der im Stadtteil bereits seit mehr als fünf Jahren das Kinder- und Familienzentrum in der Pfortenstraße unterhält. (am.)
Bis zum Frühjahr 2013 müssen Bergen-Enkheimer Eltern die Zeit überbrücken. Dann sollen zwei neue Kitas mit Hortplätzen fertig werden: in der Bessemerstraße und im Florianweg. Das sind rund eineinhalb Jahre, die manches Elternteil den Job kosten können, wie Mütter und Väter sich in einer Ortsbeiratssitzung vor wenigen Monaten beklagten.
„Im Sommer 2012 fehlen voraussichtlich 80 Betreuungsplätze für Schulkinder“, sagte die Kinderbeauftragte des Stadtteils, Alexandra Weizel, vorgestern in der jüngsten Ortsbeiratssitzung. Darum traf sich vor wenigen Tagen die Gruppe Hortplätze zum ersten Mal, um nach unkonventionellen Lösungen für eine Übergangsbetreuung zu suchen. Dabei waren die Ortsvorsteherin, Vertreter des Stadtschulamts, die Kinderbeauftragte Bergen-Enkheims und viele verzweifelte Eltern.
Schon im August 2010 hatte Michael Wanka (SPD), stellvertretender Ortsvorsteher des Ortsbeirats 6, den Antrag gestellt, die Neubaupläne für eine Kindertagesstätte für Kinder unter drei Jahren in Schwanheim vorzustellen. Geplant war der Baubeginn der Kita für 60 Kinder in der Straße „Zur Waldau 14“ nämlich schon für Frühjahr 2011. Doch der Baubeginn verzögerte sich immer wieder. Als die Pläne im November 2011 dann im Ortsbeirat vorgestellt wurden, fühlte sich der Großteil des Ortsbeirat überrumpelt. „Ich fühle mich unter Druck gesetzt“, sagte Wanka in der Sitzung am Dienstag, als über den zugehörigen Magistratsbericht abgestimmt werden sollte. „Wir waren bei der Vorstellung schon nicht zufrieden mit der Verkehrsbetrachtung“, befand Jörg Löllmann, der Fraktionsvorsitzende der CDU. Durch die Kita würde die ohnehin schon belastete Straße „Zur Waldau“ noch chaotischer werden.
280 Plätze werden so bis 2013 geschaffen. Schließlich sollen durch Neubauten 1400 Plätze entstehen. Insgesamt sind in den kommenden zwei Jahren 14 Krippenneubauten mit jeweils 50 bis 60 Plätzen geplant. Noch ist offen, wo genau diese erbaut werden sollen.
Schwierige Standortsuche
„Wir tun, was wir können“, sagt Martin Müller-Bialon, Sprecher des Bildungsdezernats. „Die Stadt ist dicht besiedelt und die Flächen sind überschaubar.“ Das Liegenschaftsamt kümmere sich um die Suche nach potenziellen Standorten. „Wir nehmen alles, was wir kriegen können“, so Müller-Bialon.
Nicht nur die Suche nach Standorten ist schwierig: Die Kinderzahlen in Frankfurt steigen, es gibt einen Fachkräftemangel, und auch nicht alle geplanten Erweiterungen lassen sich realisieren. „Alles, was möglich ist, wird gemacht“, sagt Müller-Bialon. „Bei einem solchen Mammutprogramm ist das eine große Herausforderung und schwere Aufgabe.“
Optimale Plätze gibt es kaum
Die Stadt lässt sich das einiges kosten: Im Jahr 2009 betrugen die Betriebskosten 257 Millionen Euro, 2013 sollen es 360 Millionen sein. Zwar sollte sich das Land zu einem Drittel daran beteiligen, doch liege die Förderung derzeit bei etwa zehn Prozent. Der Bund beteiligt sich an den Investitionen, je nach Gebäude mit 20 bis über 50 Prozent – allerdings nur bis zum Jahr 2013. Nicht zuletzt auch deshalb ist beim Ausbau Eile geboten. „Der größte Teil des Ausbaus folgt jetzt“, so der Sprecher.
Müller-Bialon räumt ein, der umstrittene Standort an der Rödelheimer Landstraße sei nicht optimal; es hätte auch Bedenken im Stadtschulamt gegeben. „Aber wenn wir nur nach optimalen Orten suchen, finden wir gar keine.“ Trotzdem wolle man den Standort nicht gegen den Widerstand des Ortsbeirats durchzusetzen.

Die Stadt und Region auf einen Blick: unsere neue Übersichtsseite für Frankfurt und Rhein-Main - das Pflicht-Lesezeichen für alle Hessen.
Berichte aus Bad Homburg, Hochtaunus | Bad Vilbel, Wetterau | Darmstadt | Frankfurt | Kreis Groß Gerau | Hanau, Main-Kinzig | Main-Taunus | Mainz | Offenbach | Kreis Offenbach | Wiesbaden.
Frankfurt Flughafen - Rhein-Main leidet und profitiert von dem Verkehrsknoten gleichermaßen: kurze Wege, aber viel Lärm für die Anwohner. Der Ausbau ist seit Jahrzehnten umstritten. Das Spezial.
Sehen Sie auch die Ergebnisse nach Stadtteilen als Grafik-Fotostrecke. Außerdem zeigen wir die Top- und Flop-Ergebnisse von Peter Feldmann und Boris Rhein nach Stadtteilen und noch detaillierter nach Wahlbezirken. Alles Weitere im Wahl-Spezial.
Facebook | Twitter überregional | Google+