Unzufrieden dürften die meisten der 270 Bürger gewesen sein, als sie nach viereinhalb Stunden den Saalbau Nidda verließen.
Zwar haben die Vertreter der Deutschen Bahn viele Infos zu Aufzugsanlagen, Verspätungspuffern und Baustellen-Signalhörnern mit nach Bonames gebracht – die Angst vor den Folgen des viergleisigen Ausbaus der Main-Weser-Bahn konnten sie den meisten Anwohnern damit aber nicht nehmen.
Zu viele allgemeine Fragen wurden nicht oder nur unzureichend beantwortet – zu groß sind dafür die Sorgen der Anwohner: Werden sechs Meter hohe Mauern auf 13 Kilometern Länge die Kaltluftzufuhr in Frankfurts Norden kappen? Nehmen die Erschütterungen zu? Was kostet der Ausbau? Es sind Antworten auf Fragen wie diese, die sich die Anwohner von den Vertretern der Bahn gewünscht hätten.
Von pünktlichen S-Bahnen bis hin zum Lärmschutz – nüchtern betrachtet könnte der Ausbau der Main-Weser-Bahn viele Vorteile bringen. Nun liegt es an der Bahn, den selbst gesteckten Zielen gerecht zu werden und wirkliche Transparenz zu schaffen – und nicht nur ein bisschen. Ein Schritt in diese Richtung könnte die geplante Homepage sein, auf der Planungsinformationen veröffentlicht werden sollen. Denn solange dieses Wissen nicht zugänglich ist, werden viele Bürger der Bahn nicht glauben, wenn diese kundtut, nichts zu verbergen.
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