Als eines von nur zwei Restaurants in der Umgebung war sie nicht nur bei den Bewohnern der Kuhwaldsiedlung beliebt, sondern auch bei den Nachbarn am Rebstock: Die kleine Trattoria „La Rosa“ in der Müllerstraße.
Seit dem elften Dezember ist sie geschlossen. Über die Gründe dafür gibt es verschiedene Ansichten. Die ehemalige Wirtin klagte gegenüber Stammkunden, der Eigentümer habe ihr gekündigt, um eine Art Spielothek zu eröffnen. Ein Protestruf ging durchs Viertel.
Der Eigentümer selbst dementiert die Behauptung gegenüber der FR. Vielmehr habe seine ehemalige Pächterin mehrere Monate keine Miete gezahlt. Genau wie den Anwohnern sei es ihm sehr wichtig, dass wieder eine Pizzeria in die Räume einziehe: „Die lief nämlich eigentlich sehr gut.“ Er ist nun auf der Suche nach einem Nachmieter und hofft, „lieber heute als morgen“ einen zu finden. Wenn dieser einen Spielautomaten in den Gastraum stellen wolle, sei das kein Problem: „Das ist dann seine Sache.“ Aber die Idee, im Kuhwald eine Spielothek zu eröffnen, ist für ihn „ Quatsch“.
Die SPD-Stadtverordnete Anneliese Scheurich, die selbst im Kuhwald wohnt und Stammkundin im „La Rosa“ war, macht sich ebenfalls dafür stark, dass die Pizzeria sobald wie möglich wiedereröffnet wird – unabhängig davon, wer die Schuld an der Schließung trägt. Doch am liebsten wäre es ihr, wenn die bekannte Wirtin das Restaurant weiterführen könnte. „Wir haben eine Unterschriftenaktion gestartet“, erzählt sie. „Bislang haben fast 200 Anwohner unterzeichnet“.
Die Trattoria „La Rosa“ sei für die Bewohner des Viertels sehr wichtig. Das einzige andere Restaurant weit und breit, das „Haus Kuhwald“, habe mit seinem gutbürgerlichen deutschen und griechischen Essen eine völlig andere Ausrichtung.
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