Die Einhausung der A661 als Vorzeigeprojekt für die Bewerbung um den Titel „Grüne Hauptstadt Europas“ – diesen Vorschlag hat die Linke im Römer gemacht. Es sei technisch möglich, die Autobahn im Abschnitt Bornheim/Seckbach massiv zu ummanteln, sagt Carmen Thiele von den Linken. „Auf dem Dach dieser Einhausung könnte die durch die Autobahn zerstörte Landschaft wieder neu entstehen, der Raum könnte vielfältig genutzt werden“, argumentiert Thiele, die an einen völlig neuen Modellstadtteil mit vorbildlicher sozialer und ökologischer Infrastruktur denkt.
Der Titel „European Green Capital/Green Cities“ ist von der Europäischen Kommission erstmals in diesem Jahr vergeben worden. Mit dem Titel sollen Städte ausgezeichnet werden, die hohe Umweltstandards haben und bemüht sind, beim Thema Nachhaltigkeit anspruchsvolle Ziele zu erreichen. Ferner sollen die Städte durch ihre Projekte beispielgebend für andere Metropolen sein. Den Titel trägt in diesem Jahr Stockholm, im nächsten Jahr schmückt sich Hamburg mit dem Etikett „Green City“. Das Aktionsbündnis Unmenschliche Autobahn (AUA) und die Linke fordern seit längerem, die A661 einzuhausen. Seit Monaten wird der westliche Teil erweitert und die Autobahn zu einer achtspurigen Strecke ausgebaut. Im südlichen Teil soll mit der Riederwaldspange die A66 von Osten her angebunden werden. In diesem Abschnitt wird der Riederwaldtunnel gebaut werden. Durch Lückenschluss der A66 und die Erweiterung der A661 wird der Verkehr und damit die Lärmbelastung erheblich zunehmen.
Die Einhausung, eine Ummantelung der Fahrbahn wie etwa im Abschnitt Hösbach/Goldbach an der A3 nahe Aschaffenburg, soll die Lärm- und Schadstoffbelastung reduzieren. Die Einhausung samt Modellstadtteil „könnte das fehlende Leuchtturmprojekt für die Bewerbung zur Grünen Hauptstadt Europas sein“, sagt der verkehrspolitische Sprecher der Linken, Udo Mack.
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