Wir sind durch den Wetterauer Morgennebel geradelt. Haben Menschen besucht, die direkt an der Autobahn leben und unter dem Lärm leiden. Wir haben eine Zeitungsträgerin mit einem Schrittzähler ausgestattet und unsere Leser raten lassen, was sie am Ende ihrer Schicht geleistet hat.
Mehr als drei Wochen lang hat die Frankfurter Rundschau Geschichten erzählt, die sich unter einem Stichwort zusammenfassen lassen: Mobilität. Der bewegte Mensch schafft Arbeitsplätze – etwa beim Schuster, der die Schuhe seiner Lauf-Kunden besohlt.
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Eine ganze Branche lebt davon, Ideen gegen die wachsenden Verkehrsbelastungen zu entwickeln. Gegen die Umweltverschmutzung soll Elektromobilität helfen – wir haben ein Pedelec und ein batteriebetriebenes Auto auf Alltagstauglichkeit getestet. Sie und andere Beispiele alternativer Antriebstechnik zählten zu den Stars der Internationalen Automobilausstellung IAA in Frankfurt, auf der wir uns intensiv umschauten. Hightech soll auch vor dem Verkehrskollaps bewahren, der den Autobahnen rund um Frankfurt täglich zur Rushhour droht. Autos, die sich per Bordcomputer gegenseitig vor einem Stau warnen, die miteinander kommunizieren – Hessens Straßen dienen ihnen demnächst als bundesweites Testfeld.
Zu den Höhepunkten zählten aber die Rennen. Dreimal testete ein jeweils dreiköpfiges Team, welches Verkehrsmittel die Redaktion im Sachsenhäuser Depot am schnellsten erreicht. Eine Aktion mit hohem Spaßfaktor.
Auf der Mittelstrecke mit Start in Offenbach siegte der Autofahrer noch vor dem Nutzer des Regionalexpress – mit viel Glück, denn er fand ausnahmsweise sofort einen Parkplatz. Beim innerstädtischen Vergleich hatte der Radler sein Gefährt längst abgeschlossen, als der U-Bahn-Kandidat auftauchte. Das Auto hatte null Chance. Die 24-Kilometer-Langstrecke von Nieder-Wöllstadt in der Wetterau ging an den Motorradfahrer, der seine Maschine direkt auf dem Karl-Gerold-Platz parken konnte. Mit von der Kälte blauen Lippen und triumphierendem Blick empfing er die S-Bahn-Kollegin, die inzwischen ihre Zeitung gelesen hatte.
Reine Reisezeit
Zugegeben: Berechnet haben wir die reine Reisezeit. Und: Schnelligkeit ist nicht alles. Moralische Sieger sind auf alle Fälle die Radler, deren C02-Bilanz mit Abstand am besten ausfällt – auch wenn wir dieses Kriterium bei unseren Rennen nicht gemessen haben. Sie starten frisch in den Arbeitstag und sparen sich am Abend das Training im Fitnessstudio.
Relativ ist auch die verlorene Zeit der Bahnfahrer. Während sie von A nach B reisen, können sie entspannt aus dem Fenster schauen, dösen, mit der Freundin telefonieren, am Laptop ihre Mails abarbeiten oder ganz gemütlich Zeitung lesen. Wer täglich mit einem Monatsticket aus der Wetterau oder dem Taunus zur Arbeit in die Stadt kommt, steht finanziell besser da, als der Kollege mit dem Auto. Und die nervige Parkplatzsuche entfällt auch.

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Frankfurt Flughafen - Rhein-Main leidet und profitiert von dem Verkehrsknoten gleichermaßen: kurze Wege, aber viel Lärm für die Anwohner. Der Ausbau ist seit Jahrzehnten umstritten. Das Spezial.
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