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28. Januar 2016

Modelagentur: Migrantinnen gründen Unternehmen

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Ein Jahr nach dem Start des Pilotprojekts „Migrantinnen gründen“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gibt es erste Erfolgsgeschichten. Elizabeth Nehring eröffnet im März eine Modelagentur für afrodeutsche Frauen.

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Elizabeth Nehring sieht aus wie eine Cousine von Naomi Campbell. Nur ist die 35-jährige Frankfurterin, die mit acht Jahren von Kamerun nach Deutschland kam, nicht ganz so groß wie das ehemalige Topmodel. Aber auch sie will in die Modelwelt einsteigen. Aber nicht als Laufsteg-Schönheit, sondern als Unternehmerin. Nehring eröffnet im März im Gallus eine Agentur mit afrodeutschen Models. Diese heißt „Elli Gilgal“.

Dabei hatte sie Unterstützung. Nehring ist Teil des vor einem Jahr gestarteten Mentoring-Projekts „Migrantinnen gründen“, das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird. Der Frankfurter Verein „Jumpp Frauenbetriebe“ bewarb sich für das bundesweit ausgeschriebene Pilotprojekt und gewann. „Als Einzige haben wir das Projekt bekommen. Und so haben wir es nach Frankfurt geholt“, erzählt Projektleiterin Ramona Lange am Donnerstag. „Schon Frauen haben es schwerer als Männer, sich selbstständig zu machen; umso schwerer wird es, wenn sie einen Migrationshintergrund haben und gegen Vorurteile ankommen müssen“, so Lange. Persönliche Mentoren unterstützen die Frauen auf dem Weg zur Selbstständigkeit.

Das Image verändern

So hat Elizabeth Nehring die Rechtsanwältin Alia von Werder als Mentorin an der Seite, die ihr mit Dingen wie Verträgen sehr hilfreich gewesen sei. 19 afrodeutsche Models seien bereits bei der Agentur unter Vertrag: von klassischen Models bis Charaktermodels. „Als ich hier groß geworden bin, hat es mich sehr traurig gemacht, dass, wenn Afrikaner auf Bildern in Europa dargestellt wurden, das immer mit Armut, Aids oder Krieg in Verbindung gebracht wurde“, so Nehring. Dieses Image will sie mit mehr afrodeutschen Models in der Werbung zum Positiven verändern. „Ich möchte ein respektvolles, ein schönes Bild von Afrikanern in Deutschland etablieren.“ Bis ihre Agentur erfolgreich läuft, arbeitet sie parallel als Leiterin einer Kita in Rödelheim weiter.

Von den elf Teilnehmerinnen zwischen 30 und 52 Jahren haben neun das Projekt erfolgreich abgeschlossen. Ein Erfolgsbeispiel ist die 36-jährige Spanierin Cristina Conesa Carbonell. C3 Relocation heißt ihr Unternehmen. „Ich helfe ausländischen Angestellten, in Deutschland anzukommen, sich hier wohlzufühlen. Von Behördengängen über die Wohnungssuche bis zur Mülltrennung erkläre ich alles“, sagt sie und lacht. Sie selbst lebte in den vergangenen 16 Jahren in elf Städten auf drei verschiedenen Kontinenten. Zuletzt arbeitete sie in den USA als Marketingmangerin. In Frankfurt kümmert sie sich nun um die spanischen Mitarbeiter eines Frankfurter Unternehmens. „Neben Seminaren zu Steuer und Rechten war der Zusammenhalt unter uns Frauen total wichtig, um am Ball zu bleiben“, betont Carbonell. Bald startet nun die zweite Runde des Projekts.

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