Das kühle regnerische Wetter hat den Organisatoren des Frankfurter Museumsuferfestes einen Strich durch die Rechnung gemacht. Während am Sonntag etwa genauso viele Menschen wie im Vorjahr zu den Partybühnen und Ständen strömten, waren es am Samstag und vor allem am Freitagabend deutlich weniger. „Als Open- Air- Veranstaltung sind wir eben von der Witterung abhängig“, sagte Kurt Stroscher von der städtischen Tourismus+Congress GmbH.
Dennoch zog er „wetterbereinigt“ eine positive Bilanz zu dem Spektakel, das zu den größten Kulturfesten in Europa gehört. Für den Sonntag - zum Abschluss am Abend war ein großes Feuerwerk geplant - rechnete Stroscher mit „locker“ über einer Million Besuchern am Main. Am Samstag zählte der städtische Organisator 900.000 Besucher - etwa 200.000 weniger als im Vorjahr. Am Freitag waren bei heftigen Regengüssen nur 200.000 gekommen - ein Drittel des Vorjahresbesuchs.
Unter blau-weißem Konfettiregen – den Nationalfarben des Gastlandes Argentinien – hatte Oberbürgermeisterin Petra Roth am Freitag Punkt 18.20 Uhr das 30. Museumsuferfest eröffnet. Ein Fest, das Roth im Beisein des argentinischen Generalkonsuls, Juan Garibaldi, als das facettenreichste, europäische Kulturfestival bezeichnete, das es so in keiner anderen Stadt gebe.
Kultur für alle – alles ist Kultur: „Idee und Motto des ersten Museumsuferfestes ist bis heute aktuell“, rief Roth den Eröffnungsgästen auf der Haupttribüne von Gastland Argentinien zu. Dessen Kultur gilt es diesmal zu entdecken – passend zum 200. Jahrestag der Unabhängigkeit seines Landes und passend vor dem Auftritt als Gastland bei der diejährigen Buchmesse, sagte Garibaldi, der sich gleich fünfmal für die Ehre bedankte, beim diesjährigen Fest im Mittelpunkt zu stehen. Petra Roth gab den Dank artig zurück, Argentinien als Partner zu haben, das über die Academia de Tango das Kulturprogramm auf der Hauptbühne organisiert habe.
Noch bis heute Abend können Besucher Tango, Flamenco oder die Tänze der Gauchos erleben und südamerikanische Küche kosten. Musik, Tanz, Kultur, Varieté aus allen Weltkulturen werden an 24 Bühnen auf beiden Seiten des Mainufers zwischen Eisernem Steg und Friedensbrücke dargeboten. Darüber hinaus beteiligen sich 1000 Vereine mit Ständen und Aktionen, ebenso 18 Museen in der Innenstadt, die mit Workshops, Führungen, Musik und Kultur ein Mammutprogramm auf die Beine gestellt haben.
Nach der Eröffnung am Freitag strömte das Volk, füllten sich die Uferstreifen hibb- und dribbdebach. Bis 1 Uhr nachts dürfen die Frankfurter ihr größtes Kulturfest auch heute feiern, am Sonntag bis 24 Uhr. Zum krönenden Abschluss klingt das Fest am Sonntag, 22.30 Uhr, mit einem symphonischen Feuerzauber am Nachthimmel aus. Die angekündigten Feuerbilder leuchten zu Klängen zeitgenössischer Musik durch die Nacht. (aktualisiert mit dpa)
Ein Button für vier Euro (Kinder bis sechs Jahre sind frei) gewährt Eintritt in die teilnehmenden Museen für die Dauer des Festes von Freitag ab 17 Uhr bis Sonntag. Erhältlich in den teilnehmenden Museen, im Frankfurt Forum, Werkstattladen, Römerberg 32 und in den Tourist Informationen Hauptbahnhof und Römer.

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