Neben der Festmeile am Main gibt's das Dauerprogramm der Museen - da kann die Entscheidung schon mal schwer fallen. Ein Programmpunkt ist für die meisten Besucher des Museumsuferfestes am heutigen Sonntag aber wohl gesetzt: das Feuerwerk am Abend.
Trotz der Regenschauer ist viel los auf dem Museumsuferfest. Foto: Sascha Rheker
Trotz der Regenschauer ist viel los auf dem Museumsuferfest. Foto: Sascha Rheker
Endspurt. Letzter Tag des Museumsuferfestes. Doch das nahende Ende kann schon fast ein wenig zur Verzweiflung führen. Denn selbst wer gestern bereits Bühnen, Stände und Museen besucht hat - das volle Programm des Kulturfestivals wird er auch bis zum Abschluss am heutigen Abend nicht geschafft haben. Nie und nimmer. Das wäre purer Stress.
Deshalb heißt es: gut auswählen. Ein Abstecher in ein Ausstellungshaus lohnt aber allemal. Ins Archäologische Museum zum Beispiel. Das widmet sich zum Museumsuferfest der Jungsteinzeit. Zahlreiche Mitmach-Aktionen vermitteln einen Eindruck über das Leben in Frankfurt vor 7500 Jahren. Mehrstündige Workshops für Familien wird es am Sonntag von 10 bis 20 Uhr geben. Kinder ab 8 Jahren können dann töpfern, kochen, bauen und schießen. Der steinzeitliche Pfeil- und Bogenbau steht ebenso auf dem Programm wie der Bau von Lehmwänden und die Arbeitsweise von Archäologen.
Filme und Führungen
Und was machen die anderen Museen zum Fest? Schirn und Museum für Moderne Kunst organisieren reichlich Führungen durch ihre aktuellen Ausstellungen „Geheimgesellschaften“ und „20 Jahre Gegenwart“, Ernst May steht im Architekturmuseum mit Ausstellung und Führungen im Mittelpunkt. Das Städel baut besonders eifrig auf, einen riesigen Museumsuferfest-Stand, der allerdings erst am 6. Oktober fertig – oder halt, das ist ja gar kein Stand, das ist das neue Städel. Am Sonntag um 11 Uhr können Kinder immerhin schon einmal an Workshops teilnehmen: „Mal dein neues Städel“.
Mit viel Rumms beim Tagfeuerwerk eröffnet das Museumsuferfest 2011. Anbieter mit Schirmunterständen sind häufig en vogue in diesem Jahr. Ein Rundgang in Bildern über das Frankfurter Traditionsfest.
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Mit viel Rumms beim Tagfeuerwerk eröffnet das Museumsuferfest 2011. Anbieter mit Schirmunterständen sind häufig en vogue in diesem Jahr. Ein Rundgang in Bildern über das Frankfurter Traditionsfest.
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Mit viel Rumms beim Tagfeuerwerk eröffnet das Museumsuferfest 2011. Anbieter mit Schirmunterständen sind häufig en vogue in diesem Jahr. Ein Rundgang in Bildern über das Frankfurter Traditionsfest.
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Mit viel Rumms beim Tagfeuerwerk eröffnet das Museumsuferfest 2011. Anbieter mit Schirmunterständen sind häufig en vogue in diesem Jahr. Ein Rundgang in Bildern über das Frankfurter Traditionsfest.
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Im Gegensatz zum Städel hat es das Filmmuseum aber gerade rechtzeitig zum Museumsuferfest geschafft, mit seinem Umbau fertig zu werden. Und so gibt es in den neuen Hallen schon einmal einen Vorgeschmack auf das für September geplante Kinderfilmfestival Lucas: mit Kurzfilmen und „Trickboxx“. Es werden Führungen angeboten und zum krönenden Abschluss um 18 Uhr der U2-Konzertfilm zur Vertigo-Tour in 3D gezeigt. Das Historische Museum – ist zurzeit wie das Städel geschlossen. Wegen eines Umbaus. Es macht aber trotzdem mit und bietet Führungen an. Um 14 und 16 Uhr wandeln die Besucher auf den Spuren der Brüder Treuner, die das berühmte Frankfurter Altstadtmodell schufen, um 18 Uhr geht es unter dem Motto „Die Nitribitt und das Frankfurt der 1950er Jahre“ durch die Stadt. Infos gibt es im Zelt des Historischen Museums am Eisernen Steg.
Der Kanzleranwärter kommt
Und dann ist da noch die Bühne des caricatura Museums auf der nordmainischen Seite zwischen Alter Brücke und Eisernem Steg. Dort sorgen beim "Festival der Komik" viele Satiriker aus dem Titanic-Universum für Lacher. Die Titanic Task-Force läutet am Sonntag um 18 Uhr das Finale ein. Leo Fischer, Chefredakteur der Titanic, und seine Mitstreiter betrauern mit ihrem Trauerredengenerator in Afghanistan gefallene Soldaten. Und Martin Sonneborn, früherer Chefredakteur der Titanic, markiert den Abschluss des Festivals: Der selbst ernannte Kanzleranwärter wird aus seinem programmatischen Buch „Ich will auch mal Kanzler werden!“ lesen. Seitdem Sonneborn 2004 DIE PARTEI gründete, greift er erfolglos nach der Macht. Das soll sich ab Sonntag ändern.
Auf dem Wasser tummeln sich auch heute wieder die Drachenboote. Auf der Rennstrecke zwischen Untermainbrücke und Holbeinsteg messen sich Hobbyteams in der Rennkategorie „Mixed“. Um 9.40 Uhr starten die Vorläufe. Das Finale beginnt um 18.15 Uhr. Langer Tag für die Drachenbootfahrer - und so wird das Museumsuferfest auch wieder in diesem Jahr erschöpfte Sportler hinterlassen.
Abseits der Museen tobt auch am Sonntag die Party, links und rechts des Mains reiht sich eine Bühne an die andere. Musikalisch hat das Kulturfestival einiges zu bieten: In Sachsenhausen die Treppe am Eisernen Steg hinunter und dann ein paar Schritte Richtung Westen – da steht wie gewohnt die Bühne der Frankfurter Rundschau und der Mainova. Mit Perlen der Rock- und Popszene aus Frankfurt und der Welt. Los geht's um 12.30 Uhr mit HipHop für Kids, ab 16 Uhr gehört den Jungs von Morning Boy mit ihrem Indie-Pop die Bühne. Und vom Italiener Gastone gibt's um 17.15 Uhr deutschen Rock zu hören - bis er vom Grammy-Gewinner Ivan Santos um 18.30 Uhr abgelöst wird.
Auch auf den anderen Bühnen zwischen Eisernem Steg und Holbeinsteg geht's musikalisch ab. Auf der Italienischen Bühne auf der Nordseite des Mains ist nicht nur Pizza-Akrobatik (13 und 16 Uhr) zu bestaunen, sondern auch Musik von Künstlern aus jeder Ecke des Stiefels zu hören. Ein paar Meter weiter gibt's Salsa bis zum Abwinken beim Latino-Treff und auf der Prinz-Bühne am Sachsenhäuser Ufer ab 19.30 Uhr deutschen Power-Pop aus Gießen von Reezee.
Und dann gibt es da noch die Chor- und Orgelmeile mit Konzerten in verschiedenen Kirchen: In der Heiliggeistkirche und dem Dom sind am Sonntag die Chöre an der Reihe. Der Junge Chor Schwanheim/Goldstein singt ab 18 Uhr in der Kirche, bevor ab 21 Uhr das Vocalensemble am Kaiserdom mit den „Gesängen zur Nacht“ das Museumsuferfest abrundet.
Um 22.30 Uhr ist es dann mit einem Knall alles mehr oder weniger vorbei: Das Feuerwerk beginnt. Eine halbe Stunde lang leuchtet Frankfurt in bunten Böllerfarben und verabschiedet das Museumsuferfest. Bis zum nächsten Jahr.
Alle reden vom Museumsuferfest – die Verkehrsgesellschaften bringen die Gäste hin. U- und Straßenbahnen werden mit erweitertem Angebot anrollen, S-Bahnen und Nachtbuslinien planen zusätzliche Fahrten ein, teilen RMV, VGF und Traffiq mit.
Im Einzelnen: Die U-Bahn linien 1 bis 5 und 8 und die Straßenbahnen 15 und 16 bekommen fürs Wochenende einen dichteren Takt und sind länger unterwegs. Der 30er Bus fährt bis Betriebsende über den Börneplatz hinaus bis zum Hainer Weg. Nachtbusse starten an der Konstablerwache in fast alle Richtungen: Samstag- und Sonntagfrüh zwischen 1.30 und 3.30 Uhr, zusätzlich auf den Linien N1, N4, N5, N7, N8 um 1.45 und 2.15 Uhr. In Offenbach starten die Nachtbusse 65 und 66 dann erst um 2.05 in Richtung Ober-Roden, um Anschluss an die S-Bahn8 zu halten. Einen Umweg wie zu Flohmarkt-Zeiten fährt die Museumsufer-Buslinie 46 bis Montag; dafür aber zwischen Europaviertel und Mühlberg am Samstag und Sonntagmorgen bis 1 Uhr früh.
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