In Italien haben Tagfeuerwerke Tradition. Und weil das Museumsuferfest in diesem Jahr unter dem Motto „Prosit, Italia!“ steht, eröffnet es am 26. August um 13 Uhr mit einem ebensolchen Himmelsspektakel. Das lange Feuerwerk, das traditionellerweise das Museumsuferfest am Sonntagabend abschließt, wird es zusätzlich geben. „Dieses Jahr untermalt von italienischer Musik“, wie Thomas Feda von der Tourismus+Congress GmbH, dem Veranstalter, erklärt.
Feda hofft, dass bis zum Start des Festes auch das Wetter sich ein wenig in die italienische Richtung bewegt. Die Veranstaltung sei normalerweise gut besucht, im vergangenen Jahr aber hätten wegen des Dauerregens weniger Besucher am Mainufer gefeiert als sonst. „Es kommen in der Regel zwischen 2,5 und drei Millionen Besucher, davon gehen wir auch in diesem Jahr wieder aus“, meint Feda und fügt hinzu: „Wenn nicht gerade acht Grad und Hagel draußen herrschen, sollte das machbar sein.“
Für vier Euro können Kulturinteressierte den Museumsuferfest-Button erwerben und haben damit freien Zugang zu insgesamt 22 Museen. Das Event soll einen Anreiz für die Besucher bieten, sich auch außerhalb des Fests mal eine Ausstellung anzusehen, meint Feda. Der Hauptanziehungspunkt für die meisten ist allerdings nach wie vor das Rahmenprogramm. Da an dem Wochenende viele Familien das Mainufer entlang bummeln werden, gibt es sowohl Angebote für Jüngere als auch für Ältere. Für die Jüngeren bietet etwa das Museum für Kommunikation am Samstag ab 12 Uhr Kinderschminken an, das Museum für Angewandte Kunst lädt Kinder und Familien zur Manga-Werkstatt ein.
Passend zum Thema Italien präsentiert die Pizzaschule aus Köln „Pizza-Akrobatik“. „Dabei schleudert der Bäcker das vorbereitete Teigstück durch die Luft und lässt es dabei größer und wieder kleiner werden“, erklärt Maria Ciancio von der italienischen Handelskammer.
Der Pizza-Akrobat muss dabei viel Fingerfertigkeit beweisen, damit die dünne Teigscheibe nicht zerreißt, während er sie rotieren lässt.
Das italienische Bühnenprogramm startet offiziell am Freitag des Festwochenendes um 18 Uhr. Ab 19.30 Uhr spielen die Folkonauts südländische Folklore. Zwei Stunden später übernehmen Struffolino & Band, eine vierköpfige Gruppe, die aus drei Deutschen und einem Halbitaliener besteht und sich zur musikalischen Aufgabe gemacht hat, italienische Klischees aufs Korn zu nehmen. „Sie spielen italienische Klassiker mit etwas Ironie“, fasst Ciancio zusammen. Sie freut sich bereits darauf, mit den Besuchern des Museumsuferfests auf das 100-jährige Bestehen der italienischen Handelskammer in Deutschland anzustoßen.
Neben dem Bühnenprogramm greift auch das Angebot an Verkaufs- und Infoständen das Thema Italien auf. Es präsentieren sich verschiedene Institutionen und Firmen, vor allem aus der Region Kalabrien.
Die Büros der italienischen Handelskammer in Frankfurt, Berlin, Köln und Leipzig hatten im Mai diesen Jahres ihre Zusammenarbeit mit Kalabrien verstärkt.
Um sich den Überblick über die zahlreichen Programmpunkte zu erleichtern, können die Besucher des Museumsuferfests seit vergangenem Jahr eine App für ihr I-Phone oder den I-Pod Touch herunterladen.
Diese wird etwa eine Woche vor Beginn der Veranstaltung kostenlos über I-Tunes verfügbar sein. Die App enthält unter anderem die Informationen des Programmhefts, Biografien der auftretenden Künstler und Links zu den Museums-Websites.

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